Cocktails

Webweites #3

Posted in Cocktails, Videos, Webweites, Zutaten on May 11th, 2009 by Sascha – Be the first to comment

Nach einer kleinen, prüfungsbedingten Auszeit, geht es nun weiter mit Webweites #3. Demnächst folgen Artikel zu meinem Licor 43 Cocktail, zum Mai Tai und einer damit in Verbindung stehenden Spirituose.

Bibulous Special Report: Bols and Bitter Truth – The influence of bitters event

Interessanter Bericht über eine Veranstaltung von Bols und The Bitter Truth über die Ursprünge des Cocktails und Bitters.

Link zum Artikel

Warum altert der Sazerac 18 nicht?
Interessante Story, warum der Sazerac Rye 18y im Gegensatz zu z.B. Rittenhouse nicht altert.

Link zum Artikel

GSA Falernum
Das GSA Blog Falernum ist fertig!

Oh Gosh TV: Le Leon

Blue Blazer Videos

Verschiedene Artikel

Verschiedene Videos

Amarula African Cocktails 2009 – Bantu

Posted in Cocktails on April 28th, 2009 by Sascha – 1 Comment

Der Amarula African Cocktails Wettbewerb findet dieses Jahr schon zum dritten Mal statt und bietet als Neuerung eine eigene Kategorie für Connaisseuren / Hobby-Bartender / Cocktailenthusiasten. Es wird also, im Gegensatz zu anderen Wettbewerben, auf jeden Fall einen Gewinner aus dieser Gruppe geben. Die Aufgabe war, einen Cocktail zu kreieren, der Afrikanisch inspiriert ist, Amarula als Zutat enthält und nicht mehr als 7 Zutaten in sich vereint. Die Cocktails werden nach Ablauf des Einsendeschlusses von einer Jury nach Aroma, Aussehen und Geschmack bewertet.

Für mich war der Amarula Contest der erste Wettbewerb überhaupt und es hat jede Menge Spaß gemacht neue Rezepte auszuprobieren. Leider waren die ersten paar Versuche nicht all zu genießbar, aber nach dem vierten Versuch fand ich eine vielversprechende Kombination aus Zutaten, die immer weiter verfeinert wurde. Herausgekommen ist der Bantu.

Bantu

Bantu

Bantu

  • 4 cl Appleton Estate V/X
  • 2.5 cl Amarula
  • 1.5 cl Maracujasirup
  • 1.5 cl Limettensaft
  • 1 Scheibe Ingwer (ca. so groß und dick wie eine 1-Euro Münze)

    Alle Zutaten in den Shaker geben und die Scheibe Ingwer mit einem Stößel zerdrücken – schütteln – mit Hilfe eines Teesiebs in ein vorgekühltes Cocktailglas abseihen und mit einer Physalis dekorieren.

Der Drink ist trotz des Amarulas und Maracujasirups nicht all zu sehr auf der süßen Seite und bietet ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen dem Geschmack des Appleton und Amarula. Der Maracujasirup ergänzt dezent die fruchtigen Töne des Amarulas und im Nachgeschmack kommt leicht die Schärfe des Ingwers hervor.

Das schwierigste an der ganzen Aktion war eigentlich, einen passenden Namen zu finden. Bis heute Mittag waren noch “Roots of Africa”, “African Root” und “African Rum Cocktail” im Rennen, bis ich zufällig einen Artikel über Bantu gelesen habe. Bantu ist die Bezeichnung für über 400 verschiedene Ethnien Süd- und Mittelafrikas, die Bantusprachen sprechen. Der Begriff hat damit zwar nichts mit Cocktails zu tun, doch der Name gefiel mir (und meinem Brain Storming/Tester-Team – Danke!) gut und stellt einen Bezug zu Afrika her. ;-)

Tommy’s Rosemary Margarita

Posted in Cocktails on April 23rd, 2009 by Sascha – 2 Comments

Die Anfänge dieses Cocktails lassen sich zu Torben Bornhöft zurückführen, der die gewöhnliche Tommy’s Margarita abänderte, um den Jose Cuervo Reserva de Familia Platino mehr in den Vordergrund des Drinks zu rücken. Christian von den Cocktailwelten fügte der Tommy’s Platino Margarita, anlässlich des Mixology Mondays: Spice, einen Zweig Rosmarin hinzu. Diese Rezeptur habe ich nun Mangels des Platino an “gewöhnlichen Tequila” angepasst.

