Cocktails

Academia del Ron

Posted in Cocktails, Zutaten on April 17th, 2010 by Fabian – 3 Comments

Anfang dieser Woche startete der erste Teil der Academia del Ron, welche von Havana Club veranstaltet wird. Der Titel „Academia del Ron“ ersetzt nicht nur einfach das Wort „Wettbewerb“ sondern ist in seiner Bedeutung wörtlich zu verstehen. Die zweitägige Akademie sollte laut vorherigen Informationen auf der einen Seite ein Wettbewerb darstellen, aber auch eine Möglichkeit bieten sich durch Vorträge als „360° Bartender“ weiter zu bilden.

Entsprechend diesen Informationen startete ich am Montag morgen mit großen Erwartungen Richtung Köln. Gegen 11:00 Uhr erreichte ich die „Villa Köln“, die direkt am Rheinufer gelegen, der Veranstaltungsort war. Beim betreten der Villa wurde einem gleich klar, dass hier die richtige Lokation ausgesucht wurde.

Villa Köln Eingang

Villa Köln Eingang

Nach einer kurzen Begrüßung und einem ersten Überblick wer es zur Academia geschafft hatte wurde sogleich mit dem ersten Vortrag begonnen:

Rum – Nektar der Götter

In diesem ersten Vortrag wurden alle Teilnehmer in die Geschichte des Rums eingeführt. Wie das Zuckerrohr seinen Weg aus Asien über die Kanarischen Inseln bis in die Karibik fand, was genau die Bezeichnung Demerara Rum meint, aus welchen drei Grundstoffen Rum hergestellt werden kann, wie leichte und schwere Rums entstehen, aber auch welche Art von Rum aus den verschiedenen Regionen Mittelamerikas und der Karibik kommen. Dies stellt nur einen kleinen Auszug des 1 ½ stündigen Vortrags dar. Im Anschluss galt es dann siebzehn Spirituosen, darunter natürlich vorwiegend Rum, aber auch Cachaca, Rhum Agricole und Rum Verschnitt zu verkosten und zu vergleichen. Dies war ein wunderbarer Auftakt für den ersten Tag und machte Lust auf mehr.

Rum Tasting

Rum Tasting

Die Begeisterung wurde dann aber schnell wieder ein wenig gedämpft als man vor den Fragen des Multiple Choice Test saß. Es galt drei Seiten mit Fragen zu beantworten, die sich auf den vorherigen Vortrag bezogen. Das Ergebnis diese Testes floss mit in die Gesamtwertung ein.

Barlife 1

Nach einem kleinen Mittagssnack ging es weiter zum zweiten Vortrag Barlife 1. In 30 Minuten konnte man erste Einblicke in die Sprache unseres Körpers gewinnen. Diesem interessanten Vortrag hätte man durchaus ein wenig mehr Zeit geben können.

Barlife 2 – Barpsychology

Gleich darauf erwartete uns die Couch: in Barlife 2 ging es um Barpsychology.

Barpsychology Vortrag

Barpsychology Vortrag

Ein Programmpunkt auf den ich sehr gespannt war. Was uns präsentiert wurde, konnte dann aber die Erwartungen der meisten Teilnehmer nicht erfüllen. Der Vortrag begann mit der Vorstellung eines erdachten Lehrfaches namens Barpsychology und dessen eventuellen Inhalten. Auf die Inhalte wurde leider, aus Zeitgründen, nur oberflächlich eingegangen. Alle Teilnehmer hielten dieses Thema für sehr wichtig und ein wenig mehr Tiefe hätte dem Vortrag gut getan. Lange Zeit sich über den Vortrag zu unterhalten blieb allerdings nicht. Denn die vierte Präsentation des Tages stand an.

Labratory 1

Diese Präsentation beschäftigte sich mit der Unterschiedlichen Wahrnehmung von Geschmack in unterschiedlicher Atmosphäre. Tony Conigliaro stellte uns aber zunächst vor, was er so in seinem kleinen Labor „erforscht“. Thema war unter anderem die Aromatisierung von Spirituosen unter Vakuum. Dieser Teil des Vortrages lässt sich allerdings nur unter erschwerten Bedingungen für Jederman(n) umsetzten. Aus diesem Grund komm ich auch schon zum zweiten wesentlich besser anwendbaren Teil der Präsentation. Hier wurde uns am eigenen Leibe deutlich gemacht, wie sich Musik und Gerüche auf den Geschmack einer Spirituose auswirken. Eine Erfahrung die jeder daheim selbst ausprobieren kann: Genießt wie wir zu schräger, lauter Musik ein kleinen Schluck Rum. Notiert euch was Ihr schmeckt. Im Anschluss testet ihr den selben Rum zu leichter klassischen Musik in angenehmer Lautstärke. Das Ergebnis verblüfft. Ähnlich war es bei den Gerüchen, jedoch wurde von mir der Unterschied hier nicht allzu deutlich wahrgenommen.

