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Deutschsprachige Cocktail- und Barblogs

Posted in Webweites on March 16th, 2010 by Sascha – 8 Comments

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von deutschsprachigen Cocktail- und Barblogs. Falls noch jemand Futter für seinen RSS Feed Reader sucht, gibt es nun eine kleine Liste aller(?) deutschsprachigen Blogs:

  • B@rGeist: Blog von ??? über alle erdenklichen Themen der Barwelt.
  • Bartheater: Bar + Theater – seht selbst.
  • Barzirkel München: Aktuelle Nachrichten rund um München und den dort ansässigen Barzirkel.
  • Barbau-Blog: Hier konnte die Planung und Entstehung einiger Bars in Deutschland mitverfolgt werden. Hauptsächlich drehte sich alles um die Bar Le Leon in Hamburg. T
  • Bitters-Blog: Der legendäre Bitters-Blog. Sollte sich jeder mal angesehen hat, auch wenn er nicht mehr aktualisiert wird! T
  • Bon-Vivant’s Companion: Kurzlebiger Blog… T
  • Cachaca Blog: Der deutsche Cachaca Blog! C&D
  • Cachaça-Welt: Allerlei Infos rum um Cachaca.
  • Cafe Sol Blog: Blog des Cafe Sol. T
  • Cocktailwelten: Einer der ersten Cocktailblogs überhaupt. Auch nach all den Jahren noch nicht angestaubt und immer noch sehr interessant zu lesen! C&D
  • Cocktail Starlets: Filme & Cocktails. C&D
  • Cocktails Old Fashioned: Cocktails Old Fashioned. C&D
  • Das Bartender Labor: Gemeinsamer Blog einiger Bartender, mit vielen interessanten Artikeln.
  • Das Gastronom: Mike Meinke aus Berlin schreibt hier über seine Barbesetzungen, Reisen, Gäste und vieles mehr.
  • Der Thekenmeister: Allerlei (sehr witzige) Geschichten aus dem Barleben in Ulm.
  • Die etwas anderen Bartender: Der Blog einiger Münchner Bartender, die meist eine etwas andere Meinung zu einigen Dingen haben. Sehr erfrischend.
  • Drinkblog: Auf dem Drinkblog beschäftigt sich Jörg Kalinke hauptsächlich mit den Treffen des Barzirkel Ruhrgebiet, bespricht aber auch das eine oder andere Produkt und Cocktailrezept.
  • Drum Rum: Der Blog von Dirk Becker, Besitzer des Rum Clubs in Berlin.
  • Dry Martini: Viele interessante Reiseberichte, Weinvorstellungen und vieles mehr. T
  • Eichiberlin’s Blog: Eichi schreibt über Bars und Restaurants in Berlin. Sehr informativ!
  • Eye for Spirits: Jede Menge Hintergrundinfos zu Spirituosen, ihrer Geschichte, Herstellung und vielem mehr.
  • Feinschmeckerblog
  • Gabanyis Blog: Der Blog des bekannten Whiskey Experten Stefan Gabányi. T
  • Ginologe: Verschiedenes rund um Gin. T
  • Gin Lovers: Verschiedenes rund um Gin. T
  • Glas und Inhalt: Glas und Inhalt wird von Ruben Neideck betrieben, welcher dort zahlreiche Rezepte und allerlei andere Themen bespricht. C&D
  • Jiggers Blog: Der Zeitungsblog mit Schwerpunkt auf Karlsruher Bars. C&D
  • JRGMYR: Der Blog des Hamburger Bartenders Joerg Meyer.
  • JuniperTour: Eine Gruppe Bartender aus Deutschland in NY… ;-)
  • Marken-Zeichen: Wirre Gedanken zu verschiedenen Themen der Bar. Oft lustig, öfters aber einfach unverständlich (für nicht Eingeweihte wie mich ;) ). T
  • mija.ch: Infos aus der schweizer Barwelt! C&D
  • Mixology Blog: Blog des Mixology Magazins.
  • Nelson’s Blood: Ein Bartender aus der Bar Watt’s (Raum Ettlingen Karlsruhe) berichtet von seinen Barerfahrungen und wie Gäste auf Neues reagieren.
  • Puro de Agave: Hier finden sich viele Informationen rund um 100% Agavae Tequila. T
  • Saggin’ Jowls Ron: Tiki & Rum. Was gibts besseres? C&D
  • Schneiders gesammelte Grütze: Der etwas andere Blog der Ex-Laborantin Christina Schneider.
  • Shaker-Blog: Alles rund um den Shaker.
  • Tastings Blog: Tim Reuberstartete Ende letzten Jahres, das (hoffentlich) bekannte rießige Likör Tasting im C&D Forum. Auf dem Tastings Blog werden zu jedem abgeschlossenen Tasting ausführliche Auswertungen von ihm veröffentlicht.  C&D
  • Tasting Lab
  • The Opinionated Bar-Log: Der Blog von Dominik MJ Schachtsiek mit interessanten Berichten aus Dubai und vielem mehr.
  • Trinklaune: Der gemeinsame Blog der C&D Fraktion Hamburg. Ein bunter Mix vieler Themen, jedoch alle sehr lesenswert! C&D
  • Wankiki: Heimat des Bartenders & Connoisseures – In 80 Days Around The World Projektes. C&D
  • What a Drink!: Viele interessante Produktvorstellungen und Tastingberichte eines fleißigen Hobbymixers.


C&D: Dieser Blog wird von einem Mitglied des C&D Forums betrieben.
T: Dieser Blog wurde leider schon lange Zeit nicht mehr aktuallisiert.

Stand: 05.08.10

http://nelsons-blood.blogspot.com/

Kräuter in Cocktails

Posted in Zutaten on April 18th, 2009 by Sascha – Be the first to comment

Minze ist in Cocktails schon seit langer Zeit präsent, stand allerdings ziemlich lange alleine auf weiter Flur. In den letzten Jahren wurden jedoch immer mehr Kräuter, die in der Küche schon seit Jahrhunderten verwendet werden, auch in Cocktails verarbeitet. Doch welche Kräuter eignen sich dafür und wie kann man sie im heimischen Garten anbauen?

Basilikum
Basilikum gehört, wie alle anderen hier aufgeführten Kräuter, zu der Familie der Lippenblütengewächse und ist spätestens seit dem Gin Basil Smash von Jörg Meyer eine Pflichtzutat bei Cocktailabenden. Doch auch schon davor begeisterte der Basil Daiquiri, ein normaler Daquiri mit zusätzlichem Basilikum, die Cocktailliebhaber. Der Name Basilikum kommt vom griechischen Wort basileus, welches königlich bedeutet. Daher wird die Pflanze oft auch Königskraut genannt. Ursprünglich kommt es aus Afrika und verbreitete sich von dort nach Indien und schließlich nach Europa (allerdings unterscheidet sich der Ursprungsort je nach Quelle, Afrika – Indien – Europa wurde aber von vielen genannt).

Am bekanntesten dürfte das Genoveser Basilikum (Ocimum basilicum) sein, welches im Sommer in fast jedem Supermarkt zu finden ist. Neben diesem gibt es jedoch noch unzählige andere Sorten, z.B. das Thai Basilikum (sehr würzig), Zitronenbasilikum oder rotes Basilikum. Letzteres benutze ich in Form des African Blue (Ocimum kilimandscharicum x basilicum ‘Purpurascens’) auch für Cocktails. Dieses ist würziger als das normale Genoveser und gibt den Cocktails eine ungewöhnliche rote Farbe.

Genoveser

Genoveser

Prinzipiell kann man aber jede Basilikumsorte verwenden, solange es einem schmeckt. ;-) Das Ciba Mato in Stuttgart verwendet zum Beispiel nicht das African Blue als rotes Basilikum, sondern das Rote Krause Basilikum (Ocimum basilicum ‘Purple Ruffles’). Hier ist wie bei fast allem probieren und variieren angesagt.

