Choc Tai

Posted in Cocktails on March 22nd, 2010 by Sascha – 4 Comments

Nachdem meine Mozart Dry Flasche lange Zeit einsam im Regal verstaubte, hatte ich vor ein paar Wochen endlich Zeit, diese neue Spirituose in einem Cocktail zu probieren. Eigentlich viel meine Wahl auf einen Chocolate Mojito, doch konnte ich auf die Schnelle nur einen winzigen Strauch Minze bekommen – mein großer Topf, der die Überwinterung in der Wohnung sehr gut überstanden hatte, war leider schon wieder mit Läusen befallen. Da ich keine Lust auf Campari oder Wermut hatte, machte ich mich daran, eine Mai Tai Variante mit Mozart Dry zu kreieren: den Choc Tai.

Mai Tai

Choc Tai

Zuerst ersetzte ich die kompletten 6cl Rum mit Mozart Dry und lies das restliche Rezept ala Trader Vic unverändert. Dies ergab eine wunderbar schokoladigen und fruchtigen Cocktail. Sehr lecker für den ersten Versuch!

Choc Tai No.1
6cl Mozart Dry
1.5cl Orange Curacao
2.5cl Limettensaft
0.75cl Orgeat
0.75cl Zuckersirup

Nachdem ich einige Cocktails beim Chocktail Workshop probiert hatte, versuchte ich daheim nochmal eine Variante mit 4cl Mozart Dry und 2.5cl Appleton Extra, welche mir noch besser gefiel.  Durch den Appleton nähert man sich zwar wieder etwas dem original Mai Tai an, der Drink gewinnt aber einiges an Tiefe und das Schokoloadenaroma des Mozart Drys steht weiterhin an erster Stelle.

Choc Tai No.2
4cl Mozart Dry
2.5cl Appleton Extra
1.5cl Orange Curacao
2.5cl Limettensaft
0.75cl Orgeat
0.75cl Zuckersirup

Fazit

Mozart Dry ist für mich die erste “neue” Basisspirituose seit meinen Anfängen in der Cocktailwelt. Pur ist sie zwar nicht ganz mein Geschmack, doch als Cocktailzutat ist der Mozart Destillerie mit diesem Produkt ein großer Wurf gelungen. Im Moment kursieren zwar noch überwiegend Mozart Dry Cocktails im Internet, die Varianten von schon bekannten Cocktail darstellen, was dem Geschmack aber keinen Abbruch tut. Viele Klassiker erkennt man mit dem feinen Schokoladengeschmack kaum wieder bzw. sie bekommen zumindest eine neue, interessante Note. Mit der Zeit werden sicherlich auch vermehrt “eigenständige” Cocktails auftauchen, wie zum Beispiel der grandiose Rum – Traube – Nuss Cocktail. Ich freue mich drauf!

Deutschsprachige Cocktail- und Barblogs

Posted in Webweites on March 16th, 2010 by Sascha – 7 Comments

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von deutschsprachigen Cocktail- und Barblogs. Falls noch jemand Futter für seinen RSS Feed Reader sucht, gibt es nun eine kleine Liste aller(?) deutschsprachigen Blogs:

  • B@rGeist: Blog von ??? über alle erdenklichen Themen der Barwelt.
  • Barzirkel München: Aktuelle Nachrichten rund um München und den dort ansässigen Barzirkel.
  • Barbau-Blog: Hier konnte die Planung und Entstehung einiger Bars in Deutschland mitverfolgt werden. Hauptsächlich drehte sich alles um die Bar Le Leon in Hamburg. T
  • Bitters-Blog: Der legendäre Bitters-Blog. Sollte sich jeder mal angesehen hat, auch wenn er nicht mehr aktualisiert wird! T
  • Bon-Vivant’s Companion: Kurzlebiger Blog… T
  • Cachaca Blog: Der deutsche Cachaca Blog! C&D
  • Cachaça-Welt: Allerlei Infos rum um Cachaca.
  • Cafe Sol Blog: Blog des Cafe Sol. T
  • Cocktailwelten: Einer der ersten Cocktailblogs überhaupt. Auch nach all den Jahren noch nicht angestaubt und immer noch sehr interessant zu lesen! C&D
  • Cocktails Old Fashioned: Cocktails Old Fashioned. C&D
  • Das Bartender Labor: Gemeinsamer Blog einiger Bartender, mit vielen interessanten Artikeln.
  • Das Gastronom: Mike Meinke aus Berlin schreibt hier über seine Barbesetzungen, Reisen, Gäste und vieles mehr.
  • Der Thekenmeister: Allerlei (sehr witzige) Geschichten aus dem Barleben in Ulm.
  • Die etwas anderen Bartender: Der Blog einiger Münchner Bartender, die meist eine etwas andere Meinung zu einigen Dingen haben. Sehr erfrischend.
  • Drinkblog: Auf dem Drinkblog beschäftigt sich Jörg Kalinke hauptsächlich mit den Treffen des Barzirkel Ruhrgebiet, bespricht aber auch das eine oder andere Produkt und Cocktailrezept.
  • Drum Rum: Der Blog von Dirk Becker, Besitzer des Rum Clubs in Berlin.
  • Dry Martini: Viele interessante Reiseberichte, Weinvorstellungen und vieles mehr. T
  • Eichiberlin’s Blog: Eichi schreibt über Bars und Restaurants in Berlin. Sehr informativ!
  • Feinschmeckerblog
  • Gabanyis Blog: Der Blog des bekannten Whiskey Experten Stefan Gabányi. T
  • Ginologe: Verschiedenes rund um Gin. T
  • Gin Lovers: Verschiedenes rund um Gin. T
  • Glas und Inhalt: Glas und Inhalt wird von Ruben Neideck betrieben, welcher dort zahlreiche Rezepte und allerlei andere Themen bespricht. C&D
  • Jiggers Blog: Der Zeitungsblog mit Schwerpunkt auf Karlsruher Bars. C&D
  • JRGMYR: Der Blog des Hamburger Bartenders Joerg Meyer.
  • JuniperTour: Eine Gruppe Bartender aus Deutschland in NY… ;-)
  • Marken-Zeichen: Wirre Gedanken zu verschiedenen Themen der Bar. Oft lustig, öfters aber einfach unverständlich (für nicht Eingeweihte wie mich ;) ). T
  • mija.ch: Infos aus der schweizer Barwelt! C&D
  • Mixology Blog: Blog des Mixology Magazins.
  • Nelson’s Blood: Ein Bartender aus der Bar Watt’s (Raum Ettlingen Karlsruhe) berichtet von seinen Barerfahrungen und wie Gäste auf Neues reagieren.
  • Puro de Agave: Hier finden sich viele Informationen rund um 100% Agavae Tequila. T
  • Shaker-Blog: Alles rund um den Shaker.
  • Tastings Blog: Tim Reuberstartete Ende letzten Jahres, das (hoffentlich) bekannte rießige Likör Tasting im C&D Forum. Auf dem Tastings Blog werden zu jedem abgeschlossenen Tasting ausführliche Auswertungen von ihm veröffentlicht.  C&D
  • The Opinionated Bar-Log: Der Blog von Dominik MJ Schachtsiek mit interessanten Berichten aus Dubai und vielem mehr.
  • Trinklaune: Der gemeinsame Blog der C&D Fraktion Hamburg. Ein bunter Mix vieler Themen, jedoch alle sehr lesenswert! C&D
  • Wankiki: Heimat des Bartenders & Connoisseures – In 80 Days Around The World Projektes. C&D


