Posts Tagged ‘Stuttgart’

Cocktails & Dreams besetzt das Tonstudio

Posted in Allgemeines on May 14th, 2010 by Sascha – Be the first to comment

Seit ein paar Jahren haben sich über die Internet Community „Cocktail & Dreams“ eine Vielzahl fähiger Bartender und Cocktailenthusiasten zusammen getan. Am 23. Mai 2010 wird eine kleine Gruppe dieser Mitglieder, die aus ganz Deutschland angereist sind, zum ersten Mal Ihr Wissen und Können den Cocktail-begeisterten Nachtschwärmern Stuttgarts präsentieren. Die Gäste des Tonstudios erwartet eine kleine, aber feine Auswahl an klassischen und eigenen Cocktailkreationen, die es zu genießen gilt. Eine großartige Gelegenheit euren Abend mit außergewöhnlichen Drinks zu verbringen!

Wo? Theodor Heuss Str. 23, Ecke Lange Staße / Theodor-Heuss-Straße 70174 Stuttgart

Wann? 23. Mai um 19:00 Uhr

Cocktailkarte

Cocktails

  • Beuser & Angus Special
  • Pendennis
  • Dunkin Cocktail
  • Tommy’s Margarita
  • Dark And Stormy
  • Holland House Cocktail
  • Daiquiri
  • Sazarac (Cognac/Rye)

Cocktails von C&D-Forenmitgliedern

  • Cinnarula
  • Perfect Stranger
  • Agave & Basil
  • St. Germain Gimlet

Alkoholfreie Drinks

  • Jungbrunnen
  • Basilikum-Limonade

Barkultour 2010 in Stuttgart

Posted in Stuttgart on January 14th, 2010 by Sascha – 1 Comment

Am 25. und 26. Januar findet in Stuttgart zum ersten Mal die Barkultour statt und ist damit die einzige Messe in Süddeutschland, die sich voll auf Bars und Cocktails konzentriert. Das Motto lässt sich am treffensten mit “Qualität statt Quantität!” zusammenfassen – lieber einen “kleinen” Cocktail  mit hochwertigen Zutaten, anstatt die in Stuttgart oft anzutreffenden halben Liter “Saftgemische”. Als Veranstaltungsort wurde das Römerkastell in Bad-Cannstadt ausgesucht, welches sich sehr positiv von vielen sterilen Messehallen abhebt und so dem ganzen eine gemütliche und freundliche Atmosphäre verleiht.

Römerkastell

Veranstalter der Barkultour ist Dimi Lazaridis, Geschäftsführer der Agentur Bloom Concepts GmbH in Stuttgart, der über das Gastro-Projekt “Esskultour – das Gutscheinbuch für die Szenegastronomie” in Kontakt mit der Gastronomie kam und nach und nach die Idee einer eigenen Barmesse in Stuttgart ausarbeitete. Vor etwa zwei Jahren wurde mit der Arbeit begonnen, was am Anfang hauptsächlich daraus bestand herauszufinden, ob überhaupt Interesse an einer solchen Messe in Stuttgart gegeben ist. Nach und nach fanden sich so immer mehr Partner und Aussteller und das Konzept wurde konretisiert. Die Messe richtet sich, hauptsächlich an die Fachleute und Bartender aus der Gastronomie. Neben der Vorstellung neuer und bekannter Spirituosen, Zutaten und Cocktails wollte man auch die anderen wichtigen Themen der Branche angehen, die im täglichen Gastroalltag wichtig sind: Marketing, Vertrieb/Verkaufsförderung sowie Gestaltung und fachmännischer Planung/Einrichtung einer Bar.

Präsentiert wird das umfangreiche Angebot in drei Bereichen:

  • Aussteller: Hier präsentieren zahlreiche Firmen ihre aktuelle Produkte. Mit dabei sind unter anderem: Diageo, Haromex, Schweppes, Pernod Ricard, The Duke, Mozart Destillerie, Giffard, Monin, Como Fashion, und viele andere. Eine vollständige Liste findet ihr hier. Besonders interessant finde ich den Stand der Blackwood Destillerie, die ihren neuen Gin Monkey 47 präsentieren wird. Eine erste Probe beim Gin Tasting der Stuttgart Nightwalkers empfand ich schon als ziemlich lecker. Auch wenn in letzter Zeit immer mehr Gins auf den Markt kommen, ist es doch schön wenn es gute regionale Produkte gibt, die sich vor internationalen Produkten nicht verstecken müsssen.Monkey 47
  • Tasting Area: In diesem Bereich werden einzelne oder mehrere Produkte von verschiedenen Firmen vorgestellt und zum Probieren angeboten. Insgesamt werden zehn verschiedene Tastings angeboten:
    • Choctail/Mozart (Stefan Stefancsecz)
    • Monin
    • Ron Zacapa (Torsten Bechmann)
    • Monkey 47  (Alexander Stein)
    • The Glenlivet Single Malt (Bernhard Schäfer)
    • Sierra Tequila (Sven Sudeck)
    • Rum/Havana (Andreas Till)
    • Pisco (Roland Baric)
    • Japanischer Whisky (Helmut Knöpfle)
    • Tanqueray Gin (Mike Meinke)
  • Jedes Tasting ist im Eintrittspreis mit inbegriffen, dauert ca. 45min und bietet Platz für ca. 30 Personen. Bis auf das Monkey 47 Tasting (geschlossenes Tasting, nur für geladene Gäste) gibt es keine Anmeldung – first come, first serve. Wann die Tastings stattfinden, erfahrt ihr hier.

  • Bühne: Auf der großen Bühne des Römerkastells werden sowohl die Vorträge der einzelnen Redner präsentiert, als auch die zwei Workshops zu den Themen Flair Bartending und Barista statt finden. Unter anderem gibt es bei den Vorträgen folgendes zu hören:
    • Tony P. Eulenberg (Pernod Ricard) – Genuss mit Verantwortung
    • Jochen Larisch (AIDA Cruises) – Traumjobs mit Meerblick – Barkeeper bei AIDA Cruises
    • Helmut Knöpfle (Schlumberger) – On-Trade Marketing
    • Matthias Gerber (Illy – Universität des Kaffees) – Das Geheimnis eins perfekten Espressos
    • Elke Kies (Duftregie) – Dufteinsatz zur Absatzförderung und Kundenbindung

    Persönlich hätte ich mir zwar noch den einen oder anderen cocktailbezogenen Vortrag gewünscht, doch finde ich auch die hier aufgezählten Themen äußerst interessant, auch wenn sie teils eher die Barbetreiber/Manager ansprechen. Den vollständigen Vortragsplan findet ihr hier.

Desweiteren findet schon am 24ten Januar eine Pre-Party in der o.T. Bar am Schlossplatz statt. Ab 20.00 Uhr werden euch dort Mike Meinke, Inhaber der Triobar in Berlin; Chris Steide, Barchef vom Rauschenbach Deli in Dresden; Markus Heinze, Barchef von der Sonderbar in Dresden; Florian Neumann, Barchef Muttermilch & Tonstudio in Stuttgart und natürlich Dino Zippe, Barchef der o.T. Bar in Stuttgart willkommen heißen. Für musikalische Unterhaltung sorgt Branko Arnesk mit seiner kubanischen Band, die auch schon bei den sonntaglichen Floridita Nights (sehr zu empfehlen!) der o.T. Bar die Gäste begeistern.

Am Abend des ersten Messetages geht es weiter mit der Messeparty “Blues Brothers and Sisters”. Mit dabei ist eine Live Band, Buffet und verschiedene Themenbars, besetzt mit einigen der besten Bartendern Stuttgarts. Karten für diese Veranstaltung müssen jedoch zusätzlich zu den Messetickets erworben werden.

Wer die Barkultour besuchen möchte, hat über die Anmeldung auf der Website die Möglichkeit, für beide Tage freien Eintritt zu bekommen! Wahrscheinlich werde ich an beiden Tagen vor Ort sein und würde mich freuen das eine oder andere bekannte Gesicht aus der Blogwelt zu treffen. :-)

Barkultour 2010

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Stuttgart: Vertical Whisky Tasting