Tommy's Rosemary Margarita

Tommy's Rosemary Margarita

Tommy’s Rosemary Margarita

  • 6 cl Tequila
  • 1.5 2 cl Limettensaft
  • 1 1.5 cl Agavensirup
  • 1-2 Zweige Rosmarin

    Tequila, Limettensaft, Agavensirup und 1-2 Zweige in den Shaker geben – schütteln und mit Hilfe eines Teesiebs in ein Cocktailglas abseihen – zur Dekoration einen weiteren Zweig in das Gästeglas legen

Sehr lecker! Es ist zwar nur eine kleine Variation der normalen Tommy’s Margartia, doch gibt der Rosmarin dem Drink nochmal mehr Tiefe und sorgt für willkommene Abwechslung. Wieviel Rosmarin verwendet wird, kommt denke ich auf den persöhnlichen Geschmack an. Mit einem Zweig im Shaker und einem Zweig im Cocktailglas, ist der Rosmaringeschmack noch dezent im Hintergrund. Aber schon bei zwei Zweigen im Shaker (+ einem im Glas) tritt der Geschmack mehr in den Vordergrund und ergiebt für mich den runderen Drink. Ins Gästeglas sollte man jedoch auf jeden Fall einen Zweig hinzugeben, da dieser einen schönen Geruch und auch Öle verteilt, die das Geschmackserlebnis abrunden.

Matinée Martini

Posted in Cocktails on April 21st, 2009 by Sascha – Be the first to comment

Salbei = Tee, war mein erster Gedanke, bevor mir der Matinée Martini über den Weg gelaufen ist. Die Rezeptur hörte sich sofort interessant an, was nicht nur am Salbei lag, sondern auch an den 1.5 Barlöffeln Orange Flower Water. Erfinder des Cocktails ist Stephan Berg, der mit ihm den zweiten Platz im Hendricks-Martini Wettbewerb gewann.

Matinée Martini

Matinée Martini

Matinée Martini

  • 6 cl Hendrick´s Gin
  • 1.5 Barlöffel Orange Flower Water
  • 1 Barlöffel Ingwersirup
  • 3 Blättchen Salbei

    Kräftig schütteln – mit einem Teesieb in ein Cocktailglas abseihen – Zitronenzeste über dem Glas ausdrücken und diese in den Drink dazugeben

Leider muss ich sagen, dass mir persöhnlich in diesem Drink zu viel Orangenblütenwassers verwendet wird. Der erste Geschmackseindruck ist richtig gut, dann überlagert jedoch das Orange Flower Water sämtliche andere Zutaten des Drinks. Ich kann mir allerdings gut vorstellen, dass der Cocktail mit nur einem oder einem halben Barlöffel des Orange Flower Waters mehr meinen Geschmack trifft – ein Bericht wird folgen.

Nichtsdestotrotz eine sehr interessante Kombination – man muss nur den Geschmack des Orangenblütenwassers mögen. ;-)

Raspberry Thyme Smash

Posted in Cocktails on April 19th, 2009 by Sascha – 1 Comment

Das erste mal aufmerksam wurde ich auf diesen Drink vor ca. 2 Wochen in der o.T. Bar in Stuttgart. Ich wollte mal etwas neues ausprobieren und da kam ein Cocktail mit Thymian gerade recht. Glücklicherweise hat sich das Rezept nicht nur gut angehört, sondern es war auch sehr lecker und durch die schöne Mischung von Himbeere und dem intensiven Thymian Geschmack mal was ganz anderes.

Ursprünglich stammt dieser Cocktail aus dem BLT Market in New York und wurde in der Juli Ausgabe 2008 des Bon Appetit veröffentlicht.