C&D: Dieser Blog wird von einem Mitglied des C&D Forums betrieben.
T: Dieser Blog wurde leider schon lange Zeit nicht mehr aktuallisiert.

http://nelsons-blood.blogspot.com/

Neue Heimat und ein Geburtstag

Posted in Allgemeines on March 14th, 2010 by Sascha – 2 Comments

Neue Heimat!

Seit dem Start dieser Website war Cocktails Old Fashioned nur über die Subdomain cof.junsas.de erreichbar. Eigentlich wollte ich nach ein paar Wochen eine extra Top-Level Domain registrieren, doch irgendwie wurde das immer wieder verschoben, bis es irgendwann in Vergessenheit geriet. Seit Ende Januar ist Cocktails Old Fashioned nun auch über www.cocktailsoldfashioned.de ereichbar. Natürlich bleibt der Blog auch weiterhin per cof.junsas.de erreichbar, verweist jedoch bitte von nun an auf www.cocktailsoldfashioned.de.

Jahresrückblick?

Einen (sehr verspäteten) Jahresrückblick zum einjährigen Geburtstag von Cocktails Old Fashioned erspare ich euch, würde aber gerne wissen, wie ihr die Entwicklung des Blogs im Allgemeinen fandet? Die ersten Monate beschäftigte ich mich hauptsächlich damit Anfängern eine zentrale Informationsquelle über verschiedene Cocktailthemen zu bieten, bis ich mich auch an andere Themen traute.

Mittlerweile sind mit Hannes und Fabian zwei weitere Autoren hinzugekommen und der Schwerpunkt liegt eher auf Veranstaltungen und Treffen im Raum Stuttgart, sowie einem bunten Mix aus verschiedenen Themen der Cocktailwelt. Erhalten geblieben ist der Fokus auf eher wenige, aber dafür ausführliche Artikel.

Vermisst ihr noch das eine oder andere Thema bei “Tipps für Anfänger” oder freut ihr euch mehr über die anderen Themen (Rezepte, Tastings, Stuttgart, usw.)? Schon lange in Bearbeitung sind zum Beispiel die Artikel über Rye Whiskey und Bokers Bitters, welche oft angekündigt wurden, jedoch durch Zeitmangel nie fertig gestellt werden konnten.

Das Cocktails Old Fashioned-Team würde sich sehr über den einen oder anderen Kommentar hierzu freuen.

Cocktailscout Rum Online Blind Tasting

Posted in Zutaten on March 8th, 2010 by Sascha – Be the first to comment

Einige Wochen vor Weihnachten letzten Jahres hat es sich ergeben, dass ich für einige Mitglieder des Cocktailscout Forums ein kleines Rum Online Blind Tasting für Einsteiger organisieren durfte. Es wurden zehn Rums aus verschiedenen Ländern herausgesucht, egal ob aus Melasse oder frischem Zuckerrohrsaft, beginnend im Einsteigersegment bis hin zu einigen Premiumabfüllungen, die die gespannten Teilnehmer verkosten durften.

Wie bei allen bisherigen C&D Tastings, war auch dieses ein Blind Tasting, bei welchem die Fläschchen nur mit Nummern und nicht mit Namen versehen sind. Das hat den Vorteil, dass man nicht vom Preis, von bekannten Meinungen oder dem Ruf einer Marke  beeinflusst wird. Jeder Rum wurde daraufhin von den Testern verkostet und mit einer Bewertung zwischen 1 (sehr schlecht) und 10 (sehr gut) versehen. Den Testern stand hierbei frei, wie sie auf ihre Bewertung kommen – nur der eigene Geschmack zählte. Das Ergebnis dieses Tastings wird nun in diesem Artikel vorgestellt. Viel Spaß beim Lesen!

Die Kandidaten

Probefläschchen

Probefläschchen

Admiral Rodney XO
Admiral Rodney Extra Old wird von St. Lucia Distillers Ltd. auf St. Lucia hergestellt, einer kleinen Insel in der Karibik, südlich von Martinique. Benannt ist dieser Rum nach Admiral Rodney, einem britischen Navy Admiral, der auf St. Lucia stationiert war und die Insel in “The Battle of Saints” gegen die Franzosen beschützte. Der Rum ist ein Blend aus Melasserums und kommt in einer sehr schönen Flasche mit großen Holzgriffkorken daher. Preislich liegt der Rum in Deutschland bei ca. 50€.

Banks XM 5y
Wie alle Rums aus Guyana wird auch dieser fünf Jahre alte Banks XM von den Demerara Distillers Ltd. (DDL) destilliert. Diese produzieren sowohl eigene Rums (El Dorado), verkaufen aber auch Rum an andere Firmen, die diesen lagern und nach einigen Jahren abfüllen. Banks XM ist einer dieser Firmen und bietet neben dem Banks XM 5y noch einen zehn und zwölf jährigen Rum an.  Empfehlen kann ich besonders den Banks XM 10y – macht eine(n) hervorragenden Mai Tai (Variante). Der 5y ist für ca. 17€ erhältlich und damit der günstigste Rum des Tastings.

