Posts Tagged ‘Rum’

Rum Blind Tasting mit Bristol Classic und Plantation

Posted in Zutaten on May 25th, 2010 by Sascha – Be the first to comment

Freudige Nachrichten! Nachdem im ersten Rum Tasting des Shops Rum & Co eher bekannte Rums enthalten waren, befinden sich im Juni Tasting nur Rums der beiden unabhängigen Abfüller Bristol Classic und Plantation, die auch erfahrenere Rum-Trinker interessieren sollten. Da ich von den acht Rums selbst nur zwei Rums der Plantation Serie kenne, bin ich schon sehr gespannt, wie sich sie sich gegen die Standardabfüllungen der Distillerien schlagen. Eine kleine Auswertung folgt nach Bekanntgabe der Auflösung.

1. Bristol Caribbean Collection Rum
2. Bristol Caroni Trinidad 1998 Rum
3. Bristol Reserve Rum of Nicaragua 1998
4. Bristol Reserve Rum of Peru
5. Plantation Panama 2000
6. Plantation Guyana 1990
7. Plantation Grenada 1998
8. Plantation Barbados 2000

Am Tasting teilnehmen könnt ihr per folgendem Link: Anmeldung.

Was ist ein Blind Tasting?

Die Spirituosen werden in kleinen Fläschchen abgefüllt und daraufhin nur mit einer Nummer gekennzeichnet, an die Tester verschickt. Diese probieren jede einzelnen Probe, vergeben eine Bewertung von eins (sehr schlecht) bis zehn (sehr gut) und schicken die gesammelten Eindrücke an den Organisator. Auf diesem Wege können Fans der jeweiligen Spirituose neue Abfüllungen kennen lernen, ohne gleich eine ganze Flasche kaufen zu müssen. Mit der Zeit sollte sich auch für Dritte eine stattliche Sammlung von Bewertungen und Geschmacksnotizen ansammeln, die für den eigenen Einkauf mitentscheidend sein könnten.

Academia del Ron

Posted in Cocktails, Zutaten on April 17th, 2010 by Fabian – 3 Comments

Anfang dieser Woche startete der erste Teil der Academia del Ron, welche von Havana Club veranstaltet wird. Der Titel „Academia del Ron“ ersetzt nicht nur einfach das Wort „Wettbewerb“ sondern ist in seiner Bedeutung wörtlich zu verstehen. Die zweitägige Akademie sollte laut vorherigen Informationen auf der einen Seite ein Wettbewerb darstellen, aber auch eine Möglichkeit bieten sich durch Vorträge als „360° Bartender“ weiter zu bilden.

Entsprechend diesen Informationen startete ich am Montag morgen mit großen Erwartungen Richtung Köln. Gegen 11:00 Uhr erreichte ich die „Villa Köln“, die direkt am Rheinufer gelegen, der Veranstaltungsort war. Beim betreten der Villa wurde einem gleich klar, dass hier die richtige Lokation ausgesucht wurde.

Villa Köln Eingang

Villa Köln Eingang

Nach einer kurzen Begrüßung und einem ersten Überblick wer es zur Academia geschafft hatte wurde sogleich mit dem ersten Vortrag begonnen:

Rum – Nektar der Götter

In diesem ersten Vortrag wurden alle Teilnehmer in die Geschichte des Rums eingeführt. Wie das Zuckerrohr seinen Weg aus Asien über die Kanarischen Inseln bis in die Karibik fand, was genau die Bezeichnung Demerara Rum meint, aus welchen drei Grundstoffen Rum hergestellt werden kann, wie leichte und schwere Rums entstehen, aber auch welche Art von Rum aus den verschiedenen Regionen Mittelamerikas und der Karibik kommen. Dies stellt nur einen kleinen Auszug des 1 ½ stündigen Vortrags dar. Im Anschluss galt es dann siebzehn Spirituosen, darunter natürlich vorwiegend Rum, aber auch Cachaca, Rhum Agricole und Rum Verschnitt zu verkosten und zu vergleichen. Dies war ein wunderbarer Auftakt für den ersten Tag und machte Lust auf mehr.

Rum Tasting

Rum Tasting

Die Begeisterung wurde dann aber schnell wieder ein wenig gedämpft als man vor den Fragen des Multiple Choice Test saß. Es galt drei Seiten mit Fragen zu beantworten, die sich auf den vorherigen Vortrag bezogen. Das Ergebnis diese Testes floss mit in die Gesamtwertung ein.

Barlife 1

Nach einem kleinen Mittagssnack ging es weiter zum zweiten Vortrag Barlife 1. In 30 Minuten konnte man erste Einblicke in die Sprache unseres Körpers gewinnen. Diesem interessanten Vortrag hätte man durchaus ein wenig mehr Zeit geben können.

Barlife 2 – Barpsychology

Gleich darauf erwartete uns die Couch: in Barlife 2 ging es um Barpsychology.

Barpsychology Vortrag

Barpsychology Vortrag

Ein Programmpunkt auf den ich sehr gespannt war. Was uns präsentiert wurde, konnte dann aber die Erwartungen der meisten Teilnehmer nicht erfüllen. Der Vortrag begann mit der Vorstellung eines erdachten Lehrfaches namens Barpsychology und dessen eventuellen Inhalten. Auf die Inhalte wurde leider, aus Zeitgründen, nur oberflächlich eingegangen. Alle Teilnehmer hielten dieses Thema für sehr wichtig und ein wenig mehr Tiefe hätte dem Vortrag gut getan. Lange Zeit sich über den Vortrag zu unterhalten blieb allerdings nicht. Denn die vierte Präsentation des Tages stand an.

