Posts Tagged ‘Ciba Mato’

Bars in Stuttgart

Posted in Stuttgart on January 21st, 2010 by Sascha – 5 Comments

Für den Fall, dass sich am Montag oder Dienstag jemand von der Barkultour ausruhen möchte…

o.T. Bar

Die o.T.Bar liegt mitten im Herzens Stuttgart, im Foyer des neuen Kunstmuseum Stuttgart. Barchef Dino Zippe hat dort eine sehr umfangreiche Auswahl an Spirituosen und Likören angesammelt, die in einer Vielzahl von verschiedenen Cocktails Verwendung finden – von klassischen Kreationen, über “Fancy Drinks” bis hin zu Cuisine Style Cocktails mit frischen Kräutern findet man dort alles. Die Drinks sind eigentlich immer super, die Preise zwar nicht billig, aber in Anbetracht der hochwertigen Zutaten (z.B. Tanqueray Ten im Pouring für Gimlet, Martini, usw.) auf jeden Fall angebracht, wenn nicht gar günstig.

Etwas deplaziert wirken die Stühle an den Tischen – sie errinnern eher an die Gartenabteilung von namhaften Baumärkten ;-) . Allerdings bringen sie der ansonsten stimmunsgsvollen Atmosphäre keinen Abbruch und außerdem ist es viel gemütlicher, wenn man an der grün beleuchteten Bar sitzt und den Bartendern bei der Arbeit zusehen kann. Besonders wenn kein Sonnenlicht mehr durch die Fenster scheint, sieht die Front aus Flaschen sehr beeindruckend aus.

Besonders hervorheben möchte ich Dinos Engagement für der Stuttgarter Barszene. Seit einige Monaten organisiert er mit Florian Neumanm aus der Muttermilch/Tonstudio die Treffen der Stuttgart Nightwalkers und sorgt damit für mehr Zusammenhalt und Zusammenarbeit zwischen den Bartendern.


Adresse: Kleiner Schloßplatz 1, 70173 Stuttgart
Website: www.ot-bar.de
1. Bild: Dino Zippe

breezin’ Bar & Food

Das breezin’ ist neben dem Fou Fou eine der neueren Bars in Stuttgart und setzt auf ein in Stuttgart selten gesehenes Konzept: hochqualitative Drinks in Verbindung mit ebenso hochwertigen, frisch zubereiteten Speisen. Ein Blick in die Cocktailkarte verrät sofort, dass die Bartender im breezin’ auf klassische Drinks stehen und eine große Auswahl von diesen anbieten. Zusätzlich gibt es auch eine kleine Auswahl an Single Malt, Rum, Bourbon und weiteren Spirituosen für den puren Genuss. Um zu garantieren, dass die Speisen frisch zubereitet werden können, gibt es nur eine kleine Speisekarte mit einer Mischung aus regionalen, französischen, italienischen und portugiesischen Gerichten. Diese wechseln jedoch oft und bieten damit viel Abwechslung. Besonders hervorzuheben ist auch der Umgang mit den Gästen: Service wird im breezin’ wirklich groß geschrieben und ist nicht nur ein Werbe-Schlagwort. Die Gäste werden persönlich begrüßt, so dass man sich gleich willkommen fühlt und auch persönlich verabschiedet. Solche und weitere kleine Gesten sollten zwar eigentlich Standard sein, sofern es die Zeit zulässt, doch findet man guten Service, im Allgemeinen, leider immer seltener. Insofern großes Lob für das breezin’!

Adresse: Mozartstr. 3, 70180 Stuttgart
Website: www.breezin.de

Fou Fou

Das Fou Fou definiert sich selbst als “Hotelbar ohne Hotel” und befindet sich direkt auf dem Willhelmsplatz, wo sich auch das Ciba Mato befindet. Die Cocktailkarte ist geradezu winzig, aber mit dem Hinweiß versehen, dass weitere Cocktails gerne auf Wunsch gemixt werden. Die Auswahl der Spirituosen und Zutaten ist sehr hochwertig, so dass auch für den puren Genuss das eine oder andere Tröpfchen dabei sein sollte. Neben dem Barbereich gibt es noch zwei weitere (Nichtraucher-) Räume und eine kleine Raucherlounge. Dem Zigarrengenuss steht somit auch nichts im Wege.


