Posts Tagged ‘Ingwer’

COF Falernum #3

Posted in Zutaten on June 11th, 2009 by Sascha – 5 Comments

Nachdem das COF Falernum #1 leider ein wenig zu viel Zimt enthielt, setzte ich das COF Falernum #2 folgendermaßen an:

250ml W&N Overproof
1/2 Zimtstange
25 Nelken
15 Piment
5 dünne Ingwerscheiben
1 Muskatnuß
5x Zeste einer Limette
3cm Vanilleschote
1 Kardamom
60 ml blanchierte, leicht angeröstete und kleingehackte Mandeln

1 1/2 Tage ziehen lassen und dann 10cl Limettensaft und 15cl Zuckersirup (Monin) hinzufügen

Jedoch war ich auch mit dieser Mischung noch nicht 100% zufrieden, da es für meinen Geschmack zu nelkig und pimentig war. In Falernum #3 schraubte ich daher die Anzahl der Zutaten zurück und werde je nach Geschmack noch nachträglich einzelne dazu geben. Ziel war es im Gegensatz zu #1 und #2 ein eher frisches Falernum zu kreieren, in welchem der Rum nicht vollständig überdeckt wird und das gut in Cocktails einsetzbar ist. Gerade Falernum #2 war meist zu intensiv und übernahm schnell den ganzen Drink.

Um das COF Falernum #3 herzustellen, müsst ihr 50ml Appleton Extra und 25ml Wray & Nephew White Overproof in ein Glas geben. Dazu gesellen sich…

Nelken

Nelken

7 Nelken,

Piment

Piment

3 Piment, …

Lorbeerblätter

Lorbeerblätter

3/4 eines Lorbeerblattes, …

Zimt

Zimt

1/4 einer Zimtstange, …

Vanille

Vanille

1cm einer Vanilleschote, …

Ingwer

Ingwer

15ml frisch gepresster Ingwersaft, …

Limetten

Limetten

die abgeriebene Schale von 1.5 Limetten und

Mandeln

Mandeln

15g blanchierte, gehackte, leicht angebratene Mandeln.

COF Falernum #3

COF Falernum #3

Diese Mischung sollte ca. zwei Tage ziehen, bevor sie durch ein sauberes Leinentuch in ein neues Gefäß abgeseiht wird. Das Tuch sollte schön ausgedrückt werden, so dass so wenig wie möglich des Falernums zurückbleibt. Das Falernum ist nun fast fertig, es müssen nur noch 30ml frischer Limettensaft, 30ml Zuckersirup und 10ml Mandelsirup/Orgeat hinzugefügt werden.

Das COF Falernum #3 muss zwar noch in Cocktails getestet werden, doch bin ich mit dem Resultat um einiges zufriedener als mit #1 und #2. Es ist einfach frischer, rumiger und insgesamt runder. Nach ein paar Tests in Cocktails werde ich entscheiden, ob ich nachträglich noch eine zusätzliche Zutat hinzufügen werde oder die Menge einer bestehenden Zutat erhöhen/erniedrigen werde.

Zum Schluss nochmal das Rezept für das COF Falernum #3

50ml Appleton Extra und 25ml Wray & Nephew White Overproof
7 Nelken
3 Piment
3/4 eines Lorbeerblattes
1/4 einer Zimtstange
1cm einer Vanilleschote
15ml frisch gepresster Ingwersaft
die abgeriebene Schale von 1.5 Limetten
15g blanchierte, gehackte, leicht angebratene Mandeln

Mischung zwei Tage lang ziehen lassen…

30ml frischer Limettensaft
30ml Zuckersirup (Monin)
10ml Mandelsirup/Orgeat (Meneau)

Falls ihr das Rezept ausprobiert, würde ich mich über Feedback freuen – besonders wie es sich in Cocktails schlägt.

Amarula African Cocktails 2009 – Bantu

Posted in Cocktails on April 28th, 2009 by Sascha – 1 Comment

Der Amarula African Cocktails Wettbewerb findet dieses Jahr schon zum dritten Mal statt und bietet als Neuerung eine eigene Kategorie für Connaisseuren / Hobby-Bartender / Cocktailenthusiasten. Es wird also, im Gegensatz zu anderen Wettbewerben, auf jeden Fall einen Gewinner aus dieser Gruppe geben. Die Aufgabe war, einen Cocktail zu kreieren, der Afrikanisch inspiriert ist, Amarula als Zutat enthält und nicht mehr als 7 Zutaten in sich vereint. Die Cocktails werden nach Ablauf des Einsendeschlusses von einer Jury nach Aroma, Aussehen und Geschmack bewertet.