Labratory 1

Diese Präsentation beschäftigte sich mit der Unterschiedlichen Wahrnehmung von Geschmack in unterschiedlicher Atmosphäre. Tony Conigliaro stellte uns aber zunächst vor, was er so in seinem kleinen Labor „erforscht“. Thema war unter anderem die Aromatisierung von Spirituosen unter Vakuum. Dieser Teil des Vortrages lässt sich allerdings nur unter erschwerten Bedingungen für Jederman(n) umsetzten. Aus diesem Grund komm ich auch schon zum zweiten wesentlich besser anwendbaren Teil der Präsentation. Hier wurde uns am eigenen Leibe deutlich gemacht, wie sich Musik und Gerüche auf den Geschmack einer Spirituose auswirken. Eine Erfahrung die jeder daheim selbst ausprobieren kann: Genießt wie wir zu schräger, lauter Musik ein kleinen Schluck Rum. Notiert euch was Ihr schmeckt. Im Anschluss testet ihr den selben Rum zu leichter klassischen Musik in angenehmer Lautstärke. Das Ergebnis verblüfft. Ähnlich war es bei den Gerüchen, jedoch wurde von mir der Unterschied hier nicht allzu deutlich wahrgenommen.

Labratory 2

Zwischen dem Dinner und uns Teilnehmern stand nun nur noch ein letzter Vortrag: Labratory 2 beschäftigte sich mit den klassischen kubanischen Cocktails und ihren Ursprüngen. Von Canchanchara über Negron, Mojito Criollo bis zum El Presidente wurden uns von Michael Menegos auf seine typisch unterhaltsame Art, sowohl in schriftlicher als auch liquider Form präsentiert. Ein weiteres Highlight des Tages!

Die servierten Köstlichkeiten zum Dinner rundeten den ersten Tag der Academia del Ron perfekt ab.

Dinner

Dinner

Wettbewerb

Am zweiten Tag startet dann der Wettbewerb. Besonderheit hierbei war, das die Jury direkt am Tresen saß, an dem man seinen Drink zubereitete und ab und an Fragen stellte, um das gewonnen Wissen des Vortages zu prüfen. Am Tresen herrschte eine lockere Atmosphäre, welche vielleicht auch dafür sorgte, dass sieben Minuten für zwei Drinks letztendlich knapp bemessene Zeit war.

Wettbewerbsvorbereitungen

Wettbewerbsvorbereitungen

Gemixt habe ich den drei Jurymitgliedern folgendes:

Peanut Daiquiri

  • 5cl Havan Club 7 Anos
  • 1cl Holunderblütensirup
  • 1cl Erdnusssirup
  • 3cl Limettensaft

Abschließend kann ich sagen, dass von allen Wettbewerben an denen ich bisher aktiv oder passiv teilgenommen habe, dieser mich am meisten begeistern konnte. Deshalb hoffe ich, dass noch viele Academias folgen werden.

Rum & Co Tastings

Posted in Allgemeines on April 14th, 2010 by Sascha – 2 Comments

Rum ist im Kommen! Spielte diese Spirituose in den vergangenen Jahren noch öfters die Zweite Geige, kommen seit geraumer Zeit immer mehr Abfüllungen auf den Markt bzw. die Verfügbarkeit von bestehenden Abfüllungen steigt. Neben der bereits vorgestellten Rum Company, aus Miltenberg, bietet nun ein weiterer Shop ein spezielles Angebot für Rum Fans an: Rum Tastings von Rum & Co.

Probefläschchen

Der Shop wird von insgesamt drei Mitarbeiten betrieben und besteht seit ca. einem Jahr. Geschäftsführer Thomas Altmann ist selbst großer Rum Fan und ist durch Cocktails Old Fashioned auf die Idee gekommen, selbst regelmäßige Rum und Spirituosen Tastings anzubieten.

Thomas wählt ab Mai jeden Monat eine kleine Zahl an Spirituosen (hauptsächlich Rums) aus, die in kleine Fläschchen abgefüllt werden und daraufhin nur mit einer Nummer gekennzeichnet an die Tester verschickt werden. Diese probieren jede einzelnen Probe, vergeben eine Bewertung von eins (sehr schlecht) bis zehn (sehr gut) und schicken die gesammelten Eindrücke an Rum & Co. Auf diesem Wege können Fans der jeweiligen Spirituose neue Abfüllungen kennen lernen, ohne gleich eine ganze Flasche kaufen zu müssen. Mit der Zeit sollte sich auch für Dritte eine stattliche Sammlung von Bewertungen und Geschmacksnotizen ansammeln, die für den eigenen Einkauf mitentscheidend sein könnten.

Das erste Tasting wird im Mai stattfinden und folgende Rums zum Preis von 29,90€ inklusive Versandkosten beinhalten:

1. Plantation Guadeloupe 1998
2. Pyrat XO
3. Coruba Cigar 12 Jahre
4. Ron Centenario Fundacion XX
5. Malecon 18 Jahre
6. Ron Malteco 10 Jahre
7. Ron Zacapa 23

Wie am Preis zu sehen ist, macht der Shop nur geringen Gewinn an den Tastings! Es wäre schön zu sehen, wenn sich solche Tastings weiter verbreiten würden. Falls man sich tiefer mit einer Spirituose beschäftigen möchte, ist dies entweder nur mit viel Geld für ganze Flaschen oder eben mit kleinen, günstigen Proben möglich. Wer an dem Rum Tasting teilnehmen möchte, kann sich hier anmelden.