Adresse: Leonhardstraße 13, 70182 Stuttgart
Website: www.bar-foufou.de

Ciba Mato

Das Ciba Mato bietet neben der o.T. Bar die modernste Barkarte in Stuttgart. Egal ob Experimente mit verschiedenen Kräutern, exotischen Bitters, Sake oder Infusionen, hier findet der probierfreudige “Bar Nerd” viel zu entdecken. Leider sind die Drinks nicht ganz günstig, Qualität hat seinen Preis. Desweiteren gibt es aber auch eine große Auswahl an alten und modernen Klassikern und “Fancy Drinks”, so dass auch etwas für den kleineren Geldbeutel dabei ist. Die Bar ist fernöstlich angehaucht eingerichtet und in den Abendstunden sehr gemütlich beleuchtet, ein Ambiente, das zum Genießen und Entspannen einlädt. An den Wochenenden ist das Ciba Mato allerdings immer sehr voll (und leider auch laut), so dass man für einen ruhigen Cocktail eher unter der Woche vorbei schauen sollte. Neben den Cocktails und Spirituosen gibt es im Ciba Mato auch noch eine umfangreiche Speisekarte, wozu ich allerdings nichts näheres zu berichten habe, da wir/ich immer nur zu später Stunde im Ciba Mato zu Gast waren.


Adresse: Wilhelmsplatz 11, 70182 Stuttgart
Website: www.ciba-mato.de

BAR

Oft bin ich mit Freunden in der BAR anzutreffen. “In welcher?” Ja, diese Frage begegnete mir bereits des Öfteren…

Hauptgrund für unsere zahlreichen Besuche ist die riesige Rum und Whiskey Auswahl, die für jeden Geschmack etwas zu bieten hat. Von einfacheren Standardabfüllungen bis hin zu selteren Ausgaben findet man eigentlich alles – und das zu einem meist günstigen Preis. So steht zum Beispiel immer noch die eine oder andere Flasche der Kilchoman “Anticipation” Abfüllung im Regal, ohne dass man für ein Gläschen davon Unsummen bezahlen muss. Ähnlich verhält es sich beim Rum: neben Zacapa, El Dorado und Pampero befinden sich viele unbekannte(re) Marken, die es aber trotzdem (oder gar besonders) verdient haben, probiert zu werden.

So ganz nebensächlich gibt es in der BAR natürlich auch noch leckere Cocktails (Gimlet mit Hendricks anyone? Andi? :-) ), die für die gebotene Qualität wirklich günstig sind! Leider ist die Karte schon ziemlich alt und enthält “nur” Klassiker und ein paar Eigenkreationen. Die verschiedenen Bartender bieten jedoch darüber hinaus auch weitere Cocktails an, so dass dies nicht wirklich schlimm ist. Falls also die Karte nichts passendes hergibt, einfach mal fragen was es sonst gerade gibt. Die Bartender sind alle überaus freundlich, wissen bestens Bescheid, so dass sich bestimmt was passendes finden lässt.

An den meisten Sonntagen (an allen?) gibt es zudem Auftritte von verschiedenen Musikern, die für ein paar Stunden den sonst üblichen Mix aus Jazz, Smooth Jazz (na Christian?! ;-) ) und Blues ablösen und die BAR in einen kleinen und gemütlichen Konzertraum verwandeln.

Falls jemand einer Zigarre nicht abgeneigt ist, hält der Humidor eine kleine, aber feine Auswahl an Tabakgut bereit. Ich selbst kann damit zwar nichts anfangen, doch soll es ja den einen oder anderen Zigarrenfan in Stuttgart geben.

Natürlich gilt das meiste (gute Drinks, freundliche und kompetente Bartender, usw) auch für die anderen vier hier gelisteten Bars, jedoch bietet die BAR für uns ein überaus sympathisches Gesamtpaket, was (für uns) aus dem eigentlich einfachen Konzept etwas besonderes macht. Es sei mir daher hoffentlich verziehen, dass ich der BAR an dieser Stelle etwas mehr Lob als den anderen vorgestellten Bars zukommen lasse.