Für mich war der Amarula Contest der erste Wettbewerb überhaupt und es hat jede Menge Spaß gemacht neue Rezepte auszuprobieren. Leider waren die ersten paar Versuche nicht all zu genießbar, aber nach dem vierten Versuch fand ich eine vielversprechende Kombination aus Zutaten, die immer weiter verfeinert wurde. Herausgekommen ist der Bantu.

Bantu

Bantu

Bantu

  • 4 cl Appleton Estate V/X
  • 2.5 cl Amarula
  • 1.5 cl Maracujasirup
  • 1.5 cl Limettensaft
  • 1 Scheibe Ingwer (ca. so groß und dick wie eine 1-Euro Münze)

    Alle Zutaten in den Shaker geben und die Scheibe Ingwer mit einem Stößel zerdrücken – schütteln – mit Hilfe eines Teesiebs in ein vorgekühltes Cocktailglas abseihen und mit einer Physalis dekorieren.

Der Drink ist trotz des Amarulas und Maracujasirups nicht all zu sehr auf der süßen Seite und bietet ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen dem Geschmack des Appleton und Amarula. Der Maracujasirup ergänzt dezent die fruchtigen Töne des Amarulas und im Nachgeschmack kommt leicht die Schärfe des Ingwers hervor.

Das schwierigste an der ganzen Aktion war eigentlich, einen passenden Namen zu finden. Bis heute Mittag waren noch “Roots of Africa”, “African Root” und “African Rum Cocktail” im Rennen, bis ich zufällig einen Artikel über Bantu gelesen habe. Bantu ist die Bezeichnung für über 400 verschiedene Ethnien Süd- und Mittelafrikas, die Bantusprachen sprechen. Der Begriff hat damit zwar nichts mit Cocktails zu tun, doch der Name gefiel mir (und meinem Brain Storming/Tester-Team – Danke!) gut und stellt einen Bezug zu Afrika her. ;-)

Matinée Martini

Posted in Cocktails on April 21st, 2009 by Sascha – Be the first to comment

Salbei = Tee, war mein erster Gedanke, bevor mir der Matinée Martini über den Weg gelaufen ist. Die Rezeptur hörte sich sofort interessant an, was nicht nur am Salbei lag, sondern auch an den 1.5 Barlöffeln Orange Flower Water. Erfinder des Cocktails ist Stephan Berg, der mit ihm den zweiten Platz im Hendricks-Martini Wettbewerb gewann.

Matinée Martini

Matinée Martini

Matinée Martini

  • 6 cl Hendrick´s Gin
  • 1.5 Barlöffel Orange Flower Water
  • 1 Barlöffel Ingwersirup
  • 3 Blättchen Salbei

    Kräftig schütteln – mit einem Teesieb in ein Cocktailglas abseihen – Zitronenzeste über dem Glas ausdrücken und diese in den Drink dazugeben

Leider muss ich sagen, dass mir persöhnlich in diesem Drink zu viel Orangenblütenwassers verwendet wird. Der erste Geschmackseindruck ist richtig gut, dann überlagert jedoch das Orange Flower Water sämtliche andere Zutaten des Drinks. Ich kann mir allerdings gut vorstellen, dass der Cocktail mit nur einem oder einem halben Barlöffel des Orange Flower Waters mehr meinen Geschmack trifft – ein Bericht wird folgen.

Nichtsdestotrotz eine sehr interessante Kombination – man muss nur den Geschmack des Orangenblütenwassers mögen. ;-)

Cocktails mit Ginger Beer

Posted in Cocktails on March 31st, 2009 by Sascha – Be the first to comment

Dark and Stormy

Dark and Stormy

Dark and Stormy

Der Dark and Stormy ist einer der berühmtesten Cocktails mit Ginger Beer und wohl auch der einzige, den eine Firma als Marke eingetragen hat und daher (offiziell) immer mit Goslings Black Seal Dark Rum gemixt werden muss. Glücklicherweiße schlägt sich der Black Seal im Dark and Stormy super, so dass man dagegen auch nichts einwenden kann. Ich habe ihn heute nach folgendem Rezept getrunken:

6cl Goslings Black Seal Dark Rum
10cl Hausgemachtes Ginger Beer
Eiswürfel und Rum in ein Highball Glas geben, mit Ginger Beer auffüllen und vorsichtig umrühren

Herausgekommen ist ein leicht scharfer, fruchtiger Drink der durch den dunklen Rum schön abgerundet wird. Da kommen wieder einmal Urlaubsgelüste auf. :-)

Anejo Highball

Anejo Highball

Anejo Highball

Dale DeGroff kreierte diesen Cocktail 2000 als Tribut an die großen Bartender Kubas – speziell Constante Ribailaqua aus der Habana’s Floridita Bar, der den berühmten Papa Doble Daiquiri für Ernest Hemingway schuf.