Choc Tai

Posted in Cocktails on March 22nd, 2010 by Sascha – 4 Comments

Nachdem meine Mozart Dry Flasche lange Zeit einsam im Regal verstaubte, hatte ich vor ein paar Wochen endlich Zeit, diese neue Spirituose in einem Cocktail zu probieren. Eigentlich viel meine Wahl auf einen Chocolate Mojito, doch konnte ich auf die Schnelle nur einen winzigen Strauch Minze bekommen – mein großer Topf, der die Überwinterung in der Wohnung sehr gut überstanden hatte, war leider schon wieder mit Läusen befallen. Da ich keine Lust auf Campari oder Wermut hatte, machte ich mich daran, eine Mai Tai Variante mit Mozart Dry zu kreieren: den Choc Tai.

Mai Tai

Choc Tai

Zuerst ersetzte ich die kompletten 6cl Rum mit Mozart Dry und lies das restliche Rezept ala Trader Vic unverändert. Dies ergab eine wunderbar schokoladigen und fruchtigen Cocktail. Sehr lecker für den ersten Versuch!

Choc Tai No.1
6cl Mozart Dry
1.5cl Orange Curacao
2.5cl Limettensaft
0.75cl Orgeat
0.75cl Zuckersirup

Nachdem ich einige Cocktails beim Chocktail Workshop probiert hatte, versuchte ich daheim nochmal eine Variante mit 4cl Mozart Dry und 2.5cl Appleton Extra, welche mir noch besser gefiel.  Durch den Appleton nähert man sich zwar wieder etwas dem original Mai Tai an, der Drink gewinnt aber einiges an Tiefe und das Schokoloadenaroma des Mozart Drys steht weiterhin an erster Stelle.

Choc Tai No.2
4cl Mozart Dry
2.5cl Appleton Extra
1.5cl Orange Curacao
2.5cl Limettensaft
0.75cl Orgeat
0.75cl Zuckersirup

Fazit

Mozart Dry ist für mich die erste “neue” Basisspirituose seit meinen Anfängen in der Cocktailwelt. Pur ist sie zwar nicht ganz mein Geschmack, doch als Cocktailzutat ist der Mozart Destillerie mit diesem Produkt ein großer Wurf gelungen. Im Moment kursieren zwar noch überwiegend Mozart Dry Cocktails im Internet, die Varianten von schon bekannten Cocktail darstellen, was dem Geschmack aber keinen Abbruch tut. Viele Klassiker erkennt man mit dem feinen Schokoladengeschmack kaum wieder bzw. sie bekommen zumindest eine neue, interessante Note. Mit der Zeit werden sicherlich auch vermehrt “eigenständige” Cocktails auftauchen, wie zum Beispiel der grandiose Rum – Traube – Nuss Cocktail. Ich freue mich drauf!

Cocktailscout Rum Online Blind Tasting

Posted in Zutaten on March 8th, 2010 by Sascha – Be the first to comment

Einige Wochen vor Weihnachten letzten Jahres hat es sich ergeben, dass ich für einige Mitglieder des Cocktailscout Forums ein kleines Rum Online Blind Tasting für Einsteiger organisieren durfte. Es wurden zehn Rums aus verschiedenen Ländern herausgesucht, egal ob aus Melasse oder frischem Zuckerrohrsaft, beginnend im Einsteigersegment bis hin zu einigen Premiumabfüllungen, die die gespannten Teilnehmer verkosten durften.

Wie bei allen bisherigen C&D Tastings, war auch dieses ein Blind Tasting, bei welchem die Fläschchen nur mit Nummern und nicht mit Namen versehen sind. Das hat den Vorteil, dass man nicht vom Preis, von bekannten Meinungen oder dem Ruf einer Marke  beeinflusst wird. Jeder Rum wurde daraufhin von den Testern verkostet und mit einer Bewertung zwischen 1 (sehr schlecht) und 10 (sehr gut) versehen. Den Testern stand hierbei frei, wie sie auf ihre Bewertung kommen – nur der eigene Geschmack zählte. Das Ergebnis dieses Tastings wird nun in diesem Artikel vorgestellt. Viel Spaß beim Lesen!

Die Kandidaten

Probefläschchen

Probefläschchen

Admiral Rodney XO
Admiral Rodney Extra Old wird von St. Lucia Distillers Ltd. auf St. Lucia hergestellt, einer kleinen Insel in der Karibik, südlich von Martinique. Benannt ist dieser Rum nach Admiral Rodney, einem britischen Navy Admiral, der auf St. Lucia stationiert war und die Insel in “The Battle of Saints” gegen die Franzosen beschützte. Der Rum ist ein Blend aus Melasserums und kommt in einer sehr schönen Flasche mit großen Holzgriffkorken daher. Preislich liegt der Rum in Deutschland bei ca. 50€.

Banks XM 5y
Wie alle Rums aus Guyana wird auch dieser fünf Jahre alte Banks XM von den Demerara Distillers Ltd. (DDL) destilliert. Diese produzieren sowohl eigene Rums (El Dorado), verkaufen aber auch Rum an andere Firmen, die diesen lagern und nach einigen Jahren abfüllen. Banks XM ist einer dieser Firmen und bietet neben dem Banks XM 5y noch einen zehn und zwölf jährigen Rum an.  Empfehlen kann ich besonders den Banks XM 10y – macht eine(n) hervorragenden Mai Tai (Variante). Der 5y ist für ca. 17€ erhältlich und damit der günstigste Rum des Tastings.

