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	<title>Cocktails Old Fashioned &#187; Gin</title>
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	<description>Thoughts of a mixology novice</description>
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		<title>Die Geschichte des Gins Teil 14</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 16:56:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zutaten]]></category>
		<category><![CDATA[Die Geschichte des Gins]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gin]]></category>

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		<description><![CDATA[1950 – Dry Gin dominiert In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs die Popularität von ungesüßtem Gin auch besser bekannt als Dry Gin. Diese wachsende Mode ist unter anderem mit der wachsenden Popularität von trockenem Champagner verbunden. Zudem wurde der Old Tom Gin n den „letzten Jahren seiner Entwicklung“ immer leichter. Heute lässt sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img width="600" height="278" src="http://www.cocktailsoldfashioned.de/wp-content/themes/bigfeature/library/timthumb/timthumb.php?src=/wp-content/uploads/2010/12/DieGeschichtedesGins-FeatureImage.jpg&amp;w=600&amp;zc=1&amp;zcp=2" alt="Die Geschichte des Gins Teil 14" /><p><strong>1950 – Dry Gin dominiert<br />
</strong>In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs die Popularität von ungesüßtem Gin auch besser bekannt als Dry Gin. Diese wachsende Mode ist unter anderem mit der wachsenden Popularität von trockenem Champagner verbunden. Zudem wurde der Old Tom Gin n den „letzten Jahren seiner Entwicklung“ immer leichter. Heute lässt sich die Entwicklung des Old Toms am besten an zwei Beispielen darlegen. Boths Old Tom Gin gilt als ein Vertreter der anfänglich verfügbaren Gins dieser Art. Wohin gegen Hayman´s Old Tom Gin ein Vertreter ist, der „das Ende“ der Entwicklung aufzeigt.   Ein weitere Grund für die zunehmende Beliebtheit der trockenen Variante des Gins ist die verbesserte Qualität der alkoholischen Basis und die Weiterentwicklung in den Brennverfahren. Diese machten es möglich die verschiedenen Aromen der Botanicals deutlicher im Destillat heraus zu arbeiten.</p>
<p>Der damals verfügbare Dry Gin ist deshalb mit dem heute verfügbaren am ehesten vergleichbar.</p>
<p>Im weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts starb der Old Tom Gin, der in der Regel zwischen zwei und sechs Prozent Zucker enthielt, aus. Einige Destillen produzierten weiter und exportierten ihren Old Tom vor allem nach Finnland, Japan und in Teile der USA.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1955-1990 &#8211; Untergang des Gins<br />
</strong>Gin war bis weit in die Mitte der 1950er Jahre angesagt aber dann geschah aus heutiger Sicht das unfassbare. Vodka wurde beliebter und schnell war Gin ein alter Hut, Ausdruck von Vergangenheit. Gin war und ist die Basis vieler Cocktails und mit dem langsamen verschwinden von Gin aus dem Geist der Bevölkerung verschwand der Geschmack und die Kultur für Drinks.</p>
<p>Eine weiter traurige Entwicklung, die während der Kriegsjahre einsetzte, verstärkte sich in dieser Zeit zunehmend.</p>
<p>In der Kriegs- und Nachkriegszeit wurden die Convenience-Produkte erfunden und von den Verbrauchern entdeckt. Produkte wie fertiger Katoffelbrei, der mit warmer Milch angerührt werden musste oder Instantsuppen, die nach Zugabe von heißem Wasser geschmackliche Höhenflüge versprachen, waren Ausdruck einer modernen Lebensweise.</p>
<p>So ist es nicht weiter verwunderlich das im Jahre 1937 in den Staaten der erste Cocktail-Premix erfunden wurde. Dieser Premix sollte die bekannte amerikanische Cocktailzutat sweet ans sour ersetzten, die in vielen Cocktails das Zünglein an der Wage bildet. Zudem versprach sie ohne die astringente Wirkung des Zitronensaftes auf zu treten. Neben dieser „wundervollen“ Erfindung wurde die Sodapistole eingeführt. Dieser Sirup Spender wurde nicht nur mit Cola und Limonaden bestückt sondern auch mit Tonic Water, Ginger Ale und „Fruchtsäften“. Zu guter letzt erfand man Eismaschinen die extrem schnell Eiswürfel produzieren konnten. Diese kleinen, schnell schmelzenden Eiswürfel sorgten für die notwendige Verwässerung der Getränke. Konfrontiert mit diesen Neuerungen, entschieden sich die meisten Barbesitzer für diese optimierten technischen Lösungen um die Defizite ihres Barkeepers nicht durch Training zu eliminieren sondern durch scheinbar bessere Hardware. Das Ergebnis waren nicht ausbalancierte Cocktails sondern chemische Gemische, die auf Premixes basierten. Ab den frühen 1980er Jahren waren Barkeeper, Cocktails und eine der wichtigsten Zutaten hinter der Bar, der Gin auf einem ALL TIME LOW.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1988 – Bombay Saphire<br />
</strong>Während der achtziger Jahre sank der Umsatz von Gin proportional zum Umsatzanstieg von Wodka. Dies war die Grundlage der Gründung des Konglomerats Independent Distillers &amp; Winzer kurz IDV. Diesem gehörte die Besitzer von Gordon´s, Tanquery und Bombay Dry an. Es war ein multinationales Unternehmen mit einer eigenen Produktabteilung, die mit einem großen Budget ausgestattet wurde. Zu dem hatte es Leute wie Michel Roux an seiner Seite. Er war der Präsident von Carillon, der US-Distributör für Bombay sowie die Leute, die Absolut Vodka ins Leben gerufen hatten.</p>
<p>Als die Umsätze im Jahre 1988 trotz dieser Maßnahmen weiter sanken wurde durch Carillon und IDV ein neuer Gin auf den Markt gebracht – Bombay Sapphire.</p>
<p>Für die Gestaltung der Flasche waren wohl die blauen ausgewaschenen Haare der Menschen die hauptsächlich Gin in diesen Jahren konsumierten die Vorlage. Zur selben Zeit wurde Bomby Dry aus dem UK-Portfolio genommen. Viele der älteren Damen, die bisher zur Anhängerschaft von Bomby Dry zählte waren über das neu Produkt erstaunt, da sie anfänglich den neuen Gin für blau hielten. Es dauerte eine Zeit bis sie begriffen, dass das Glas eingefärbt war.</p>
<p>Ob man nun Bombay Sapphire liebt oder hasst seine Einführung war Wagemutig und Inspirierend zugleich. Gleichzeitig gilt diese Produkteinführung als Wendepunkt in der Geschichte des Gins.</p>
<p>Runde drei Jahre nach Markteinführung von Bombay Sapphire traffen die Marketingleute von IDV eine bis heute grundlegende Entscheidung.</p>
<p>Sie reduzierten den Alkoholgehalt ihrer führenden Marke Gordon´s von vormals 40 Vol. % auf den heutigen Wert von 37,5 Vol.%. Weiter Marken folgten diesem Schritt. Marken wie Beefeater, damals die Nummer zwei der Gin-Marken, blieb bei seinen 40 Vol. %.</p>
<p>Alle dachten Beefeater würde Gordon´s als meistverkauften Gin ablösen. Einige vermuteten den Untergang von Gordon´s. Trotz des gesenkten Alkoholgehaltes wurde Gordon´s im Einzelhandel nicht günstiger. Der Mehrgewinn an eingesparten Steuer investierte das Marketing von IDV. Dies half nicht nur der Marke sondern der ganzen Spirituosen Kategorie auf die Sprünge.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1990er Jahre – Ein neuer Cocktailboom beginnt<br />
</strong>Die Cocktailkultur profitierte nicht nur von der wachsenden Wirtschaft anfang der 1990er Jahre sondern auch von einer Veränderung in britischen Kneipen und Bars. Margaret Thatcher &#8216;s Regierung führte ein neues Gesetz ein. Genauer gesagt war es ein kleiner Bestandteil, dieser wurde bekannt als „Beer Orders“. Sie befreiten die englischen Pub´s aus dem Würgegriff der Brauereien und erleichterten privaten Investoren den Einstieg in die Gastronomie. Diese neuen Investoren brachten frische Ideen mit. Sie schlossen vor allem die Lücke zwischen den tarditionellen Pubs und den Clubs. Diese neuen Lokalitäten wurden landläufig als „style Bars“ tituliert.</p>
<p>Einer dieser Unternehmer war Oliver Peyton, der 1994 in einem herrlichen Art-Deco-Objekt die Atlantic-Bar &amp; Grill eröffnete. Schnell wurde diese Gastronomie zu der London Lounge Bar schlecht hin. In dieser stylischen Umgebung brachte Dick Brad der Londoner Gesellschaft bei was Cocktails im ursprünglichen einmal waren. Durch Dick und viele weiter Bartender fand London zur Cocktail-Kultur zurück und wurde gleichzeitig zum Hotspot in der sich langsam entwickelden Szene.</p>
<p>Im Jahre 1997 eröffnete Jonothan Downey das erste Match. Diese Bar hatte in den folgenden Jahren großen Einfluss nicht nur auf das Niveau der Londoner Barkeeper sondern auch auf den gesamten Berufsstand.</p>
<p>Während Dick neue Cocktailstille erfand befasste sich Dale DeGroff auf der anderen Seite des Altantiks in seinem New Yorker Rainbow Room mit alten Klassikern wie dem Manhattan. Man entdeckte das alte Wissen um Cocktails und ihre Kultur neu.</p>
<p>Natürlich spielte Gin eine wichtige Rolle, da er die Basis vieler alter Klassiker ist. Wodka passte nicht in die Rezepte und nicht in die Backboards vieler Barkeeper. Je mehr man sich mit alten Rezepten auseinander setzte desto öfters wurde die Flasche Gin benutzt.</p>
<p>Zu dieser Zeit des Aufschwungs entstand das größte Spirituosen Unternehmen der Welt. Die beiden Firmen IDV und United Distillers fusionierten zu einem Neuen Unternehmen – Diageo. Natürlich vollzog sich diese Fusion nicht ohne Opfer, Marken wie Bombay (Dry &amp; Sapphire)oder Dewers mussten abgegeben werden. (Beide Marken wurden an Bacardi für umgerechnet 1.2 Milliarden Euro verkauft.)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>2000 &#8211; New Millennium<br />
</strong>Unsere Computer überlebte den Millennium-Bug und allen Befürchtungen zum trotz reichte der Champagner für alle Jahrhundert-Toasts. Während zwölf Jahre zuvor mit der Einführung von Bombay Sapphire ein Wendepunkt markiert wurde stellte das Jahr 2000 einen weiteren Wendepunkt dar. Eine Vielzahl von neuen Marken wurde Eingeführt z.B. Tanquueray Ten, Martin Millers, Hendrick´s und einige weitere. Neben den Neuen begannen die Altgedienten an popularität zu Gewinnen. Hier sei vor allem Plymouth erwähnt. Weiter lässt sich beobachten, dass der Aufstieg von Gin und der der Cocktailkultur sehr eng verbunden ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="caption caption-frame aligncenter" style="width:300px;;  display: block; margin-right: auto; margin-left: auto;"><a href="http://www.cocktailsoldfashioned.de/2011/12/die-geschichte-des-gins-teil-14/gin-aus-der-21-jahrhundert/" rel="attachment wp-att-3290"><img class="size-medium wp-image-3290" src="http://www.cocktailsoldfashioned.de/wp-content/uploads/2011/10/Gin-aus-der-21.-Jahrhundert-300x217.jpg" alt="Gin des 21. Jahrhunderts" width="300" height="217" /></a><p>Gin des 21. Jahrhunderts</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>2008 – Revival des Old Tom<br />
</strong>Viele Barkeeper lasen die alten Cocktailbücher, die inzwischen durch Reprints leicht erhältich sind. In folge des Studiums der alten Rezepte entstannt ein warer Hype nach dem lang existierenden Gin Stil, dem Old Tom. Marken wie Hayman´s Old Tom, mit Zusatz von Zucker, machten sich diesen neuen Trend zum Vorteil.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>2008 – Definition von Gin laut EU-Verordnung<br />