Raspberry Thyme Smash

Raspberry Thyme Smash

Raspberry Thyme Smash

  • 1 frischer Zweig Thymian
  • 6 frische Himbeeren
  • 6cl Gin (Hendrick’s wird empfohlen)
  • 3cl Zuckersirup
  • 3cl frischer Limettensaft

    Thymianblätter vom Zweig entfernen und mit den Himbeeren stößeln – die restlichen Zutaten hinzufügen – mit viel Eis kräftig schütteln – durch einen Teesieb in ein Tumbler mit frischen Eis abseihen – mit einem zusätzlichen Zweig Thymian und Himbeere dekorieren

Bei den im Moment erhältlichen Himbeeren sollte man jedoch mehr als 6 Stück verwenden. Ich hatte 10 verwendet und es hätten fast noch mehr sein können. Aktuell sind die käuflich erwerbbaren einfach noch zu klein und auch geschmacklich nicht mit welchen aus dem Sommer zu vergleichen.

Der Himbeer Thymian Smash ist aber trotzdem (schon jetzt) ein wundervoller Sommertrink! Unbedingt probieren!

Update 20.04.09
Im Artikel des Bon Appetit wird die Menge an Gin mit 1/4 Cup angegeben. Allerdings habe ich diese Angabe nicht selbst umgerechnet, sondern nur schnell gegoogelt, was die ursprünglich angegebenen 6.45cl ergaben. Gestern Abend habe ich den Cocktail nochmal probiert und fand den Gin minimal zu dominant, so dass ich doch nochmal nach einer Umrechnung von Cup in Milliliter suchte.

Das Problem hierbei ist aber, dass man nie genau weiß, welche Art von Cup benutzt wurde. Es gibt nämlich eine us customary cup, eine us legal cup, eine imperial cup, eine metrische cup und eine japanische cup. Da das Magazin jedoch in den USA erscheint, habe ich die us legal cup, welche 240ml entspricht, für die Konvertierung benutzt. Hierbei kommen genau 6cl heraus, was denke ich einen runderen Drink ergibt, als mit 6.45cl.

Mixology Monday: Superior Twists

Posted in Cocktails on April 12th, 2009 by Sascha – 3 Comments

My first MxMo blog post…I’m excited! This month the host is The Wild Drink Blog and the task was to create an original cocktail recipe, which bases on a cocktail classic, but adds a litte (or big) twist to it.

Two of my favorite cocktails are the Gin Basil Smash and the Basil Daiquiri. About 2 month ago, i searched the internet for a “Basil Margarita” like recipe, but didn’t find any. So i begun to fidle on the recipe myself. First i decided to base the new cocktail not on the original Margarita, but on the Tommy’s Margarita. This “Basil Tommy’s Margarita” tasted quite good, but it missed something.

I tried a few different things, but the answer was to take back the liquour portion of the original margarita into the mix and replace the Cointreau with St. Germain. The resulting drink is now basically a combination between the original Margarita and the Tommy’s Margarita, with the addition of basil. The recipe goes as follows:

Agave & Basil

  • 50 ml Blanco Tequila
  • 20 ml St. Germain
  • 10 ml Agave Syrup
  • 30 ml Fresh Lime Juice
  • Handful of Basil (about 15 leaves, depending on size)

    Muddle Basil with other ingredients – shake – double strain into a chilled cocktail glass

Agave & Basil

Agave & Basil

As you can see, i chose to name the cocktail Agave & Basil instead of “Basil Margarita”. I thought it was too far away from the original recipe to get to be named “Something Margarita”. I can’t stand most of the recipes which just use a famous name, add a prefix or sufix, but don’t have anything to do with the original at all.

Litte recomendation – you really should use a Blanco. You can use a Reposado, but this will push back the Basil, which results in a less balanced drink (if you don’t adjust the basil).