Posted in Stuttgart on October 29th, 2009 by Sascha – 4 Comments

Vorgestern Abend fand das bereits zweite Vertical Whisky Tasting der Stuttgart Nightwalkers statt. Organisiert wurde es wieder von Florian Neumann (Tonstudio, Muttermilch) und Dino Zippe (o.T. Bar), die sich aber bis auf einige Worte zu Beginn des Tastings im Hintergrund hielten. Durch das Tasting leitete Helmut Knöpfle, der als “Marketing Manager On-Trade” für die Schlumberger Vertriebsgesellschaft tätig ist. Auf  lockere Art und Weise vermittelte er Grundlagen zur Geschichte, Herstellung, Lagerung, Marketing/Vertrieb und Verkostung von Whisky, speziell dem schottischen. Unter anderem weiß ich jetzt, dass “Glen” im Deutschen “Tal” bedeutet, dass Namen mit mehr als zwei Silben (z.B. Glenmorangie) auf die zweite Silbe betont werden, dass der Flug zur Insel Islay sehr abenteuerlich sein kann, die Mitarbeiter von Bowmore einen sehr undeutlichen Akkzent haben und dass die Erderwärmung auch seine positiven Seiten hat. ;-)

Vertical Whiskey Tasting

Vertical Whisky Tasting

Verkostet wurden insgesamt sieben Whiskies aus drei verschiedenen Distillerien, aus jeweils unterschiedlichen Gebieten Schottlands.

Glen Garioch

Den Anfang machte ein Single Malt aus der Glen Garioch (Aussprache: Glen Gieri, Bedeutung: Tal der Getreidekammer/Getreidemühle)  Distillerie in den Highlands, welcher acht Jahre in Bourbon Fässern gereift wurde. Glen Garioch ist die östlichste der schottischen Distillerien (Oldmeldrum bei Aberdeen) und wurde 1797 offiziell eröffnet.

Glen Garioch 8 Jahre

Der acht jährige Whisky ist hellgold in der Farbe, riecht süßlich und blumig, schmeckt ebenso leicht süßlich nach Honig, Malz und ein wenig Torf. Für den Anfang ein recht milder, jedoch unspektakulärer Single Malt.

Auchentoshan

Als nächstes wurden zwei Whiskies der Auchentoshan Distillerie aus dem schottischen Lowland vorgestellt. Auchentoshan (Ecke des Tals) wurde 1823 gegründet und unterscheidet sich von den meisten anderen Distillen, da der Whisky, nach irischem Vorbild dreimal destilliert wird. Er wird dadurch weicher/milder, verliert jedoch auch etwas an Grundcharakter.

Auchentoshan Classic

Der Auchentoshan Classic wurde sieben bis neun Jahre in gebrauchten Fässern des Bourbon Herstellers Heaven Hills gelagert. Die Farbe ist wie beim Glen Garioch hellgold und auch den Geruch und Geschmack empfand ich als ähnlich, jedoch etwas langweiliger. In der Nase waren hauptsächlich Vanille- und Zitrustöne zu finden, welche mit ein wenig Rauch auch beim Geschmack zu finden waren. Der Abgang war kurz und nicht der Rede wert.

Auchentoshan Three Wood

Dieser zwölf -jährige Single Malt reifte zuerst zehn Jahre in gebrauchten Bourbon Fässern und wurde dann 1 1/2 Jahre in Sherry Fässern und ein halbes Jahr in PX Fässern veredelt. Im Geruch machte sich auch sofort der Sherry bemerkbar, welcher auch den Hauptteil des Geschmacks ausmachte. Leider wurde das positive Bild etwas von der Schärfe des Whiskies getrübt.

Auchentoshan 21 Jahre

Der älteste Whisky an diesem Abend war der Auchentoshan 21 – nur knapp zwei Jahre jünger als ich selbst. :-) Ausgeschenkt wurde er leider erst ganz zum Schluss, so dass manche nur wenig oder gar nichts probieren konnten. Schade, denn dieser Single Malt war echt klasse. Im Geruch fruchtig, leicht süß und malzig, war auch der Geschmack sehr mild, aber intensiv. Dazu gesellten sich wieder Zitrus- und süßliche Vanilletöne. Der Abgang war recht lang und mild. Rauch oder Torf war im Gesamten fast nicht zu finden.

Bowmore

Die letzen drei Whiskies kamen von der Islay Distillerie Bowmore. Diese wurde 1779 gegründet und liegt 3km vom Fluß Laggan entfernt, welcher auch als Wasserquelle für die Whiskies genutzt wird.