Plantation Grenada 98
Die Plantation Serie wird in Frankreich von Cognac Ferrand abgefüllt. Ziel ist es, dass jede der Abfüllungen den typsichen Stil des jeweiligen Landes bzw. Insel widerspiegelt. Die Rums lagern erst einige Jahre an ihrem Produktionsort, bis sie schließlich nochmals in kleinen Fässern aus französischer Eiche bei Cognac Ferrand lagern um den letzten Schliff zu bekommen. Die Grenada 98 Abfüllung wurde insgesamt acht Jahre gereift. Darüber hinaus konnte ich leider keine Informationen zu diesem Rum finden. Augrund des Geschmackes müsste jedoch Melasse als Basis verwendet worden sein. Die aktuellen Plantation Rums kosten alle um die 30€, im Falle des Grenada 98 sind es 28€.

Clement VSOP
Der Clement VSOP (Very Superior Old Pale) Rhum stammt aus Martinique und ist einer der vier Rhum Agricoles des Tastings. Diese sind nicht aus fermentierter Melasse, sondern aus frischem Zuckerrohr destiliert. Auf französischen Inseln wird der größte Teil des Rums auf diese Art hergestellt. Clement destilliert seine Rhums allerdings nicht mehr selbst, diese Aufgabe übernimmt seit einigen Jahren die Simon Destillerie. Der Clement VSOP lagert zuerst für ca. ein Jahr in französischen Eiche Fässern und danach nochmals ca. drei Jahre in amerikanischen Ex-Bourbon Fässern. Erhältlich ist der Rhum für ca. 25€.

Rum Nation Guatemala 23
Rum Nation ist ebenso wie Cognac Ferrand kein Hersteller von Rums sondern lagert und füllt Rums von bekannten oder unbekannten Destillerien ab. Der Guatemala 23 stammt wie die Zacapa Rums von der Industrias Licoreras de Guatemala. Unklar ist allerdings ob die Rum Nation Abfüllung wirklich mindestens 23 Jahre alte Rums enthält oder ob es ein Blend aus maximal 23 Jahre alten Rums ist (wie der Zacapa Solera 23). Dagegen spricht, dass der Rum Nation geschmacklich ziemlich nahe an Zacapa dran ist, wogegen Rum Nation bei anderen Rums explizit den Begriff Solera verwendet. Kaufen könnt ihr den Rum Nation 23 für ca. 60€.

La Mauny VSOP
La Mauny VSOP ist wie der Clement ein Rhum Agricole aus Martinique und ist ein Blend aus ca. 4 Jahre alten Rhums. Preislich liegt der La Mauny VSOP bei ca. 40€.

Robinson Cask Smooth
Dieser Rum wird in Jamaika destilliert, jedoch in Deutschland abgefüllt. Als einziger Rum des Tastings hat dieser Rum etwas mehr Volumenprozente Alkohol – 55%. Sehr lecker in einem Mai Tai und dazu sehr günstig! Diesen Rum gibt es für ca. 18€ zu kaufen.

Riviere du Mat “Opus 5″
Riviere du Mat wird auf der französischen Insel La Réunion im Indischen Ozean hergestellt. Der “Opus 5″ wurde erstmals 2007 veröffentlich und stellt den fünften Rum einer limitierten Serie von Riviere du Mat dar. Dieser Rhum Agricole ist ein Cuvée aus fünf verschiedenen Rhums aus den Jahrgängen 1994 – 2000, die in Eichenfässern zwischen sechs und zwölf Jahren reiften. Im Moment einer meiner Lieblingsrums überhaupt. Schade dass er nicht günstig ist (ca. 73€) und auf 6280 Flaschen limitiert ist. Mein Tipp: Probieren und ein paar Flaschen kaufen solange er verfügbar ist, falls er jemanden genauso gut schmeckt wie mir selbst. ;-)

Doorly XO
Dieser Melasserum ist ein Blend aus sechs bis zwölf Jahre alten Rums, welche zudem ein Finish im Oloroso Sherry Fass erhalten haben. Hergestellt wird der Doorly von der Destillerie R. L. Seale & Co. Ltd. auf Barbados. Erhältlich ist er für günstige 25€.

Damoiseau Vieux 8y
Der Damoiseau Vieux 8y wird von der Destillerie Bellevue hergestellt, die sich auf Guadeloupe befindet. Guadeloupe ist eine Gruppe von neun Inseln der kleinen Antillen in der Karibik und gehört wie Martinique und La Réunion zu Frankreich. Für diesen Rhum Agricole werden mindestens acht Jahre gereifte Rhums verwendet, die in französischen Cognac Fässern gelagert wurden. Für einen Rhum Agricole ist der Damoiseau auch recht günstig: ca 40€.

Ergebnis & Auswertung

Erst einmal vielen Dank an alle die mitgemacht haben und ihre Bewertungen für diese Auswertung zur Verfügung gestellt haben. Obwohl es das erste Tasting dieser Art bei Cocktailscout war, hat alles super geklappt. Nur eine Person hat ihre Bewertungen nicht abgegeben und viele haben noch mit Anderen ihre Proben geteilt, so dass insgesamt dreizehn Bewertungen abgegeben wurden. Toll ist auch, dass mittlerweile von einem anderen Mitglied von Cocktailscout ein Tequila Tasting geplant wird, welches hoffentlich noch mehr Zuspruch findet.