Adresse: Augustenstrasse 81, 70178 Stuttgart
Website: www.bar-stuttgart.com

Kräuter in Cocktails

Posted in Zutaten on April 18th, 2009 by Sascha – Be the first to comment

Minze ist in Cocktails schon seit langer Zeit präsent, stand allerdings ziemlich lange alleine auf weiter Flur. In den letzten Jahren wurden jedoch immer mehr Kräuter, die in der Küche schon seit Jahrhunderten verwendet werden, auch in Cocktails verarbeitet. Doch welche Kräuter eignen sich dafür und wie kann man sie im heimischen Garten anbauen?

Basilikum
Basilikum gehört, wie alle anderen hier aufgeführten Kräuter, zu der Familie der Lippenblütengewächse und ist spätestens seit dem Gin Basil Smash von Jörg Meyer eine Pflichtzutat bei Cocktailabenden. Doch auch schon davor begeisterte der Basil Daiquiri, ein normaler Daquiri mit zusätzlichem Basilikum, die Cocktailliebhaber. Der Name Basilikum kommt vom griechischen Wort basileus, welches königlich bedeutet. Daher wird die Pflanze oft auch Königskraut genannt. Ursprünglich kommt es aus Afrika und verbreitete sich von dort nach Indien und schließlich nach Europa (allerdings unterscheidet sich der Ursprungsort je nach Quelle, Afrika – Indien – Europa wurde aber von vielen genannt).

Am bekanntesten dürfte das Genoveser Basilikum (Ocimum basilicum) sein, welches im Sommer in fast jedem Supermarkt zu finden ist. Neben diesem gibt es jedoch noch unzählige andere Sorten, z.B. das Thai Basilikum (sehr würzig), Zitronenbasilikum oder rotes Basilikum. Letzteres benutze ich in Form des African Blue (Ocimum kilimandscharicum x basilicum ‘Purpurascens’) auch für Cocktails. Dieses ist würziger als das normale Genoveser und gibt den Cocktails eine ungewöhnliche rote Farbe.

Genoveser

Genoveser

Prinzipiell kann man aber jede Basilikumsorte verwenden, solange es einem schmeckt. ;-) Das Ciba Mato in Stuttgart verwendet zum Beispiel nicht das African Blue als rotes Basilikum, sondern das Rote Krause Basilikum (Ocimum basilicum ‘Purple Ruffles’). Hier ist wie bei fast allem probieren und variieren angesagt.

African Blue

African Blue

Basilikum wächst sowohl auf der Fensterbank, als auch im Garten wunderbar. Allerdings sollte man es erst ins Freie stellen bzw. einpflanzen, wenn die Temperaturen hoch genug sind. Frost schädigt die jungen Plfanzen und optimalerweise sollte es nicht kälter als 16° werden. Daher kann man als Termin ca. Anfang/Mitte Mai anpeilen. Falls die Möglichkeit besteht Basilikum in den Garten oder auf den Balkon zu stellen, sollte man diese Orte der Fensterbank vorziehen. In der Natur wird es noch ein wenig aromatischer und wächst höher (einen großen Topf/Kübel vorausgesetzt).

Wichtig ist, dass es am Standort sonnig ist, da Basilikum keinen ganztägigen Schatten verträgt (wächst dort nur spärlich oder kann eingehen). Vom Boden her ist ein wasserdurchlässiger, humusreicher Boden am Besten. Ebenso muss man die Pflanzen regelmäßig gießen, so dass die Erde immer etwas feucht ist. Allerdings sollte in der Wohnung nur in den Untersetzer Wasser gegossen werden, da sonst die Erde schimmeln könnte. Die vielen kleinen Pflänzchen verdecken gerne mal die Sonne, so dass die obere Schicht schnell zu feucht werden kann.

Cocktails: Gin Basil Smash, Basil Daiquiri, Agave & Basil, Strawberry Basil Caipirinha

Salbei
Salbei gehört schon seit Jahrhunderten zu den bekanntesten Heil- und Gewürzpflanzen. Ursprünglich kommt es aus dem Mittelmeerraum, wo es besonders in Küstengebieten wächst. Ich kannte Salbei lange Zeit nur als Tee, bis ich den Martinée Martini von Stephan Berg entdeckt hatte. Von Salbei gibt es knapp 1000 verschiedene Sorten, so dass die Auswahl besonders schwer fällt. Bei mir wächst gerade ein kleiner Strauch des großblättrigen Salbeis (Salvia officinalis), über das ich mich bis jetzt nicht beklagen kann. Salbei mag es am liebsten trocken und sonnig und sollte daher nicht so oft gegossen werden. Falls es genug Platz zum wachsen hat, kann es bis zu 60cm hoch werden.