Plantation Grenada 98
Die Plantation Serie wird in Frankreich von Cognac Ferrand abgefüllt. Ziel ist es, dass jede der Abfüllungen den typsichen Stil des jeweiligen Landes bzw. Insel widerspiegelt. Die Rums lagern erst einige Jahre an ihrem Produktionsort, bis sie schließlich nochmals in kleinen Fässern aus französischer Eiche bei Cognac Ferrand lagern um den letzten Schliff zu bekommen. Die Grenada 98 Abfüllung wurde insgesamt acht Jahre gereift. Darüber hinaus konnte ich leider keine Informationen zu diesem Rum finden. Augrund des Geschmackes müsste jedoch Melasse als Basis verwendet worden sein. Die aktuellen Plantation Rums kosten alle um die 30€, im Falle des Grenada 98 sind es 28€.

Clement VSOP
Der Clement VSOP (Very Superior Old Pale) Rhum stammt aus Martinique und ist einer der vier Rhum Agricoles des Tastings. Diese sind nicht aus fermentierter Melasse, sondern aus frischem Zuckerrohr destiliert. Auf französischen Inseln wird der größte Teil des Rums auf diese Art hergestellt. Clement destilliert seine Rhums allerdings nicht mehr selbst, diese Aufgabe übernimmt seit einigen Jahren die Simon Destillerie. Der Clement VSOP lagert zuerst für ca. ein Jahr in französischen Eiche Fässern und danach nochmals ca. drei Jahre in amerikanischen Ex-Bourbon Fässern. Erhältlich ist der Rhum für ca. 25€.

Rum Nation Guatemala 23
Rum Nation ist ebenso wie Cognac Ferrand kein Hersteller von Rums sondern lagert und füllt Rums von bekannten oder unbekannten Destillerien ab. Der Guatemala 23 stammt wie die Zacapa Rums von der Industrias Licoreras de Guatemala. Unklar ist allerdings ob die Rum Nation Abfüllung wirklich mindestens 23 Jahre alte Rums enthält oder ob es ein Blend aus maximal 23 Jahre alten Rums ist (wie der Zacapa Solera 23). Dagegen spricht, dass der Rum Nation geschmacklich ziemlich nahe an Zacapa dran ist, wogegen Rum Nation bei anderen Rums explizit den Begriff Solera verwendet. Kaufen könnt ihr den Rum Nation 23 für ca. 60€.

La Mauny VSOP
La Mauny VSOP ist wie der Clement ein Rhum Agricole aus Martinique und ist ein Blend aus ca. 4 Jahre alten Rhums. Preislich liegt der La Mauny VSOP bei ca. 40€.

Robinson Cask Smooth
Dieser Rum wird in Jamaika destilliert, jedoch in Deutschland abgefüllt. Als einziger Rum des Tastings hat dieser Rum etwas mehr Volumenprozente Alkohol – 55%. Sehr lecker in einem Mai Tai und dazu sehr günstig! Diesen Rum gibt es für ca. 18€ zu kaufen.

Riviere du Mat “Opus 5″
Riviere du Mat wird auf der französischen Insel La Réunion im Indischen Ozean hergestellt. Der “Opus 5″ wurde erstmals 2007 veröffentlich und stellt den fünften Rum einer limitierten Serie von Riviere du Mat dar. Dieser Rhum Agricole ist ein Cuvée aus fünf verschiedenen Rhums aus den Jahrgängen 1994 – 2000, die in Eichenfässern zwischen sechs und zwölf Jahren reiften. Im Moment einer meiner Lieblingsrums überhaupt. Schade dass er nicht günstig ist (ca. 73€) und auf 6280 Flaschen limitiert ist. Mein Tipp: Probieren und ein paar Flaschen kaufen solange er verfügbar ist, falls er jemanden genauso gut schmeckt wie mir selbst. ;-)

Doorly XO
Dieser Melasserum ist ein Blend aus sechs bis zwölf Jahre alten Rums, welche zudem ein Finish im Oloroso Sherry Fass erhalten haben. Hergestellt wird der Doorly von der Destillerie R. L. Seale & Co. Ltd. auf Barbados. Erhältlich ist er für günstige 25€.

Damoiseau Vieux 8y
Der Damoiseau Vieux 8y wird von der Destillerie Bellevue hergestellt, die sich auf Guadeloupe befindet. Guadeloupe ist eine Gruppe von neun Inseln der kleinen Antillen in der Karibik und gehört wie Martinique und La Réunion zu Frankreich. Für diesen Rhum Agricole werden mindestens acht Jahre gereifte Rhums verwendet, die in französischen Cognac Fässern gelagert wurden. Für einen Rhum Agricole ist der Damoiseau auch recht günstig: ca 40€.

Ergebnis & Auswertung

Erst einmal vielen Dank an alle die mitgemacht haben und ihre Bewertungen für diese Auswertung zur Verfügung gestellt haben. Obwohl es das erste Tasting dieser Art bei Cocktailscout war, hat alles super geklappt. Nur eine Person hat ihre Bewertungen nicht abgegeben und viele haben noch mit Anderen ihre Proben geteilt, so dass insgesamt dreizehn Bewertungen abgegeben wurden. Toll ist auch, dass mittlerweile von einem anderen Mitglied von Cocktailscout ein Tequila Tasting geplant wird, welches hoffentlich noch mehr Zuspruch findet.

Cocktailscout Rum Tasting: Ergebnisse

Cocktailscout Rum Tasting: Ergebnisse

Gewinner des Tastings ist eindeutig der Rum Nation Guatemala 23. Dieser Rum kommt, wie schon gesagt, aus der gleichen Destillerie wie Zacapa und bietet damit ein komplexes, aber eher weiches und süßliches Gesamtbild. Derartige Rums schmecken Einsteigern in der Regel besser als komplexe Geschmacksbomben von zum Beispiel Cadenhead’s. Ich fand ich auch lecker, jedoch schon etwas zu süß.

Auf dem zweiten Platz ist einer meiner zwei Favoriten gelandet: der Damoiseau Vieux 8y. Vor dem Tasting kannte ich diesen Rum noch nicht, doch hat er mich vollkommen überzeugt. Man schmeckt trotz des Alters immer noch sehr den frischen Zuckerrohr und andere fruchtige Aromen, aber gleichzeitig kommen auch leichte Fasstöne hinzu, die den Geschmack abrunden. Insgesamt ist er im Geschmack und Geruch sehr intensiv, jedoch ohne alkoholisch zu wirken. Super!

Mein Top-Favorit ist leider nur auf dem fünften Platz gelandet, der Riviere du Mat “Opus 5″ – für mich im Moment einer der besten Rums überhaupt. Zum ersten Mal habe ich diesen Rhum in der Tasting Lounge der Rum Company probiert, wo er, wie im Tasting, sofort begeisterte. Unglaublich komplex und fruchtig, ohne süß zu sein.