4.5cl Gereifter Rum
1.5cl Orange Curacao
6cl Ginger Beer
0.75cl Limettensaft
2 Dashes Angostura Bitters
Zutaten nacheinander mit Eiswürfel in ein Glas geben und vorsichtig umrühren

Verwendet habe ich El Dorado 12y, Marie Brizard Curacao Orange und mein hausgemachtes Ginger Beer. Entstanden ist ein dem Dark and Stormy ähnlicher Drink, der mir jedoch um einiges besser gefällt. Schmeckt der Dark and Stormy, vereinfacht gesagt, wie Ginger Beer mit ein wenig Rum, ist es beim Anejo Highball gerade anders rum. Dieser legt den Schwerpunkt auf den Rum, der vom Ginger Beer und den restlichen Zutaten im Abgang umgarnt wird. Wirklich sehr gut!

Ginger Beer

Posted in Zutaten on March 30th, 2009 by Sascha – 1 Comment

Ginger Beer entstand in der Mitte des 18ten Jahrhunderts in England und verbreitete sich gegen Ende des Jahrhunderts auch in größerer Menge in Nordamerika. Allerdings wurde das meiste Ginger Beer aus England importiert und nur ein geringer Anteil im eigenen Land produziert. Ursprünglicherweiße enthielt das Getränk nur Ingwer, Zucker, Wasser und eine gallertartige Substanz namens “Ginger Beer Plant”, ein Pilz der Stärke und Bakterien enthält und für die Fermentierung der Mischung verwendet wurde. Durch den Fermentationsprozess war Ginger Beer also alkoholhaltig – die Menge wurde allerdings schon 1855 von der “British Excise Regulations” auf maximal 2% festgelegt. Heutzutage enthalten kommerzielle Produkte meist nur ca. 0.5% Alkohol (Fentimans) oder werden gar nicht fermentiert (z.B. Fiery). Im Gegensatz dazu wird Ginger Ale nicht fermentiert und muss daher nachträglich mit Kohlensäure versetzt werden. Ebenso ist der Ingwergeschmack weitaus weniger ausgeprägt und nicht so intensiv (falls ein Ginger Beer nicht fermentiert wurde, ist das also der einzigste Unterschied zu Ginger Ale).

Ingwer

Ingwer

Herstellung
Für die Herstellung von Ginger Beer braucht man nur wenige und nicht einmal teure Zutaten: Ingwer, Zucker, Wasser, Zitrone oder einer andere Zitrusfrucht und Stärke. Für meinen ersten Versuch habe ich mich nach dem Rezept von Jeffrey Morgenthaler mit Hefe gerichtet.

3cl Ingwersaft
6cl frischer Zitronenensaft
9cl Zuckersirup
30cl warmes Wasser
25 Körnchen “Champagner Hefe”

Allerdings habe ich normale frische Hefe (ca. eine Msp) und keine Champagner Hefe verwendet. Beim nächsten Mal werde ich mir aber auch getrocknete Hefe kaufen, da diese besser zu dosieren ist und nicht so schnell verdirbt. Den Ingwer kann man mit einer Zitruspresse auspressen, dauert zwar etwas, aber funktioniert super! Nach dem auspressen, füllt man den Ingwersaft zusammen mit den anderen Zutaten in eine Plastikflasche und lässt das Gemisch so lange an einem dunken und warmen Ort stehen, bis man die Flasche nicht mehr eindrücken kann. Ab diesem Zeitpunkt muss man die Flasche auf jeden Fall im Kühlschrank lagern, da das Ganze sonst explodieren kann. Aus diesem Grund sollte man auch eine Plastikflasche und keine Glasflasche verwenden, da man dort den Druck prüfen kann und falls doch mal etwas schief geht, ist es zwar eine große Sauerei, aber nicht gefährlich. Jeffrey gibt als Fermentierungsdauer ca. 48h an. Man sollte jedoch eher auf den Druck achten, als auf die Zeit (bei mir hat es nur ca. 40h gedauert). Das fertige Getränk sollte einen Alkoholgehalt von maximal 0.5% haben (eher weniger) und ist im Kühlschrank ca. 2 Wochen haltbar.

Weitere Rezepte findet ihr hier:

Cocktails
Heute Abend werde ich das hausgemachte Ginger Beer in einem Anejo Highball und Dark and Stormy testen – der Bericht dazu folgt wahrscheinlich morgen.

Quellen
Als Quellen dienten hauptsächlich Ginger beer: A traditional fermented low-alcohol drink von scienceinschool.org, Lactic Acid Beverages von Raj B Apte und Root Beer and Ginger Beer Heritage von Donald Yates.