African Blue

African Blue

Basilikum wächst sowohl auf der Fensterbank, als auch im Garten wunderbar. Allerdings sollte man es erst ins Freie stellen bzw. einpflanzen, wenn die Temperaturen hoch genug sind. Frost schädigt die jungen Plfanzen und optimalerweise sollte es nicht kälter als 16° werden. Daher kann man als Termin ca. Anfang/Mitte Mai anpeilen. Falls die Möglichkeit besteht Basilikum in den Garten oder auf den Balkon zu stellen, sollte man diese Orte der Fensterbank vorziehen. In der Natur wird es noch ein wenig aromatischer und wächst höher (einen großen Topf/Kübel vorausgesetzt).

Wichtig ist, dass es am Standort sonnig ist, da Basilikum keinen ganztägigen Schatten verträgt (wächst dort nur spärlich oder kann eingehen). Vom Boden her ist ein wasserdurchlässiger, humusreicher Boden am Besten. Ebenso muss man die Pflanzen regelmäßig gießen, so dass die Erde immer etwas feucht ist. Allerdings sollte in der Wohnung nur in den Untersetzer Wasser gegossen werden, da sonst die Erde schimmeln könnte. Die vielen kleinen Pflänzchen verdecken gerne mal die Sonne, so dass die obere Schicht schnell zu feucht werden kann.

Cocktails: Gin Basil Smash, Basil Daiquiri, Agave & Basil, Strawberry Basil Caipirinha

Salbei
Salbei gehört schon seit Jahrhunderten zu den bekanntesten Heil- und Gewürzpflanzen. Ursprünglich kommt es aus dem Mittelmeerraum, wo es besonders in Küstengebieten wächst. Ich kannte Salbei lange Zeit nur als Tee, bis ich den Martinée Martini von Stephan Berg entdeckt hatte. Von Salbei gibt es knapp 1000 verschiedene Sorten, so dass die Auswahl besonders schwer fällt. Bei mir wächst gerade ein kleiner Strauch des großblättrigen Salbeis (Salvia officinalis), über das ich mich bis jetzt nicht beklagen kann. Salbei mag es am liebsten trocken und sonnig und sollte daher nicht so oft gegossen werden. Falls es genug Platz zum wachsen hat, kann es bis zu 60cm hoch werden.

Salbei

Salbei

Cocktails: Matinée Martini

Thymian
Thymian kommt wie Salbei ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und liebt es daher ebenso sonnig und trocken. Schon im Mittelalter hielt es Einzug in die Klöster der nördlicheren europäischen Länder und ist schon lange als Würz- und Heilpflanze beliebt. Ich verwende die Sorte Thymus vulgaris ‘Faustini’. Allerdings sind Sortenangaben bei Thymian eher mit Vorsicht zu genieߟen, da diese recht junge Pflanzengattung noch regen Veränderungen ausgesetzt ist und sich Pflanzen daher nicht immer eindeutig kategorisieren lassen. Das Faustini gehört zu den kriechenden, buschigen und einfarbigen Sorten und hat auch den typischen Thymian Geruch.

Thymian

Thymian

Cocktails: Raspberry Thyme Smash

Rosmarin
Rosmarin stammt aus den Küstengebieten des Mittelmeerraums, woher auch der Name der Pflanze stammt. Rosmarin kommt vom lateinischen ros marinus und bedeutet Tau und Meer, also Tau des Meeres oder auch Meertau. Im Heimatgebiet kann die Plfanze bis zu 2m hoch werden und ist winterhart. Bei uns ist sie meist kleiner und oft auch nicht winterhart, was aber auf die Sorte ankommt. Bis jetzt habe ich nur das normale Rosmarin Rosmarinus officinalis probiert, welches aber bestens für Cocktails geeignet ist. Ebenso wie Salbei und Thymian mag es Rosmarin trocken und sonnig und der Boden sollte am besten sandig, humusreich und wasserdurchlässig sein.

Rosmarin

Rosmarin

Cocktails: Tommy’s Rosemary Margarita (basierend auf dem Tommy’s Platino Margarita)

Minze
Die Minze hat eigentlich schon einen eigenen Eintrag bekommen, aber der Vollständigkeit halber führe ich sie hier, mit kleinen Ergänzungen, nochmal auf.

Die Minze gehört zu der Familie der Lippenblütengewächse und untergliedert sich in eine Vielzahl von verschiedenen Arten. Die berühmteste davon ist zweifelsfrei die Pfefferminze, doch sind für die Verwendung in Cocktails (laut C&D Forum) besonders folgende drei Sorten geeignet:

  • Mentha nemorosa – Hemingway Minze – Mojito Minze – Kubanische Minze
  • Mentha spicata – Marokkanische Minze
  • Mentha spicita L. var. crispata – rotstämmige Krause Minze

Alle drei Sorten haben im Vergleich zur Pfefferminze einen geringen Mentholanteil, welcher Geschmacksbetäubend wirkt und daher nur in kleinen Mengen vorkommen sollte. Die Minze sollte an einem sonnigen Platz stehen, damit sie schnell und umfangreich wachsen kann, braucht dann aber auch viel Wasser.

Marokkanische Minze

Marokkanische Minze

Cocktails: Mojito, Richmond Gimlet

Dünger
Bis auf Thymian sollten alle Kräuter in Töpfen regelmäßig gedüngt werden. Hierfür kann man einen normalen Blumendünger oder einen speziellen Kräuterdünger verwenden, wobei sich die Inhaltsstoffe, soweit ich weiß, nicht großartig unterscheiden. Oft liest man in Foren oder auf Webseiten, dass eine Düngung den Kräutern schadet und sie weniger aromatisch werden lässt. Dies stimmt nur wenn man die Pflanzen überdüngt! Bei richtiger Anwendung hilft der Dünger den Kräutern kräftiger zu wachsen. Im Garten muss man allerdings aufpassen, wie und ob man düngt. Oft sind Gartenböden schon von vorherigen Besitzern überdüngt und man sollte daher erstmal vorsichtig mit Dünger umgehen. ;-)

Links

Minze

Posted in Cocktails, Zutaten on March 29th, 2009 by Sascha – 5 Comments

Seit ein paar Wochen befindet sich, zusätzlich zum Basilikum, auch Minze in meinem “Kräutergarten”. Bis jetzt stehen beide Kräuter noch auf der Fensterbank, wo sie viel Sonne abbekommen, doch gedeihen sie auch dort wunderbar. Die Minze wächst jetzt schon viel schneller als ich sie verbrauchen kann und müsste seit dem Kauf schon das zweite Mal umgetopft werden.

Die Minze gehört zu der Familie der Lippenblütengewächse und untergliedert sich in eine Vielzahl von verschiedenen Arten. Die berühmteste davon ist zweifelsfrei die Pfefferminze, doch sind für die Verwendung in Cocktails (laut C&D Forum) besonders folgende drei Sorten geeignet:

  • Mentha nemorosa – Hemingway Minze – Mojito Minze – Kubanische Minze
  • Mentha spicata – Marokkanische Minze
  • Mentha spicita L. var. crispata – rotstämmige Krause Minze

Alle drei Sorten haben im Vergleich zur Pfefferminze einen geringen Mentholanteil, welcher Geschmacksbetäubend wirkt und daher nur in kleinen Mengen vorkommen sollte. Ich benutze im Moment die Marokkanische Minze, da es diese bei meinem lokalen Obst- und Gemüseladen gab. Für die Anpflanzung im Garten werde ich noch demnächst die Hemingway Minze im Internet bestellen – ein Geschmacksvergleich folgt, sobald diese Erntereif ist.