Labratory 2

Zwischen dem Dinner und uns Teilnehmern stand nun nur noch ein letzter Vortrag: Labratory 2 beschäftigte sich mit den klassischen kubanischen Cocktails und ihren Ursprüngen. Von Canchanchara über Negron, Mojito Criollo bis zum El Presidente wurden uns von Michael Menegos auf seine typisch unterhaltsame Art, sowohl in schriftlicher als auch liquider Form präsentiert. Ein weiteres Highlight des Tages!

Die servierten Köstlichkeiten zum Dinner rundeten den ersten Tag der Academia del Ron perfekt ab.

Dinner

Dinner

Wettbewerb

Am zweiten Tag startet dann der Wettbewerb. Besonderheit hierbei war, das die Jury direkt am Tresen saß, an dem man seinen Drink zubereitete und ab und an Fragen stellte, um das gewonnen Wissen des Vortages zu prüfen. Am Tresen herrschte eine lockere Atmosphäre, welche vielleicht auch dafür sorgte, dass sieben Minuten für zwei Drinks letztendlich knapp bemessene Zeit war.

Wettbewerbsvorbereitungen

Wettbewerbsvorbereitungen

Gemixt habe ich den drei Jurymitgliedern folgendes:

Peanut Daiquiri

  • 5cl Havan Club 7 Anos
  • 1cl Holunderblütensirup
  • 1cl Erdnusssirup
  • 3cl Limettensaft

Abschließend kann ich sagen, dass von allen Wettbewerben an denen ich bisher aktiv oder passiv teilgenommen habe, dieser mich am meisten begeistern konnte. Deshalb hoffe ich, dass noch viele Academias folgen werden.

Choc Tai

Posted in Cocktails on March 22nd, 2010 by Sascha – 4 Comments

Nachdem meine Mozart Dry Flasche lange Zeit einsam im Regal verstaubte, hatte ich vor ein paar Wochen endlich Zeit, diese neue Spirituose in einem Cocktail zu probieren. Eigentlich viel meine Wahl auf einen Chocolate Mojito, doch konnte ich auf die Schnelle nur einen winzigen Strauch Minze bekommen – mein großer Topf, der die Überwinterung in der Wohnung sehr gut überstanden hatte, war leider schon wieder mit Läusen befallen. Da ich keine Lust auf Campari oder Wermut hatte, machte ich mich daran, eine Mai Tai Variante mit Mozart Dry zu kreieren: den Choc Tai.

Mai Tai

Choc Tai

Zuerst ersetzte ich die kompletten 6cl Rum mit Mozart Dry und lies das restliche Rezept ala Trader Vic unverändert. Dies ergab eine wunderbar schokoladigen und fruchtigen Cocktail. Sehr lecker für den ersten Versuch!

Choc Tai No.1
6cl Mozart Dry
1.5cl Orange Curacao
2.5cl Limettensaft
0.75cl Orgeat
0.75cl Zuckersirup

Nachdem ich einige Cocktails beim Chocktail Workshop probiert hatte, versuchte ich daheim nochmal eine Variante mit 4cl Mozart Dry und 2.5cl Appleton Extra, welche mir noch besser gefiel.  Durch den Appleton nähert man sich zwar wieder etwas dem original Mai Tai an, der Drink gewinnt aber einiges an Tiefe und das Schokoloadenaroma des Mozart Drys steht weiterhin an erster Stelle.

Choc Tai No.2
4cl Mozart Dry
2.5cl Appleton Extra
1.5cl Orange Curacao
2.5cl Limettensaft
0.75cl Orgeat
0.75cl Zuckersirup

Fazit

Mozart Dry ist für mich die erste “neue” Basisspirituose seit meinen Anfängen in der Cocktailwelt. Pur ist sie zwar nicht ganz mein Geschmack, doch als Cocktailzutat ist der Mozart Destillerie mit diesem Produkt ein großer Wurf gelungen. Im Moment kursieren zwar noch überwiegend Mozart Dry Cocktails im Internet, die Varianten von schon bekannten Cocktail darstellen, was dem Geschmack aber keinen Abbruch tut. Viele Klassiker erkennt man mit dem feinen Schokoladengeschmack kaum wieder bzw. sie bekommen zumindest eine neue, interessante Note. Mit der Zeit werden sicherlich auch vermehrt “eigenständige” Cocktails auftauchen, wie zum Beispiel der grandiose Rum – Traube – Nuss Cocktail. Ich freue mich drauf!