</strong>Am 20. Februar 2008 wurde eine neue EU-Verordnung verabschiedet. Sie enthält rechtliche Vorschriften zu fasst allen Spirituosen unter anderem für Gin. Als Abschluß dieses Artikels hier der Auszug zu Gin:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-size: x-small;"><em>20. Gin</em></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-size: x-small;"><em>a) Gin ist eine Spirituose mit Wacholdergeschmack, die durch Aromatisieren von Ethylalkohol landwirtschaftlichen </em><em>Ursprungs, der entsprechende sensorische Eigenschaften aufweist, mit Wacholderbeeren </em><em>(Juniperus communis L.)gewonnen wird.</em></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-size: x-small;"><em>b) Der Mindestalkoholgehalt von Gin beträgt 37,5 % vol.</em></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-size: x-small;"><em></em><em>(&#8230;)</em></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-size: x-small;"><em>21. Destillierter Gin</em></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-size: x-small;"><em>a) Destillierter Gin ist</em></span></p>
<p style="padding-left: 60px;"><span style="font-size: x-small;"><em>i) eine Spirituose mit Wacholdergeschmack, die ausschließlich durch erneute Destillation von Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs von angemessener Qualität und mit entsprechenden sensorischen Eigenschaften und einem ursprünglichen Alkoholgehalt von mindestens 96 % vol in Destillierapparaten, die herkömmlicherweise für Gin verwendet werden, unter Zusetzen von Wacholderbeeren (Juniperus communis L.) und anderen pflanzlichen Stoffen hergestellt wird, wobei der Wacholdergeschmack </em><em>vorherrschend bleiben muss, oder</em></span></p>
<p style="padding-left: 60px;"><span style="font-size: x-small;"> <em>ii) eine Mischung der Erzeugnisse aus dieser Destillation mit Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs der gleichen Zusammensetzung, Reinheit und gleichem Alkoholgehalt; zur Aromatisierung von destilliertem Gin können auch natürliche und/oder naturidentische Aromastoffe und/oder Aromaextrakte gemäß Kategorie 20 Buchstabe c verwendet werden.</em></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-size: x-small;"><em>b) Der Mindestalkoholgehalt von destilliertem Gin beträgt 37,5 % vol.</em></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-size: x-small;"><em>c) Gin, der durch den einfachen Zusatz von Essenzen oder Aromastoffen zu Ethylalkohol landwirtschaftlichen </em><em>Ursprungs gewonnen wird, darf nicht die Bezeichnung destillierter Gin tragen.</em></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-size: x-small;"><em>22. London Gin</em></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-size: x-small;"><em>a) London Gin gehört zur Spirituosenart Destillierter Gin:</em></span></p>
<p style="padding-left: 60px;"><span style="font-size: x-small;"><em>i) Er wird ausschließlich aus Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs gewonnen und weist einen Methanolgehalt von höchstens 5 g/hl r. A. auf; sein Aroma wird ausschließlich durch die erneute Destillation von Ethylalkohol in herkömmlichen Destilliergeräten unter Zusetzen aller verwendetenpflanzlichen Stoffe gewonnen;</em></span></p>
<p style="padding-left: 60px;"><span style="font-size: x-small;"><em>ii) der Mindestalkoholgehalt des hieraus gewonnenen Destillats beträgt 70 % vol;</em></span></p>
<p style="padding-left: 60px;"><span style="font-size: x-small;"><em>iii) jeder weitere zugesetzte Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs muss den in Anhang I Nummer 1aufgeführten Merkmalen entsprechen, allerdings mit einem Methanolgehalt von höchstens 5 g/hl r. A.;</em></span></p>
<p style="padding-left: 60px;"><span style="font-size: x-small;"><em>iv) sein Gehalt an zugesetzten süssenden Erzeugnissen darf nicht mehr als 0,1 g Zucker je Liter des Fertigerzeugnisses betragen, und er enthält keine zugesetzten Farbstoffe;</em></span></p>
<p style="padding-left: 60px;"><span style="font-size: x-small;"><em>v) er enthält keine anderen zugesetzten Zutaten außer Wasser.</em></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-size: x-small;"><em>b) Der Mindestalkoholgehalt von London Gin beträgt 37,5 % vol.</em></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-size: x-small;"><em>c) Die Bezeichnung London Gin kann durch den Begriff „dry“ ergänzt werden.</em></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&#8212;<br />
Wer sich weiter mit dem Thema Gin auseinander setzten möchte dem sei die Artikelserie von Eye for Spirits über Botanicals empfohlen:</p>
<ul>
<li><a title="Gin Botenicals: Angelika und Kardamom" href="http://www.eyeforspirits.com/2011/09/19/gin-botanicals-teil-1-angelika-und-kardamom/" target="_blank">Angelika und Kardamom</a></li>
<li><a title="Gin Botenicals: Kassie und Citrusschale" href="http://www.eyeforspirits.com/2011/09/26/gin-botanicals-teil-2-kassie-und-citrusschale/" target="_blank">Kassie und Citrusschale</a></li>
<li><a title="Gin Botenicals: Koriander und Kubebenpfeffer" href="http://www.eyeforspirits.com/2011/10/04/gin-botanicals-teil-3-koriander-und-kubeben-pfeffer/" target="_blank">Koriander und Kubebenpfeffer</a></li>
<li><a title="Gin Botenicals: Mandel und Kamille" href="http://www.eyeforspirits.com/2011/10/17/gin-botanicals-teil-4-mandel-und-kamille/" target="_blank">Mandel und Kamille</a></li>
<li><a title="Gin Botenicals: Ingwer und Fenchel" href="http://www.eyeforspirits.com/2011/10/30/gin-botanicals-teil-5-ingwer-und-fenchel/" target="_blank">Ingwer und Fenchel</a></li>
<li><a title="Gin Botenicals: Kümmel und Schwerlilie" href="http://www.eyeforspirits.com/2011/11/25/gin-botanicals-teil-6-kummel-und-schwertlilie/" target="_blank">Kümmel und Schwertlilie</a></li>
<li><a title="Gin Botenicals" href="http://www.eyeforspirits.com/tag/botanicals/" target="_blank">&#8230;</a></li>
</ul>
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		<title>Die Geschichte des Gins Teil 13</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 20:47:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zutaten]]></category>
		<category><![CDATA[Die Geschichte des Gins]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[1914-1918  &#8211; Der Erste Weltkrieg Zu Beginn des Jahres 1915 verursachte der Ertse Weltkrieg zu Recht große Besorgnis in England. Die Anglo-französischen Kräfte fuhren sich in Flandern fest und versäumten es die deutschen wie geplant an Weihnachten 1914 zu schlagen. Zu dem waren die Truppen demoralisiert aufgrund des Engpasses an Artilleriegranaten. Der damalige Premierminister, Herbert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img width="600" height="278" src="http://www.cocktailsoldfashioned.de/wp-content/themes/bigfeature/library/timthumb/timthumb.php?src=/wp-content/uploads/2010/12/DieGeschichtedesGins-FeatureImage.jpg&amp;w=600&amp;zc=1&amp;zcp=2" alt="Die Geschichte des Gins Teil 13" /><p><strong>1914-1918  &#8211; Der Erste Weltkrieg</strong></p>
<p>Zu Beginn des Jahres 1915 verursachte der Ertse Weltkrieg zu Recht große Besorgnis in England. Die Anglo-französischen Kräfte fuhren sich in Flandern fest und versäumten es die deutschen wie geplant an Weihnachten 1914 zu schlagen. Zu dem waren die Truppen demoralisiert aufgrund des Engpasses an Artilleriegranaten. Der damalige Premierminister, Herbert Asquite, führte die Demoralisierung und den bisherigen Misserfolg darauf zurück, dass seine Truppen zu viel tranken nicht aber auf den Engpass bei den Kriegsmitteln. Vor diesem Hintergrund führte er ein Gesetzt zum Schutz des Reiches ein: „The Defence of the Realm Act“ kurz: DORA. Dieses Gesetzt Verpflichtet alle Brenner, die Spirituosen produzierten, die gelagert werden mussten, diese mindestens für drei Jahre zu tun. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde Whisky als Beispiel nur für besondere Blends so lange gelagert. Gin war von diesem Gesetzt nicht betroffen, da er keine Lagerung benötigt. Was auch gleich zu einer Erhöhung der Produktion und des Konsums führte. Der Erste Weltkrieg führte auch dazu, dass die letzte Runde in einem Lokal gesetzlich zwischen 22:30 Uhr und 23:00 Uhr ausgerufen werden musste, da die Arbeiter der Munitionsfabriken am nächsten morgen wieder fit und reif für einen frühen Arbeitsbeginn sein mussten. Diese tragische Vorschrift konnte jedoch den Durst nach Cocktails und Gin nicht eindämmen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1920 &#8211; 1933 – Die Prohibition</strong></p>
<p style="text-align: center"><img style=' display: block; margin-right: auto; margin-left: auto;'  class="aligncenter" src="http://www.cocktailsoldfashioned.de/wp-content/uploads/2011/06/Prohibition.jpg" alt="Prohibition" width="251" height="360" /></p>
<p>Oh dear!!! Die Damalige Trinkkultur, die vorwiegend aus dem Genuss von puren Spirituosen; hauptsächlich von Männern genossen, bestand passte der Women´s Christian Temperance Union (christliche Frauenvereinigung der damaligen Zeit) überhaupt nicht. Die Männer waren oft aufgrund ihrer Arbeit wochenlang von zuhause weg und anstatt ihr hart verdientes Geld der Familie zu gute kommen zu lassen vertranken sie es oft schon vor Ort. Die Saloons der damaligen Zeit boten oft kostenfreie Mittagessen für die Arbeiter an um sie so in die Gastronomie zu locken.</p>
<p>Bevor die Prohibition in kraft tratt versuchten Amerikanische Senatoren dem wachsende Alkohlproblem ihrer Bevölkerung mit dem Volstead Act entgegen zu tretten. Dieses Gesetzt verbot es in der Freizeit alkoholische Getränke zu sich zu nehmen die mehr als 0,5 Vol. % hatten.</p>
<p>Im Jahr 1919 begann Amerika &#8220;mit seinem edlen Experiment&#8221; und die Brennereien, die es nicht schaften ihre Produktion auf „medizinisch“ genützten Alkohol umzustellen mussten schließen. Die meisten Barkeeper verließen ihr Land &#8211; Harry Craddock kam in die Savoy Bar – viele Andere gingen nach Kuba. Auf Kuba begann eine neue Blütezeit. Den an den Wochenenden brachten luxuriös ausgestattete Fähren die Amerikaner zum trinken auf die Insel. Einige Barkeeper entschieden sich weiter in den Statten zu blieben und es entstand daraus die wunderbare Welt der Speakeasys – Orte die eine Mischung aus Bar, Restaurant und Club waren und wo man dem Alkoholkonsum weiter frönte. Im Gegensatz zu den Saloons zogen die Speakeasys sowohl Frauen wie auch Männer an jedoch keine Huren.</p>
<p>Diese illegalen Orte waren meist luxuriöser eingerichtet als ihre legalen „Vorgänger“ und besassen ein ausgeklügeltes Alarmsystem, das innerhalb von Sekunden reagierte um den illegalen Konsum zu verschleiern.</p>
<p>Die Prohibition macht vor allem der Entwicklung der Cocktails zu schaffen. Es machte wirtschaftlich Sinn Gin in guter Qualität zu schmuggeln was Leute wie Capone taten. Jedoch waren sie nicht daran interessiert Vermouth oder Bitters zu schmuggeln, da es hierfür keinen Markt gab. Gut bestückte Backboards waren zur damaligen Zeit eher unüblich, da sie viel Zeit bei der Verschleierung in Anspruch nehmen würden falls die Bar aufflog somit wurden meist Flaschengetränke ausgeschenkt.</p>
<p style="text-align: center"><img style=' display: block; margin-right: auto; margin-left: auto;'  class="aligncenter" src="http://www.cocktailsoldfashioned.de/wp-content/uploads/2011/06/Al-Capone.jpg" alt="Al Capone" width="269" height="279" /></p>