Von den Melasse Rums hat mir der Doorly XO am besten gefallen. Ein wunderbarer Vertreter dieser Rumgattung, bei dem ich besonders die Sherrytöne interessant finde.

Gut fand ich den Clement VSOP (günstig, lecker im Mai Tai, zusammen mit Appleton Extra), La Mauny VSOP (zu teuer) und Robinson Cask Smooth. Letztere ist besonders interessant, weil er für einen sehr günstigen Preis viel Jamaica Rum bietet. Pur ist er mir allerdings zu wild, in Cocktails stelle ich ihn mir jedoch gut vor. Für ein paar Euro mehr gibt es allerdings schon den Lond Pond Destillery Trewlany mit 53% (ca. 22 Euro), der ebenso viel Kraft hat, aber auch pur sehr zu überzeugen weiß.

Enttäuscht hat mich ein bisschen der Admiral Rodney. Gerade in englischen Foren/Blogs wird dieser Rum oft gelobt – ich fand ihn zwar auch gut, aber nichts Besonderes (außer vielleicht die schöne Flasche). Für den Preis, meiner Meinung nach, unaufregend und nicht empfehlenswert.

Am “schlechtesten” empfand ich den Plantation Grenada 98, obwohl er mir vor einiger Zeit weitaus besser geschmeckt hat. Dieses Mal fand ich ihn scharf und ein wenig langweilig. Nicht wirklich schlecht, aber auch nicht richtig gut – Durchschnitt eben.

Dieses Beispiel zeigt gut, dass ein Blind Tasting nicht als die ultimative Wahrheit angesehen werden darf. Es kommt viel zu viel darauf an, in welcher Atmosphäre man eine Spirituose geniest, wie man gelaunt ist oder was man zuvor gegessen hatte. Ebenso verändert sich der eigene Geschmack ständig. Bis vor einem halben bis dreiviertel Jahr habe ich eigentlich nur Melasse Rums getrunken, heute sind es vermehrt Rhum Agricoles. Ebenso traue ich mich mittlerweile an rauchige Whiskies, die bis vor kurzem noch ein Buch mit sieben Siegeln für mich waren.

Des Testers Liebling

Wenn man sich den oder die Lieblinge jedes Testers betrachtet, gewinnt ebenso der Rum Nation Guatemala 23 mit Abstand. Ganze fünf Tester gaben diesem Rum die meisten Punkte. Allerdings muss man hierbei bedenken, dass bis auf zwei, auch alle anderen Rums mindestens einem Tester am besten gefallen haben. Man sollte also nie blind einen Testsieger kaufen, sondern vor allem auf den eigenen Geschmack achten!

Cocktailscout Rum Tasting: Favorites

Cocktailscout Rum Tasting: Favorites

The World for a Bottle of Rum?

Eindeutiger Preis-/Leistungssieger ist der Doorly’s XO. Kein anderer Rum konnte bei einem solchen niedrigen Preis so viele Tester begeistern. Ebenso haben der Damoiseau Vieux 8y und der Banks XM 5y einen fairen Preis. Für Sparfüchse ist besonders der Banks XM 5y interessant. Er bietet das zweitbeste P/L-Verhältnis und kostet gerade mal 17€!

Insgesamt kann man übrigen keinen Zusammenhang zwischen hohen Preis und guten Bewertungen finden. Es wurden gleichermaßen teure Rums schlecht und günstige Rums gut bewertet. Es ist also auch ohne hohe Investition möglich, daheim ein gutes Glas Rum zu geniesen!

Vielen Dank an Tim vom Tastings Blog für die Idee der Preis/Leistungs Berechnung. Diesen Aspekt hatte ich in den bisherigen Auswertungen immer ein wenig vernachlässigt. Um das Testfeld zu entzerren, habe ich mich allerdings bei der Berechnung dafür entschieden, nicht direkt die Durschschnittsbewertung durch den Preis zu teilen, sonden die quadrierte Durchschnittsbewertung. Bei der ersten Formel wurde durch die enge Punkteverteilung, meiner Meinung nach, die günstigen Produkte zu sehr bevorzugt.

Cocktailscout Rum Tasting: Preis/Leistung

Cocktailscout Rum Tasting: Preis/Leistung

Cocktailscout Rum Tasting: Preise

Cocktailscout Rum Tasting: Preise in Euro

Detailergebnisse

Cocktailscout Rum Tasting: Details

Bezugsquellen

Gekauft wurden die Rums für dieses Tasting bei der Rum Company und bei Barfish. Beide Shops kann ich vollkommen empfehlen, falls euch der eine oder andere Rum interessiert!

Frühere Tastings

Bisher wurden von mir im C&D Forum ein Rye Whiskey Tasting, ein Anejo Tequila Tasting und ein Melasse Rum Tasting durchgeführt.

Choctail Workshop macht Halt in Stuttgart

Posted in Cocktails, Stuttgart on March 6th, 2010 by Hannes – 2 Comments

Am Montag , den 8ten Februar, luden die Stuttgart Nightwalkers in Zusammenarbeit mit Barworkz, vertreten von Bastian Heuser und Sanjay Cachemaille, zum Stelldichein in die Muttermilch nach Stuttgart. Ziel war es den Bartendern der Stadt die neue Spirituose Mozart Dry näher zu bringen. Bastian Heuser, bekannt durch Mixology, führte dabei gekonnt durch das Programm.

Bastian Heuser

BastianHeuser

Zu Beginn erläuterte er den Herstellungsprozess von Mozart Dry und dem Schokoladenbrand Choc aus gleichem Hause. Leider sind Details wie Kakaoanteil der verwendeten Schokolade und das eigentliche Destillationsverfahren Firmengeheimnisse von Mozart. Es wurde nur verraten, dass weder in Pot Still noch Column Still destiliert wird, da bei diesen klassischen Verfahren das Destilat einen verbrannten Geschmack bekommt.

Der Unterschied zwischen Mozart Choc und dem neuen Mozart Dry ist, dass Mozart Choc aus fermentiertem Kakao (Kakaowein) destiliert und anschließend auf 42% verdünnt wird. Dieses Verfahren ist enorm teuer und führt auch zu dem sehr hohen Preis des Choc, der das Produkt nicht all zu erfolgreich machte. Bei Mozart Dry wird hingegen Schokolade (Foratero und Trinitario), Vanille (Bourbon) und Zucker in Rohrzuckeralkhohol mazeriert und anschließend auf 40% destiliert – es wird kein Wasser hinzugefügt.