Salbei

Salbei

Cocktails: Matinée Martini

Thymian
Thymian kommt wie Salbei ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und liebt es daher ebenso sonnig und trocken. Schon im Mittelalter hielt es Einzug in die Klöster der nördlicheren europäischen Länder und ist schon lange als Würz- und Heilpflanze beliebt. Ich verwende die Sorte Thymus vulgaris ‘Faustini’. Allerdings sind Sortenangaben bei Thymian eher mit Vorsicht zu genieߟen, da diese recht junge Pflanzengattung noch regen Veränderungen ausgesetzt ist und sich Pflanzen daher nicht immer eindeutig kategorisieren lassen. Das Faustini gehört zu den kriechenden, buschigen und einfarbigen Sorten und hat auch den typischen Thymian Geruch.

Thymian

Thymian

Cocktails: Raspberry Thyme Smash

Rosmarin
Rosmarin stammt aus den Küstengebieten des Mittelmeerraums, woher auch der Name der Pflanze stammt. Rosmarin kommt vom lateinischen ros marinus und bedeutet Tau und Meer, also Tau des Meeres oder auch Meertau. Im Heimatgebiet kann die Plfanze bis zu 2m hoch werden und ist winterhart. Bei uns ist sie meist kleiner und oft auch nicht winterhart, was aber auf die Sorte ankommt. Bis jetzt habe ich nur das normale Rosmarin Rosmarinus officinalis probiert, welches aber bestens für Cocktails geeignet ist. Ebenso wie Salbei und Thymian mag es Rosmarin trocken und sonnig und der Boden sollte am besten sandig, humusreich und wasserdurchlässig sein.

Rosmarin

Rosmarin

Cocktails: Tommy’s Rosemary Margarita (basierend auf dem Tommy’s Platino Margarita)

Minze
Die Minze hat eigentlich schon einen eigenen Eintrag bekommen, aber der Vollständigkeit halber führe ich sie hier, mit kleinen Ergänzungen, nochmal auf.

Die Minze gehört zu der Familie der Lippenblütengewächse und untergliedert sich in eine Vielzahl von verschiedenen Arten. Die berühmteste davon ist zweifelsfrei die Pfefferminze, doch sind für die Verwendung in Cocktails (laut C&D Forum) besonders folgende drei Sorten geeignet:

  • Mentha nemorosa – Hemingway Minze – Mojito Minze – Kubanische Minze
  • Mentha spicata – Marokkanische Minze
  • Mentha spicita L. var. crispata – rotstämmige Krause Minze

Alle drei Sorten haben im Vergleich zur Pfefferminze einen geringen Mentholanteil, welcher Geschmacksbetäubend wirkt und daher nur in kleinen Mengen vorkommen sollte. Die Minze sollte an einem sonnigen Platz stehen, damit sie schnell und umfangreich wachsen kann, braucht dann aber auch viel Wasser.

Marokkanische Minze

Marokkanische Minze

Cocktails: Mojito, Richmond Gimlet

Dünger
Bis auf Thymian sollten alle Kräuter in Töpfen regelmäßig gedüngt werden. Hierfür kann man einen normalen Blumendünger oder einen speziellen Kräuterdünger verwenden, wobei sich die Inhaltsstoffe, soweit ich weiß, nicht großartig unterscheiden. Oft liest man in Foren oder auf Webseiten, dass eine Düngung den Kräutern schadet und sie weniger aromatisch werden lässt. Dies stimmt nur wenn man die Pflanzen überdüngt! Bei richtiger Anwendung hilft der Dünger den Kräutern kräftiger zu wachsen. Im Garten muss man allerdings aufpassen, wie und ob man düngt. Oft sind Gartenböden schon von vorherigen Besitzern überdüngt und man sollte daher erstmal vorsichtig mit Dünger umgehen. ;-)

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