<p>Obwohl die bessern Speakeasies Spirituosen von guter Qualität verwendeten gab es eine große Menge an hausgemachten giftigen Spirituosen auf dem damaligen Markt. Die Problematik lag darin, dass viele versuchten aus dem Industriealkohol (vor allem aus Frostschutzmittel) die Giftstoffe selbst zu entfernen. Waren hier nicht erfahrene Chemiker am Werk so war das Ergebnis des Reinigungsprozesses tödlich.</p>
<p>In dieser Zeit entstand auch das heute als „Badewannen-Gin“ bezeichnete „Produkt“. Hier wurde der gereinigte Industriealkohol mit Wacholderöl und Glycerin in großem Mengen gemischt.</p>
<p>Das Ergebnis war ein Produkt welches im besten Fall lediglich mit Fruchtsäften oder z.B. mit Sahne zu genießen war. Der Geschmack von Alkohol war bisheriger zentraler Bestandteil von Cocktails. Aufgrund der Tatsache, dass höherwertige Produkte nicht mehr verfügbar waren begannen Drinks wie der Alexander ihren Aufstieg. Für die englischen Brenner war die Prohibition eine gute Zeit. Die durstigen Amerikaner waren bereit einen hohen Preis für das Englische Premium Produkt zu bezahlen welches zur damaligen Zeit unter dem Namen „Real McCoy“ bekannt war. Also schickten die Engländer auf dem Seeweg große Mengen ihres Produktes nach Kanada und auf die West Indies von wo aus der Schmuggel betrieben wurde.</p>
<p>Der Name „McCoy“ bezog sich auf einen kanadischen Bootsbauer namens William (Billy) McCoy, der während der Prohibition Whisky von Nassau und Bimini über die Ostküste in die Vereinigten Staaten schmuggelte. McCoy war für die Qualität seiner geschmuggelten Ware bekannt und so entstand der Name „the Real McCoy“.</p>
<p>Das Edle Experiment wurde schließlich am 5. Dezember 1933 zu großen Teilen beendet. Der Bedarf an London Dry Gin war im Anschluß um ein Vielfaches höher als vor der Prohibition und in einer Welt nach dem Ersten Weltkrieg und folgender Depression stand Gin und Cocktails synonym für Glamour.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1930 &#8211; Savoy Cocktail Book</strong></p>
<p style="text-align: center"><img style=' display: block; margin-right: auto; margin-left: auto;'  class="aligncenter" src="http://www.cocktailsoldfashioned.de/wp-content/uploads/2011/06/savoy-cocktail-book.jpg" alt="Savoy Cocktail Book" width="235" height="378" /></p>
<p>Wie oben schon erwähnt zog es Harry Craddock während der Prohibition nach England. Hier errichtet er im Savoy Hotel die ersten American Bar der alten Welt. Schnell wurde er zum berühmtesten Barkeeper in England. Im Jahr 1930 veröffentlichte das angesehen Savoy Hotel ein Cocktail Buch mit rund 750 Rezepten, die von Craddock zusammengestellt wurden und mit Illustrationen von Gilbert Rumbold ergänzt wurden. Das Buch wurde mehrfach neu aufgelegt zuletzt mit zusätzlichen Texten und Cocktails von Peter Dorelli.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1933 – Gordon´s beginnt mit der Produktion in den Staaten</strong></p>
<p>Als das Verbot zur Herstellung von Alkohol im Jahre 1933 aufgehoben wurde, erbaute der Besitzer von Gordon´s, Tanqueray Gordon, eine riesige Brennerei und Abfüllanlage in New Jersey. Weiter folgten im Jahr 1965 in Illinois und in Kalifornien im Jahre 1971.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1939 &#8211; 1945 – Der Zweite Weltkrieg</strong></p>
<p>Nach der Weltwirtschaftskrise, rutschte Europa direkt in den Zweiten Weltkrieg, dem die Amerikaner im Jahre 1941 beitraten.</p>
<p>In Großbritannien wurden Spirituosen nicht offiziell rationiert, allerdings waren viele Produkte, abgesehen vom Schwarzmarkt, nicht zu bekommen. Die durch die legitimen Kanäle eingeführten und produzierten Spirituosen verdoppelten die Einnahmen aus der Verbrauchssteuer auf Alkohol in dieser Zeit.</p>
<p>Sehr wenige von London &#8216;s Brennereien entgingen den Schäden während der schweren Bombardierungen. Einige Geschichten erzählen davon wie Brandbomben in Destillen einschlugen aber nicht explodierten. Plymouth war ein wichtiger Marinestützpunkt und folglich war er ein Ziel der</p>
<p>deutschen Luftangriffen. Obwohl die Brennerei getroffen wurde gab es nur geringfügige Schäden und die Produktion konnte während des Krieges fortgesetzt werden. Die Tanqueray Brennerei wurde fast vollständig während der großen Luftangriffe von 1941 zerstört. Nur ein Standbilder von &#8220;Old Tom&#8221; „überlebte“. Heute steht es in der Cameron Bridge Distillery in Schottland. Nach dem Krieg war Gin um einiges schneller verfügbar wie schottischer Whisky was zur Folge hatte, das die Umsätze schnell über das Vorkriegsniveau stiegen.</p>
<p>Während des Krieges Hatte man keine Zeit sich um „Beiläufigkeiten“ wie Cocktails zu kümmern &#8211; auch wenn die meisten Zutaten zur Verfügung standen.  In Großbritanien gab es nach dem Krieg eine strenge Rationierung der Lebensmittel die bis 1953 aufrecht erhalten wurde. In vielen anderen europäischen Ländern sah es nicht anders aus bzw. die Menschen waren mit anderen Dingen beschäftigt als sich mit Trinkkultur auseinander zu setzten. So ruhte die Trinkkultur und als Bestandteil von ihr Cocktails bis in die 1980/1990, zumindest in der alten Welt.In den USA waren die Bedingungen etwas besser. Hier wurden Cocktails weiter am Leben gehalten. Gin-Cocktails vor allem in Form des Dry Martinis.</p>
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		<title>Die Geschichte des Gins Teil 12</title>
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		<pubDate>Sun, 15 May 2011 11:14:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Die Geschichte des Gins]]></category>
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		<description><![CDATA[1874 &#8211; Tom Collins In England wird die Erfindung dieses traditionelle Gin Getränks John Collins zugesprochen. Er war Barkeeper im Limmer´s Hotel. Andere sagen, dass der Tom Collins in New York entstand und seinen Namen von Tom Collins Hoax im Jahre 1874 erhielt. Dies wird durch die Tatsache unterstütz, dass die erste bekannte schriftliche Erwähnung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img width="600" height="278" src="http://www.cocktailsoldfashioned.de/wp-content/themes/bigfeature/library/timthumb/timthumb.php?src=/wp-content/uploads/2010/12/DieGeschichtedesGins-FeatureImage.jpg&amp;w=600&amp;zc=1&amp;zcp=2" alt="Die Geschichte des Gins Teil 12" /><p style="text-align: center"><strong><br />
</strong></p>
<p><strong>1874 &#8211; Tom Collins</strong></p>
<p>In England wird die Erfindung dieses traditionelle Gin Getränks John Collins zugesprochen. Er war Barkeeper im Limmer´s Hotel.</p>
<p>Andere sagen, dass der Tom Collins in New York entstand und seinen Namen von Tom Collins Hoax im Jahre 1874 erhielt. Dies wird durch die Tatsache unterstütz, dass die erste bekannte schriftliche Erwähnung eines Tom Collins, in der 1876 erschienen Ausgabe von Jerry Thomas, abgedruckt ist.</p>
<p>Drei Getränke mit dem Titel Tom Collins sind dort aufgeführt: Tom Collins Whiskey, Brandy und Tom Collins Gin.</p>
<p>Im Laufe der Recherche, über die Enstehung des Tom Collins, stößt man allerdings auf weitere Geschichten, die in verschiedenen Städten dieser Welt spielten. So ist es durchaus möglich, dass dieser Cocktail gegen Ende des 19. Jahrhunderts an mehreren Orten gleichzeitig erfunden wurde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1876 – Beefeater Gin wird eingeführt</strong></p>
<p>Ursprünglich wurde die Firma unter dem Namen John Taylor &amp; Sohn im Jahr 1820 gegründet. Später wurde sie unter dem Namen James Burrough Ltd bekannt als im Jahre 1863 der Unternehmer James Burrough das Unternehmen kaufte. Erste Aufzeichnungen berichten uns über die Markteinführung von Beefeater Gin im Jahre 1876 zusammen mit anderen Marken wie Dry und Ye Old Chelsey Gin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1883 – Ursprünge des Seagram´s Gins</strong></p>
<p>Es wird oft behauptet, dass das Seagram Familienwappen auf dem Label der Gin Flasche, welches das Jahr 1857 abdruckt, auch das Entstehungsjahr des Gins sei. Jedoch bezieht sich diese Jahreszahl auf die Gründung der Seagrams Whisky-Brennerei in Waterloo, Ontario, Kanada. In dieser Destille wurde nie Gin hergestellt.</p>
<p>Seagram wurde erst im Jahre 1869 Partner der Destille, die den heute uns bekannten Gin herstellt. Alleiniger Besitzer wurde Seagrams erst im Jahre 1883 unter der Firmierung Joseph Seagram &amp; Sons. Erst im Jahre 1928 als Joseph Seagrams starb übernahm die von Samuel Bronfman gegründete Destille den Namen Seagrams für ihren Gin.</p>
<p>Seagram´s Gin kam das erste Mal unter dem Namen „Seagram´s Ancient Bottle Dry Gin“ auf den Markt und die Flasche war mit Muscheln und Seesternen geprägt. Obwohl über die Zeit hin die Flaschen immer wieder modernisiert wurden blieb bis heute die unebene Oberfläche als Markenzeichen bestehen.</p>
<p>Ungewöhnlich für diesen Gin ist seine Milde. Diese erhält er durch die Lagerung in verkohlten Eichenfässern in denen zuvor Whiskey reifte. Der goldenen Farbton den dieser Gin früher einmal hatte wurde aufgrund der vorherrschenden Meinung der Verbraucher, das Gin klar sein muss, weitestgehend entfernt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1884 &#8211; Martini</strong></p>
<p>Der Martini und seine Entstehung ist ein Thema, dass die Gemüter der Barkeeper und Conisseure erhitz. Denn bis heute kann keiner genau sagen wer ihn erfunden hat. Es existieren mehrere Geschichten um die Entstehung dieses Cocktails auf die hier nicht weiter eingegangen wird. Wohl scheint es allerdings so, dass sich dieser weltberühmte Cocktail aus seinem Cousin dem Manhatten über den Martinez, eine weiter süße Variante aus Genever, süßem Vermouth, Curacao und Orange Bitter, entwickelt hat.</p>
<p>Die erste abgedruckte Mischung aus Gin und Vermouth stammt soweit bekannt aus dem Jahr 1883. Heute kann ein Martini teilweise nicht trocken genug sein. Jedoch bestand er in seinem Ursprung aus einer Mischung Gin und süßem Vermouth und er war keinesfalls klar sondern rot. Erst um das Jahr 1895 wurde der süße italienische Vermouth durch den trockenen französischen ersetzt. Gleichzeitig verwendete man den leicht gesüßten Old Tom Gin als Ersatz für den London Dry Gin. Das Mischungsverhältnis zu dieser Zeit bestand aus gleichen Teilen Old Tom Gin, trockenem französischen Vermouth und einem Dash Orange Bitter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center"><img style=' display: block; margin-right: auto; margin-left: auto;'  class="aligncenter" src="http://www.cocktailsoldfashioned.de/wp-content/uploads/2011/05/Plymouth-Logo.jpg" alt="Plymouth Gin" width="160" height="204" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1884 – Plymouth Appelatíon Controlé</strong></p>
<p>Die londoner Brenner beneiden bis heute die Dominikaner Brennerei und ihren „Plymouth Gin“  Am 13. März 1884 und 10. Februar 1887 konnten diese erfolgreich Unterlassungsklagen durchsetzten um ihr Produkt zu schützen.</p>
<p>Bis heute ist es die einzige geschützte Bezeichnung für Gin. Dies bedeutet, das Plymouth Gin ausschließlich in Plymouth hergestellt werden darf. (Was für eine Schande, dass London Dry Gin nicht in gleicher Weise geschützt ist.)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1888 – Ramos Gin Fizz</strong></p>