Bowmore Legend

Der erste Bowmore, der uns präsentiert wurde war der Einstiegs-Malt namens Legend. Dieser zeigte schon im Geruch sehr deutlich, wo er herkommt – Rauch und Torf dominierten. Überraschend war dann allerdings, dass der Rauch im Geschmack nach ein paar Schlücken in den Hintergrund trat und herben Zitrusaromen und wieder einer leichten Süße (Sherry?) Platz machte. Im Abgang war zum Augleich wieder der Rauch und Torf im Vordergrund.

Dieser Whisky hat mich total überrascht – normal mag ich keine torf- und rauchige Whisky, doch diesen fand ich lecker. Klar ist er keine Rauchbombe, doch für meine Verhältnisse war es ein neuer Spitzenwert.

Bowmore Darkest

Als nächstes bekamen wir wieder einen Single Malt, der zuerst in Bourbon Fässern (12 Jahre) und danach in Sherry Fässern (3 Jahre) reifte, was man auch sofort im Geruch und Geschmack bemerkte. Sherry dominierte sowohl Geruch, Geschmack und Abgang des Whiskies, ohne jedoch andere Aromen komplett zu überlagern. Ein süßer Whisky, den man schön entspannt trinken kann.

Bowmore Cask Strength

Zum Schluss des Vortrages wurde der Bowmore Cask Strength gereicht, welcher mein Favorit des Abends war. Er lagerte 16 Jahre in Bourbon Fässern und wird mit 56 % abgefüllt. Für diesen Alkoholgehalt fand ich ihn jedoch überraschend mild und fand vor allem interessant, dass der Geschmack zuerst trocken war, dann aber ins Süße umschwenkte und im Hintergrund immer ein wenig Rauch und Torf dabei war. Sehr schön. :-)

Insgesamt ein sehr schöner Abend, mit zwei bzw. drei sehr engagierten Gastgebern, einem gutgelaunten und mit Wissen vollgepackten Referenten, einer schönen Whisky Auswahl und netten Teilnehmern. Ich freue mich schon auf das nächste Tasting Ende November, welches sich vorrausichtlich dem Gin widmen wird.

Bleibt nur noch eine Frage: Warum eigentlich “Vertical”? :-)

1. Bartender Meet n’Greet in Stuttgart

Posted in Stuttgart on October 25th, 2009 by Hannes – 3 Comments

Stuttgart und seine Umgebung hat viele schöne Dinge zu bieten. Sei es die Weinberge, die schöne Landschaft oder das gute Essen. Aber eines konnte man bisher von Stuttgart noch nicht behaupten, das es ein besonders gutes Bartender Netzwerk gibt. Es liegt meiner Meinung nach nicht daran das es keine Bars in Stuttgart gibt, davon gibt es genug und mittlerweile sogar ein paar sehr gute Adressen. Bisher hat es schlicht und einfach an der Initiative gefehlt und so werkelte jede Bar für sich alleine.

Doch seit einiger Zeit hört man ein Raunen das durch Stuttgart geht. Man will großen Städten wie Berlin und Hamburg nicht mehr nur hinter her laufen sondern eigene Maßstäbe setzen. Stuttgart braucht eine eigene Barkultur mit seinem eigenen Charme. Dieser Idee haben sich allem voran zwei Bartender aus Stuttgart verschrieben und den ersten Bartender Meet n’Greet Stuttgarts ins Leben gerufen. Dino Zippe (o.T. Bar) und Florian Neumann (u.a. Bar/Club Muttermilch) luden dazu am 19. Oktober in die Räumlichkeiten der Mixschule Stuttgart ein, um den Startschuss für das neue Bartender Netzwerk zu geben. Schon zuvor wurde über die neu gegründete Facebook Gruppe Stuttgart-Nightwalkers und persönliche Kontakte viel Werbung betrieben.

Veranstalter Bartender Meet N Greet

Nach der obligatorischen Bartender ¾-Stunde hatten sich dann knapp 20 Bartender aus Stuttgart und Umgebung eingefunden denen an diesem Abend einiges geboten werden sollte. Zu Beginn erläuterten Florian und Dino Ihre Idee des Stuttgarter Netzwerks nochmals genauer und zeigten dabei, dass es beim Bartending um mehr als nur das pure Mixen geht. Dimi Lazaridis, der Organisator der Messe Barkultour stellte sein Konzept der im Jahr 2010 stattfindenden Veranstaltung im Anschluss kurz vor. 2010 beginnt also schon ganz im Sinne der Bar in Stuttgart. Das darauf folgende Tasting verschiedener Spirituosen der beiden Initatioren kam beim Publikum sehr gut an. Dabei wurden neben mehreren Gins, der Spirituose des Jahres (Swedish Punch) und Tequila auch  parallel Cocktails zu den entsprechenden Kategorien gemixt. Es überzeugte vor allem die Kombination aus Purtest und Mixingergebnis, so war der ein oder andere Bartender von der bisher unbekannten Tommy’s Margerita zu recht begeistert.