Richmond Gimlet

Richmond Gimlet

Richmond Gimlet

Diese Gimlet Variante wurde 2001 von Jeffrey Morgenthaler kreiert. Er unterscheidet sich zum normalen Gimlet zwar nur in der Verwendung von frischem Limettensaft anstatt Lime Juice Cordial und einem Zweig Minze, doch ist der resultierende Drink ein ganz anderer. Durch die Kombination von Limettensaft, Minze und dem speziellen Geschmack des Tanqueray No.10 Gins entsteht ein frischer und fruchtiger Cocktail, der perfekt die Balance zwischen süß und sauer trifft. Definitiv ein Getränk, dass man sich zumindest einmal im Sommer bei strahlendem Sonnenschein gönnen sollte.

6cl Tanqueray No. 10
3cl Limettensaft (frisch)
3cl Zuckersirup
1 großer Zweig Minze

Wie schon gesagt verlangt das Originalrezept nach Tanqueray No. 10, der sich leider noch nicht in meiner Bar (aka Regal im Wohnzimmer) befindet. Daher habe ich ihn einmal mit Hendrick’s und einmal mit Beefeater gemixt, was in beiden Fällen zu einem super Ergebnis geführt hat – allerdings mit leichtem Vorteil für den Hendricks. Vorgestern konnte ich den Drink in einer Bar mit Tanqueray No. 10 probieren, welcher den Drink nochmal klar verbessert hat. Beim nächsten Einkauf ist auf jeden Fall eine Flasche des Premium Gins dabei.

Mojito
Einer der Cocktailklassiker, der auch in jeder noch so schlechten Bar angeboten wird, ist der Mojito. Entstanden ist er irgendwann vor den Zwanzigern des 20ten Jahrhunderts in Kuba, wann genau ist leider nicht bekannt. International berühmt wurde er allerdings erst in den 1940s, nachdem Ernest Hemingway gefallen an ihm gefunden hatte. Leider bekommt man in vielen Bars nur eine Kombination aus schlechtem Rum, Limettensaft aus der Flasche und zu viel Soda. Ein häufiger Fehler ist auch, die Minze so arg zu muddlen, dass die Blätter zerreißen und Bitterstoffe freigeben. Ich bereite daher meine Mojitos so zu, wie seit längerem auch den Caipirinha: Geschüttelt und nicht im Gästeglas gebaut.

6cl weißer Rum
3cl Limettensaft
2cl Zuckersirup
2-3 Zweige Minze
6cl Soda

Die Minzweige kräftig auf die flache Hand schlagen und in das Mixglas geben – Limettensaft, Rum und Zuckersirup dazugeben und mit viel Eis kräftig schütteln – ein Longdrinkglas bis zum Rand mit sehr kaltem Crushed Eis füllen und den Inhalt des Shakes mit Hilfe eines Teesiebs in dieses abseihen – Soda hinzufügen und als Dekoration einen großen Minzzweig ins Glas stecken.

Diese Zubereitungsart hat den Vorteil, dass keine kleinen Minzstückchen im Gästeglas sind und durch das abmessen des Limettensaftes ist immer gleich viel Saft im Drink. Oft wird nur “Saft einer Limette” als Menge angegeben, was aber sehr ungenau ist, da jede Limette unterschiedlich ergiebig ist (im Schnitt sind es 3.5cl, ich hatte aber auch schon 2cl oder 4.5cl).

Mojito

Mojito

Mixology 101

Posted in Allgemeines on February 20th, 2009 by Sascha – Be the first to comment

Wie fange ich an?
Wie sollte man an das Thema Cocktails mixen heran gehen, falls noch gar keine Erfahrung mit dem Thema gesammelt wurden? Hierzu gibt es sicherlich keine allgemeingültige Antwort, doch hat sich folgendes in der Praxis bewährt:

  1. Herausfinden welche Cocktails man mag. Das ist in Bars oder auch bei Freunden möglich, die sich mit dem mixen schon auskennen.
  2. Sobald man ein paar Cocktails gefunden, die dem eigenen Geschmack entsprechen, sollte man sich auf die Suche nach den Rezepten machen. Dies kann über das Internet gemacht werden oder man kauft sich ein Buch. Bei beidem sollte man aber darauf achten, nicht das erstmögliche Rezept zu verwenden oder irgendein Buch zu kaufen, da es sowohl im Internet viele schlechte Rezepte und auch in Buchhandlungen viele schlechte Bücher gibt. Gute Anlaufstellen für Rezepte sind Cocktail & Dreams, Cocktailscout und die (englische) CocktailDB. Wer sich ein Buch kaufen möchte, sollte am besten mal durch meine Bücherliste schauen oder diesen Thread im C&D Forum lesen.
  3. Nach dem gute Rezepte gefunden wurden, kann man sich entweder alle erforderlichen Zutaten sofort kaufen oder konzentriert sich erstmal auf 2 bis 3 Cocktails mit ähnlichen Zutaten. Ersteres kann schnell sehr ins Geld gehen, aber ermöglicht natürlich mehr Abwechslung. Zweiteres schont den Geldbeutel und man beschäftigt sich intensiver mit den Zutaten, die einem zur Verfügung stehen. Beachten sollte man auch, dass sich der eigene Geschmack mit der Zeit ändert. Die meisten Anfänger mixen erstmal die bekannten, eher fruchtigen und/oder cremigen Drinks, merken aber nach einiger Zeit dass es auch die Welt der “klassichen Cocktails” gibt. Diese verwenden eher weniger Saft/Sirup und legen mehr Wert auf Spirituosen und Liköre. Das ist aber ganz normal und ging mir selbst nicht anders. ;-)
  4. Neben den Zutaten braucht ein angehender Mixologe natürlich auch das entsprechende Werkeug. Für den Anfang genügt ein Shaker, ein Strainer (Sieb), Jigger (Meßbecher), Eiswürfelformen, Saftpresse und je nach Rezepten auch ein Stößel. Den Rest kann man sich nach und nach kaufen. Tipps für günstige und gute Produkte gibt es in meiner Barutensilienliste.
  5. Nun kann es an das eigentliche mixen gehen. Hierbei sollte man sich das erste Mal streng an das gegebene Rezept halten und sich positive, sowie negative Eindrücke notieren. Mit diesen informationen zur Hand, kann das Rezept an die eigenen Zutaten und den eigenen Geschmack anzupasst werden. Dies ist notwendig, da unterschiedliche Produkte der gleichen Kategorie immer ein wenig anders schmecken und es so kein allgemeingültiges Rezept gibt. Ebenso kann eine Zitrone oder Limette saurer sein als eine andere. Der eigene Geschmack ist natürlich auch sehr wichtig, da Person A evtl auf saurere Drinks steht als Person B oder Person C lieber einen ausgeprägteren Spirituosengeschmack vorzieht. All das gilt es zu beachten. Allerdings sollte man natürlich ein Rezept nicht vollkommen verändern und es dann noch unter dem gleichen Namen führen. ;-)
  6. Jetzt kann man sich an das Üben und auswendig Lernen machen. Viel Spaß dabei!

Rühren, Schütteln, Bauen?
Das Schütteln bzw. Rühren eines Cocktails hat das Ziel, diesen so gut wie möglich zu kühlen, aber auch ihn ein bisschen zu verwässern. Letzteres mag sich komisch anhören, jedoch sorgt die geringe Menge Schmelzwasser dafür, dass der Alkohol weniger scharf wirkt und man so den eigentlichen Geschmack besser wahrnimmt. Der Unterschied zwischen diesen zwei Zubereitungsarten besteht darin, dass beim Schütteln kleine Luftblasen und letztendlich auch eine kleine Schaumschicht entsteht, was den Drink trüb werden lässt. Daher wird ein Cocktail meist gerührt, wenn ein Drink nur aus klaren Zutaten besteht, die sich leicht vermischen lassen. So bleibt der resultierende Cocktail schön klar. Eine bebilderte Anleitung für einen gerührten Drink gibt es in dem Anfängerguide des C&D Forums.

Sobald allerdings Sirup, Sahne oder Ei Bestandteil eines Cocktails ist, sollte dieser geschüttelt werden, da sich die Zutaten sonst nicht richtig vermischen und der Cocktail so oder so nicht klar wird. Eine bebilderte Anleitung für einen geschüttelten Drink gibt es in dem Anfängerguide des C&D Forums.