<p>Der auf Gin basierende Ramos Gin Fizz war ein Geheimrezept von Henry C. Ramos, der seine Imperial Kabinet Bar im Jahre 1888 in New Orleans eröffnete. Zu Beginn der Prohibition veröffentlichte sein Bruder, Charles Henry Ramos, die streng gehüttete Rezeptur als ganzseitige Anzeige. Seit 1935 ist das RooseveIt Hotel (nunmehr als das Fairmont bekannt) in New Orelans im Besitz der Namensrechte auf den Cocktail Ramos Gin Fizz.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1898 &#8211; Fusion der zwei Großen</strong></p>
<p>Im Jahre 1898 verschmolzen zwei der größten Namen im Gin Geschäft zu einer Marke. Alexander Gordons &amp; Company und Charles Tanqueray &amp; Company werden zu Tanqueray Gordon &amp; Company.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1890 &#8211; Erste Flaschenabfüllung</strong></p>
<p>Gin wurde ursprünglich in Fässern oder so wie sein Vater Genever in Keramikflaschen verkauft. Bols entwickelte eine herzförmige grüne Glasflasche in der die Produkte verkauft wurden. Andere niederländische Genever Brenner und auch englische Gin Brenner kopierten dies. Erst als im Jahre 1890 die Herstellung von Glasflaschen verbessert wurde, wurde Gin auch in klaren Glasflaschen verkauft.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1902 – Gründung der Langley Brennere</strong>i</p>
<p>Ursprünglich war die Langley Brennerei eine Brauerei. Sie begann im Jahre 1902 in Langley Green (Nähe Birgmigham) im Zuge des viktorianischen Gin Booms mit der Destillation. Die lokale Bevölkerung schloß sich zusammen und kaufte die Brauerei auf und begann mit dem Bau der Destille. Heute ist die Brennerei im Besitz der WH Palmer Gruppe, ein Familienunternehmen, dessen Haupttätigkeit in der Herstellung von chemischen Stoffen und ihrem Großhandel liegt. Die Firmengruppe began mit der Destillation erst im Jahre 1955 als sie die Langley Destille kaufte. Langley produziert seinen eigenen Palmer Gin und ist zu dem Vertragsbrennerei von Martin Miller (gilt als bester Gin der Welt), Finsbury Gin und Whitley Neil.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1906 – Entstehung der Bronx Cocktails</strong></p>
<p>Ein weitere Cocktail Klassiker der auf Gin basiert ist der Bronx Cocktail. Er wurde im Jahre 1906 von Johnny Solon einem Barkeeper an der New York Waldorf Astoria Bar erfunden. Seinen Namen verdank er dem damals neu eröffneten Zoo in der Bronx. Zu dem soll er angeblich der erste Cocktail sein in dem frischer Fruchtsaft verwendet wurde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1907 – Gordon´s startet seinen Export</strong></p>
<p>Bis etwa 1900 konnte nur grünes Glas in entsprechender Anzahl produziert werden, so dass Gordons bis heute sein Produkt in grünen Flaschen abfüllt, Die markante klare Flasche mit dem gelben Etikett wurde das erste Mal im Jahre 1907 eingeführt als bei Gordon´s eine große Bestellung aus Australien einging.</p>
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		<title>Die Geschichte des Gins Teil 11</title>
		<link>http://www.cocktailsoldfashioned.de/2011/04/die-geschichte-des-gins-teil-11/</link>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 14:21:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Die Geschichte des Gins]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[1850 – US Saloons Wild West Saloons waren nicht nur Swingtüren und die „sawdust emporia“ wie es oft in den klassischen Western dargestellt wird. Manche, wie das EI Dorado, in San Francisco waren fantastische Orte eingerichtet mit teurer Kunst, Antiquitäten, üppigen Stoffen und Spiegeln. Sie boten alles vom Spiel, der Musik bis hin zur Prostitution [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img width="600" height="278" src="http://www.cocktailsoldfashioned.de/wp-content/themes/bigfeature/library/timthumb/timthumb.php?src=/wp-content/uploads/2010/12/DieGeschichtedesGins-FeatureImage.jpg&amp;w=600&amp;zc=1&amp;zcp=2" alt="Die Geschichte des Gins Teil 11" /><p><strong> 1850 – US Saloons</strong></p>
<p>Wild West Saloons waren nicht nur Swingtüren und die „sawdust emporia“ wie es oft in den klassischen Western dargestellt wird. Manche, wie das EI Dorado, in San Francisco waren fantastische Orte eingerichtet mit teurer Kunst, Antiquitäten, üppigen Stoffen und Spiegeln. Sie boten alles vom Spiel, der Musik bis hin zur Prostitution (die meisten Saloons waren im 1. Stock mit einem Bordell ausgestattet) – alles wesentliche was ein Bergmann, zur damaligen Zeit zur Überzeugung benötigte um seinen Beutel voll Gold auszugeben.</p>
<p>Im Laufe der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts erlebte die USA einen phänomenalen Reichtum, basierend auf dem Goldrausch, dem Fund von Öl und nicht zuletzt auch aufgrund des Ausbaus der Eisenbahn. Die neuen Reichen suchten Orte an denen sie sich treffen konnten um ihr Geld aus zu geben. Viele große Hotels und Clubs wie zum Beispiel das Astor House, das House Hoffman, der Manhattan Club, der Jockey Club und das Metropolitan Hotel entstanden aufgrund dieser Nachfrage. Ihre Aufwendiges Dekor, die vergoldeten Wandmalereien und nicht zuletzt viele Bars in den Häusern haben ihre Vorläufer den Saloons des Wilden Westens zu verdanken.</p>
<p>In diesen Orten begannen die amerikanischen Bartender verschiedene Getränke zu kombinieren und erste Cocktails zu erfinden. Viele dieser Coktails basierten auf importiertem Genever und Gin.</p>
<p><strong>1862 &#8211; Jerry Thomas</strong></p>
<p>Ein Amerikaner namens Jerry Thomas (1830-1885) ist für die Erfindung des modernen Bartendings und für die erste Veröffentlichung eines Cocktailbuches im Jahre 1862 verantwortlich. Seine Karriere begann im Occidental Hotel, San Francisco zu Zeiten des Goldrausches. Bevor er mit dem Bartending begann führte ihn sein Weg von New York über London bis nach New Orleans. In diesen Jahren war er Schausteller, Goldgräber und Matrose.</p>
<p>Thomas Buch „How to Mix Drinks or The Bon Vivant&#8217;s Companion“, brachte eine neue Professionalität in die Bar Industrie.</p>
<p>Es enthält eine Reihe verschiedener Arten von Getränken – Cocktails waren ein Teil der Mixgetränke in seinem Buch. Der Begriff Cocktail wurde zur damaligen Zeit also nicht als Sammelbegriff für Mixgetränke verwendet sondern war eine eigene Kategorie. (heute kehrt man teilweise wieder zum Ursprung zurück) Es gab Sangarees, Flips, Pousse-Cafes, Cobblers, Crustas, Cocktails, Fixes, Toddies, Sours, Slings, Smashes.</p>
<p>Interessanterweise ist es allgemein akzeptiert, dass er außer dem ausdrücklich erwähnt „Old Tom Gin“, sich auf Genever bezieht, der zu jener Zeit aus 100% Malz hergestellt wurde. Bezug nehmend auf David Wondrich der schreibt: &#8220;Im neunzehnten Jahrhundert wurde Holland oder Genever Gin im Verhältnis 5 zu 6 Gallonen zu englischem Gin (in die USA) importiert.“</p>
<p>In der Ausgabe von 1887 ist zu beachten, das der Martinez Cocktail (siehe 1884) in der Ausgabe von 1887 des Jerry Thomas Bartenders Guide als eine Variante erschien, es gibt keine Beweise dafür, dass Jerry Thomas den Martinez erfand. In der Ausgabe von 1862 ist er nicht zu finden. Jerry Thomas starb im Jahr 1885 vor dem erscheinen der letzten Auflage seines Buches kam.</p>
<p><strong>1863 – Die Reblaus befällt die französischen Weinberge</strong></p>
<p>Phylloxera vastatrix, eine Laus, die die Wurzeln der Weinrebe Angreift und zu Ihrem Tod führt. Diese Laus wurde im Jahre 1863 in den französischen Weinbergen entdeckt. Sie zerstörte 90% der französischen Reben und verbreitete sich schnell in weiten Teilen Europas.</p>
<p>Hier wuchsen die Trauben, die Grundlagen für Wein und „Schnaps“ waren und die Industrie seit Jahrzehnten mit Nachschub für die Produktion versorgte. Der Schädling stammte aller Wahrscheinlichkeit nach aus den USA. Hier waren die Reben gegen diese Laus immun. So begannen die Europäer ihre Reben mit den amerikanischen zu veredeln. Dies erfolgte durch das Aufpfropfen der einheimischen Reben auf den „Stamm“ der amerikanischen. Es entstanden so genannte Hybrid-Reben. Obwohl das Problem gelöst wurde hatte es nachhaltige Auswirkungen. In den folgenden Jahren konnte kein Wein und keine Spirituose in den betroffenen Ländern produziert werden. Dies half vor allem dem Gin Umsatz, der stark anstieg.</p>
<p><strong>1868 – Cocktails überquerten den Atlantik</strong></p>
<p>In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, eröffneten in London, Paris, Rom und in den Sommer-Kurorten im südlichen Frankreich die ersten Grand Hotels und Clubs in amerikanischem Stil. Natürlich durfte in so einem Hotel die American Bar nicht fehlen. Viele amerikanische Bartender kamen nach Europa um dies Bars zu führen. So auch im Savoy´s (Eröffnung Ende der 1890er Jahre). Für einige Zeit war eine britische Frau, Ada „Coley“ Colemann für die Bar in diesem Haus verantwortlich. Zur damaligen Zeit eine Seltenheit.</p>
<p>Die erste American Bar eröffneten im Jahre 1868 in London sie lag in der nähe der Bank of England. Im Jahre 1874 folgte das Criterion, Piccadilly Circus. Doch die bekannteste American Bar in Europa ist wohl die Harry´s American Bar in Paris. Sie öffnete nicht vor 1911.</p>
<p><strong>1870 – Erster amerikanischer Dry Gin</strong></p>
<p>Die Fleischmann Brüder gründeten ihre Brennerei in Ohio im Jahr 1870 und produzieren den ersten amerikanischen trockenen, ungesüßten Gin.</p>
<p><strong>1872 – Gründung von Gilbeys Gin</strong></p>
<p>Im Jahr 1857 kehrten Walter und Alfred Gilbey vom Kriegsdienst zurück und Eröffneten ein Wein Import Geschäft in London Soho. Ihr Handel wuchs schnell, so dass sie im Jahr 1867 in das Pantheon Gebäude in der Oxford Street zogen. Fünf Jahre später bauten sie eine zweite Brennerei in Camden Town. Die Wirtschaft boomte und die Gilbey Familie erworb neben mehreren Whisky-Destillerien in Schottland  auch ausländische Konzerne wie Crofts Hafen. In den 1920er besaß die Firma Gin Brennereien in Australien und Kanada.</p>
<p>Während der Prohibition, wurde Gilbey&#8217;s Gin wurde von zwölf Meilen Zone aus in die Staaten geschmuggelt. Das Ergebnis war eine weite Verbreitung von gefälschten Flaschen Gilbeys Gin. Das Unternehmen führte daraufhin als Unterscheidungsmerkmal eine eckige, sandgestrahlte Flasche ein und kehrte erst 1975 zur alten Gestlt der Flasche zurück. Zu diesem Zeitpunkt besaß die Brennerei in Neuseeland, Uruguay, Namibia, Ostafrika, Swasiland, Mauritius und Mosambik Produktionsstandorte.</p>
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		<title>Die Geschichte des Gins Teil 10</title>
		<link>http://www.cocktailsoldfashioned.de/2011/01/die-geschichte-des-gins-teil-10/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Jan 2011 13:00:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[1830 – Die Herkunft der Bezeichnung „Old Tom“ Old Tom ist ein süßer Stil des Gins, beliebt war er im 18. und 19. Jahrhundert (heute wieder). Vor der Erfindung des Column Still war Gin eine sehr scharfe Spirituose. Die lag vor allem an der begrenzten Möglichkeit zur Rectification (Reinigung) der Basis. Dieser scharfe Geschmack wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img width="600" height="278" src="http://www.cocktailsoldfashioned.de/wp-content/themes/bigfeature/library/timthumb/timthumb.php?src=/wp-content/uploads/2010/12/DieGeschichtedesGins-FeatureImage.jpg&amp;w=600&amp;zc=1&amp;zcp=2" alt="Die Geschichte des Gins Teil 10" /><p><strong>1830 – Die Herkunft der Bezeichnung „Old Tom“</strong></p>