Tasting Meet N Greet

Walter Fröscher, bekannt durch seine Mixschule und seine langjährige Erfahrung, stellte neben den Räumlichkeiten und zwei Unterstützern hinter der Bar noch eine Kleinigkeit zu essen sowie Kuchen zur Verfügung. Nach gut 1,5 Stunden war der offizielle Teil beendet und jeder der Teilnehmer war dazu aufgerufen bisher unbekannte Spirituosen aus der reichhaltigen Sammlung Walter Fröschers zu probieren und sich dabei mit den Kollegen auszutauschen. So kam es das noch einige Stunden diskutiert, fachgesimpelt und neue Kontakte geknüpft wurden bis sich die Veranstaltung gegen 12 Uhr langsam auflöste.

Rundum kann man von einer gelungenen Veranstaltung sprechen der hoffentlich noch weitere folgen werden. In naher Zukunft wäre hier z.B. das Vertical Whisky-Tasting am 27. Oktober im Tonstudio in Stuttgart zu nennen das leider/bemerkenswerterweise schon restlos ausgebucht ist. In diesem Sinne kann ich nur sagen das Stuttgart auf einem sehr guten Weg ist und man in Zukunft noch vieles über die größte Stadt Baden Württembergs hören wird!

Raspberry Thyme Smash

Posted in Cocktails on April 19th, 2009 by Sascha – 1 Comment

Das erste mal aufmerksam wurde ich auf diesen Drink vor ca. 2 Wochen in der o.T. Bar in Stuttgart. Ich wollte mal etwas neues ausprobieren und da kam ein Cocktail mit Thymian gerade recht. Glücklicherweise hat sich das Rezept nicht nur gut angehört, sondern es war auch sehr lecker und durch die schöne Mischung von Himbeere und dem intensiven Thymian Geschmack mal was ganz anderes.

Ursprünglich stammt dieser Cocktail aus dem BLT Market in New York und wurde in der Juli Ausgabe 2008 des Bon Appetit veröffentlicht.

Raspberry Thyme Smash

Raspberry Thyme Smash

Raspberry Thyme Smash

  • 1 frischer Zweig Thymian
  • 6 frische Himbeeren
  • 6cl Gin (Hendrick’s wird empfohlen)
  • 3cl Zuckersirup
  • 3cl frischer Limettensaft

    Thymianblätter vom Zweig entfernen und mit den Himbeeren stößeln – die restlichen Zutaten hinzufügen – mit viel Eis kräftig schütteln – durch einen Teesieb in ein Tumbler mit frischen Eis abseihen – mit einem zusätzlichen Zweig Thymian und Himbeere dekorieren

Bei den im Moment erhältlichen Himbeeren sollte man jedoch mehr als 6 Stück verwenden. Ich hatte 10 verwendet und es hätten fast noch mehr sein können. Aktuell sind die käuflich erwerbbaren einfach noch zu klein und auch geschmacklich nicht mit welchen aus dem Sommer zu vergleichen.

Der Himbeer Thymian Smash ist aber trotzdem (schon jetzt) ein wundervoller Sommertrink! Unbedingt probieren!

Update 20.04.09
Im Artikel des Bon Appetit wird die Menge an Gin mit 1/4 Cup angegeben. Allerdings habe ich diese Angabe nicht selbst umgerechnet, sondern nur schnell gegoogelt, was die ursprünglich angegebenen 6.45cl ergaben. Gestern Abend habe ich den Cocktail nochmal probiert und fand den Gin minimal zu dominant, so dass ich doch nochmal nach einer Umrechnung von Cup in Milliliter suchte.

Das Problem hierbei ist aber, dass man nie genau weiß, welche Art von Cup benutzt wurde. Es gibt nämlich eine us customary cup, eine us legal cup, eine imperial cup, eine metrische cup und eine japanische cup. Da das Magazin jedoch in den USA erscheint, habe ich die us legal cup, welche 240ml entspricht, für die Konvertierung benutzt. Hierbei kommen genau 6cl heraus, was denke ich einen runderen Drink ergibt, als mit 6.45cl.