Ein gebauter Drink unterscheides sich von einem gerührten Drink nur darin, dass dieser direkt im Gästeglas zubereitet wird. Eine bebilderte Anleitung für einen gebauten Drink gibt es in dem Anfängerguide des C&D Forums.

Frisch gepresster Saft vs. gekaufter Saft
Limetten- und Zitronensaft sollte man immer frisch pressen, da gekaufter Saft bei weitem nicht an frischen Saft herankommt. Ansonsten empfiehlt es sich, Direktsaft zu kaufen. Dieser ist qualitativ hochwertiger als Saft aus Konzentrat und ist auch nicht viel teurer. Wenn kein Direktsaft erhältlich ist (Maracuja, Cranberry, usw.) sollte ein Nektar mit möglichst hohem Fruchtsaftanteil gekauft werden.

Die Verwendung von Eis
Eis ist ein wichtiger Bestandteil eines Cocktails. Es muss den Drink kühlen, darf ihn aber nicht (übermäßig) verwässern. Daher sollte man immer sehr kaltes Eis, sehr viel Eis, großes Eis und wenn möglichst keine Hohleiswürfel verwenden. Hohleiswürfel haben eine größere Kontaktfläche als normale Würfel und schmelzen so schneller und verwässern einen Cocktail damit auch mehr. Tipps für günstige und gute Eiswürfelformen gibt es in meiner Barutensilienliste.

Vorgekühlte Gläser?
Wenn ein Cocktail ohne Eis im Gästeglas serviert wird (Daiquiri, Martini, usw) sollte das Gästeglas mit Eis und Wasser vorgekühlt werden. Nachdem die Zutaten durch das Schütteln oder Rühren gekühlt wurden, entzieht ein ungekühltes Gästeglas dem Cocktail nämlich kälte, um den Temperaturunterschied auszugleichen – das erwärmt die Flüssigkeit. Da keine Eiswürfel vorhanden sind um den Drink zu kühlen, wird dieser schnell zu warm.

Natürlich können Gläser auch immer vorgekühlt werden, auch wenn Eis in das Gästeglas kommt, aber für daheim ist das wohl ein zu großer Aufwand (und Verschwendung von Wasser). Alternativ kann man die Gästegläser auch in einer Gefriertruhe lagern, doch das erfordert viel Platz (und Strom).

Garnitur
Eine Garnitur sorgt dafür, dass ein Cocktail für den Gast ansprechender aussieht – das Auge trinkt sozusagen mit. Allerdings sollte man die Garnitur eher einfach, aber dafür hochwertig halten. Viele Bars stecken z.B. an einen Zombie einen halben Fruchtsalat, was vielleicht kunstvoll aussieht, aber vom eigentlichen Cocktail zu arg ablenkt. Es geht ja immerhin ums trinken und nicht darum sein Immunsystem mit Vitamin C aufzubessern. ;-)

Haltbarkeit der Zutaten
Vor allem zu Hause spielt die Haltbarkeit von Zutaten eine große Rolle, da viel weniger verbraucht wird, als in einer richtigen Bar. Die meisten Produkte sind aber glücklicherweiße sehr lange Haltbar. Eine kurze Übersicht:

  • Spirituosen: Mit ihren um die 40% Alkoholanteil sind diese nahezu unbgerenzt haltbar. Allerdings sollten sie nicht in direktem Sonnenlicht gelagert werden, da sie sonst an Geschmack verlieren. Ebenso sollte man fast leere Flaschen von hochwertigem Rum, Whiskey, Tequila, usw in kleinere Flaschen umfüllen, so dass die Flüssigkeit nicht zu arg mit dem Sauerstoff in der Flasche reagiert, was den Geschmack auch verändern kann.
  • Liköre (und Wermut): Liköre mit über 20% halten einige Jahre. Liköre mit unter 20% oder einem hohen Sahneanteil (z.B. Baileys), sollten im Kühlschrank gelagert werden, wo sie sich ca. 1 Jahr halten. Wermut hält im Kühlschrank auch mindestens ein Jahr, verändert sich aber ein wenig im Geschmack (was mormal zu vernachlässigen ist).
  • Sirup: Durch den hohen Zuckeranteil halten diese nahezu ewig.
  • Saft: Saft ist im Kühlschrank ca 2-3 Wochen haltbar.
  • Lime Juice Cordial: Dieser hat ebenso einen hohen Zuckeranteil und ist auch außerhalb des Kühlschrankes lange haltbar.

Natürlich sind das nur ungefähre Angaben. Gerade Saft kann auch im Kühlschrank schneller schlecht werden. Daher sollte man im Zweifelsfall lieber ein wenig probieren, bevor man die Zutat in einem Cocktail verwendet.

Umrechnung Zentiliter (cl) in fl. Unzen (fluid Ounce, oz)
Englischsprachige Rezepte werden meistens in flüssigen Unzen angegeben. In den USA entspricht eine fl. Unze etwa 2,95735 Zentiliter und in Großbritanien etwa 2,84131 Zentiliter. Eigentlich immer sind aber die amerikanischen Unzen gemeint, womit man Rezepte in fl. Unzen einfach mit dem Faktor 3 in cl umrechnen kann.

Allerdings gibt es gerade in alten Rezepten eine Vielzahl von verschiedenen Maßeinheiten, welche heute nicht mehr gebräuchlich sind. Stephan Berg vom Bitters-Blog hat hierzu folgende Tabelle veröffentlicht, die die Umrechnung erheblich vereinfacht!

Warum kommt dieser Post erst jetzt?
Inhaltlich gesehen hätte dieser Post an den Anfang meiner Tipps für Anfänger Reihe gehört, jedoch hatte ich diese am Anfang nicht so umfangreich geplant, wie sie mittlerweile geworden ist. Daher werde ich diesen Post nachträglich an den Anfang der Liste stellen, so dass das ganze wieder Sinn macht und der Anfang nicht fast am Ende der Serie plaziert ist.

Bitters

Posted in Zutaten on February 19th, 2009 by Sascha – 2 Comments

Heutzutage kann man den Begriff Cocktail als generische Bezeichnung für alle Art von gemixten Getränken sehen. Die ursprüngliche Definition eines Cocktails sah früher jedoch folgendermaßen aus:

[A] Cocktail [...] is a stimulating liquor, composed of spirits of any kind, sugar, water and bitters.

Diese Definition wurde erstmals in der Ausgabe vom 13ten Mai 1806 des The Balance and Columbian Repository veröffentlicht. Damals war der Cocktail nur einer von vielen Kategorien (neben z.B. Fizzes, Sours, usw.) und grenzte sich von diesen durch die Verwendung von Bitters ab. Das mittlerweile aus “Cocktail” ein Sammelbegriff geworden ist, liegt einfach daran, dass der Cocktail schnell die beliebteste Drink Kategorie wurde und so umgangssprachlich die Bezeichnung Cocktail immer mehr ins Allgemeine gerutscht ist.

Bitters waren ursprünglich Heilmittel für jede erdenkliche Erkrankung, von Magenproblemen bis zu Schlaflosigkeit. Wie Bitters den Sprung von Medikament zur Cocktailzutat schafften, ist heute leider nicht bekannt. Es könnte aber damit zusammen hängen, dass Apotheker früher noch ein vielseitigerer Beruf war als heute und damals auch viel mit Alkohol experementiert wurde.

Aufgrund des Namens, könnte man meinen, dass Bitters einen Cocktail hauptsächlich bitterer machen würden, doch ist dies in der Praxis gar nicht der Fall (solange man keine halbe Flasche verwendet ;-) ). Bitters geben einem Cocktail mehr geschmackliche Tiefe und vereinen die einzelnen Zutaten besser miteinander. Am treffendsten sind sie mit Salz in Speißen zu vergleichen. Gibt man es richtig dosiert einem Gericht hinzu, schmeckt man das Salz selbst nicht, doch wenn man es weg lässt, fehlt geschmacklich etwas.