Kakao

Kakao

Nach der kurzen Einleitung ging Bastian Heuser auf das spannende Thema Foodpairing ein. Für mich eines der Highligts der Veranstaltung. Beim Foodpairing geht es darum
passende Aromen zu seinen Basisprodukten zu finden. Zu Beginn wählt man ein Produkt aus und findet dann über sogenannte Aromenbäume passende Aromen zu diesem Produkt. Ursprünglich wird das Foodpairing für Speißen verwendet, lässt sich aber auch problemlos auf Getränke und speziell für Cocktails anwenden. Dies hat den Vorteil das man für neue Kreationen schnell passende Kombinationen findet ohne viele Fehlversuche zu produzieren. Weiterhin erlaubt dies auch unerfahrenen Bartendern schnell gelungene Cocktails zu entwickeln. Für mich ein Thema das noch viel Potential hat und von dem man auch in Zukunft noch viel hören wird. Weitere Informationen zu diesem Thema finden in der aktuellen Mixology 1/2010 und auf der Homepage foodpairing.de.

Anschließend ging es direkt an die Bar der Muttermilch um Mozart Dry in verschiedenen Cocktails zu testen. Dabei wurden Klassiker wie ein Whisky Sour mit Mozart verfeinert oder neue Kreationen vorgestellt. Mein persönliches Highlight war der Drink “Rum-Traube-Nuss” entwickelt von Bastian Heuser und auch in Zukunft auf der Rezeptseite von Mozart zu finden. Hier das Rezept:

Rum-Traube-Nuss

3cl Jamaika Rum
3cl Mozart Dry
1,5cl Rosinensirup (Rosinen mit gleichen Teilen Wasser und Zucker aufkochen, Prürieren und durch ein Feines Sieb abseihen)
1cl Frangelico
2cl Limettensaft

Choctail

Choctail

Zum Abschluss konnten noch die Liköre aus dem Hause Mozart verkostet werden. Anschließend luden Dino Zippe und Bastian Heuser in die o.T. Bar zu Cocktails mit Mozart Dry. Alles in allem eine sehr informative und gelungene Veranstaltung die, trotz Befürchtungen, nicht zu trocken und Marketinglastig war. Weitere Stationen des Choctail Workshops sind (bzw. waren) unter anderem München, Köln und Dresden.

Barkultour 2010 – Fazit

Posted in Stuttgart on January 28th, 2010 by Sascha – Be the first to comment

Pünktlich um halb 11 waren Jan (aus dem C&D Forum) und ich am Montag vor Ort und konnten bei den meisten Ausstellern noch die letzten Aufbauarbeiten beobachten. Da kam gleich richtiges Messe-Feeling auf und wir konnten uns in Ruhe einen ersten Eindruck verschaffen: Zu den üblichen Verdächtigen wie Diageo, Haromex und Pernod-Ricard gesellten sich auch kleinere Hersteller wie Mozart aus Salzburg und die The Duke aus München. Eigentlich alle Stände boten ihre Produkte zum Verkosten an und bei einigen Firmen konnte man sich auch den einen oder anderen Cocktail mixen lassen.

Bei The Duke haben wir auch gleich die imho Interessanteste Neuvorstellung der Messe entdeckt: den Ingwerlikör von Max und Daniel. Dieser bietet eine super Balance zwischen einem sehr intensiven Ingwergeschmack und der Likör-typischen Süße. Bei Giffard konnten wir später auch deren Ingwerlikör (Ginger of the Indies) probieren und können dem Ingwerlikör von The Duke einen intensiveren, aber trotzdem sehr ausgewogenen Geschmack attestieren. Sehr schön, dass es immer mehr regionale Produkte gibt, die es mit internationalen Produkten aufnehmen können.

The Duke Gin & Ingwer Likör

The Duke Gin & Ingwer Likör

Kurz vor bzw. während dem ersten Vortrag Genuss mit Verantwortung gesellten sich auch Cocktails Old Fashioned Autor Hannes und Christan von den Cocktailwelten zu uns. Tony Eulenberg von Pernod Ricard stellte in diesem eine gemeinsame Kampagne mit Diageo vor, die für mehr Verantwortung und Genussorientierung bei den Konsumenten sorgen soll. Insgesamt recht interessant, jedoch wurde leider nicht auf die Sicht der Bartender zu diesem Thema eingegangen. Dieser Trend setzte sich auch beim zweiten Vortrag über die Arbeit auf hoher See fort. Auch dieser war recht interessant, falls man sich für einen Job bei Aida interessiert, ging aber leider kaum auf die Bartender selbst ein. Wie sehen die Bars auf den Schiffen aus? Welche Cocktails werden dort angeboten? Mit welchen Zutaten wird dort gearbeitet? Wie gestaltet sich die Arbeit in einem großen Team von Bartendern?

Jürgen Deibel

Jürgen Deibel

Ein echtes Highlight war der Vortrag von Jürgen Deibel zum Thema Cognac. Nach einer kurzen Einführung (Altersstufen, Herstellung, Traubensorten, Anbaugebiete) konzentrierte sich Herr Deibel auf den jährlich stattfindeten Cognac Summit. Zu diesem Treffen sich jährlich Bartender aus aller Welt, Cognac Hersteller und Autoren um aktuelle Entwicklungen rund um Cognac zu diskutieren. Dieses Jahr lag der Schwerpunkt auf der Nutzung von Cognac in Cocktails aus der Zeit der Prohibition in den USA und deren Adaption in heutige Varianten, welche in dem Vortrag vorgestellt wurden. Ich bin schon gespannt darauf, den einen oder anderen Cocktail nach zu mixen.

Zacapa XO

Zacapa XO

Neben den Ständen der Aussteller und den Vorträgen bot die Barkultour auch Tastings zu verschiedenen Themen an. Alle Tastings waren kostenlos und bis auf das Monkey 47 Tasting auch frei zugänglich. Jedes Tasting behandelte meist einen Hersteller bzw. Produktreihe und dauerte 30-45 Minuten. Neben dem eigentlichen geschmacklichen Kennenlernen der Produkte, wurde auch meist etwas über die Geschichte und Herkunft der Flüßigkeiten im Glas erzählt. Leider konnte ich selbst nur dem Zacapa Tasting vollständig beiwohnen, jedoch habe ich auch über die anderen Tastings ausschließlich positives gehört.