Happy mixing ;-)

Cocktails mit Ginger Beer

Posted in Cocktails on March 31st, 2009 by Sascha – Be the first to comment

Dark and Stormy

Dark and Stormy

Dark and Stormy

Der Dark and Stormy ist einer der berühmtesten Cocktails mit Ginger Beer und wohl auch der einzige, den eine Firma als Marke eingetragen hat und daher (offiziell) immer mit Goslings Black Seal Dark Rum gemixt werden muss. Glücklicherweiße schlägt sich der Black Seal im Dark and Stormy super, so dass man dagegen auch nichts einwenden kann. Ich habe ihn heute nach folgendem Rezept getrunken:

6cl Goslings Black Seal Dark Rum
10cl Hausgemachtes Ginger Beer
Eiswürfel und Rum in ein Highball Glas geben, mit Ginger Beer auffüllen und vorsichtig umrühren

Herausgekommen ist ein leicht scharfer, fruchtiger Drink der durch den dunklen Rum schön abgerundet wird. Da kommen wieder einmal Urlaubsgelüste auf. :-)

Anejo Highball

Anejo Highball

Anejo Highball

Dale DeGroff kreierte diesen Cocktail 2000 als Tribut an die großen Bartender Kubas – speziell Constante Ribailaqua aus der Habana’s Floridita Bar, der den berühmten Papa Doble Daiquiri für Ernest Hemingway schuf.

4.5cl Gereifter Rum
1.5cl Orange Curacao
6cl Ginger Beer
0.75cl Limettensaft
2 Dashes Angostura Bitters
Zutaten nacheinander mit Eiswürfel in ein Glas geben und vorsichtig umrühren

Verwendet habe ich El Dorado 12y, Marie Brizard Curacao Orange und mein hausgemachtes Ginger Beer. Entstanden ist ein dem Dark and Stormy ähnlicher Drink, der mir jedoch um einiges besser gefällt. Schmeckt der Dark and Stormy, vereinfacht gesagt, wie Ginger Beer mit ein wenig Rum, ist es beim Anejo Highball gerade anders rum. Dieser legt den Schwerpunkt auf den Rum, der vom Ginger Beer und den restlichen Zutaten im Abgang umgarnt wird. Wirklich sehr gut!

Minze

Posted in Cocktails, Zutaten on March 29th, 2009 by Sascha – 5 Comments

Seit ein paar Wochen befindet sich, zusätzlich zum Basilikum, auch Minze in meinem “Kräutergarten”. Bis jetzt stehen beide Kräuter noch auf der Fensterbank, wo sie viel Sonne abbekommen, doch gedeihen sie auch dort wunderbar. Die Minze wächst jetzt schon viel schneller als ich sie verbrauchen kann und müsste seit dem Kauf schon das zweite Mal umgetopft werden.

Die Minze gehört zu der Familie der Lippenblütengewächse und untergliedert sich in eine Vielzahl von verschiedenen Arten. Die berühmteste davon ist zweifelsfrei die Pfefferminze, doch sind für die Verwendung in Cocktails (laut C&D Forum) besonders folgende drei Sorten geeignet:

  • Mentha nemorosa – Hemingway Minze – Mojito Minze – Kubanische Minze
  • Mentha spicata – Marokkanische Minze
  • Mentha spicita L. var. crispata – rotstämmige Krause Minze

Alle drei Sorten haben im Vergleich zur Pfefferminze einen geringen Mentholanteil, welcher Geschmacksbetäubend wirkt und daher nur in kleinen Mengen vorkommen sollte. Ich benutze im Moment die Marokkanische Minze, da es diese bei meinem lokalen Obst- und Gemüseladen gab. Für die Anpflanzung im Garten werde ich noch demnächst die Hemingway Minze im Internet bestellen – ein Geschmacksvergleich folgt, sobald diese Erntereif ist.

Richmond Gimlet

Richmond Gimlet

Richmond Gimlet

Diese Gimlet Variante wurde 2001 von Jeffrey Morgenthaler kreiert. Er unterscheidet sich zum normalen Gimlet zwar nur in der Verwendung von frischem Limettensaft anstatt Lime Juice Cordial und einem Zweig Minze, doch ist der resultierende Drink ein ganz anderer. Durch die Kombination von Limettensaft, Minze und dem speziellen Geschmack des Tanqueray No.10 Gins entsteht ein frischer und fruchtiger Cocktail, der perfekt die Balance zwischen süß und sauer trifft. Definitiv ein Getränk, dass man sich zumindest einmal im Sommer bei strahlendem Sonnenschein gönnen sollte.