<p>Old Tom ist ein süßer Stil des Gins, beliebt war er im 18. und 19. Jahrhundert (heute wieder).</p>
<p>Vor der Erfindung des Column Still war Gin eine sehr scharfe Spirituose. Die lag vor allem an der begrenzten Möglichkeit zur Rectification (Reinigung) der Basis. Dieser scharfe Geschmack wurde mit Aromen (meist mit Zitrone oder Anis) und / oder mit pflanzliche Süßungsmittel überdeckt. Der Zusatz von flüssigem Zucker, was den Old Tom auszeichnet, kam erst später als der Preis des Zuckers sank.</p>
<p>Die Bezeichnung Old Tom war zuerst ein allgemeiner Begriff, der erst später mit dem Süßen Ginstil in Verbindung gebracht wurde.</p>
<p>Eine Geschichte besagt, dass eine Katze in ein Fass Gin fiel, was dieser Art Gin seine charakteristische Note verlieh.</p>
<p>Jedoch ist die Erfindung dieser Art von Gin  mit größerer Wahrscheinlichkeit Thomas Chamberlein zuzurechnen.</p>
<p>Eine nicht unwichtige Rolle spielte Thomas Norris, der zur damaligen Zeit als „Young Tom“ bekannt war. Er war ein ehemaliger Lehrling Thomas Chamberlains, der wiederum in seiner Brennerei Hodges in der Church Street in Lambeth als „Old Tom“ bekannt war. Young Tom verließ diese Brennerei um einen „Gin Place“ in der Great Russel Street in Covent Garden zu eröffnen. In dieser Gaststädte verkaufte er Gin aus Fässern seines früheren Arbeitgebers. Er bezeichnete die Fässer aus denen der Gin mit diesem unverwechselbaren Geschmack und Stil kam mit Old Tom, dies war offenbar eine Idee Thomas Chamberlains.</p>
<p>Es gibt weitere Beweise für die Verbindung Thomas Chamberlains mit dem Begriff Old Tom.</p>
<p>Boord &#8216;s of London, ein Produzent der süßen Stilrichtung, war das erste Unternehmen, das einen Gin mit einem Etikett auf dem ein Kater sitzend auf einem Fass dargestellt wurde auf den Markt brachte.</p>
<p>Im Jahre 1903 ging Boord &amp; Son gegen Huddart &amp; Company, die ebenfalls diesen Schriftzug verwendeten, vor Gericht um ihr Markenzeichen rechtswirksam schützen zu lassen. Sie präsentierten Richter Swinfen Eady folgendes:</p>
<p>Der Begriff Old Tom wurde bereits 1849 von ihrer Firma eingeführt und begründet sich auf den alten Thomas Chamberlain mit seiner Brennerei Hodges´s. Sie präsentierten eine alte Flasche, auf deren Etikett „Old Tom“ ein alter Mann und „Young Tom“ ein junger Seemann zu sehen war.</p>
<p><strong>1829 – Die Lizenzierung der Chelsea Distillery</strong></p>
<p>Die Ursprünge des Beefeater Gins liegen in der Chelsea Brennerei, die von John Taylor &amp; Son, betrieben und in den 1820er Jahren gebaut wurde aber erst im Jahre 1829 ihre Lizenz erhielt.</p>
<p>Im Jahre 1863 kaufte James Burrough für 400 Pfund die Brennerei und benannte die Firma nach seinem Namen. Die Marke Beefeater wurde erst gegen 1876 von ihm auf den Markt gebracht.</p>
<p><strong>1830 – Die Gründung von Tanqueray Gin</strong></p>
<p>Die Familie Tanqueray war ursprünglich aus dem Schmieder-Handwerk. Sie verließen Frankreich im frühen 18. Jahrhundert Richtung England.</p>
<p>Im Jahre 1830 brach Charles Tanqueray im Alter von 20 Jahren mit der Familientradition, um eine Karriere als Brenner ein zu schlagen, und gründetet statt dessen die Bloomsberry Destille in London Finsbury, das für sein Heilwasser bekannt war.</p>
<p>Tanqueray wird durch den traditionellen „one-shot“ Prozess mit anschließender Destillation im Copper Pot Still hergestellt. (Ihr Spitzname ist „Old Tom“). Wie viele andere London Dry Gins wird auch Tanqueray inzwischen nicht mehr in London hergestellt. Die Brennerei in Laindon, Essex, wurde 1998 geschlossen und heute befindet sich dort ein Gewerbegebiet das den Namen Juniper Park trägt. Die Produktion und Old Tom wurden beide zu Cameronbridge Distillery in Fife, Schottland verlegt.</p>
<p style="text-align: center"><img style=' display: block; margin-right: auto; margin-left: auto;'  class="aligncenter" src="http://www.cocktailsoldfashioned.de/wp-content/uploads/2010/12/Tanquery.jpg" alt="Tanquery Gin" width="215" height="392" /></p>
<p><strong>1831 – Aeneas Patent Coffey Still</strong></p>
<p>Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde versucht, die Destillation weiter zu entwickeln. Vor allem dahingehend, das der Vorgang schneller gehen sollte. 1826 erfand Robert Stein eine Methode bestehen aus zwei Säulen. Ein Ire und Aeneas Coffey, ein Mitarbeiter des Patentamtes, verbesserten diesen ersten Entwurf um Ihn dann 1831 als „Coffey“ Still beim Patent an zu melden.</p>
<p>Column stills ist auch als „continuos stills“ bekannt, weil, wie der Name vermuten lässt, man kontinuierlich, ohne die Notwendigkeit des Stoppen und Starten zwischen den Charge wie beim pot stills (auch bekannt als alambic stills), destillieren kann. Was letztendlich eine höhere Konzentration des Alkohols im späteren Destillat zulässt. Dies führt wiederum dazu, das wirtschaftliche Vorteile genutzt werden können, da in der späteren Spirituose weniger Alkohol benötigt wird. Letztendlich ist der Betrieb der column stills wirtschaftlicher wie der Betrieb der pot stills.</p>
<p><strong>1831-1870 &#8211; Dry Gin</strong></p>
<p>Das kontinuierliche Brennverfahren erlaubte es den Brennern erstens einen reineren Alkohol und zweitens eine größere Menge an Alkohol zu produzieren. Aufgrund dieses Fortschritts ist Gin der ab Mitte des 19. Jahrhunderts produziert wird mit den heute verfügbaren Qualitäten vergleichbar.</p>
<p>Die Brenner verringerten oder ließen aufgrund des Fortschritts den zuvor verwendeten Zucker, um die Schärfe des Destillates zu überdecken, weg.</p>
<p>Dieser neue Gin wird schließlich als Dry Gin oder London Dry Gin bekannt. Die ersten London Dry Gins waren wesentlich aromatischer als es heute für diesen Still üblich ist.</p>
<p>Die heutigen Vorschriften für London Dry Gin oder einfach nur London Gin geben vor, das er max. 0,1g Zucker je Liter im fertigen Erzeugnis und max. 5g Zucker je Hektoliter Methanol im verwendeten Agraralkohol aufweisen darf.</p>
<p><strong>1833 &#8211; Nordwestpassage</strong></p>
<p>Während des 19. Jahrhunderts baute Sir Felix Booth eine weitere Brennerei in Brentford. Booth´s Distillers stieg damit zur größten Brennerei in England auf. Zwischen 1829-33 finanziert er John Ross Expeditionen zur Entdeckung der Nord-West-Passage: Ross erreichte dieses Ziel nie. Allerdings entdeckte er bei seinen Expeditionen den magnetischen Nordpool und benannte diesen nach seinem Gönner die Boothia Peninsula in Kanada.</p>
<p><strong>1847 – Gründung von Boodles Gin</strong></p>
<p>Diese alte britische Marke stammt aus dem Jahr 1847. Heute wird sie ausschließlich in den USA verkauft. Die Marke wurde nach Boodle´s Gentlemen´s Club in Dt. James´s, London benannt. Im Jahre 1762 gründete Eward Boodle diesen Club und betrieb ihn auch selbst. Ungewöhnlich an diesem Gin ist, das er keine zitrus Botanicals enthält.</p>
<p><strong>1850 &#8211; Exporte, RAJ und G&amp;T</strong></p>
<p>Im Jahre 1850 erreichte Sir Felix Booth durch einen Initiativantrag beim britischen Parlament, dass die Zölle auf die Ausfuhr von Gin erlassen wurden. Londons Brenner ergriffen die Gelegenheit und exportierten ihre neue Qualität, den London Dry Gin, um sich neue Märkte zu erschließen.</p>
<p>London Dry Gin wurde ein bekanntes Getränk. Die Offiziere der königlichen Marine sowie die Herren bei RAJ mixten ihren Gin mit Arzneimittel wie Tonic (Gin &amp; Tonic) oder Bitters (Pink Gin) oder mit Soda und einem Stück Zitronen. Dieses Getränk (Gin &amp; Soda) wurde als „the British soldiers´s delight“ bekannt. Die Kombination Gin &amp; Ingwerbier nannte man „Hatfield“.</p>
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		<title>Die Geschichte des Gins Teil 9</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 19:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[1805 – Gründung der Seager&#8217;s Distillery Die Seager&#8217;s Deptford Brennerei wurde 1805 gegründet. Viele Werden dieses Jahr wohl eher mit der Schlacht von Trafalgar verbinden (21.0ktober 1805). In dieser Admiral Lord Nelson die vereinigten Flotten der Französisch und Spanisch Marinen schlug. 1806 &#8211; Erste Definition des Wortes COCKTAIL Die erste schriftliche Definition eines Cocktails erscheint [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img width="600" height="278" src="http://www.cocktailsoldfashioned.de/wp-content/themes/bigfeature/library/timthumb/timthumb.php?src=/wp-content/uploads/2010/12/DieGeschichtedesGins-FeatureImage.jpg&amp;w=600&amp;zc=1&amp;zcp=2" alt="Die Geschichte des Gins Teil 9" /><h3>1805 – Gründung der Seager&#8217;s Distillery</h3>
<p>Die Seager&#8217;s Deptford Brennerei wurde 1805 gegründet. Viele Werden dieses Jahr wohl eher mit der Schlacht von Trafalgar verbinden (21.0ktober 1805). In dieser Admiral Lord Nelson die vereinigten Flotten der Französisch und Spanisch Marinen schlug.<br />
<span id="more-1994"></span></p>
<p style="text-align: center;"><img style=' display: block; margin-right: auto; margin-left: auto;'  class="aligncenter" src="http://www.cocktailsoldfashioned.de/wp-content/uploads/2010/12/seagers_gin_poster.jpg" alt="Seagers Gin - Webeplakat" width="257" height="368" /></p>
<h3>1806 &#8211; Erste Definition des Wortes COCKTAIL</h3>
<p>Die erste schriftliche Definition eines Cocktails erscheint am 6. Mai 1806 in einer New Yorker Zeitung „The Balance and Columbian Repository“. Ein Politiker, der gerade die Kommunalwahl verlor wurde auf ironische Art von seinem sinnlosen Siegesstreben dargestellt. Unter der Liste der Verlierer war zu lesen „25 do. cock-tail“.</p>
<p>In der folgenden Ausgabe schrieb ein Leser eine Definition des Wortes cock-tail: „Cock tail, ist ein stimulierendes Getränk, basierend auf Spirituosen aller Art, Zucker, Wasser und Bitter und gemeinhin bekannt als „bittered sling“, und soll eine ausgezeichnete Wahlkampf-Getränk sein. Denn es macht das Herz dick und fett und berauscht den Kopf zur gleichen Zeit. Es wird auch gesagt, das diese Getränk von weiterem Nutzen sei, eine Person die bereit ist ein Glas dieses Getränks zu schlucken ist bereit, auch anderes zu schlucken.“</p>
<h3>1815 – Wellington erhält die Unterstützung durch Gin</h3>
<p>Eine Geschichte aus dem Napoleonischen Kriege (1800-1815) wird oft in der Geschichte des Gins zitiert.</p>
<p>Im Jahr 1815 marschierte Marschall Blücher mit seiner preußischen Armee nach Warterloo um Wellington in der Schlacht von Waterloo zu unterstützen, aber sein Marsch wurde unterbrochen, da Marschall Blücher auf seinem Weg nach Waterloo von seinem Pferd geworfen wurde. Es wird berichtet, dass er durch das Einreiben mit Gin und Zwiebeln geheilt wurde und so der Marsch nach Waterloo fortgesetzt werden konnte um Wellington letztendlich im Kampf gegen Napoleon zu helfen.</p>
<h3>1824 – Erfindung von Angostura aromatic bitters</h3>