Cocktailscout Rum Tasting: Ergebnisse

Cocktailscout Rum Tasting: Ergebnisse

Gewinner des Tastings ist eindeutig der Rum Nation Guatemala 23. Dieser Rum kommt, wie schon gesagt, aus der gleichen Destillerie wie Zacapa und bietet damit ein komplexes, aber eher weiches und süßliches Gesamtbild. Derartige Rums schmecken Einsteigern in der Regel besser als komplexe Geschmacksbomben von zum Beispiel Cadenhead’s. Ich fand ich auch lecker, jedoch schon etwas zu süß.

Auf dem zweiten Platz ist einer meiner zwei Favoriten gelandet: der Damoiseau Vieux 8y. Vor dem Tasting kannte ich diesen Rum noch nicht, doch hat er mich vollkommen überzeugt. Man schmeckt trotz des Alters immer noch sehr den frischen Zuckerrohr und andere fruchtige Aromen, aber gleichzeitig kommen auch leichte Fasstöne hinzu, die den Geschmack abrunden. Insgesamt ist er im Geschmack und Geruch sehr intensiv, jedoch ohne alkoholisch zu wirken. Super!

Mein Top-Favorit ist leider nur auf dem fünften Platz gelandet, der Riviere du Mat “Opus 5″ – für mich im Moment einer der besten Rums überhaupt. Zum ersten Mal habe ich diesen Rhum in der Tasting Lounge der Rum Company probiert, wo er, wie im Tasting, sofort begeisterte. Unglaublich komplex und fruchtig, ohne süß zu sein.

Von den Melasse Rums hat mir der Doorly XO am besten gefallen. Ein wunderbarer Vertreter dieser Rumgattung, bei dem ich besonders die Sherrytöne interessant finde.

Gut fand ich den Clement VSOP (günstig, lecker im Mai Tai, zusammen mit Appleton Extra), La Mauny VSOP (zu teuer) und Robinson Cask Smooth. Letztere ist besonders interessant, weil er für einen sehr günstigen Preis viel Jamaica Rum bietet. Pur ist er mir allerdings zu wild, in Cocktails stelle ich ihn mir jedoch gut vor. Für ein paar Euro mehr gibt es allerdings schon den Lond Pond Destillery Trewlany mit 53% (ca. 22 Euro), der ebenso viel Kraft hat, aber auch pur sehr zu überzeugen weiß.

Enttäuscht hat mich ein bisschen der Admiral Rodney. Gerade in englischen Foren/Blogs wird dieser Rum oft gelobt – ich fand ihn zwar auch gut, aber nichts Besonderes (außer vielleicht die schöne Flasche). Für den Preis, meiner Meinung nach, unaufregend und nicht empfehlenswert.

Am “schlechtesten” empfand ich den Plantation Grenada 98, obwohl er mir vor einiger Zeit weitaus besser geschmeckt hat. Dieses Mal fand ich ihn scharf und ein wenig langweilig. Nicht wirklich schlecht, aber auch nicht richtig gut – Durchschnitt eben.

Dieses Beispiel zeigt gut, dass ein Blind Tasting nicht als die ultimative Wahrheit angesehen werden darf. Es kommt viel zu viel darauf an, in welcher Atmosphäre man eine Spirituose geniest, wie man gelaunt ist oder was man zuvor gegessen hatte. Ebenso verändert sich der eigene Geschmack ständig. Bis vor einem halben bis dreiviertel Jahr habe ich eigentlich nur Melasse Rums getrunken, heute sind es vermehrt Rhum Agricoles. Ebenso traue ich mich mittlerweile an rauchige Whiskies, die bis vor kurzem noch ein Buch mit sieben Siegeln für mich waren.

Des Testers Liebling

Wenn man sich den oder die Lieblinge jedes Testers betrachtet, gewinnt ebenso der Rum Nation Guatemala 23 mit Abstand. Ganze fünf Tester gaben diesem Rum die meisten Punkte. Allerdings muss man hierbei bedenken, dass bis auf zwei, auch alle anderen Rums mindestens einem Tester am besten gefallen haben. Man sollte also nie blind einen Testsieger kaufen, sondern vor allem auf den eigenen Geschmack achten!

Cocktailscout Rum Tasting: Favorites

Cocktailscout Rum Tasting: Favorites

The World for a Bottle of Rum?

Eindeutiger Preis-/Leistungssieger ist der Doorly’s XO. Kein anderer Rum konnte bei einem solchen niedrigen Preis so viele Tester begeistern. Ebenso haben der Damoiseau Vieux 8y und der Banks XM 5y einen fairen Preis. Für Sparfüchse ist besonders der Banks XM 5y interessant. Er bietet das zweitbeste P/L-Verhältnis und kostet gerade mal 17€!

Insgesamt kann man übrigen keinen Zusammenhang zwischen hohen Preis und guten Bewertungen finden. Es wurden gleichermaßen teure Rums schlecht und günstige Rums gut bewertet. Es ist also auch ohne hohe Investition möglich, daheim ein gutes Glas Rum zu geniesen!