Fazit

Die Barkultour 2010 war aus Sicht des gesamten Cocktails Old Fashioned Teams (Hannes, Fabian, Sascha) eine hervoragende erste Messe. Es gibt natürlich ein paar Punkte, die nicht so schön waren und beim nächsten Mal besser gemacht werden können, doch im Gesamten hat es uns sehr gut gefallen! Auch von den Besucherzahle ist die Messe als Erfolg zu verbuchen: mit 1184 Besuchern hatte die Barkultour 2010 mehr Besucher als der Bar Convent in Berlin in seinem ersten Jahr 2007 (1068 Besucher). Die nächste Barkultour findet am 24. und 25. Januar 2011 statt.

Lobenswert

  • Gemütliche Atmosphäre durch die schönen Räumlichkeiten
  • Nette Unterhaltungen mit den Ausstellern an allen Ständen
  • Reger Austausch mit anderen Besuchern
  • Kein Gedrängel zwischen den Ständen
  • Tastings und Vorträge waren im Eintrittsspreis inbegriffen
  • Kostenlose Eintrittskarten, falls man sich vorher auf der Website registriert hatte
  • Fast alle Aussteller boten kostenlose Proben ihrer Produkte an und mixten auch den einen oder anderen Cocktail damit (großes Lob an Diageo bzw. Mike und Dino für die leckeren Cocktails!)
  • Insgesamt eine schöne Auswahl an Ausstellern und Tastings

Verbesserungswürdig

  • Einige Vorträge hatten so gut wie nichts mit Bartending oder Cocktails zu tun, sondern wurden lediglich als Werbeplattform missbraucht
  • Aussteller, die nur entfernt oder gar nichts mit dem Thema Bar zu tun hatten
  • Die Messeparty am Montag Abend war sehr schlecht organisiert und leider auch schlecht besucht. Zum Glück waren professionelle Stuttgarter Bartender hinter dem Tresen, so dass die Gäste trotzdem leckere Cocktails genießen konnten!
  • Fehlende Beschilderung des Geländes

Weitere Berichte zur Barkultour findet ihr beim Barzirkel München und den Cocktailwelten.

Wart ihr auf der Messe? Falls ja, wie fandet ihr die Veranstaltung?

Barkultour 2010 – Eröffnungsparty

Posted in Stuttgart on January 27th, 2010 by Sascha – Be the first to comment

Am Sonntag Abend leitete die Eröffnungsparty der Barkultour zwei Tage im Zeichen des Cocktails in Stuttgart ein. Mike Meinke, Inhaber der Triobar in Berlin; Chris Steide, Barchef vom Rauschenbach Deli in Dresden; Markus Heinze, Barchef der Sonderbar in Dresden; Florian Neumann, Barchef der Muttermilch & Tonstudio in Stuttgart und Dino Zippe, Barchef der o.T. Bar empfingen die Gäste mit jeweils vier Cocktails. Mit dabei waren komplette Eigenkreationen (zum Beispiel der English Breakfast) und Variationen von Klassikern und bekannten Cocktails (zum Beispiel My Summit, French Pisco).

o.T. Bar

o.T. Bar

Natürlich konnte ich nicht alle Cocktails probieren, doch die, die vor mir auf dem Tisch landeten waren alle gut trinkbar, um es mal schwäbisch auszudrücken. Besonders geschmeckt haben mir der English Breakfast, French Pisco und My Summit – alle sehr lecker! :-)

Branko Arnesk & Band

Branko Arnesk & Band

Für musikalische Unterhaltung sorgte Branko Arnesk mit seiner kubanischen Band. Es ist immer wieder erstaunlich, welche Kraft aus der zierlichen Sängerin herauskommt. Falls jemand die Party verpasst hat, die Band spielt jeden Sonntag zur Floridita Night in der o.T. Bar.

Florian Neumann

Florian Neumann

Schade war, dass es ziemlich früh leerer wurde und gegen 12  fast keine Gäste mehr da waren. “Die Stuttgarter haben einfach zu wenig Durst”, kommentierte einer der Bartender. Da bin ich froh, dass unser Tisch versucht hat das glatte Gegenteil zu beweisen…

Mike Meinke

Mike Meinke

Insgesamt war es ein sehr schöner Abend! Man hat einige bekannte Gesichter wieder getroffen, leckere Cocktails mit kreativen Rezepten getrunken und einer super Band gelauscht. Hoffentlich müssen die Stuttgarter nicht bis zur nächsten Barkultour auf einen weiteren Abend dieser Art warten. Wobei, bis dahin hätten die meisten bestimmt jede Menge Durst. ;-)

Bars in Stuttgart

Posted in Stuttgart on January 21st, 2010 by Sascha – 5 Comments

Für den Fall, dass sich am Montag oder Dienstag jemand von der Barkultour ausruhen möchte…

o.T. Bar

Die o.T.Bar liegt mitten im Herzens Stuttgart, im Foyer des neuen Kunstmuseum Stuttgart. Barchef Dino Zippe hat dort eine sehr umfangreiche Auswahl an Spirituosen und Likören angesammelt, die in einer Vielzahl von verschiedenen Cocktails Verwendung finden – von klassischen Kreationen, über “Fancy Drinks” bis hin zu Cuisine Style Cocktails mit frischen Kräutern findet man dort alles. Die Drinks sind eigentlich immer super, die Preise zwar nicht billig, aber in Anbetracht der hochwertigen Zutaten (z.B. Tanqueray Ten im Pouring für Gimlet, Martini, usw.) auf jeden Fall angebracht, wenn nicht gar günstig.

Etwas deplaziert wirken die Stühle an den Tischen – sie errinnern eher an die Gartenabteilung von namhaften Baumärkten ;-) . Allerdings bringen sie der ansonsten stimmunsgsvollen Atmosphäre keinen Abbruch und außerdem ist es viel gemütlicher, wenn man an der grün beleuchteten Bar sitzt und den Bartendern bei der Arbeit zusehen kann. Besonders wenn kein Sonnenlicht mehr durch die Fenster scheint, sieht die Front aus Flaschen sehr beeindruckend aus.

Besonders hervorheben möchte ich Dinos Engagement für der Stuttgarter Barszene. Seit einige Monaten organisiert er mit Florian Neumanm aus der Muttermilch/Tonstudio die Treffen der Stuttgart Nightwalkers und sorgt damit für mehr Zusammenhalt und Zusammenarbeit zwischen den Bartendern.