<p>Johann Gottlieb Benjamin Siegert (1796 &#8211; 1870) war ein deutscher Arzt, der sich in Venezuela niedergelassen hatte, wo er Leiter der Chirurgie eines Lazarettes in der Stadt Angostura war (heute: Ciudad Bolivar). Im Jahr 1824 schuf er das mittlerweile berühmte Bitter, das er ursprünglich als Amargo Aromatico zur Behandlung von Verdauungsstörungen nutzte. Siegert änderte den Namen seiner Erfindung auf Angostura, nach der Stadt, in der er tätig war (nicht, wie oft vermutet, nach der Angostura Rinde). Als der Arzt im Jahre 1870 starb wurde die Produktion des Bitters von seinen Söhnen, die im Jahre 1875 wegen Unruhen in Venezuela nach Trinidad zogen, übernommen.</p>
<p>Die britische Admiralität hatte bereits im Jahre 1826 die Verwendung von Chinchona Rinde (Chinin) gegen tropische Krankheiten auf ihren Schiffen vorgeschrieben. Zu dieser Zeit verrichtet Henry Workshop als Chirurg seinen Dienst auf der H.M.S. Hercules, die in der karibischen See nach Sklavenschiffen Ausschau hielt. Als er hörte, dass Angostura neben vielen weiteren Kräutern auch Chinchona Rinde als Inhaltsstoff besaß war sein Interesse geweckt.  Während eines Landgangs in Georgetown verschaffte er sich ein paar Flaschen. Zurück auf dem Schiff, stellte er zusammen mit seinem Kapitän, Jack Bristow,  ein „Gemisch“ aus einer kleine Menge des Arzneimittels Bitter und ihrer Gin Ration her. Das „Gemisch“ hatte eine angenehme rosa Farbe. Sie servierten ihre neue Schöpfung denn anderen Offizieren auf dem Schiff. Die Bezeichnung „Pink Gin“ setzte sich für diese Getränk durch. Durch die Offiziere seiner Majestät wurde dieser Cocktail nicht nur bei der Marine sehr beliebt.</p>
<p style="text-align: center;"><img style=' display: block; margin-right: auto; margin-left: auto;'  class="aligncenter" src="http://www.cocktailsoldfashioned.de/wp-content/uploads/2010/12/AngosturaBitters.jpg" alt="Angostura Bitter - Special Notice" width="544" height="298" /></p>
<h3>1826 – Bokma Graanjenever kam auf den Markt</h3>
<p>Bokma, der berühmte niederländischen Genever wurde zum ersten Mal von der Familie Bokma im Jahr 1826 in der friesische Hauptstadt Leeuwarden hergestellt. „Bok“ bedeutet Ziegenbock, deshalb zeigt das Emblem eine Ziege auf einem Hügel. Klaas Bokkeszoon besaß eine Getreidemühle und eine Gaststädte und so war es fast selbstverständlich, dass sein Sohn Freerk Klaaseszoon Bokma seine eigene Brennerei eröffnete, der er den Namen „The Source“ gab. Im Jahr 1894 gestaltete Freerk  Sohn Pieter  die einzigartig eckige Flasche .</p>
<h3>1828 – first Gin place</h3>
<p>1820 eröffneten die ersten Kneipen mit einer offiziellen Lizenz zum Verkauf von Bier. Wenige Jahre später gab es an fast jeder Ecke eine. Diese frühen Pubs waren einfach umgebaute Wohnungen (daher der Begriff „public house“). Die meisten waren in einem sehr schlechten Zustand. Deshalb führten die zuständige Stelle zur Erteilung der Lizenz strengere Regeln ein.  Es wurde für Betreiber solcher „public houses“ alltäglich, von Brauereien Geld zu erhalten um ihre Kneipen zu renovieren. Damit sie das Geld erhielten mussten Sie einen Liefervertrag mit der Brauerei unterschreiben. Diese Kneipen wurden als „tied houses“ (wörtlich Übersetzt: gebundene Häuser) bekannt.</p>
<p>Im Jahre 1825 reduzierte die britische Regierung die Steuer auf Alkohol drastisch. Die Auswirkungen waren dramatisch. Innerhalb eines Jahres stieg der Konsum auf das Doppelte an und erreichte fast das Niveau von 1743. Die Brenner waren gut beschäftigt die wachsende Zahl von gehobenen Pubs zu versorgen.  Diese ersetzten die traditionellen „Gin-Shops“ durch ihre opulent eingerichteten Räumlichkeiten, sodass sie bald als „Gin Palaces“ bekannt wurden. Beleuchtet mit Gaslaternen, die Innenräume verkleidet mit poliertem Mahagoni und mit Messing verziert, graviertes Glas und Spiegel dies waren in diesen „Gin-Places“ zu finden.</p>
<p>Henry B. Fearon gilt als Pionier der „Gin-Places“.</p>
<p>Es wird gesagt, dass er einen der erste „Gin-Places“ in der Nähe der St. Andrew&#8217;s Kirche bei 94 Hili Holborn, London um 1828 in seinen Weingeschäft namens „Thompson and Fearson´s“ eröffnete. Offenbar ein vorausdenkender Mensch, der unter anderem einer der Gründer der Universität Londons war.</p>
<p>In seiner „Sketches by Boz“, schreibt Charles Dickens von einem „Gin Palace“: „perfectly dazzling when contrasted with the darkness and dirt we have just left &#8230;“.</p>
<p>John Papworth Buonarroti (1775-1847) ein Architekten der dem viktorianische Stil verfallen war gestaltet „Thompson und Fearon´s“ und viele weiter frühe „Gin-Palaces“.</p>
<p>Das Erscheinungsbild der „Gin-Places“ basierte auf dem der gehobenen „Warenhäusern“ dieser Zeit. In den späten 1840er Jahren gab es mehr als 5000 solcher „Paläste“ im Großraum London. Man beachte, dass Stadtteile wie Kensington und Mayfair zur damaligen Zeit noch ländliche Gebiete waren und nicht zu London gehörten. Diese Pubs verkauft sehr viel Gin und einige sind bis heute erhalten. Beispiele in London gehören:</p>
<p><strong><a href="http://www.pubs.com/main_site/pub_details.php?pub_id=25" target="_blank">The Argyll Arms</a></strong>, 18ArgyllStreet, W1F7TP</p>
<p><strong><a href="http://www.pubs.com/main_site/pub_details.php?pub_id=131" target="_blank">King&#8217;s Head</a></strong>, 84 Upper Tooting Road, SW17 7PB</p>
<p><strong><a href="http://www.theprincealfred.com/pub.htm" target="_blank">Prinz Alfred</a></strong>, Sa Formosa Street, W9 LEE</p>
<p><strong><a href="http://www.pubs.com/main_site/pub_details.php?pub_id=182%22" target="_blank">Prinzessin Louise</a></strong>, Holborn, WCl V7EP Red Lion (erbaut 1821), St. James &#8216;s SWl Y 6JP</p>
<p><strong><a href="http://www.pubs.com/main_site/pub_details.php?pub_id=187" target="_blank">Red Lion</a></strong>, 48 Parliament Street, SWL 2NH</p>
<p><strong><a href="http://www.pubs.com/main_site/pub_details.php?pub_id=206%22" target="_blank">The Salisbury</a></strong>, 90 St. Martin&#8217;s Lane, WC2N 4AP</p>
<p>Eines der besten erhaltenen Beispiele für ein viktorianischer Gin-Palast ist Crown Liquor Saloon, Great Victoria Street, Belfast, Nordirland. Heute befindet er sich im Besitz des National Trust und wurde aufwendig restauriert.</p>
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		<title>Die Geschichte des Gins Teil 8</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Nov 2010 21:02:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Die Geschichte des Gins]]></category>
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		<category><![CDATA[Gin]]></category>

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		<description><![CDATA[1769 &#8211; Gründung der Gordons &#38; Company Im Jahre 1769 gegründet AIexander Gordon, Gordon &#38; Company in London´s Bermondsey. Er war in Wapping, London geboren, aber im Alter von vier Jahren, nach dem sein Vater starb, kam er zu seinem Großvater nach Glasgow wo er aufwuchs. Als Erwachsener zog er nach London zurück und lebte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img width="600" height="278" src="http://www.cocktailsoldfashioned.de/wp-content/themes/bigfeature/library/timthumb/timthumb.php?src=/wp-content/uploads/2010/12/DieGeschichtedesGins-FeatureImage.jpg&amp;w=600&amp;zc=1&amp;zcp=2" alt="Die Geschichte des Gins Teil 8" /><h3>1769 &#8211; Gründung der Gordons &amp; Company</h3>
<p><img class="alignright" style="vertical-align: middle; border: 0px solid black;;  float: right; padding: 4px; margin: 0 0 2px 7px;" src="http://www.cocktailsoldfashioned.de/wp-content/uploads/2010/11/gordonsgin.jpg" alt="GordonsGin" width="176" height="323" /></p>
<p>Im Jahre 1769 gegründet AIexander Gordon, Gordon &amp; Company in London´s Bermondsey. Er war in Wapping, London geboren, aber im Alter von vier Jahren, nach dem sein Vater starb, kam er zu seinem Großvater nach Glasgow wo er aufwuchs.</p>
<p>Als Erwachsener zog er nach London zurück und lebte am Charterhouse Square, Clerkenwell. Er zog mit der Destille vom ursprünglichen Standort in Bermondsey im Jahre 1798 nach Clerkenwell aufgrund der dort vorhandenen besseren Wasserqualität. Der Umzug von Gordon &amp; Company hatte zur Folge das andere Brenner ebenfalls nach Clerkenwell zogen. In den folgenden Jahren entstand hier eine renommierte englische Brennerei-Industrie, die hochwertige Spirituosen herstellte. London war das Zentrum dieser Industrie, sicherlich ist dies auch auf die Themse mit ihren Häfen zurück zu führen. Denn die Brenner konnten sich leicht mit exotischen Zutaten wie Orangen, Zitronen und Gewürze aus den britischen Kolonien in der Karibik versorgen. London war die Welt größte Stadt und ihre Häfen die verkehrsreichsten.<br />
<span id="more-1539"></span></p>
<h3>1770 – Gründung von Burnett´s White Satin</h3>
<p>Es wird behauptet, das Burnett&#8217;s White Satin im Jahre 1770 vom Oberbürgermeister Londons hergestellt wurde und das der Auftraggeber Robert oder Thomas Burnett hieß. Recherchen zufolge war weder Robert noch eine Thomas Burnett jemals Oberbürgermeister von London war. Es ist vermuten, dass Robert Burnett im Jahre 1770 in das Unternehmen kam und der Gin seit diesem Zeitpunkt seinen Namen trägt. Im Jahre 1794 wurde er Sheriff von London und später dann geadelt Es ist eine Voraussetzung für einen Oberbürgermeister von London in  frühern Jahren als Sheriff tätig zu sein aber Robert Burnett saß nie dem Bürgermeisteramt vor.</p>
<h3>1777 – Canny Schottisch</h3>
<p>Die Familien Haigs und Steins beginnen 1777 mit dem Export von Getreide-Alkohol für die Rektifikation zur Gin Produktion in London. Die Englisch Brenner missbilligten dies. Denn dies war der Beginn des Imports von billigem, qualitativ hochwertigem Getreidealkohol aus Schottland. Im Laufe der Jahrhunderte stieg der Export. Heute wird der wenige in London produzierte Gin meist auf Basis von schottischem Getreide-Alkohol hergestellt. Heute haben Marken wie Gordon oder Tanqueray als Basis schottischen Getreidealkohol.</p>
<h3>1793 – Plymouth Gin</h3>
<p>Die Dominikaner Brennerei, in der Plymouth Gin hergestellt wird, wurde 1793 gegründet als die Familie Coates dem etablierte Unternehmen  Fox &amp; WiIliamson beitrat, und das alte Dominikaner Kloster umfunktionierte.</p>
<p>Die Familie Coates produzierte einen Gin, der voller im Geschmack war und mehr Gewürze beinhaltet und weniger Zitrusfrüchte aber gleichzeitig über schärfere Aromen verfügte, als sein typisch trockener Pendant aus London. Die Royal Navy kaufte große Mengen dieses Gins für ihre Offiziere. Andere Städte wie Bristol und Liverpool hatte auch Brennereien, die die Flotte Versorgten aber „Plymouth Gin ist der einzige, um zu überleben“. Plymouth ist auch der einzige britische Gin, der bis heute in der ursprünglichen Brennerei produziert wird.</p>
<p>Obwohl Plymouth Gin noch immer in der gleichen Brennerei produziert wird, war die Destillerie über die Jahre im Besitz verschiedener Unternehmen. Einige behaupten, als das Unternehmen in den Besitz von Seager Evans kam, ein Unternehmen mit Sitz in London Deptford, kontrolliert durch Schanley mit Sitz in New York , dass die Rezeptur in Richtung des London Dry Gins verändert wurde. Damit das Produkt mehr dem amerikanischen Geschmack entspricht.</p>
<h3>1794 – London´s Handelsregister</h3>
<p>1794 wies das Handelsverzeichnis der Stadt London und Westminster und die angeschlossenen Gemeinden nach Süden über 40 Brennereien, und Malz-Brenner aus. Dies beweist, dass die Ginproduktion zu einem wichtigen Wirtschaftszweig herangewachsen war.</p>
<h3>1767-1803 – Cocktail friendly Trio</h3>