Vielen Dank an Tim vom Tastings Blog für die Idee der Preis/Leistungs Berechnung. Diesen Aspekt hatte ich in den bisherigen Auswertungen immer ein wenig vernachlässigt. Um das Testfeld zu entzerren, habe ich mich allerdings bei der Berechnung dafür entschieden, nicht direkt die Durschschnittsbewertung durch den Preis zu teilen, sonden die quadrierte Durchschnittsbewertung. Bei der ersten Formel wurde durch die enge Punkteverteilung, meiner Meinung nach, die günstigen Produkte zu sehr bevorzugt.

Cocktailscout Rum Tasting: Preis/Leistung

Cocktailscout Rum Tasting: Preis/Leistung

Cocktailscout Rum Tasting: Preise

Cocktailscout Rum Tasting: Preise in Euro

Detailergebnisse

Cocktailscout Rum Tasting: Details

Bezugsquellen

Gekauft wurden die Rums für dieses Tasting bei der Rum Company und bei Barfish. Beide Shops kann ich vollkommen empfehlen, falls euch der eine oder andere Rum interessiert!

Frühere Tastings

Bisher wurden von mir im C&D Forum ein Rye Whiskey Tasting, ein Anejo Tequila Tasting und ein Melasse Rum Tasting durchgeführt.

Webweites #5

Posted in Webweites on October 22nd, 2009 by Sascha – 1 Comment

Bitters…

Neben den neuen The Bitter Truth Bitters gibt es noch weitere Neuigkeiten in der Bitters Welt:

  • Boudreau’s Bitters: Der bekannte Bartender und Blogger Jamie Boudreau arbeitet im Moment an zwei eigenen Bitters – Cherry und Boker’s. Erscheinen werden beide wahrscheinlich noch vor Ende des Jahres.
  • Adam Elmegirab Bitters: Schon erhältlich sind die Boker’s Bitters von Adam Elmegirab. Dieser hatte Anfang des Jahres das “Jerry Thomas Project” gestartet und wollte alle Rezepte des ersten Cocktailbuches von Herrn Thomas nachmixen. Schon bald musste er aber feststellen, dass ihm der damals viel verwendete Boker’s Bitters fehlte. Leider wird diese wichtige Cocktailzutat schon seit Jahrzehnten nicht mehr hergestellt. Aus diesem Grunde fing Adam an, eine eigene Version des Bitters herzustellen und verschickt diese seit  ca. drei Monaten mit großem Erfolg in alle Welt. Weitere Bitters sollen in kürze folgen. Einen detailierten Artikel zum Boker’s Bitter von Adam wird es demnächst hier zu lesen geben.
  • Reinventing bitters – House-made concoctions give cocktails a signature spin: Schöner Artikel über hausgemachte Bitters in Bars.

The Bibulo.us Guide to Your Home Bar

Auf Bibulo.us ist ein nette Reihe von Artikeln erschienen, die sich an Cocktailanfänger richtet. In jedem Teil dreht sich alles um einen Cocktail – welche Zutaten braucht man, was ist bei der Zubereitung zu beachten, usw.

Gin History by Angus Winchester

Mr. Winchester hat auf der Website World Class einen zweiteiligen Artikel über die Geschichte des Gins geschrieben. Sehr interessant!

Verschiedene Videos/Podcasts

Verschiedene Bücher

Verschiedene Artikel

Rum Company

Posted in Allgemeines on October 21st, 2009 by Sascha – 1 Comment

Vor ein paar monaten entdeckte ich einen Link zur Rum Company, deren Website damals nur eine “Comming Soon” Nachricht enthielt. Mit der Zeit hatte ich den Link jedoch total vergessen und entdeckte ihn erst wieder als ich vor ca. 2 1/2 Monaten beim Lesezeichen sortieren drüber stolperte. Nach kurzer Verwunderung wo der Link denn herkommt, wollte ich die Seite schon als 0815 Shop abstempeln, bemerkte aber nach kurzem surfen, dass es einiges zu entdecken gab:

Probierfläschchen

Rum Company ist der einzige mir bekannte Shop, der von (fast) allen verfügbaren Flaschen kleine 4cl Pröbchen zum verkauf anbietet. So kann man teurere Sachen bequem vorher probieren, ohne sich gleich eine ganze Flasche kaufen zu müssen. Leider lohnen sich die Proben erst ab einen Flaschenpreis von ca. 40€, da Proben aller Flaschen bis ca. 50€ alle 7€ kosten. Bei einem günstigen Rum lohnt es sich daher eher gleich eine Flasche zu kaufen, da die Probe relativ gesehen zu viel kostet. Nichts desto trotz eine super Sache, die ich mittlerweile auch schon öfters genutzt habe.

Alchemyst Range

Ebenfalls ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland ist die Alchemyst Produktpalette, die im Rum Company Shop angeboten wird. Diese wird von Gordon Wright zusammengestellt, der Whiskey Trinkern kein unbekannter sein dürfte (Springbank, Bruichladdich). Sie umfasst neben Whiskey, Armagnac und  Calvados auch einen Rhum Agricole aus der Gardel Distillery in Guadalupe (mittlerweile geschlossen). Dieser ist 10 Jahre gereift und wird als Einzelfassabfüllung mit 46% verkauft. Ich habe zwar noch nicht all zu viele Rhum Agricole probiert, jedoch finde ich diesen sensationell und kann ihn nur empfehlen!