Choctail Workshop macht Halt in Stuttgart

Posted in Cocktails, Stuttgart on March 6th, 2010 by Hannes – 2 Comments

Am Montag , den 8ten Februar, luden die Stuttgart Nightwalkers in Zusammenarbeit mit Barworkz, vertreten von Bastian Heuser und Sanjay Cachemaille, zum Stelldichein in die Muttermilch nach Stuttgart. Ziel war es den Bartendern der Stadt die neue Spirituose Mozart Dry näher zu bringen. Bastian Heuser, bekannt durch Mixology, führte dabei gekonnt durch das Programm.

Bastian Heuser

BastianHeuser

Zu Beginn erläuterte er den Herstellungsprozess von Mozart Dry und dem Schokoladenbrand Choc aus gleichem Hause. Leider sind Details wie Kakaoanteil der verwendeten Schokolade und das eigentliche Destillationsverfahren Firmengeheimnisse von Mozart. Es wurde nur verraten, dass weder in Pot Still noch Column Still destiliert wird, da bei diesen klassischen Verfahren das Destilat einen verbrannten Geschmack bekommt.

Der Unterschied zwischen Mozart Choc und dem neuen Mozart Dry ist, dass Mozart Choc aus fermentiertem Kakao (Kakaowein) destiliert und anschließend auf 42% verdünnt wird. Dieses Verfahren ist enorm teuer und führt auch zu dem sehr hohen Preis des Choc, der das Produkt nicht all zu erfolgreich machte. Bei Mozart Dry wird hingegen Schokolade (Foratero und Trinitario), Vanille (Bourbon) und Zucker in Rohrzuckeralkhohol mazeriert und anschließend auf 40% destiliert – es wird kein Wasser hinzugefügt.

Kakao

Kakao

Nach der kurzen Einleitung ging Bastian Heuser auf das spannende Thema Foodpairing ein. Für mich eines der Highligts der Veranstaltung. Beim Foodpairing geht es darum
passende Aromen zu seinen Basisprodukten zu finden. Zu Beginn wählt man ein Produkt aus und findet dann über sogenannte Aromenbäume passende Aromen zu diesem Produkt. Ursprünglich wird das Foodpairing für Speißen verwendet, lässt sich aber auch problemlos auf Getränke und speziell für Cocktails anwenden. Dies hat den Vorteil das man für neue Kreationen schnell passende Kombinationen findet ohne viele Fehlversuche zu produzieren. Weiterhin erlaubt dies auch unerfahrenen Bartendern schnell gelungene Cocktails zu entwickeln. Für mich ein Thema das noch viel Potential hat und von dem man auch in Zukunft noch viel hören wird. Weitere Informationen zu diesem Thema finden in der aktuellen Mixology 1/2010 und auf der Homepage foodpairing.de.

Anschließend ging es direkt an die Bar der Muttermilch um Mozart Dry in verschiedenen Cocktails zu testen. Dabei wurden Klassiker wie ein Whisky Sour mit Mozart verfeinert oder neue Kreationen vorgestellt. Mein persönliches Highlight war der Drink “Rum-Traube-Nuss” entwickelt von Bastian Heuser und auch in Zukunft auf der Rezeptseite von Mozart zu finden. Hier das Rezept:

Rum-Traube-Nuss

3cl Jamaika Rum
3cl Mozart Dry
1,5cl Rosinensirup (Rosinen mit gleichen Teilen Wasser und Zucker aufkochen, Prürieren und durch ein Feines Sieb abseihen)
1cl Frangelico
2cl Limettensaft

Choctail

Choctail

Zum Abschluss konnten noch die Liköre aus dem Hause Mozart verkostet werden. Anschließend luden Dino Zippe und Bastian Heuser in die o.T. Bar zu Cocktails mit Mozart Dry. Alles in allem eine sehr informative und gelungene Veranstaltung die, trotz Befürchtungen, nicht zu trocken und Marketinglastig war. Weitere Stationen des Choctail Workshops sind (bzw. waren) unter anderem München, Köln und Dresden.