<p>Die Entwicklung der Cocktail-Kultur basiert auf der Grundlage der Standard-Gin-Cocktails. Drei Erfindungen trugen hier maßgeblich dazu bei: die künstliche Kohlensäure für Mineralwasser (1767), die Produktion und Verfügbarkeit von Eiswürfeln im Handel (1800) und die Kühlschränke (1803).</p>
<p>&#8220;Seltzer Wasser&#8221; war schon lange vorhanden, aber damals bezeichnete der Begriff das Mineralwasser aus den natürlichen Quellen aus der Nähe des Dorfes Niederseltsers in Süd-West-Deutschland. Künstliche Kohlensäure wurde zum ersten Mal im Jahre 1767 von dem Engländer Joseph Priestley hergestellt. Später entwickelte Johann Jacob Schweppes, Uhrmacher-und Amateur-Wissenschaftler, sein Verfahren zur Herstellung von Mineralwasser und gründete die Firma Schweppes in Genf im Jahr 1783, bevor er (1790) an die Londoner Drury Lane umzog. Auf der anderen Seite des Atlantiks begann Benjamin Silliman, ein Chemie-Professor der Yale University, im Jahre 1807 mit seiner Markenabfüllung von &#8220;seltzerwater.</p>
<p>Die heutigen Sodawasser (Soda-Club) enthalten künstlich Kohlensäure, jedoch andere Zusatzstoffe wie: Natriumcarbonat, Natriumchlorid, Natriumdihydrogenphosphat, Natriumcitrat, und manchmal eine leichte Würze.</p>
<p>Von 1800 an wurde Eis in Amerika in Form von Brammen aus dem zugefrorenen Seen gehackt. Die „Eis Ernte“ wurde in Amerika zum großen Geschäft, vor allem für die Neu-Engländer Nathaniel Wyeth und Frederic Tudor, letztere wurde schließlich bekannt als der „Lee King“. Tudor entwickelte Produkte mit einer besseren Isolierung, die ihm erlaubten Eis bis in die Tropen zu verschiffen und um es dort in speziell für die Lagerung errichteten Häusern auf zu bewahren. Wyeth entwickelt eine Methode, mit der schnell und kostengünstig einheitliche Blöcke produziert werden konnte damit die Handhabung, Lagerung und der Transport effizienter gestaltet werden konnte.</p>
<p>Im Jahr 1803 patentierte sich Thomas Mohr aus Maryland, USA seinen Kühlschrank, der erst Jahre später entwickelt wurde und vor allem den Brauern nützte, da sie die Gärung regulieren konnten und ihre Produktion damit von den Jahreszeiten unabhängig war.</p>
<p>John Gorrie, (1802-1855) studierte Tropenkrankheiten, während er als Arzt in zwei Krankenhäusern in Florida beschäftigt war. Seine erfolgreichen Experimente mit diesen Kühlräume bei seinen Patienten führten zu weiteren Experimenten an deren Ende das künstliche Eis stand. Am 6. Mai 1851 meldete Gorries sein Patent für seine Eismaschine an.</p>
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		<title>Die Geschichte des Gins Teil 7</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Nov 2010 09:01:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Die Geschichte des Gins]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gin]]></category>

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		<description><![CDATA[1750 &#8211; Hogarth&#8217;s GIN Im Jahre 1750 veröffentlichte William Hogarth die Zeichnung der „Gin Lane“. Sie stellte die Exzesse und das daraus resultierende Verhalten, verursacht durch den Gin Konsum dar. Das Bild zeigt eine Szene im Herzen von St. Giles, einem Gebiet am östlichen Ende der Oxford Street das berüchtigt für seine Gin Kneippen war. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img width="600" height="278" src="http://www.cocktailsoldfashioned.de/wp-content/themes/bigfeature/library/timthumb/timthumb.php?src=/wp-content/uploads/2010/12/DieGeschichtedesGins-FeatureImage.jpg&amp;w=600&amp;zc=1&amp;zcp=2" alt="Die Geschichte des Gins Teil 7" /><h3>1750 &#8211; Hogarth&#8217;s GIN</h3>
<p>Im Jahre 1750 veröffentlichte William Hogarth die Zeichnung der „Gin Lane“. Sie stellte die Exzesse und das daraus resultierende Verhalten, verursacht durch den Gin Konsum dar.</p>
<p>Das Bild zeigt eine Szene im Herzen von St. Giles, einem Gebiet am östlichen Ende der Oxford Street das berüchtigt für seine Gin Kneippen war. Die Gin Lane  bildet mit dem Stich die „Beer Street“ ein Paar. Die Beer Street zeigt den krassen Gegensatz zur Gine Lane.</p>
<p>Diese Werke dienten der Propaganda und wurden vom Magistrat Henry Fielding in Auftrag gegeben.</p>
<p><img class="alignleft" style="vertical-align: middle; border: 1px solid black;;  float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;" src="http://www.cocktailsoldfashioned.de/wp-content/uploads/2010/11/Beer-Street.jpg" alt="William Hogarths BeerStreet" width="263" height="310" /><img class="alignright" style="vertical-align: middle; border: 1px solid black;;  float: right; padding: 4px; margin: 0 0 2px 7px;" src="http://www.cocktailsoldfashioned.de/wp-content/uploads/2010/11/Gin-Lane.jpg" alt="William Hogarths GinLane" width="265" height="310" /></p>
<h3>1751 – Der 8. Gin Act</h3>
<p>Das Ende des Krieges der Österreichischen Erbfolge im Jahre 1748 brachte eine neue Bedrohung für London &#8216;s Gesellschaft, die noch schlimmer war als die „Gin-Kriminalität“.</p>
<p>Die heimkehrenden Soldaten hatten keine Arbeit und erhielten keine Unterstützung vom Staat so hielten sich viele mit Diebstählen und Überfällen über Wasser. In den 1750er Jahren sahen die moralischen Reformer den Ursprung in der Kriminalitätswelle im Gin und nutzten diese Auswüchse für ihre Lobbyarbeit gegen den Gin.</p>
<p>Im Jahre 1751 veröffentlichte der Westminster Richter Henry Fielding, der auch ein angesehener Schriftsteller war, eine Schrift mit dem Titel: &#8220;An Equiry into the Causes of the Late Increase in Robbers“. Diese Schrift verband den Gin mit der ansteigenden Kriminalitätswelle und wurde im Jahre 1751 mit der Eröffnung der parlamentarischen Session veröffentlicht. Sie war Teil einer gut organisierten Lobbyarbeit, die das Ziel hatte Gin gänzlich zu verbieten.</p>
<p>Die Brenner hatten Glück, der Gin Act von 1751, bekannt als Tippling Act, der die Ursache für die späteren Gin-Kreuzzüge wurde erhöhte die Steuer nur wenig.</p>
<p>Das Gesetzt verdoppelte die Gebühr auf die Verkaufslizenz auf 2 Pfund und wurde nur noch an Gasthöfen, Wirtshäusern und Tavernen ausgegeben. Das Gesetz gewährt auch die Immunität vor Strafverfolgung und eine Belohnung von 5 Pfund für jeden lizenzierte Händler, der Informationen über nicht lizenzierte Händler und den Brenner der diesen unterstützte weitergab.</p>
<p>Obwohl der Steueranstieg nur gering war, beendetet das Gesetzt von 1751 fast alle Verkäufe der Schwarzbrenner. Im Jahr 1752 sank das Volumen der erhobenen Steuer für Spirituosen um fast ein Drittel.</p>
<h3>1757 – Englische Getreide-Brennereien wurden verboten</h3>
<p>Im Jahr 1757 fiel die Ernte aus. Aus Angst vor einem Mangel an Brot, wurde die Ausfuhr von Getreide und Malz verboten, ebenso wie alle Destillation von Weizen, Gerste, Malz und anderen Getreide. Diese Maßnahme sollte nur eine vorübergehende sein, aber die Ernte von 1758 erwies sich kaum als besser somit wurde das Verbot verlängert. Spirituosen wurden zu dieser Zeit aus importierter Melasse hergestellt. Dies führte zu einem vergleichsweise hohen Preis für die Spirituosen und somit konnten sich diese die arme Bevölkerung nicht mehr leisten. Ernüchterung herrschte und London genoss wachsenden Wohlstand und viele Verbesserung. Die Infrastruktur wurde mit dem Bau von neuen Straßen und die Einführung der Straßenbeleuchtung verbessert. London &#8216;s Lebensstandard stieg für die Arme und Reiche Bevölkerung gleichermaßen.</p>
<h3>1760 – Getreide Brennereien wurden Wiedereröffnet</h3>
<p>Durch die reiche Ernte von 1759 schlossen sich die Brennereien mit den Landwirten zusammen, mit dem Ziel die Destillation wieder zu erlauben. Allerdings wurden ihre Forderungen durch die moralischen Reformer, die für eine starke Kirche und die wachsende Mittelschicht standen und für ein absolutes Verbot von Alkohol plädierten, erschwert.  Die mangelnde Verfügbarkeit von Gin förderte die Einfuhr von Rum. Damit fehlte der Regierung die Einnahme aus der Verbrauchssteuer, die von einheimischen Brennern bezahlt werden musste. Diese beiden Faktoren führten zu einem Kompromiss. Im März 176O, wurde ein Gesetzt verabschiedet, das die Destillation von Mais erlaubte, gleichzeitig wurde die Verbrauchssteuer verdoppelt. Britische Brenner profitierten jedoch von den Subventionen für die Ausfuhr von Spirituosen.</p>
<p>Der Preis, der zu bezahlen war um sich mit Spirituosen zu betrinken war höher als sich mit Bier zu betrinken. So griff die arme Bevölkerung auf Bier zurück. Es entstanden mit der Zeit die typischen schmutzigen Seitenstraßen Pubs, die die ganze Nacht geöffnet hatten.</p>
<p>In der Zwischenzeit fand der teurere Gin zu neuer Seriosität. Eine Regulierung der Destillation führte zu einer Verbesserten Qualität und zur Bildung einer handvoll qualifizierter Brenner.</p>
<h3>1761 – Gründung von Greenall&#8217;s Gin</h3>
<p>Thomas Dakin erbaute die Brennerei in der Bridge Street in Cheshire, einer Gemeinde von Warrington im Jahre 176O. Die Inbetriebnahme sowie die Produktion seiner ersten Gins erfolgte im Jahre 1761. Dakin &#8216;s Gin Warrington war ein großer Erfolg. Sein Sohn Edward, übernahm das Geschäft später.</p>
<p>Die Familie Greenall war schon lange Zeit als Bierbrauer in St. Hellens bekannt als Edward Greenall die Dakin Brennerei im Jahre 1870 kaufte. Der „G&amp;T“ der inzwischen als G&amp;J Greenall bekannt ist erhielt seinen Namen von den beiden jüngeren Brüdern, Gilbert und John.</p>
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		<title>Die Geschichte des Gins Teil 6</title>
		<link>http://www.cocktailsoldfashioned.de/2010/09/die-geschichte-des-gins-teil-6/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Sep 2010 08:07:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gin]]></category>

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		<description><![CDATA[1738 – Capatain Dudley Bradstreet Captain Dudley Bradstreet befasste sich mit dem Gin Gesetzt sehr genau und fand ein Schlupfloch. Der Informant musste den Namen der Person, die illegal den Gin produzierte und verkaufte, wissen. Nur so konnten die Richter die Erlaubnis an die Behörden geben, die dann die angezeigte Person in ihren Räumlichkeiten aufsuchten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img width="600" height="278" src="http://www.cocktailsoldfashioned.de/wp-content/themes/bigfeature/library/timthumb/timthumb.php?src=/wp-content/uploads/2010/12/DieGeschichtedesGins-FeatureImage.jpg&amp;w=600&amp;zc=1&amp;zcp=2" alt="Die Geschichte des Gins Teil 6" /><h3>1738 – Capatain Dudley Bradstreet</h3>
<p>Captain Dudley Bradstreet befasste sich mit dem Gin Gesetzt sehr genau und fand ein Schlupfloch. Der Informant musste den Namen der Person, die illegal den Gin produzierte und verkaufte, wissen. Nur so konnten die Richter die Erlaubnis an die Behörden geben, die dann die angezeigte Person in ihren Räumlichkeiten aufsuchten um sie zu verhaften.</p>
<p>Dudley hatte einen Bekannten dessen Haus er in Londons Blue Anchor Alley mietete. Er nagelte eine Katze in eines der Fenster. Im Rahmen des Fensters brachte er eine Leitung an. Tags darauf ließ er die Nachricht verbreiten, dass in der Gasse aus einer Katze Gin zu bekommen wäre. Er selbst bezog mit Essen und Gin im Wert von 13 Pfund das Haus und verbarrikadierte sich dort. Seine Gönner warfen Münzen über das Maul der Katze in einen Schlitz und im Gegenzug bekamen sie durch die Leitung, die unter der Pfote der Katze endete, ihren Gin. Die Kunden hielten eine Tasse oder gleich ihren Mund unter die Pfote der Katze. Die Behörden waren unfähig zu handel, da sie den Namen der Person, die den Gin verkaufte nicht kannten. Bradstreet verdiente drei Monate auf diesem Weg gutes Geld bevor andere seine Idee kopierten.</p>