6cl Tanqueray No. 10
3cl Limettensaft (frisch)
3cl Zuckersirup
1 großer Zweig Minze

Wie schon gesagt verlangt das Originalrezept nach Tanqueray No. 10, der sich leider noch nicht in meiner Bar (aka Regal im Wohnzimmer) befindet. Daher habe ich ihn einmal mit Hendrick’s und einmal mit Beefeater gemixt, was in beiden Fällen zu einem super Ergebnis geführt hat – allerdings mit leichtem Vorteil für den Hendricks. Vorgestern konnte ich den Drink in einer Bar mit Tanqueray No. 10 probieren, welcher den Drink nochmal klar verbessert hat. Beim nächsten Einkauf ist auf jeden Fall eine Flasche des Premium Gins dabei.

Mojito
Einer der Cocktailklassiker, der auch in jeder noch so schlechten Bar angeboten wird, ist der Mojito. Entstanden ist er irgendwann vor den Zwanzigern des 20ten Jahrhunderts in Kuba, wann genau ist leider nicht bekannt. International berühmt wurde er allerdings erst in den 1940s, nachdem Ernest Hemingway gefallen an ihm gefunden hatte. Leider bekommt man in vielen Bars nur eine Kombination aus schlechtem Rum, Limettensaft aus der Flasche und zu viel Soda. Ein häufiger Fehler ist auch, die Minze so arg zu muddlen, dass die Blätter zerreißen und Bitterstoffe freigeben. Ich bereite daher meine Mojitos so zu, wie seit längerem auch den Caipirinha: Geschüttelt und nicht im Gästeglas gebaut.

6cl weißer Rum
3cl Limettensaft
2cl Zuckersirup
2-3 Zweige Minze
6cl Soda

Die Minzweige kräftig auf die flache Hand schlagen und in das Mixglas geben – Limettensaft, Rum und Zuckersirup dazugeben und mit viel Eis kräftig schütteln – ein Longdrinkglas bis zum Rand mit sehr kaltem Crushed Eis füllen und den Inhalt des Shakes mit Hilfe eines Teesiebs in dieses abseihen – Soda hinzufügen und als Dekoration einen großen Minzzweig ins Glas stecken.

Diese Zubereitungsart hat den Vorteil, dass keine kleinen Minzstückchen im Gästeglas sind und durch das abmessen des Limettensaftes ist immer gleich viel Saft im Drink. Oft wird nur “Saft einer Limette” als Menge angegeben, was aber sehr ungenau ist, da jede Limette unterschiedlich ergiebig ist (im Schnitt sind es 3.5cl, ich hatte aber auch schon 2cl oder 4.5cl).

Mojito

Mojito

Agave & Basil

Posted in Cocktails on March 25th, 2009 by Sascha – 2 Comments

Nachdem der Basil Daiquiri und der Gin Basil Smash zu meinen Lieblingscocktails gehören, dachte ich mir, dass Basilikum auch mit Tequila eine gute Kombination ergeben müsste. Da ich im Netz kein passendes Rezept gefunden habe, hab ich selbst mal ein bisschen rumprobiert. Die erste Version war noch ohne Holunderblütenlikör und schmeckte zwar schon gut, aber auch etwas langweilig. Mit St. Germain ergiebt sich ein Cocktail, in dem alle Zutaten deutlich zu schmecken sind und sich aber trotzdem ein sehr stimmiges Gesamtbild ergibt.

Agave & Basil

Agave & Basil

Agave & Basil

5cl Tequila Blanco (Casa Vieja)
2cl Holunderblütenlikör (St.Germain)
1cl Agavensirup (DM)
3cl Limettensaft (frisch gepresst)
ca. eine Handvoll Basilikum (10-15 größere Blätter)

Die Basilikumblätter und die restlichen flüssigen Zutaten in das Mixglas geben und kräftig muddlen. Danach mit viel Eis 20-30 Sekunden shaken und mit einem Teesieb in ein vorgekühltes Cocktailglas abseihen.