Webweites #3

Posted in Cocktails, Webweites, Zutaten on May 11th, 2009 by Sascha – Be the first to comment

Nach einer kleinen, prüfungsbedingten Auszeit, geht es nun weiter mit Webweites #3. Demnächst folgen Artikel zu meinem Licor 43 Cocktail, zum Mai Tai und einer damit in Verbindung stehenden Spirituose.

Bibulous Special Report: Bols and Bitter Truth – The influence of bitters event

Interessanter Bericht über eine Veranstaltung von Bols und The Bitter Truth über die Ursprünge des Cocktails und Bitters.

Link zum Artikel

Warum altert der Sazerac 18 nicht?
Interessante Story, warum der Sazerac Rye 18y im Gegensatz zu z.B. Rittenhouse nicht altert.

Link zum Artikel

GSA Falernum
Das GSA Blog Falernum ist fertig!

Oh Gosh TV: Le Leon

Blue Blazer Videos

Verschiedene Artikel

Verschiedene Videos

Amarula African Cocktails 2009 – Bantu

Posted in Cocktails on April 28th, 2009 by Sascha – 1 Comment

Der Amarula African Cocktails Wettbewerb findet dieses Jahr schon zum dritten Mal statt und bietet als Neuerung eine eigene Kategorie für Connaisseuren / Hobby-Bartender / Cocktailenthusiasten. Es wird also, im Gegensatz zu anderen Wettbewerben, auf jeden Fall einen Gewinner aus dieser Gruppe geben. Die Aufgabe war, einen Cocktail zu kreieren, der Afrikanisch inspiriert ist, Amarula als Zutat enthält und nicht mehr als 7 Zutaten in sich vereint. Die Cocktails werden nach Ablauf des Einsendeschlusses von einer Jury nach Aroma, Aussehen und Geschmack bewertet.

Für mich war der Amarula Contest der erste Wettbewerb überhaupt und es hat jede Menge Spaß gemacht neue Rezepte auszuprobieren. Leider waren die ersten paar Versuche nicht all zu genießbar, aber nach dem vierten Versuch fand ich eine vielversprechende Kombination aus Zutaten, die immer weiter verfeinert wurde. Herausgekommen ist der Bantu.

Bantu

Bantu

Bantu

  • 4 cl Appleton Estate V/X
  • 2.5 cl Amarula
  • 1.5 cl Maracujasirup
  • 1.5 cl Limettensaft
  • 1 Scheibe Ingwer (ca. so groß und dick wie eine 1-Euro Münze)

    Alle Zutaten in den Shaker geben und die Scheibe Ingwer mit einem Stößel zerdrücken – schütteln – mit Hilfe eines Teesiebs in ein vorgekühltes Cocktailglas abseihen und mit einer Physalis dekorieren.

Der Drink ist trotz des Amarulas und Maracujasirups nicht all zu sehr auf der süßen Seite und bietet ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen dem Geschmack des Appleton und Amarula. Der Maracujasirup ergänzt dezent die fruchtigen Töne des Amarulas und im Nachgeschmack kommt leicht die Schärfe des Ingwers hervor.

Das schwierigste an der ganzen Aktion war eigentlich, einen passenden Namen zu finden. Bis heute Mittag waren noch “Roots of Africa”, “African Root” und “African Rum Cocktail” im Rennen, bis ich zufällig einen Artikel über Bantu gelesen habe. Bantu ist die Bezeichnung für über 400 verschiedene Ethnien Süd- und Mittelafrikas, die Bantusprachen sprechen. Der Begriff hat damit zwar nichts mit Cocktails zu tun, doch der Name gefiel mir (und meinem Brain Storming/Tester-Team – Danke!) gut und stellt einen Bezug zu Afrika her. ;-)

Tommy’s Rosemary Margarita

Posted in Cocktails on April 23rd, 2009 by Sascha – 2 Comments

Die Anfänge dieses Cocktails lassen sich zu Torben Bornhöft zurückführen, der die gewöhnliche Tommy’s Margarita abänderte, um den Jose Cuervo Reserva de Familia Platino mehr in den Vordergrund des Drinks zu rücken. Christian von den Cocktailwelten fügte der Tommy’s Platino Margarita, anlässlich des Mixology Mondays: Spice, einen Zweig Rosmarin hinzu. Diese Rezeptur habe ich nun Mangels des Platino an “gewöhnlichen Tequila” angepasst.