Whiskey Fair Rum

Für die Whiskey Fair 2009 in Limburg wurde ein eigener Rum Blend erstellt, dessen einzelne Rums aus verschiedenen Ländern der gesamten Karibik stammen und bis zu 15 Jahre im Fass gereift sind. Beim Blenden wurde vor allem, neben dem Geschmack natürlich, auf einen interessanten und komplexen Geruch geachtet. Leider wurde dieser Rum nur in kleinen Mengen abgefüllt und ist bist auf ein paar Probefläschchen inzwischen ausverkauft. Schade!, denn auch dieser Rum weiß zu gefallen, obwohl er nicht gerade günstig ist. Glücklicherweiße wird es in Kürze eine Neufauflage dieses Rums geben, welche mit einem 10 und 20 jährigem Blend ergänzt wird.

Rum Club

Zusätzlich zum Einzelkauf der Probierfläschchen gibt es auch die Möglichkeit dem Rum Club beizutreten, dessen Mitglieder im Quartal sechs verschiedene Proben per Post erhalten und diese bewerten können. Hierbei wird vor jeder Quartalsverkostung angekündigt, welche Rumsorten in Paket enthalten sind, so dass man gegebenenfalls ein Quartal aussetzen kann, falls man schon alle Rumsorten kennt. Die Tastings werden mit Infoblättern begleitet, die allerlei wissenswertes über den Rum selbst und die jeweilige Distillerie zusammenfassen. In Zukunft soll es zudem auch spezielle Angebote für die Mitglieder geben.

Rum After Work Lounge

Gegründet wurde die Rum Company dieses Jahr von Martin Heim, Wolfgang Weimer und Frank Zimmermann.  Alle drei haben sich voll dem Rum verschrieben und das merkt man sofort wenn sie anfangen über die mehr als 300 Rums zu erzählen, die in ihrer Lounge in stehen und nur darauf warten probiert zu werden. Möglich ist dies jeden Freitag von 17Uhr bis 19Uhr in Miltenberg am Main. In diesen zwei Stunden kann man nahezu alle vorhandenen Rums zu fairen Preisen probieren und über deren Geschmack philophisieren. Doch darüber mehr in einem gesonderten Artikel. ;-)

Rum Company Gründer, Quelle: Rum Company

Rum Company Gründer, Quelle: Rum Company

Webweites #4

Posted in Bücher, Stuttgart, Webweites, Zutaten on June 16th, 2009 by Sascha – 1 Comment

Cocktail & Dreams Forentreffen 2009

Dieses Jahr habe ich es endlich zum jährlichen Forentreffen der Cocktail & Dreams Community geschafft und ich wurde nicht enttäuscht. Es war super, alle User persönlich kennen zu lernen und zusammen über Cocktails zu diskutieren. Zwei Berichte findet ihr bei Cocktailwelten und Cachaca Blog. Sobald ich Zeit habe, werde ich evtl. noch ein wenig ausführlicher über die besuchten Bars und die The Duke Destillerie berichten. Vorerst konzentriere ich mich aber erstmal auf das Rye Tasting.

Trader Tiki Rum Reviews

Blair Reynolds hat auf seiner Website drei ausführliche und schön geschriebene Rum Reviews veröffentlicht:

Rum University

(Leider) erst vor kurzem habe ich die Rum University entdeckt. Margaret Ayala und Luis K. Ayala haben hier eine Fülle von Informationen über Rum gesammelt und bieten diese in 12 Lektionen zum download an. Desweiteren gibt es auch noch ein Archiv mit allen alten Got Rum? Ausgaben und einigen anderen Sachen. Leider ist die Struktur der Seite sehr unübersichtlich, was die Navigation erschwert.

Bitter Truth Liköre

Jay von Oh Gosh! hat sich näher mit den neue Likören von TBT beschäftigt. Der Pimento Dram und Apricot Brandy wissen zu überzeugen, den Creme de Violette findet Jay, wie auch Torben und Alchemyst von Trinklaune,ein wenig zu schwach im Aroma.

Selbstgemachter Lavendellikör und Schottlandreise @ mija.ch

Michael vom schweizer Blog mija.ch hat Lavendellikör in drei Varianten angesetzt. Ich bin schon sehr gespannt darauf, wie sich die Endprodukte im Geschmack unterscheiden und wie sie sich in Cocktails machen. Ebenso berichtet Michael ausführlich über seine Schottlandreise und die dort besuchten Whiskey Destillerien:

Barkultour in Stuttgart

2010 wird Stuttgart seine eigene Barmesse bekommen – die Barkultour. Stattfinden wird sie am 25. und 26. Januar im Römerkastell auf über 1500qm. Hoffen wir mal, dass die Barkultour ähnlich überzeugen kann, wie die zwei Berliner Messen. :-)

Verschiedene Links

COF Falernum #3

Posted in Zutaten on June 11th, 2009 by Sascha – 8 Comments

Nachdem das COF Falernum #1 leider ein wenig zu viel Zimt enthielt, setzte ich das COF Falernum #2 folgendermaßen an:

250ml W&N Overproof
1/2 Zimtstange
25 Nelken
15 Piment
5 dünne Ingwerscheiben
1 Muskatnuß
5x Zeste einer Limette
3cm Vanilleschote
1 Kardamom
60 ml blanchierte, leicht angeröstete und kleingehackte Mandeln

1 1/2 Tage ziehen lassen und dann 10cl Limettensaft und 15cl Zuckersirup (Monin) hinzufügen

Jedoch war ich auch mit dieser Mischung noch nicht 100% zufrieden, da es für meinen Geschmack zu nelkig und pimentig war. In Falernum #3 schraubte ich daher die Anzahl der Zutaten zurück und werde je nach Geschmack noch nachträglich einzelne dazu geben. Ziel war es im Gegensatz zu #1 und #2 ein eher frisches Falernum zu kreieren, in welchem der Rum nicht vollständig überdeckt wird und das gut in Cocktails einsetzbar ist. Gerade Falernum #2 war meist zu intensiv und übernahm schnell den ganzen Drink.