Mir schmeckt der Cocktail so wie oben angegeben bis jetzt am Besten. Allerdings kann man auch Reposado Tequila verwenden, was den Basilikum aber mehr oder weniger in den Hintergrund drückt. Müsst ihr testen!

Viel Spaß beim probieren. Über Feedback würde ich mich freuen – egal ob positiv oder negativ!

Update: Im Moment is der Agave & Basil Cocktail bei Cocktailscout auf Platz eins der Rangliste. Allerdings wurden bis jetzt erst nur drei Bewertungen abgegeben. ;-)

Update 2: Mittlerweile empfehle ich wirklich einen Blanco und keinen Reposado zu verwenden, da sonst der Tequila zu dominant wird. Falls nur Reposado Tequila zur Verfügung steht, solltet ihr mehr Basilikum verwenden oder mit dem Mixen warten, bis Blanco verwendet werden kann. ;-)

Hausgemachtes Falernum

Posted in Cocktails, Zutaten on February 23rd, 2009 by Sascha – 1 Comment

Angeregt durch diesen Post auf drinkblog.de, möchte ich kurz über meine eigene Erfahrungen mit Falernum berichten.

Falernum ist ein aus Barbados stammender Rumlikör bzw. Sirup, der aus Rum, Mandeln, Limetten, Zuckersirup und verschiedenen Gewürzen besteht. Wie und wann genau diese Mischung erfunden/entdeckt wurde und sie den Namen Falernum bekam, ist heute leider nicht mehr bekannt. Es gibt zwar hier und da Theorien und verschiedene Hersteller behaupten von sich, das Getränk als erstes erfunden zu haben, aber etwas stichhaltiges gibt es nicht. Fast sicher scheint es zu sein, dass es keinen großen Erfinder gab, sondern dass das Rezept als hausgemachtes Getränk entstand und erst später kommerziell vermarktet wurde.

Ted Haigh (Dr. Cocktail) erforschte in dem Artikel “Barbados in a Bottle” die Herkunft von Falernum, fand aber leider keine Quellen, die weiter als 1930 zurückreichen um die Aussagen verschiedener Hersteller von Falernum zu bekräftigen. Daraufhin beschäftigte sich Darcy O’Neil von Art of Drink in diesem Artikel weiter mit der Geschichte und konnte in einem Archiv folgendes Rezept, aus dem Jahre 1896 finden.

Falernum Recipe (1896)

1 Part Lime Juice
2 Parts Sugar Syrup
3 Parts Rum
4 Parts Water

Add almonds (almond extract) and allow the mixture to rest for a week. After resting bottle and serve over cracked ice with a teaspoon of wormwood bitters or substitute good quality bitters.

“Falernum” (The Philadelphia Inquirer August 2, 1896)

Dieses hält sich verblüffend genau an die Verhältnisse eines Punch Rezeptes: “One of Sour, Two of Sweet, Three of Strong, Four of Weak”. Das Erscheinungsdatum des Artikels könnte theoretisch den Hersteller von John D. Taylor’s Velvet Falernum bekräftigen, der mit einem Rezept aus dem Jahre 1890 wirbt. Allerdings gibt es von anderen Herstellern noch andere Jahreszahlen, die bis 1750 zurückgehen. Darcy schlussfolgert aus diesem Durcheinander, wie oben schon erwähnt, dass es viel wahrscheinlicher ist, dass es viele verschiedene Familienrezepte gab und es einiger dieser Rezepte unabhängig zu einer kommerziellen Vermarktung geschaft haben.

Allerdings gibt es noch eine Geschichte/Legende, wie Falernum zu seinem Namen kam. In einem New York Times Artikel aus dem Jahre 1982 machte Piercy Ward von Mount Gay folgende Aussage:

Once, when a woman was asked for the ingredients, she answered in the dialect, ‘Haf a learn um’ – ‘Have to learn how it’s done.’ Hence the name.

Wie nun Falernum wirklich entstanden ist und wer dafür verantwortlich war, wird wohl ewig ein Geheimnis bleiben. Jedoch steht eines fest: Falernum lässt sich sehr einfach selbst herstellen und es schmeckt fantastisch!