Tommy's Rosemary Margarita

Tommy's Rosemary Margarita

Tommy’s Rosemary Margarita

  • 6 cl Tequila
  • 1.5 2 cl Limettensaft
  • 1 1.5 cl Agavensirup
  • 1-2 Zweige Rosmarin

    Tequila, Limettensaft, Agavensirup und 1-2 Zweige in den Shaker geben – schütteln und mit Hilfe eines Teesiebs in ein Cocktailglas abseihen – zur Dekoration einen weiteren Zweig in das Gästeglas legen

Sehr lecker! Es ist zwar nur eine kleine Variation der normalen Tommy’s Margartia, doch gibt der Rosmarin dem Drink nochmal mehr Tiefe und sorgt für willkommene Abwechslung. Wieviel Rosmarin verwendet wird, kommt denke ich auf den persöhnlichen Geschmack an. Mit einem Zweig im Shaker und einem Zweig im Cocktailglas, ist der Rosmaringeschmack noch dezent im Hintergrund. Aber schon bei zwei Zweigen im Shaker (+ einem im Glas) tritt der Geschmack mehr in den Vordergrund und ergiebt für mich den runderen Drink. Ins Gästeglas sollte man jedoch auf jeden Fall einen Zweig hinzugeben, da dieser einen schönen Geruch und auch Öle verteilt, die das Geschmackserlebnis abrunden.

Matinée Martini

Posted in Cocktails on April 21st, 2009 by Sascha – Be the first to comment

Salbei = Tee, war mein erster Gedanke, bevor mir der Matinée Martini über den Weg gelaufen ist. Die Rezeptur hörte sich sofort interessant an, was nicht nur am Salbei lag, sondern auch an den 1.5 Barlöffeln Orange Flower Water. Erfinder des Cocktails ist Stephan Berg, der mit ihm den zweiten Platz im Hendricks-Martini Wettbewerb gewann.

Matinée Martini

Matinée Martini

Matinée Martini

  • 6 cl Hendrick´s Gin
  • 1.5 Barlöffel Orange Flower Water
  • 1 Barlöffel Ingwersirup
  • 3 Blättchen Salbei

    Kräftig schütteln – mit einem Teesieb in ein Cocktailglas abseihen – Zitronenzeste über dem Glas ausdrücken und diese in den Drink dazugeben

Leider muss ich sagen, dass mir persöhnlich in diesem Drink zu viel Orangenblütenwassers verwendet wird. Der erste Geschmackseindruck ist richtig gut, dann überlagert jedoch das Orange Flower Water sämtliche andere Zutaten des Drinks. Ich kann mir allerdings gut vorstellen, dass der Cocktail mit nur einem oder einem halben Barlöffel des Orange Flower Waters mehr meinen Geschmack trifft – ein Bericht wird folgen.

Nichtsdestotrotz eine sehr interessante Kombination – man muss nur den Geschmack des Orangenblütenwassers mögen. ;-)

Raspberry Thyme Smash

Posted in Cocktails on April 19th, 2009 by Sascha – 1 Comment

Das erste mal aufmerksam wurde ich auf diesen Drink vor ca. 2 Wochen in der o.T. Bar in Stuttgart. Ich wollte mal etwas neues ausprobieren und da kam ein Cocktail mit Thymian gerade recht. Glücklicherweise hat sich das Rezept nicht nur gut angehört, sondern es war auch sehr lecker und durch die schöne Mischung von Himbeere und dem intensiven Thymian Geschmack mal was ganz anderes.

Ursprünglich stammt dieser Cocktail aus dem BLT Market in New York und wurde in der Juli Ausgabe 2008 des Bon Appetit veröffentlicht.

Raspberry Thyme Smash

Raspberry Thyme Smash

Raspberry Thyme Smash

  • 1 frischer Zweig Thymian
  • 6 frische Himbeeren
  • 6cl Gin (Hendrick’s wird empfohlen)
  • 3cl Zuckersirup
  • 3cl frischer Limettensaft

    Thymianblätter vom Zweig entfernen und mit den Himbeeren stößeln – die restlichen Zutaten hinzufügen – mit viel Eis kräftig schütteln – durch einen Teesieb in ein Tumbler mit frischen Eis abseihen – mit einem zusätzlichen Zweig Thymian und Himbeere dekorieren

Bei den im Moment erhältlichen Himbeeren sollte man jedoch mehr als 6 Stück verwenden. Ich hatte 10 verwendet und es hätten fast noch mehr sein können. Aktuell sind die käuflich erwerbbaren einfach noch zu klein und auch geschmacklich nicht mit welchen aus dem Sommer zu vergleichen.