Adresse: Kleiner Schloßplatz 1, 70173 Stuttgart
Website: www.ot-bar.de
1. Bild: Dino Zippe

breezin’ Bar & Food

Das breezin’ ist neben dem Fou Fou eine der neueren Bars in Stuttgart und setzt auf ein in Stuttgart selten gesehenes Konzept: hochqualitative Drinks in Verbindung mit ebenso hochwertigen, frisch zubereiteten Speisen. Ein Blick in die Cocktailkarte verrät sofort, dass die Bartender im breezin’ auf klassische Drinks stehen und eine große Auswahl von diesen anbieten. Zusätzlich gibt es auch eine kleine Auswahl an Single Malt, Rum, Bourbon und weiteren Spirituosen für den puren Genuss. Um zu garantieren, dass die Speisen frisch zubereitet werden können, gibt es nur eine kleine Speisekarte mit einer Mischung aus regionalen, französischen, italienischen und portugiesischen Gerichten. Diese wechseln jedoch oft und bieten damit viel Abwechslung. Besonders hervorzuheben ist auch der Umgang mit den Gästen: Service wird im breezin’ wirklich groß geschrieben und ist nicht nur ein Werbe-Schlagwort. Die Gäste werden persönlich begrüßt, so dass man sich gleich willkommen fühlt und auch persönlich verabschiedet. Solche und weitere kleine Gesten sollten zwar eigentlich Standard sein, sofern es die Zeit zulässt, doch findet man guten Service, im Allgemeinen, leider immer seltener. Insofern großes Lob für das breezin’!

Adresse: Mozartstr. 3, 70180 Stuttgart
Website: www.breezin.de

Fou Fou

Das Fou Fou definiert sich selbst als “Hotelbar ohne Hotel” und befindet sich direkt auf dem Willhelmsplatz, wo sich auch das Ciba Mato befindet. Die Cocktailkarte ist geradezu winzig, aber mit dem Hinweiß versehen, dass weitere Cocktails gerne auf Wunsch gemixt werden. Die Auswahl der Spirituosen und Zutaten ist sehr hochwertig, so dass auch für den puren Genuss das eine oder andere Tröpfchen dabei sein sollte. Neben dem Barbereich gibt es noch zwei weitere (Nichtraucher-) Räume und eine kleine Raucherlounge. Dem Zigarrengenuss steht somit auch nichts im Wege.


Adresse: Leonhardstraße 13, 70182 Stuttgart
Website: www.bar-foufou.de

Ciba Mato

Das Ciba Mato bietet neben der o.T. Bar die modernste Barkarte in Stuttgart. Egal ob Experimente mit verschiedenen Kräutern, exotischen Bitters, Sake oder Infusionen, hier findet der probierfreudige “Bar Nerd” viel zu entdecken. Leider sind die Drinks nicht ganz günstig, Qualität hat seinen Preis. Desweiteren gibt es aber auch eine große Auswahl an alten und modernen Klassikern und “Fancy Drinks”, so dass auch etwas für den kleineren Geldbeutel dabei ist. Die Bar ist fernöstlich angehaucht eingerichtet und in den Abendstunden sehr gemütlich beleuchtet, ein Ambiente, das zum Genießen und Entspannen einlädt. An den Wochenenden ist das Ciba Mato allerdings immer sehr voll (und leider auch laut), so dass man für einen ruhigen Cocktail eher unter der Woche vorbei schauen sollte. Neben den Cocktails und Spirituosen gibt es im Ciba Mato auch noch eine umfangreiche Speisekarte, wozu ich allerdings nichts näheres zu berichten habe, da wir/ich immer nur zu später Stunde im Ciba Mato zu Gast waren.


Adresse: Wilhelmsplatz 11, 70182 Stuttgart
Website: www.ciba-mato.de

BAR

Oft bin ich mit Freunden in der BAR anzutreffen. “In welcher?” Ja, diese Frage begegnete mir bereits des Öfteren…

Hauptgrund für unsere zahlreichen Besuche ist die riesige Rum und Whiskey Auswahl, die für jeden Geschmack etwas zu bieten hat. Von einfacheren Standardabfüllungen bis hin zu selteren Ausgaben findet man eigentlich alles – und das zu einem meist günstigen Preis. So steht zum Beispiel immer noch die eine oder andere Flasche der Kilchoman “Anticipation” Abfüllung im Regal, ohne dass man für ein Gläschen davon Unsummen bezahlen muss. Ähnlich verhält es sich beim Rum: neben Zacapa, El Dorado und Pampero befinden sich viele unbekannte(re) Marken, die es aber trotzdem (oder gar besonders) verdient haben, probiert zu werden.

So ganz nebensächlich gibt es in der BAR natürlich auch noch leckere Cocktails (Gimlet mit Hendricks anyone? Andi? :-) ), die für die gebotene Qualität wirklich günstig sind! Leider ist die Karte schon ziemlich alt und enthält “nur” Klassiker und ein paar Eigenkreationen. Die verschiedenen Bartender bieten jedoch darüber hinaus auch weitere Cocktails an, so dass dies nicht wirklich schlimm ist. Falls also die Karte nichts passendes hergibt, einfach mal fragen was es sonst gerade gibt. Die Bartender sind alle überaus freundlich, wissen bestens Bescheid, so dass sich bestimmt was passendes finden lässt.

An den meisten Sonntagen (an allen?) gibt es zudem Auftritte von verschiedenen Musikern, die für ein paar Stunden den sonst üblichen Mix aus Jazz, Smooth Jazz (na Christian?! ;-) ) und Blues ablösen und die BAR in einen kleinen und gemütlichen Konzertraum verwandeln.

Falls jemand einer Zigarre nicht abgeneigt ist, hält der Humidor eine kleine, aber feine Auswahl an Tabakgut bereit. Ich selbst kann damit zwar nichts anfangen, doch soll es ja den einen oder anderen Zigarrenfan in Stuttgart geben.

Natürlich gilt das meiste (gute Drinks, freundliche und kompetente Bartender, usw) auch für die anderen vier hier gelisteten Bars, jedoch bietet die BAR für uns ein überaus sympathisches Gesamtpaket, was (für uns) aus dem eigentlich einfachen Konzept etwas besonderes macht. Es sei mir daher hoffentlich verziehen, dass ich der BAR an dieser Stelle etwas mehr Lob als den anderen vorgestellten Bars zukommen lasse.