Kommen wir nun zu den verschiedenen Rezepten, die ich bei meiner Recherche im Internet gefunden habe. Eigentlich alle Rezepte basieren mehr oder weniger (indirekt) auf diesem Rezept von Dale DeGroff, welches von Rachel Perlow auf Hobby Bartender freundliche Mengen angepasst wurde. Das eigentlich wichtige Rezept ist aber dieses:

Paul Clarke’s Falernum #8

  • 6 ounces Wray & Nephew Overproof White Rum
  • zest of 9 medium limes, removed with a microplane grater or sharp vegetable peeler, with no traces of white pith
  • 40 whole cloves (buy fresh ones — not the cloves that have been in your spice rack since last Christmas)
  • 1 1/2 ounce, by weight, peeled, julienned fresh ginger

Combine these ingredients in a jar and seal, letting the mixture soak for 24 hours. Then, strain through moistened cheesecloth, squeezing the solids to extract the last, flavorful bits of liquid.

Add:

  • 1/4 teaspoon almond extract
  • 14 ounces cold process 2:1 simple syrup (two parts sugar to one part water, shaken in a jar or bottle WITHOUT HEAT until all the sugar is dissolved)
  • 4 1/2 ounces fresh, strained lime juice

Shake it all together and serve.

Alle sonstigen Falernum Rezepte basieren auf Paul’s Rezept. Um das ganze nicht zu unübersichtlich werden zu lassen, habe ich die restlichen Rezepte in einer Tabelle zusammengefasst:

Falernum

Falernum

COF Falernum #1
Mein eigenes Falernum habe ich kurz vor Silvester nach folgendem Rezept angesetzt:

  • 200ml W&N White Overproof
  • 50ml Lemon Hart Demerara 151
  • 2 Zimtstangen
  • 4x Zeste einer Limette
  • 1 Grüne Kardamom (keine ganze sondern eines dieser kleineren Dinger aus der Hülse)
  • 6 Piment
  • 20 Nelken
  • 50ml blanchierte + geröstete Mandeln (hatte keine Waage da, deshalb in ml )
  • 40ml Ingwer

3 Tage lang ziehen lassen, abseihen und dann den frischen Limettensaft und Zuckersirup hinzugeben.

  • 125 Limettensaft
  • 250ml Zuckersirup (2:1)

Wie man sieht habe ich mich weitesgehend an dem Rezept von Tiki Drinks & Indigo Firmaments orientiert, mit dem Ziel ein mehr Likör statt Sirup ähnliches Falernum zu erhalten. Das Ergebnis hat mir für den ersten Versuch schon äußerst gut gefallen: Schön würzig, leicht süß und den Rum nimmt man auch noch war. Leider waren die 2 Zimstangen wohl doch etwas zu viel dem Guten, so dass ich beim zweiten Versuch den Zimt auf jeden Fall um ca. die Hälfte reduzieren werde. Gleichzeitig werde ich den Mandel und Ingweranteil etwas erhöhen, so dass diese deutlicher werden. Ein Vorteil des Rezeptes ist auch, dass es ohne Probleme lange haltbar ist, auch außerhalb des Kühlschrankes. Der Alkoholgehalt beträgt ca. 25%. Die meisten anderen Rezepte haben durch den hohen Anteil an Limettensaft und Zuckersirup eine deutlich niedrigere Haltbarkeit und sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Forgotten Flavours Falernum
Philipp Jäckel und Torben Bornhöft stellen seit einigen Jahren eine eigene Falernum Version in Handarbeit her und verkaufen es mittlerweile an viele Bars in Deutschland und einigen weiteren Ländern. Das FF Falernum unterscheides sich vor allem dadurch von anderen kommerziellen Falernums, dass einen ausgeprägteren Rumgeschmack besitzt und nicht zu süß ist. Ich habe es zwar immer noch nicht geschafft, mir eine Flasche zu kaufen, doch hört man nur sehr gutes über dieses Falernum. Falls jemand keine Lust hat selbst Falernum herzustellen, sollte sich das Forgotten Flavours Falernum bestellen.