Leider ging die Verwendung von Bitters in Cocktails seit Anfang des 20ten Jahrhunderts immer mehr verloren, bis schließlich nach der Prohibition in den USA kaum noch Bitters in Cocktails verwendet wurden. Einzig Angostura Bitters konnte sich über Wasser halten, während alle anderen Marken verschwanden oder nur sehr eingeschränkt vertrieben wurden. Gerade in Europa und Deutschland war es lange Zeit sehr schwer, etwas anderes als Angostura zu erwerben.

Glücklicherweise hat sich über die letzten Jahre hinweg die Richtung wieder gewendet und die Verwendung von Bitters wird langsam aber sicher wieder alltäglich. Vor allem Fee Brothers und The Bitter Truth bauen ihr Angebot immer weiter aus und bringen längst vergessene Produkte zurück in die Bars dieser Welt.

Aromatic Bitters

  • Angostura Aromatic Bitters: Sehr würzig und leicht süß. Unverzichtbar!
  • The Bitter Truth Aromatic Bitters: Genau wie der Angostura Aromatic Bitter sehr würzig, geht vom Geschmack her aber eher Richtung “Weihnachten” und ist weniger süß.
  • The Bitter Truth Jerry Thomas’ Own Decadent Bitters: Dieser Bitters wurde zu Ehren von Jerry Thomas nach einem Rezept aus seinem Bartenders Guide aus dem neunzehnten Jahrhundert hergestellt. Geschmacklich ganz anders als der Aromatic Bitters von TBT – man schmeckt Nelken, Zitrusfrüchte und weniger bitter. Limitierte Abfüllung!
  • Peychaud’s Bitters: Einzigartiger Geschmack und unverzichtbar in einem Sazerac!
  • Fee Brothers Old Fashion Bitters: Nicht so würzig als Angostura und TBT, aber trotzdem sehr aromatisch und weitaus bitterer als der Angostura.
  • Fee Brothers Whisky Barrel Aged Bitters: Dieser Bitters werden für ein paar Monate in gebrauchten Jack Daniels gelagert gelagert, was ihn im Vergleich zum Old Fashion Bitters etwas bitterer macht und die einzelnen Aromen besser vereinigt.
  • Riemerschmid Angostura Bitters: Nicht zu empfehlen!
  • Amargo Chuncho Bitters: Wird in Peru traditionell in einem Pisco Sour verwendet und schmeckt laut verschiedenen Quellen ähnlich dem Angostura Bitters.

Orange Bitters

  • Regan’s Orange Bitters No 6: Würzig, kräfiges Orangenaroma. Super!
  • The Bitter Truth Orange Bitters: Komplex, kräftig, bitter, schön natürlicher Orangengeschmack. Super!
  • Fee Brothers West Indian Orange Bitters: Süß, mit leichter Orangennote und eher künstlichem Geschmack. Nicht zu empfehlen!
  • Angostura Orange Bitters: Sehr kräftiges Orangenaroma, minimal künstlicher Geschmack.
  • Riemerschmid Orange Bitters: Nicht zu empfehlen!

Lemon Bitters

  • The Bitter Truth Lemon Bitters
  • Fee Brothers Lemon Bitters

Verschiedene

  • The Bitter Truth Cellery Bitters: Bevor TBT diesen Cellery Bitters veröffentlichte gab es Jahrzehnte lang keine Alternative. Verwendung findet er fast nur in Rezepten von vor der Prohibition, wobei er auch eine Bloody Mary sehr gut ergänzt oder einem Martini eine spezielle Note gibt.
  • The Bitter Truth Repeal Bitters: Anlässlich des 75ten Jubiläums des Endes der Prohibition in den USA, stellte TBT diesen limitieren Bitters her. Da ich meinen noch nicht aufgemacht habe, zitiere ich mal von den Cocktailwelten: “Sehr harmonisch im Geruch, welcher allerdings nicht viel mit dem Geschmack am Hut hat. Hier fällt einem zuerst die sehr starke Bitterkeit auf. Diese ist geprägt mit viel Kardamom und Curacao-Schalen. Im Nachklang finden sich wiederum der Zimt, sowie Spuren von Karamell.”
  • Fee Brothers Peach Bitters
  • Fee Brothers Mint Bitters
  • Fee Brothers Grapefruit Bitters

Cocktailvideos im Internet

Posted in Webweites on February 12th, 2009 by Sascha – 1 Comment

Bücher und Rezepte lesen ist eine Sache, die eigentliche praktische Umsetzung des Cocktails jedoch eine ganz andere. Mir hat es früher immer sehr geholfen, mir ein Video anzuschauen, in welchem ein (mehr oder weniger) professioneller Bartender die Zubereitung des Cocktails veranschaulicht. Man sieht so besser, wie die Arbeitsweise eines Bartenders aussieht und kann bestimmte Techniken einfacher nachvollziehen. Zum Beispiel war mir die Herstellung/Benutzung einer “Flamed Orange Zest” lange ein großes Rätsel, bis ich es in diesem Video live gesehen habe.

Besonders empfehlen kann ich die Videos von Robert Hess. Seine Videoreihe “The Cocktail Spirit” war die erste, die ich im Internet gefunden hatte und auch wenn mit der Zeit noch andere gute Serien dazu kamen, überzeugt mich seine immer noch am meisten. Zu Beginn einer Sendung, befasst sich Robert Hess erstmal etwas mit der Geschichte des Cocktails, wobei er auch oft die eine oder andere interessante/witzige Anekdote erzählt. Daraufhin macht er sich an die eigentliche Zubereitung und kommentiert die meisten Schritte sehr ausführlich. Klar, auch Herr Hess macht den einen oder anderen Fehler und kann auch keine Karriere als Bartender vorweisen, aber gerade das macht seine Sendungen für mich sympathisch – sozusagem eine Videoreihe von einem Hobby Bartender für andere Hobby Bartender. Mittlerweile ist Robert Hess, gerade in den USA, sehr bekannt, was vor allem an seiner Website Drinkboy.com, dem dazugehörigen Forum (seit kurzem unter “The Chanticleer Society” zu finden) und an seiner Mitarbeit am Amerikanischen Cocktailmuseum liegt.

Viel Spaß beim weiterbilden!

Kostenlose Cocktailbücher

Posted in Bücher on February 10th, 2009 by Sascha – 4 Comments

Im Web gibt es mittlerweile eine stattliche Ansammlung an kostenlos verfügbaren alten und neuen Cocktailbüchern. Die meisten kann man als pdf herunterladen, jedoch nicht drucken, sondern nur am Bildschirm betrachten. Manchmal ist die Qualität auch recht schlecht, aber gerade zum reinschnuppern oder schnell was nachschlagen eignen sich die Ebooks sehr gut!

Neben den vielen Klassikern, findet man darunter auch “The Thinking Bartender” von George Sinclair, welches von der Struktur manchmal etwas zusammengewürfelt wirkt, jedoch viel aktuelles Wissen kostenlos zur Verfügung stellt!

Viel Spaß beim Stöbern!

Tipps für Anfänger: Cocktailbücher

Posted in Bücher on January 19th, 2009 by Sascha – Be the first to comment

Um die vorgestellten Werkzeuge und “Verbrauchsgegenstände” richtig verwenden zu können, ist es sinnvoll, eines oder mehrere Bücher anzuschaffen und durchzuarbeiten. Viele Bücher sind aber nicht nur für Anfänger interessant, sondern auch für Fortgeschrittene und Profis. Bestes Beispiel sind die Reprints sehr alter bzw. der ersten Cocktailbücher überhaupt. Durch diese kann man die Entwicklung eines bestimmten Cocktails oder einer Drinkfamilie studieren und kann dieses Wissen evtl. einsetzen, um den Gästen ein authentischeres und/oder qualitativeres Erlebnis zu bereiten. In diesen antiken Büchern wird teilweiße auch viel mehr Wert darauf gelegt, dass man das Zusammenspiel verschiedener Zutaten richtig versteht, anstatt einfach nur blind abgedruckte Rezepte abzuarbeiten, wie es heute oft üblich ist.