Adresse: Augustenstrasse 81, 70178 Stuttgart
Website: www.bar-stuttgart.com

Barkultour 2010 in Stuttgart

Posted in Stuttgart on January 14th, 2010 by Sascha – 1 Comment

Am 25. und 26. Januar findet in Stuttgart zum ersten Mal die Barkultour statt und ist damit die einzige Messe in Süddeutschland, die sich voll auf Bars und Cocktails konzentriert. Das Motto lässt sich am treffensten mit “Qualität statt Quantität!” zusammenfassen – lieber einen “kleinen” Cocktail  mit hochwertigen Zutaten, anstatt die in Stuttgart oft anzutreffenden halben Liter “Saftgemische”. Als Veranstaltungsort wurde das Römerkastell in Bad-Cannstadt ausgesucht, welches sich sehr positiv von vielen sterilen Messehallen abhebt und so dem ganzen eine gemütliche und freundliche Atmosphäre verleiht.

Römerkastell

Veranstalter der Barkultour ist Dimi Lazaridis, Geschäftsführer der Agentur Bloom Concepts GmbH in Stuttgart, der über das Gastro-Projekt “Esskultour – das Gutscheinbuch für die Szenegastronomie” in Kontakt mit der Gastronomie kam und nach und nach die Idee einer eigenen Barmesse in Stuttgart ausarbeitete. Vor etwa zwei Jahren wurde mit der Arbeit begonnen, was am Anfang hauptsächlich daraus bestand herauszufinden, ob überhaupt Interesse an einer solchen Messe in Stuttgart gegeben ist. Nach und nach fanden sich so immer mehr Partner und Aussteller und das Konzept wurde konretisiert. Die Messe richtet sich, hauptsächlich an die Fachleute und Bartender aus der Gastronomie. Neben der Vorstellung neuer und bekannter Spirituosen, Zutaten und Cocktails wollte man auch die anderen wichtigen Themen der Branche angehen, die im täglichen Gastroalltag wichtig sind: Marketing, Vertrieb/Verkaufsförderung sowie Gestaltung und fachmännischer Planung/Einrichtung einer Bar.

Präsentiert wird das umfangreiche Angebot in drei Bereichen:

  • Aussteller: Hier präsentieren zahlreiche Firmen ihre aktuelle Produkte. Mit dabei sind unter anderem: Diageo, Haromex, Schweppes, Pernod Ricard, The Duke, Mozart Destillerie, Giffard, Monin, Como Fashion, und viele andere. Eine vollständige Liste findet ihr hier. Besonders interessant finde ich den Stand der Blackwood Destillerie, die ihren neuen Gin Monkey 47 präsentieren wird. Eine erste Probe beim Gin Tasting der Stuttgart Nightwalkers empfand ich schon als ziemlich lecker. Auch wenn in letzter Zeit immer mehr Gins auf den Markt kommen, ist es doch schön wenn es gute regionale Produkte gibt, die sich vor internationalen Produkten nicht verstecken müsssen.Monkey 47
  • Tasting Area: In diesem Bereich werden einzelne oder mehrere Produkte von verschiedenen Firmen vorgestellt und zum Probieren angeboten. Insgesamt werden zehn verschiedene Tastings angeboten:
    • Choctail/Mozart (Stefan Stefancsecz)
    • Monin
    • Ron Zacapa (Torsten Bechmann)
    • Monkey 47  (Alexander Stein)
    • The Glenlivet Single Malt (Bernhard Schäfer)
    • Sierra Tequila (Sven Sudeck)
    • Rum/Havana (Andreas Till)
    • Pisco (Roland Baric)
    • Japanischer Whisky (Helmut Knöpfle)
    • Tanqueray Gin (Mike Meinke)
  • Jedes Tasting ist im Eintrittspreis mit inbegriffen, dauert ca. 45min und bietet Platz für ca. 30 Personen. Bis auf das Monkey 47 Tasting (geschlossenes Tasting, nur für geladene Gäste) gibt es keine Anmeldung – first come, first serve. Wann die Tastings stattfinden, erfahrt ihr hier.

  • Bühne: Auf der großen Bühne des Römerkastells werden sowohl die Vorträge der einzelnen Redner präsentiert, als auch die zwei Workshops zu den Themen Flair Bartending und Barista statt finden. Unter anderem gibt es bei den Vorträgen folgendes zu hören:
    • Tony P. Eulenberg (Pernod Ricard) – Genuss mit Verantwortung
    • Jochen Larisch (AIDA Cruises) – Traumjobs mit Meerblick – Barkeeper bei AIDA Cruises
    • Helmut Knöpfle (Schlumberger) – On-Trade Marketing
    • Matthias Gerber (Illy – Universität des Kaffees) – Das Geheimnis eins perfekten Espressos
    • Elke Kies (Duftregie) – Dufteinsatz zur Absatzförderung und Kundenbindung

    Persönlich hätte ich mir zwar noch den einen oder anderen cocktailbezogenen Vortrag gewünscht, doch finde ich auch die hier aufgezählten Themen äußerst interessant, auch wenn sie teils eher die Barbetreiber/Manager ansprechen. Den vollständigen Vortragsplan findet ihr hier.

Desweiteren findet schon am 24ten Januar eine Pre-Party in der o.T. Bar am Schlossplatz statt. Ab 20.00 Uhr werden euch dort Mike Meinke, Inhaber der Triobar in Berlin; Chris Steide, Barchef vom Rauschenbach Deli in Dresden; Markus Heinze, Barchef von der Sonderbar in Dresden; Florian Neumann, Barchef Muttermilch & Tonstudio in Stuttgart und natürlich Dino Zippe, Barchef der o.T. Bar in Stuttgart willkommen heißen. Für musikalische Unterhaltung sorgt Branko Arnesk mit seiner kubanischen Band, die auch schon bei den sonntaglichen Floridita Nights (sehr zu empfehlen!) der o.T. Bar die Gäste begeistern.

Am Abend des ersten Messetages geht es weiter mit der Messeparty “Blues Brothers and Sisters”. Mit dabei ist eine Live Band, Buffet und verschiedene Themenbars, besetzt mit einigen der besten Bartendern Stuttgarts. Karten für diese Veranstaltung müssen jedoch zusätzlich zu den Messetickets erworben werden.

Wer die Barkultour besuchen möchte, hat über die Anmeldung auf der Website die Möglichkeit, für beide Tage freien Eintritt zu bekommen! Wahrscheinlich werde ich an beiden Tagen vor Ort sein und würde mich freuen das eine oder andere bekannte Gesicht aus der Blogwelt zu treffen. :-)

Barkultour 2010

Links

Was witziges zu Weihnachten…

Posted in Webweites on December 24th, 2009 by Sascha – 2 Comments