Um das COF Falernum #3 herzustellen, müsst ihr 50ml Appleton Extra und 25ml Wray & Nephew White Overproof in ein Glas geben. Dazu gesellen sich…

Nelken

Nelken

7 Nelken,

Piment

Piment

3 Piment, …

Lorbeerblätter

Lorbeerblätter

3/4 eines Lorbeerblattes, …

Zimt

Zimt

1/4 einer Zimtstange, …

Vanille

Vanille

1cm einer Vanilleschote, …

Ingwer

Ingwer

15ml frisch gepresster Ingwersaft, …

Limetten

Limetten

die abgeriebene Schale von 1.5 Limetten und

Mandeln

Mandeln

15g blanchierte, gehackte, leicht angebratene Mandeln.

COF Falernum #3

COF Falernum #3

Diese Mischung sollte ca. zwei Tage ziehen, bevor sie durch ein sauberes Leinentuch in ein neues Gefäß abgeseiht wird. Das Tuch sollte schön ausgedrückt werden, so dass so wenig wie möglich des Falernums zurückbleibt. Das Falernum ist nun fast fertig, es müssen nur noch 30ml frischer Limettensaft, 30ml Zuckersirup und 10ml Mandelsirup/Orgeat hinzugefügt werden.

Das COF Falernum #3 muss zwar noch in Cocktails getestet werden, doch bin ich mit dem Resultat um einiges zufriedener als mit #1 und #2. Es ist einfach frischer, rumiger und insgesamt runder. Nach ein paar Tests in Cocktails werde ich entscheiden, ob ich nachträglich noch eine zusätzliche Zutat hinzufügen werde oder die Menge einer bestehenden Zutat erhöhen/erniedrigen werde.

Zum Schluss nochmal das Rezept für das COF Falernum #3

50ml Appleton Extra und 25ml Wray & Nephew White Overproof
7 Nelken
3 Piment
3/4 eines Lorbeerblattes
1/4 einer Zimtstange
1cm einer Vanilleschote
15ml frisch gepresster Ingwersaft
die abgeriebene Schale von 1.5 Limetten
15g blanchierte, gehackte, leicht angebratene Mandeln

Mischung zwei Tage lang ziehen lassen…

30ml frischer Limettensaft
30ml Zuckersirup (Monin)
10ml Mandelsirup/Orgeat (Meneau)

Falls ihr das Rezept ausprobiert, würde ich mich über Feedback freuen – besonders wie es sich in Cocktails schlägt.

Webweites #2

Posted in Webweites, Zutaten on April 15th, 2009 by Sascha – 1 Comment

Spirit Timelines
Tristan vom Wild Drink Blog hat die Geschichte von Gin, Rum und Vodka in drei verschiedenen Zeitlinen zusammengefasst.

Der Mojito
Tristan hat sich auch ziemlich ausführlich mit der Geschichte des Mojito befaßt. In Teil 1 geht es um die Entstehung und ursprüngliche Zubereitung, wogegen in Teil 2 dokumentiert ist, wie sich der Drink über die Zeit hinweg verändert hat.

The Rye Whiskey Roundtable
Das Malt Advocate Magazin veranstaltete eine Diskussionsrunde über Rye Whiskey mit folgenden Personen:

  • Kris Comstock (Buffalo Trace Distillery)
  • Larry Kass (Heaven Hill)
  • Drew Kulsveen (Kentucky Bourbon Distillers)
  • Bernie Lubbers (Jim Beam)
  • Fritz Maytag (Anchor Distilling)
  • Joe Nardoci (Chatham Imports)
  • Henry Preiss (Preiss Imports)
  • Jimmy Russell (Wild Turkey)
  • LeNell Smothers (LeNell’s Ltd)
  • Julian Van Winkle (J.P. Van Winkle and Son)
  • John Hansell und Lew Bryson (Malt Advocate)

Themen waren unter anderem die Gründe für das verschwinden von Rye Whiskey, das wiederaufgeflammte Interesse an Rye Whiskey, Junge vs. Alte Abfüllungen und vieles mehr. Interessant ist die Tatsache, dass Rye Whiskey nur an wenigen Tagen im Jahr gemaischt wird:

Now four [days]! See, that’s the point: it’s a small category, a smaaaallll category. We do have to bear that in mind. We spill more bourbon in a day than we sell rye in a year! – Larry Kass

Leider findet man den Artikel nur noch über den Google Cache. Schätzungsweiße wurde der Artikel ca 2006 veröffentlicht. Es ist zwar kein Datum angegeben, aber im Text wird erwähnt, dass die veröffentlichung des Sazerac 18y 6 Jahre zurück liegt und dieser wurde erstmals im Jahr 2000 veröffentlicht.

Link zum Artikel

Eban Freeman Cocktailvideos (epicuriousdotcom)

Cocktails with Toby Maloney
Interessante Bewegungsabläufe, ungewöhnliche Schütteltechnik und handgeschlagene Eisstücke:

Verschiedene Videos