<p>Bradstreet berichtet im Jahre 1755 in seinem Buch mit dem Titel „The Life and Uncommon Adventure of Capatain Dudley Bradstreet“ über diese Tat, die das Gin Gesetze überwinden konnte. Er startet den Trend, der später als Puss und Mew Häuser bekannt wurde. Die Verkäufer boten Gin nur unter einer bestimmten Prämisse an. Der Käufer, der Gin kaufen wollte signalisierte dies mit dem Wort „Puss“. Der Verkäufer, der im Verborgenen saß, antwortete mit „Mew“. Anschließend wurde eine Schublade geöffnet in der die Münzen hinterlegt wurden, die der Verkäufer dann gegen eine Ration Gin tauschte. Diese menschlichen Automaten konnte man für eine kurze Zeit in ganz London finden. Damit war es erst einmal gelungen das Gin Gesetzt von 1738 teilweise außer Kraft zu setzten.</p>
<h3>1740 – Gründung von Booth´s Gin</h3>
<p>Die Booth Familie zog vom Nordosten Englands nach London. Hier gründeten sie 1569 eine Weinhandlung. Im Jahre 1740 erweiterten sie diese um eine Brennerei welche sie in 55 Cowcross Street, Clerkenwell, London bauten. Auf dieses Datum wird im Label der Booth Flasche hingewiesen. Damit ist diese Brennerei ein der ältesten sich noch in Betrieb befindlichen Brennereien in London.</p>
<h3>1740 – Gründung von Finsbury Gin</h3>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" style="vertical-align: middle;;  display: block; margin-right: auto; margin-left: auto;" src="http://www.cocktailsoldfashioned.de/wp-content/uploads/2010/09/Finsburry-Distillery.jpg" alt="Finsburry Distillery" width="438" height="255" /></p>
<p>Finsbury wurde von Bischof Joseph im Jahre 1740 gegründet. Der Name ist möglicherweise ein Hinweis auf die Quellen in Clerkenwell, welches einst das Zentrum der Londoner Gin Produktion war.</p>
<h3>1743 &#8211; Der 6. Gin Act</h3>
<p>Die Angriffe auf die Informanten wurden trotz der Maßnahmen aus dem Jahre 1738 nicht weniger. Ein weiteres Problem war die Korruption innerhalb der Stellen, die das Gesetzt durchsetzten sollten. Nur wenige Verurteilte konnten die Strafe von 10 Pfund bezahlen aber die Informanten erhielten ihre 5 Pfund für jeden Hinweis der zur Verhaftung führte. Im Jahre 1739 ging den zuständigen Behörden das Geld aus.</p>
<p>In den Jahren davor, in denen die verschiedenen Gesetzte in Kraft getreten waren erhöhte sich die Produktion und der Konsum von Spirituosen um 30%. Wie hoch die Produktion war lässt sich heute nicht mehr genau sagen. Es finden sich Zahlen zwischen 8 &#8211; 11 Millionen Gallonen. Legt man diese Zahl auf die damalige Bevölkerungstärke um so würde man einen Wochenverbrauch von ca. 2 Liter erhalten.</p>
<p>England befand sich mit dem österreichischen Erbfolgekrieg auf dem Höhepunkt. Ein neues Gesetzt sollte den Konsum von Gin einschränken, die Unruhen eindämmen und die Staatseinnahmen für die Fortführung des Krieges erhöhen. Der 6. Gin Act von 1743 betraf die Hersteller, weniger wie die Verkäufer, denn er reduzierte die Lizenz zum Verkauf von Gin auf 1 Pfund von vormals 10 Pfund. Mit dieser Senkung des Lizenzpreises konnten sich viele Wirte solch eine Lizenz kaufen. Dieses neu Gesetzt verbot den Brennern den direkten Verkauf an den Konsumenten und erhob eine Verbrauchssteuer, die gänzlich von den Brennern zu zahlen war. Da jedoch die Höhe der Steuer relativ niedrig war bezahlten die Brenner diese ohne sich aufständisch zu zeigen – sie hatten keine andere Wahl, sie waren nicht viele und die Behörden hatten es sehr einfach mit der Durchsetzung dieses neuen Gesetztes. Der 6. Gin Act schaffte es erstmals den Konsum von Gin ein zu dämmen.</p>
<h3>1747 &#8211; Der 7. Gin Act</h3>
<p>Der Krieg der Österreichischen Erbfolge (1740-1748) tobte immer noch und verursacht eine Regierungskrise. Das Ergebnis war der 7. Gin Act. Dieses Gesetzt erhöhte die Verbrauchssteuer für die Brenner. Gleichzeitig wurden Sie durch eine neue Regelung besänftigt. Ihnen wurde die Möglichkeit eingeräumt eine Lizenz für 50 Pfund zu erwerben mit der sie das Recht bekamen ihr Produkt wieder an den Konsumenten zu verkaufen. Die Erhöhung der Verbrauchssteuer hatte jedoch zur Folge, dass die Nachfrage nach Gin weiter zurückging und die staatlichen Einnahmen weiter sanken. Jedoch wurde die Biersteuer in der Hoffnung die Mindereinnahmen auszugleichen gesenkt, da in den letzten Jahren der Bier Konsum anstieg. Aufgrund der geänderten Einstellung des Volkes zu ihrer Trinkgewohnheit.</p>
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		<title>Die Geschichte des Gins Teil 5</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Aug 2010 09:50:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Die Geschichte des Gins]]></category>
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		<category><![CDATA[Gin]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<img width="600" height="278" src="http://www.cocktailsoldfashioned.de/wp-content/themes/bigfeature/library/timthumb/timthumb.php?src=/wp-content/uploads/2010/12/DieGeschichtedesGins-FeatureImage.jpg&amp;w=600&amp;zc=1&amp;zcp=2" alt="Die Geschichte des Gins Teil 5" /><h3><img style=' display: block; margin-right: auto; margin-left: auto;'  class="aligncenter" src="http://www.cocktailsoldfashioned.de/wp-content/uploads/2010/08/GIn-and-Crime.jpg" alt="Crime, Sex and Gin" width="327" height="378" /></h3>
<h3>1733 &#8211; Der 2. Gin Act</h3>
<p>Das schlecht durchdacht erste Gin Gesetz von 1729 unterband nicht das Wachstum der Alkoholsucht und die Produktion von Gin konnte es auch nicht reglementieren. So wurde es vier Jahre später aufgehoben und 1733 durch das 2. Gin Gesetzt ersetzt welches den Verkauf von Gin durch Straßenhändler, Läden und der Gastronomie verbot. Dieses zweite Gesetzt wies ebenfalls Mängel auf. Den viele private Haushalte mauserten sich zu inoffiziellen Gin Produzenten und Verkäufern. Somit musste sich das zweite Gin Gesetz, bei der Durchsetzung, auf professionelle Informanten verlassen, die die privaten Produzenten und Verkäufer bei den zuständigen Stellen verrieten.</p>
<h3>1734 &#8211; Judith Defour &#8211; Der Killer</h3>
<p>Die Auswirkungen des Gins auf die Abhängigen war so tiefgreifend wie es heutige harte Drogen sind. Die Anti-Gin Aktivisten nahmen vor allem den schockierenden Fall der Judith Defour als Beispiel für den bösen Einfluss des Gins auf die Gesellschaftsmitglieder.</p>
<p>Judith, die in einer Spinnerrei arbeitete, war alleinerziehende Mutter der zwei Jahre alten Maria. Sie lebten beide in Bethnal Green Parish Workhouse. Im Januar 1734 nahm sie Maria für einen Tagesausflug bei der Hand. Das Armenhaus hatte dem Kind einen neuen Petticoat gegeben, Judith versprach dem Direktor mit ihrem Kind am Nachmittag des selben Tages zurück zu kehren. Am Abend ging Judith  zur Arbeit, ein wenig betrunkener als sonst. Es gab kein Anzeichen wo sich das Kind befand.</p>
<p>Nachdem sie bei der Arbeit weiter Gin trank, was nicht ungewöhnlich war zu dieser Zeit, sagte sie zu einer Kollegin, dass sie Mary in einem Getreide Feld zurück gelassen hatte. Mary wurde wenig später Tod aufgefunden. Sie wurde mit einem Tuch erdrosselt, anschließend von Judith entkleidet. Judith verwendete die Kleider um sich Gin zu kaufen. Am 1. März 1734 wurde sie angeklagt und für schuldig befunden. Der Mord an Ihrem eigenen Kind für den Kauf von Gin hatte großen Einfluss auf die Einführung eines weiteren Gin Gesetztes.</p>
<h3>1736 &#8211; Der 3. Gin Act</h3>
<p>Im Jahre 1736 wurde ein weiteres Gesetzt für den erschwerten Verkauf von Gin, mit dem offiziellen Namen &#8220;Das Gesetz zur Erhebung einer Steuer auf den Einzelhandel von Spirituosen&#8221; verabschiedet. Dieses neue Gesetzt ersetzte das 2. Gin Gesetzt von 1733 vollständig. Dieses Gesetzt verbot es Gin in kleineren Mengen als 2 Gallonen zu verkaufen. Pro Gallone musste ein Pfund an Steuer abgeführt werden. Darüber hinaus mussten die Händler eine Lizenz zum Verkauf von Gin erwerben. Diese wurde mit 50 Pfund berechnet. Zur damaligen Zeit entsprachen 50 Pfund dem Lohn dessen was ein Handwerker in 14 Monaten verdienen konnte. Diejenigen, die sich nicht an diese Gesetz hielten und ohne eine Lizenz Spirituosen verkauften mussten empfindlich hohe Strafen bezahlen.</p>
<p>Wie das zweite Gin Gesetzt musste sich auch dieses Neue zur Durchsetzung auf Informanten verlassen. Viele der registrierten Einzelhändler, die Spirituosen verkauften, mussten aufgrund des Gesetzes ihr Unternehmen aufgeben. Somit hatte das Gesetz nach politischer Ansicht Erfolg, den es dämmte den Verkauf und den Konsum ein. Aber in den Ghettos tranken die Menschen weiter selbstgebraute Spirituosen, die teilweise auch als Gin bezeichnet wurden. Viele der Menschen, die solche Spirituosen zu sich nahmen erblindeten oder starben.</p>
<p>Der höchste Anteil von „Gin“ Händlern lag in den von Armut geplagten engen Gassen von East London. Für die Behörden war es schwer die Läden der Händler zu finden, die solchen Alkohol verkauften. Meist waren es nicht mehr als schlichte Räume in einem unscheinbaren Haus oder sie lagen hinter einem Geschäft, das andere Waren verkaufte. Es war zu dem bekannt, dass diese provisorischen Treffpunkte die Wirkungsstätten der Prostituierten waren. Bekannte Adressen waren die Crock Lane in Holborn, Rosemary Lane in der Nähe von Tower Hill und auch Hog Lane, die wichtigsten Adern Londons, wie Mile End Road, Kingsland Road und die Whitechapel Roadwaren waren mit kleinen Straßenhändlern besetzt, die ihrem Geschäft aus solchen kleinen im verborgenen gelegenen Läden nachgingen</p>
<h3>1737 &#8211; Der 4. Gin Act</h3>
<p>Das Gin Gesetz von 1737 war kein eigenständiges Gesetzt. Es wurde als Klausel in das sogenannte Süßwaren Gesetzt eingewoben. Diese Klausel diente dazu die Lücken des 3. Gin Act´s von 1736 zu schließen. Mit dem neuen Gesetzt wurden die Informanten mit Gin belohnt. Hieraus erwuchs eine Vielzahl an neuer Informanten. Tausende von Londoner Einwohner konnten durch dieses Gesetzt verfolgt werden – hauptsächlich Frauen. Trotz all dem stiegen die Verkaufszahlen des Gins. Dieses Gesetzt erbrachte eine Gegenreaktion, die nicht vorrangig mit dem Gin-Problem zu tun hatte sondern sich auf die Rechtsstaatlichkeit der Regierung bezog. Die das Gesetzt mit Hilfe von „Spitzeln“ versuchte durch zu setzten.</p>
<h3>1738 &#8211; Der 5. Gin Act</h3>
<p>Es verging kaum ein Tag an dem nicht einer der Informanten angegriffen oder getötet wurde. Das Gesetzt von 1738 ächtete den Gin in gewissen Maßen, da Übergriffe im speziellen gegen die Informanten unter Strafe gestellt wurden.</p>
<p>Es befasste sich auch mit dem Problem das Polizisten sich weigerten Freunde und Nachbarn zu verhaften, solche zu wieder Handlungen wurden mit Suspension bestrafft.</p>
<p>Die Gin Herstellung und die Kneipen die ihn anboten wurden damit immer weiter in den Untergrund und in die Illegalität getrieben, vor allem im ungesetzlichen Londoner Osten.</p>
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