The Cocktails of the Ritz Paris
von Colin Peter Field (2003, ca. 15€)
Colin Peter Field stellt in diesem, in Leinen gebundenen, Buch die berühmtesten Cocktails des Ritz Paris vor. Hierbei legt er viel Wert auf Hintergrundinfos zu den einzelnen Drinks und befasst sich auch ein wenig mit damit, welcher Typ Mensch dem Bartender gegenüber sitzt und wie man dessen Wünsche am besten erfüllen kann (-> The psychology of mixing drinks).The Cocktails of the Ritz Paris

Erlesene Cocktails für private Gäste von Dietrich Bock (1997, ca. 20€)
Dietrich Bock hat sich lange Zeit mit Barliteratur aus allen Jahrzehnten des letzten und vorletzten Jahrhunderts beschäftigt und hat seine Schlüsse und Gedanken in diesem Buch zusammengefasst. Es ist beeindruckend, dass das Buch schon 1997 erschienen ist, da zu dieser Zeit bedeutend weniger Interesse an qualitativ hocherwertigen Cocktails und deren Geschichte bestand als heute. Sehr zu empfehlen(!), auch wenn einzelne Zutaten und Rezepte mittlerweile überholt sind.

The Fine Art of Mixing Drinks von David Augustus Embury (1948, ca. $30)
Lange Zeit war dieses Buch nur auf ebay zu sehr teuren Preisen erhältlich. Glücklicherweiße fand das Greg Boehm genauso frustirierend wie wohl die meisten anderen Cocktailfans auch und verkauft seit letztem Jahr Reprints einiger wichtiger alten Barbüchern. In The Fine Art of Mixing Drinks beschäftigt sich David Embury mit den grundlegenden Techniken und Werkzeugen, geht aber auch sehr detailiert darauf ein, wie verschiedene Zutaten zusammenspielen und wie man darauf aufbauend eigene Drinks gestalten oder einen vorhanden erfolgreich abwandeln kann. Dieses Wissen wird immer anschaulich am Beispiel von verschiedenen Rezepten behandelt, so dass auch viele Cocktails und andere Drinks vorgestellt werden. Die Qualität dieses Reprints ist, wie bei allen anderen Büchern von Mud Puddle Books (günstig erhältlich bei Cocktailkingdom), sehr gut und authentisch. Kauftipp!

Harry Johnson’s Bartenders Manual von Harry Johnson (1900, ca. $30)
Auch bei diesem Buch handelt es sich um einen Reprint von Mud Puddle Books – ich weiß zwar nicht wie die Originale des Bartenders Manual aussehen bzw. ausgesehen haben als sie neu waren, aber man hat schon fast das Gefühl ein Original in der Hand zu halten. :-) Dafür sorgen der hochwertige Einband, die vielen Abbildungen in altem Stil und die antike Werbung für meist nicht mehr erhältliche Produkte. Der Inhalt selbst ist natürlich auch klasse. Auf den ersten knapp 150 Seiten werden Grundlagen für den Betrieb einer Bar (natürlich aus der Sicht des 19ten Jahrhunderts) vermittelt, woraufhin wichtige Zutaten und Rezepte besprochen werden. Dieses Buch ist vor allem für diejenigen interessant, die sich für den geschichtlichen Aspekt von Cocktails interessieren!

The Essential Bartenders Guide von Robert Hess (2008, ca. $13)
Das Buch von Robert Hess hab ich eigentlich nur mitbestellt, weil mir seine Videos immer sehr gut gefallen haben und weil der Preis bei Cocktailkingdom mit 13$ sehr günstig war. Wirklich viel hab ich durch den Titel erstmal nicht erwartet (essentiell, ultimativ, usw. werden imho viel zu häufig benutzt). Für einen Anfänger oder Fortgeschrittenen Cocktailfan ist es aber imho eines der besten Bücher. Es ist quasi ein stabiler Ordner, so dass man ohne Probleme in der Küche damit arbeiten kann und das Buch ist aufgebaut, wie die Episoden des Cocktail Spirits. Am Anfang gibt es eine Einführung in die Geschichte der mixed Drinks, die verschiedenen Kategorien von Drinks werden beschrieben, die Werkzeuge und die wichtigesten Spirituosen werden (kurz) vorgestellt und dann geht es an die Rezepte. Hierbei wird viel Wert darauf gelegt, dass man die Zusammensetzung der Cocktails von Anfang an richtig versteht und auch dass man nur mit Qualitätsprodukten gute Cocktails herstellen kann. Für den günstigen Preis auf jeden Fall ein Kauftipp!The Essential Bartender's Guide

The Mixologist: Journal of the American Cocktail Vol.1 (2005, ca. 12€)
Die Mixologist Reihe ist eine Aufsatzsammlung von verschiedenen (berühmteren) englischsprachigen Bartendern und Cocktailbegeisterten. Sehr empfehlenswert, falls man sich für die angesprochenen Themen interessiert.

  • A Brief History of Punch by David Wondrich
  • The Rise and Fall of the Martini by Robert Hess
  • History and Character of the Gimlet by Paul Clarke
  • The Genealogy & Mythology of the Singapore Sling by Ted “Dr. Cocktail” Haigh
  • The Bellini by Lowell Edmunds
  • If you Like Pina Coladas by Jared Brown
  • Antoine Amedee Pexchaud by Phil Greene
  • Down to the Sea in Ships by Anistatia Miller
  • The Defintive Guide to Simple Syrup by Darcy O’Neil
  • Twenty-First Century Cocktails by Audrey Sanders
  • The Long and Winding Road by Gary Regan

The Mixologist: Journal of the American Cocktail Vol.2 (2006, ca. 13€)
Die Mixologist Reihe ist eine Aufsatzsammlung von verschiedenen (berühmteren) englischsprachigen Bartendern und Cocktailbegeisterten. Sehr empfehlenswert, falls man sich für die angesprochenen Themen interessiert.

  • The Cocktail by Christine Sismondo
  • Our Heritage in the Mint Julep by LeNell Smothers
  • The Birth of the Pinks by Gary Regan
  • Enter the Mixologist by Robert Hess
  • What makes a great Bar? by Dale Degroff
  • Raising the Bar on the High Seas by Ryan Magarian
  • The Worldwide Cocktail Club by Jared Brown & Anistatia Miller
  • Ice-Cold Thoughts by Audrey Saunders
  • The Definitive Guide to Sweet & Sour by Darcy O’Neil
  • Absinthe by Gwydion Stone
  • The Spirit of the Bat by Robert Hess

The Mixologist

Cocktails: Über 1000 Drinks mit und ohne Alkohol von Franz Brandl (2008, ca. 15€)
Dieses Buch wird oft als gutes Anfängerbuch beschrieben, da es viele Rezepte und einen großen Warenkundeteil bietet. Allerdings ist dieses Buch meiner Meinung nach nur als Rezeptbuch wirklich zu gebrauchen, wobei der Schwerpunkt klar bei saftigeren Cocktails liegt. Die Warenkunde ist mir aber zu oberflächlich und gespickt mit nicht zu empfehlenswerten Marken – als kurzer Überblick ok, aber mehr nicht. Die meisten Infos kann man sich auch innerhalb kurzer Zeit im Internet zusammen suchen. Durch den günstigen Preis könnte man es theoretisch Anfängern ohne jegliches Vorwissen empfehlen, gäbe es da nicht noch andere Bücher. Joy of Mixology, The Craft of the Cocktail, The Essential Cocktail und andere sind mindestens genauso gut für Anfänger geeignet, bieten aber wesentlich mehr Wissen und imho auch bessere Rezepte.