Kräuter in Cocktails

Posted in Zutaten on April 18th, 2009 by Sascha – Be the first to comment

Minze ist in Cocktails schon seit langer Zeit präsent, stand allerdings ziemlich lange alleine auf weiter Flur. In den letzten Jahren wurden jedoch immer mehr Kräuter, die in der Küche schon seit Jahrhunderten verwendet werden, auch in Cocktails verarbeitet. Doch welche Kräuter eignen sich dafür und wie kann man sie im heimischen Garten anbauen?

Basilikum
Basilikum gehört, wie alle anderen hier aufgeführten Kräuter, zu der Familie der Lippenblütengewächse und ist spätestens seit dem Gin Basil Smash von Jörg Meyer eine Pflichtzutat bei Cocktailabenden. Doch auch schon davor begeisterte der Basil Daiquiri, ein normaler Daquiri mit zusätzlichem Basilikum, die Cocktailliebhaber. Der Name Basilikum kommt vom griechischen Wort basileus, welches königlich bedeutet. Daher wird die Pflanze oft auch Königskraut genannt. Ursprünglich kommt es aus Afrika und verbreitete sich von dort nach Indien und schließlich nach Europa (allerdings unterscheidet sich der Ursprungsort je nach Quelle, Afrika – Indien – Europa wurde aber von vielen genannt).

Am bekanntesten dürfte das Genoveser Basilikum (Ocimum basilicum) sein, welches im Sommer in fast jedem Supermarkt zu finden ist. Neben diesem gibt es jedoch noch unzählige andere Sorten, z.B. das Thai Basilikum (sehr würzig), Zitronenbasilikum oder rotes Basilikum. Letzteres benutze ich in Form des African Blue (Ocimum kilimandscharicum x basilicum ‘Purpurascens’) auch für Cocktails. Dieses ist würziger als das normale Genoveser und gibt den Cocktails eine ungewöhnliche rote Farbe.

Genoveser

Genoveser

Prinzipiell kann man aber jede Basilikumsorte verwenden, solange es einem schmeckt. ;-) Das Ciba Mato in Stuttgart verwendet zum Beispiel nicht das African Blue als rotes Basilikum, sondern das Rote Krause Basilikum (Ocimum basilicum ‘Purple Ruffles’). Hier ist wie bei fast allem probieren und variieren angesagt.

African Blue

African Blue

Basilikum wächst sowohl auf der Fensterbank, als auch im Garten wunderbar. Allerdings sollte man es erst ins Freie stellen bzw. einpflanzen, wenn die Temperaturen hoch genug sind. Frost schädigt die jungen Plfanzen und optimalerweise sollte es nicht kälter als 16° werden. Daher kann man als Termin ca. Anfang/Mitte Mai anpeilen. Falls die Möglichkeit besteht Basilikum in den Garten oder auf den Balkon zu stellen, sollte man diese Orte der Fensterbank vorziehen. In der Natur wird es noch ein wenig aromatischer und wächst höher (einen großen Topf/Kübel vorausgesetzt).

Wichtig ist, dass es am Standort sonnig ist, da Basilikum keinen ganztägigen Schatten verträgt (wächst dort nur spärlich oder kann eingehen). Vom Boden her ist ein wasserdurchlässiger, humusreicher Boden am Besten. Ebenso muss man die Pflanzen regelmäßig gießen, so dass die Erde immer etwas feucht ist. Allerdings sollte in der Wohnung nur in den Untersetzer Wasser gegossen werden, da sonst die Erde schimmeln könnte. Die vielen kleinen Pflänzchen verdecken gerne mal die Sonne, so dass die obere Schicht schnell zu feucht werden kann.