American Bar by Charles Schumann (1991, ca. 35€)
Der Klassiker unter der deutschen Barliteratur! Schumann beginnt, im Gegensatz zu den meisten anderen Büchern, mit dem Rezeptteil und widmet sich dann erst den wichtigsten Zutaten und Theoriethemen (wie Werkzeug, der Bartender). Auch nach all den Jahren ein schönes Buch, allerdings sind viele Rezepte von Herr Schumann verändert worden. Hier sollte man ein wenig aufpassen. ;-) American Bar

Diffords Guide von Simon Difford (2008, ca. 25€)
Wenn man ein reines Rezeptbuch benötigt, ist der Diffords Guide eine definitive Empfehlung. In der aktuellen Ausgabe (#7) sind 2250 Rezepte aus jeder erdenklichen Kategorie enthalten – auch mit neueren Zutaten, wie z.B. St. Germain.

The Joy of Mixology von Gary Regan (2003, ca 24€)
Gary Regan behandelt auf den ersten 200 Seiten allen möglichen Theoriethemen (u.a. Geschichte der Mixed Drinks, Drinkskategorien, Werkzeuge, Spiritupsen, usw) und widmet sich dann auf 150 Seiten vielen klassischen und neueren Rezepten. Sehr empfehlenswert, falls man ein Buch für (fast) alle Themen kaufen möchte.

Vintage Spirits & Forgotten Cocktails/Vintage Cocktails & Spirits von Ted Haigh (2004, ca. 20€)
Dieses Buch ist sozusagen die Bibel der neuen alten Cocktailklassiker. Ted Haigh beschreibt auf den ersten Seite die Geschichte der Mixed Drinks (Anfänge, Blütezeit, Prohibition, Dunkles Zeitalter, Neuanfänge) und widmet sich dann 80 Cocktails, die vor dem Erscheinen des Buches nur in wenigen Bars gemixt wurden. Hierbei ist fast jedem Cocktail 1-2 Seiten gewidmet; mit schönen Fotos und kurzer Hintergrundgeschichte. Das Buch ist allerdings eher etwas für Fortgeschrittene, da teilweiße sehr exotische Zutaten verlangt werden. Leider ist die Version mit dem Originaltitel auf dem Cover, Vintage Spirits & Forgotten Cocktails, so gut wie nicht mehr zu kommen. Vintage Cocktails & Spirits, welches sich bis auf das andere Cover nicht von dem erst genannten Buch unterscheidet, findet man allerdings hier und da für ca 20€. Wer sich etwas gedulden kann, wartet auf die Neuerscheinung im Juli 2009, die einen ausführlicheren Geschichtsteil (inkl. die Bedeutung von Foren & Blogs in den letzten Jahren) und mehr Rezepte enthalten soll.

The Craft of the Cocktail von Dale Degroff (2002, ca. 30€)
The Craft of the Cocktail ist auch ähnlich aufgebaut wie Joy of Mixology von Gery Regan, legt aber mehr Wert auf die Rezepte und bietet viele Variationen und Hintergrundinfos. Ebenfalls sehr zu empfehlen!

Imbibe! von David Wondrich (2007, ca. 16€)
Imbibe! beschäftigt sich eingehend mit dem Leben von Jerry Thomas und seinem Cocktailbuch aus dem Jahre 1862, welches das erste Handbuch für Bartender war. Sehr schön zu lesen, mit interessanten Geschichten zu jedem Cocktail bzw Cocktailfamilie! Sehr zu empfehlen! Man sollte sich aber auch ein bisschen für Geschichte interessieren, sonst wird es eventuell langweilig.Imbibe!


Da dieser Post schon ziemlich lang geworden ist, folgen die restlichen Bücher in einem anderen Post. Es gibt einfach zu viele gute Bücher! :-)

Tipps für Anfänger: Liköre

Posted in Zutaten on January 13th, 2009 by Sascha – 1 Comment

Kommen wir nun zu den wichtigsten Likören. Der Einfachheit halber habe ich bei den Likören nur die wirklich empfehlenswerten Marken aufgezählt, da es sonst einfache zu viele geworden wären. Die Auswahl erfolgte, wie bei den Spirituosen und Sirups auch, auf Basis eigener Erfahrungen und auf Notizen, die ich über die letzten 1-2 Jahre beim Lesen verschiedener Foren/Blogs gesammelt habe.

Orangenlikör

  • Triple Sec: Generische Bezeichnung für einen farbenlosen Orangenlikör, der Neutralalkohol zur Basis hat.
  • Cointreau (17€/0.7L): Wird seit 1875 produziert und war der erste Likör mit der Bezeichnung Triple Sec. Jedoch ist Cointreau sehr hochwertig, so dass dieser nicht durch einen anderen Triple Sec ersetzt werden sollte, falls das Rezept explizit nach Cointreau verlangt. Gibt es öfters für ca. 12€ in Supermärkten im Angebot. Bei diesem Preis braucht man fast keinen “normalen Triple Sec”, sondern kann den Cointreau in ziemlich allen Cocktails einsetzen, wo Triple Sec verlangt wird.
  • Grand Marnier Cordon Rouge (22€/0.7L): Ein Orangenlikör, der nicht auf Neutralalkohol basiert, sondern auf Basis von Brandy. Wie bei Cointreau nicht durch einen anderen Likör zu ersetzen, falls dieser verlangt wird.
  • Grand Marnier Cordon Jaune (10€/0.7L): Der Cordon Jaune ist ein normaler Triple Sec mit gutem Preis-/Leistungsverhältnis, falls der Cointreau zu schade ist.
  • Marie Brizard Curaçao Orange: MB Curaçao Orange nutzt Brandy und Rum als Alkoholbasis und schmeckt als Curaçao hauptsächlich nach bitteren Orangen. Sehr gut im Mai Tai!

Einen sehr umfangreichen Vergleich von Orangenlikören und einen detailierteren Versuch Triple Sec und Curaçao zu definieren gibt es bei Oh Gosh!.

Aprikosenlikör/Apricot Brandy

  • Marie Brizard Apry (14€/0.7L): Ein Aprikosenlikör auf Brandy-Basis (=Apricot Brandy). Runder Geschmack, wird of im C&D Forum empfohlen.
  • Giffard Abricot du Roussillon (13€/0.7L): Dieser Likör wird aus der Aprikosensorte Roussillon hergestellt und ist sehr hochwertig. Passt manchmal evtl. nicht zu 100%, falls ein Apricot Brandy verlangt wird, aber meistens schmecken mir die Drinks mit dieser Zutat sogar besser.

Kirschlikör/Cherry Brandy

  • Boudier Guignolet de Dijon (15€/0.7L): Bei dem Guignolet de Dijon werden nur die Kirschen selbst, ohne ihre Kerne verarbeitet. So hat dieser Likör einen schönen und reinen fruchtigen Kirschgeschmack.
  • Cherry Heering: Ein Likör auf Brandy Basis, bei dem auch die Kirschkerne verarbeitet werden. So gut wie unersetzbar in einem Singapore Sling.
  • Luxardo Maraschino: Dieser Likör wird aus Maraska-Kirschen hergestellt, wobei auch die Kerne bei der Herstellung mitverarbeitet werden. Die Maraska-Kirsche kommt aus der Region um Zadar in Kroation und ist kleiner und herber als z.B. unsere heimischen Kirschsorten. Das gibt Maraschino-Likör einen einzigartigen Geschmack, weshalb in Rezepten gezielt nach Maraschino gefragt wird. Der Likör von Luxardo ist sehr hochwertig und wird oft in Bars verwendet.

Falernum
Falernum ist ein Likör aus der Karibik, der Rum zur Basis hat und mit Limetten, Nelken, Kardamom, Zimt und anderen Gewürzen aromatisiert wird.

  • Forgotten Flavors Falernum (25€/0.5L): Das einzige gute Falernum, das man in Deutschland kaufen kann. Etwas kostenspieliger, aber sein Geld wert.
  • Selbst herstellen: Ausgehend von Paul Clarke’s Recipe No8 gibt es in englischsprachigen Blogs viele verschiedene Falernumrezepte, die man leicht Zuhause testen kann. Dazu folgt später ein gesonderter Post.

Pfirsichlikör

  • De Kuyper Peachtree (10€/0.7L): Fruchtig und süß. Schmeckt imho leicht künstlich (wobei ihn andere auch super finden).
  • Pepino Peach (10€/0.7L): Schön fruchtig und süß. Empfehlung!

Kokosnusslikör

  • Malibu (11€/0.7L): Kokoslikör, der mit Rum versetzt wird.
  • Appleton Koko Kanu (13€/0.7L): Ist eigentlich kein Likör, passt aber am besten hier hin. Koku Kanu ist ein Rum, der mit Kokos aromatisiert wurde. Kräftiger und natürlicher im Geschmack als Malibu.
  • Belmont Estate Coconut Rum (30€/1L): Wird im C&D Forum oft als bester “Kokosnusslikör” empfohlen.

Sloe Gin

  • Gordon’s Sloe Gin (26€/0.7L): Fruchtig süß, leicht säuerlich. In einigen Cocktails schon zu süß.
  • Boudier Sloe Gin (20€/0.7L): Schön fruchtig, säuerlich. Super Preis-/Leistungsverhältnis!
  • Plymouth Sloe Gin (33€/0.7L)
  • The Bitter Truth Sloeberry Gin Vintage 2008 (28€/0.5L): Fruchtig, säuerlich, leicht trocken. Der Gin ist im Gegensatz zu Boudier, Gordon’s und Plymouth noch deutlich schmeckbar.
  • Selbsthergestellter Sloe Gin: Man kann Sloe Gin auch sehr einfach selbst herstellen, wenn man reife Schlehen organisieren kann. Um Sloe Gin herzustellen, legt man die Schlehen in Gin (ca. 1L : 1Kg) ein und rührt die ersten paar Wochen täglich und später alle paar Tage die Mischung um. Nach ca. 3 Monaten filtert man die Schlehen aus dem Gin herraus und süßt den Sloe Gin noch etwas, so dass er nicht zu sauer ist. Viele Tipps dazu gibt es auf Sloe.biz.

Bitterliköre & Kräuterliköre
Allesamt zu empfehlen, allerdings (wie so vieles) Geschmackssache. Man braucht sie allerdings nicht unbedingt und sollte sie erst kaufen, wenn man wirklich über ein Rezept stolpert, das einen dieser Liköre verlangt.

  • Barbieri Aperol (10€/0.7L):
  • Campari (16€/1L)
  • Galliano Smooth Vanilla Liqueur (16€/0.7L)
  • Licor 43 (15€/0.7L)
  • Chartreuse Jaune (20€/0.7L)
  • Chartreuse Verte (24€/0.7L)
  • Bénédictine D.O.M. (20€/0.7L)

Holunderblütenlikör

  • St. Germain (35€/0.7L): Ein fantastischer Holunderblütenlikör. Man findet vielleicht hier und da einen Holunderblütenlikör von einem kleinen, lokalen Hersteller, der an den St. Germain ran kommt, aber ansonsten gibt es nichts Vergleichbares. In UK bekommt man diesen Likör schon für knapp unter 20€ -> Sammelbestellungen bei UK Shops gibt es des Öfteren im C&D Forum.

Allgemein wird im C&D Forum nach folgender Reihenfolge empfohlen:

  1. Boudier
  2. Marie Brizard
  3. Giffard
  4. De Kuyper
  5. Bols

Allerdings haben eigentlich alle Firmen auch ein paar Nieten im Programm. Vorher informieren und vergleichen ist Pflicht!

Tipps für Anfänger: Sirup, Saft und Früchte

Posted in Zutaten on January 12th, 2009 by Sascha – Be the first to comment

Sirup
In Deutschland ist Sirup von Monin, Riemerschmied (empfehlenswert ist nur der Barsirup, der Fruchtsirup dagegen nicht) und Giffard am verbreitesten. Alle drei stellen prinzipiell guten Sirup her, wobei ich bei Monin und Riemerschmied schon herbe Enttäuschungen erlebt habe.

  • Zuckersirup: Monin, Giffard, Riemerschmid (bar) oder selbst herstellen. Alle drei Hersteller sind gut verwendbar, sind aber unterschiedlich süß. Beim selbst Herstellen von Zuckersirup, kann man bei einem Verhältnis von 1:1 (Simple Syrup) beginnen. Das Mischen von 2 Teilen Zucker zu einem Teil Zucker wird als Rich Simple Syrup bezeichnet, wobei man den Zuckeranteil natürlich auch noch weiter erhöhen kann. Allerdings muss beachtet werden, dass bei einem sehr hohen Zuckeranteil, so gut wie alle Rezepte angepasst werden müssen und dass durch die immer kleiner werdenen Mengen, die benötigt werden, das abmessen erschwert wird.
  • Gomme Sirup: Wird wie das englische Wort “gum” ausgesprochen. Ein Sirup mit sehr hohem Zuckeranteil. Empfehlenswert von Giffard.
  • Erdbeersirup: Monin, Giffard
  • Grenadine: Entweder den Granatapfelsirup von Perger oder selber herstellen (Granatapfelsaft 1:1 mit Zucker erhitzen, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat.). Notfalls(!) kann man auch den Monin Granatapfelsirup verwenden. Alle anderen Grenadinesirupe haben einen sehr geringen Grenadineanteil und sind eher Vielfruchtsirupe mit ein wenig Grenadine.
  • Himbeersirup: Monin, Giffard
  • Orgeat/Mandelsirup: Giffard, Maison Menau (zu kaufen bei Manufactum) oder selbst herstellen.
  • Kokossirup: Giffard
  • Maracujasirup: Riemerschmid (Bar), Giffard
  • Lime Juice Cordial: Eigentlich kein Sirup, aber passt am ehesten hier hin. Empfehlenswert ist Monin oder Rose’s, je nach Geschmack, wobei der Monin natürlicher schmeckt. Der Riemerschmied (Bar) ist nicht zu empfehlen.
  • Vanillesirup: Monin
  • Mangosirup: Riemerschmid (Bar)
  • Karamelsirup: Monin, Giffard
  • Holunderblütensirup: Darbo

Saft

  • Limette: Immer frisch gepresst, da jeder käufliche Limettensaft einen sehr großen Unterschied zu frischem Saft aufweißt. Falls man größere Mengen benötigt, kann man den Saft auch ein paar Stunden vorher auspressen und bis zur Verwendung im Kühlschrank lagern.
  • Zitrone: Immer frisch gepresst, da jeder käufliche Zitronensaft einen sehr großen Unterschied zu frischem Saft aufweißt. Falls man größere Mengen benötigt, kann man den Saft auch ein paar Stunden vorher auspressen und bis zur Verwendung im Kühlschrank lagern.
  • Orange: Direktsaft, z.B. von Naturella, Aldi, usw.
  • Ananas: Direktsaft, z.B. von Naturella, Aldi, usw.
  • Maracuja: Nektar mit möglichst hohem Saftanteil
  • Grapefruit: Direktsaft
  • Cranberry: Nektar mit möglichst hohem Saftanteil, z.B. Ocean Spray, Jope
  • Sauerkirsche: Nektar mit möglichst hohem Saftanteil

Früchte

  • Falls man Früchte mit Schale in einem Drink verarbeitet, sollte man BIO-Früchte kaufen und diese vor Gebrauch gründlich waschen. Bio Zitronen haben meist auch einen intensiveren Geschmack als normale Zitronen, so dass sie sich auch lohnen, falls man nur den ausgepressten Saft verwenden möchte.
  • Limetten sind eigentlich erst richtig reif, wenn sie leicht gelb sind. Vorher können sie härter sein und weniger Saft enthalten.