Cocktails: Gin Basil Smash, Basil Daiquiri, Agave & Basil, Strawberry Basil Caipirinha

Salbei
Salbei gehört schon seit Jahrhunderten zu den bekanntesten Heil- und Gewürzpflanzen. Ursprünglich kommt es aus dem Mittelmeerraum, wo es besonders in Küstengebieten wächst. Ich kannte Salbei lange Zeit nur als Tee, bis ich den Martinée Martini von Stephan Berg entdeckt hatte. Von Salbei gibt es knapp 1000 verschiedene Sorten, so dass die Auswahl besonders schwer fällt. Bei mir wächst gerade ein kleiner Strauch des großblättrigen Salbeis (Salvia officinalis), über das ich mich bis jetzt nicht beklagen kann. Salbei mag es am liebsten trocken und sonnig und sollte daher nicht so oft gegossen werden. Falls es genug Platz zum wachsen hat, kann es bis zu 60cm hoch werden.

Salbei

Salbei

Cocktails: Matinée Martini

Thymian
Thymian kommt wie Salbei ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und liebt es daher ebenso sonnig und trocken. Schon im Mittelalter hielt es Einzug in die Klöster der nördlicheren europäischen Länder und ist schon lange als Würz- und Heilpflanze beliebt. Ich verwende die Sorte Thymus vulgaris ‘Faustini’. Allerdings sind Sortenangaben bei Thymian eher mit Vorsicht zu genieߟen, da diese recht junge Pflanzengattung noch regen Veränderungen ausgesetzt ist und sich Pflanzen daher nicht immer eindeutig kategorisieren lassen. Das Faustini gehört zu den kriechenden, buschigen und einfarbigen Sorten und hat auch den typischen Thymian Geruch.

Thymian

Thymian

Cocktails: Raspberry Thyme Smash

Rosmarin
Rosmarin stammt aus den Küstengebieten des Mittelmeerraums, woher auch der Name der Pflanze stammt. Rosmarin kommt vom lateinischen ros marinus und bedeutet Tau und Meer, also Tau des Meeres oder auch Meertau. Im Heimatgebiet kann die Plfanze bis zu 2m hoch werden und ist winterhart. Bei uns ist sie meist kleiner und oft auch nicht winterhart, was aber auf die Sorte ankommt. Bis jetzt habe ich nur das normale Rosmarin Rosmarinus officinalis probiert, welches aber bestens für Cocktails geeignet ist. Ebenso wie Salbei und Thymian mag es Rosmarin trocken und sonnig und der Boden sollte am besten sandig, humusreich und wasserdurchlässig sein.

Rosmarin

Rosmarin

Cocktails: Tommy’s Rosemary Margarita (basierend auf dem Tommy’s Platino Margarita)

Minze
Die Minze hat eigentlich schon einen eigenen Eintrag bekommen, aber der Vollständigkeit halber führe ich sie hier, mit kleinen Ergänzungen, nochmal auf.

Die Minze gehört zu der Familie der Lippenblütengewächse und untergliedert sich in eine Vielzahl von verschiedenen Arten. Die berühmteste davon ist zweifelsfrei die Pfefferminze, doch sind für die Verwendung in Cocktails (laut C&D Forum) besonders folgende drei Sorten geeignet:

  • Mentha nemorosa – Hemingway Minze – Mojito Minze – Kubanische Minze
  • Mentha spicata – Marokkanische Minze
  • Mentha spicita L. var. crispata – rotstämmige Krause Minze

Alle drei Sorten haben im Vergleich zur Pfefferminze einen geringen Mentholanteil, welcher Geschmacksbetäubend wirkt und daher nur in kleinen Mengen vorkommen sollte. Die Minze sollte an einem sonnigen Platz stehen, damit sie schnell und umfangreich wachsen kann, braucht dann aber auch viel Wasser.

Marokkanische Minze

Marokkanische Minze

Cocktails: Mojito, Richmond Gimlet

Dünger
Bis auf Thymian sollten alle Kräuter in Töpfen regelmäßig gedüngt werden. Hierfür kann man einen normalen Blumendünger oder einen speziellen Kräuterdünger verwenden, wobei sich die Inhaltsstoffe, soweit ich weiß, nicht großartig unterscheiden. Oft liest man in Foren oder auf Webseiten, dass eine Düngung den Kräutern schadet und sie weniger aromatisch werden lässt. Dies stimmt nur wenn man die Pflanzen überdüngt! Bei richtiger Anwendung hilft der Dünger den Kräutern kräftiger zu wachsen. Im Garten muss man allerdings aufpassen, wie und ob man düngt. Oft sind Gartenböden schon von vorherigen Besitzern überdüngt und man sollte daher erstmal vorsichtig mit Dünger umgehen. ;-)

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