Der Himbeer Thymian Smash ist aber trotzdem (schon jetzt) ein wundervoller Sommertrink! Unbedingt probieren!

Update 20.04.09
Im Artikel des Bon Appetit wird die Menge an Gin mit 1/4 Cup angegeben. Allerdings habe ich diese Angabe nicht selbst umgerechnet, sondern nur schnell gegoogelt, was die ursprünglich angegebenen 6.45cl ergaben. Gestern Abend habe ich den Cocktail nochmal probiert und fand den Gin minimal zu dominant, so dass ich doch nochmal nach einer Umrechnung von Cup in Milliliter suchte.

Das Problem hierbei ist aber, dass man nie genau weiß, welche Art von Cup benutzt wurde. Es gibt nämlich eine us customary cup, eine us legal cup, eine imperial cup, eine metrische cup und eine japanische cup. Da das Magazin jedoch in den USA erscheint, habe ich die us legal cup, welche 240ml entspricht, für die Konvertierung benutzt. Hierbei kommen genau 6cl heraus, was denke ich einen runderen Drink ergibt, als mit 6.45cl.

Mixology Monday: Superior Twists

Posted in Cocktails on April 12th, 2009 by Sascha – 3 Comments

My first MxMo blog post…I’m excited! This month the host is The Wild Drink Blog and the task was to create an original cocktail recipe, which bases on a cocktail classic, but adds a litte (or big) twist to it.

Two of my favorite cocktails are the Gin Basil Smash and the Basil Daiquiri. About 2 month ago, i searched the internet for a “Basil Margarita” like recipe, but didn’t find any. So i begun to fidle on the recipe myself. First i decided to base the new cocktail not on the original Margarita, but on the Tommy’s Margarita. This “Basil Tommy’s Margarita” tasted quite good, but it missed something.

I tried a few different things, but the answer was to take back the liquour portion of the original margarita into the mix and replace the Cointreau with St. Germain. The resulting drink is now basically a combination between the original Margarita and the Tommy’s Margarita, with the addition of basil. The recipe goes as follows:

Agave & Basil

  • 50 ml Blanco Tequila
  • 20 ml St. Germain
  • 10 ml Agave Syrup
  • 30 ml Fresh Lime Juice
  • Handful of Basil (about 15 leaves, depending on size)

    Muddle Basil with other ingredients – shake – double strain into a chilled cocktail glass

Agave & Basil

Agave & Basil

As you can see, i chose to name the cocktail Agave & Basil instead of “Basil Margarita”. I thought it was too far away from the original recipe to get to be named “Something Margarita”. I can’t stand most of the recipes which just use a famous name, add a prefix or sufix, but don’t have anything to do with the original at all.

Litte recomendation – you really should use a Blanco. You can use a Reposado, but this will push back the Basil, which results in a less balanced drink (if you don’t adjust the basil).

Happy mixing ;-)

Cocktails mit Ginger Beer

Posted in Cocktails on March 31st, 2009 by Sascha – Be the first to comment

Dark and Stormy

Dark and Stormy

Dark and Stormy

Der Dark and Stormy ist einer der berühmtesten Cocktails mit Ginger Beer und wohl auch der einzige, den eine Firma als Marke eingetragen hat und daher (offiziell) immer mit Goslings Black Seal Dark Rum gemixt werden muss. Glücklicherweiße schlägt sich der Black Seal im Dark and Stormy super, so dass man dagegen auch nichts einwenden kann. Ich habe ihn heute nach folgendem Rezept getrunken:

6cl Goslings Black Seal Dark Rum
10cl Hausgemachtes Ginger Beer
Eiswürfel und Rum in ein Highball Glas geben, mit Ginger Beer auffüllen und vorsichtig umrühren

Herausgekommen ist ein leicht scharfer, fruchtiger Drink der durch den dunklen Rum schön abgerundet wird. Da kommen wieder einmal Urlaubsgelüste auf. :-)

Anejo Highball

Anejo Highball

Anejo Highball

Dale DeGroff kreierte diesen Cocktail 2000 als Tribut an die großen Bartender Kubas – speziell Constante Ribailaqua aus der Habana’s Floridita Bar, der den berühmten Papa Doble Daiquiri für Ernest Hemingway schuf.

4.5cl Gereifter Rum
1.5cl Orange Curacao
6cl Ginger Beer
0.75cl Limettensaft
2 Dashes Angostura Bitters
Zutaten nacheinander mit Eiswürfel in ein Glas geben und vorsichtig umrühren

Verwendet habe ich El Dorado 12y, Marie Brizard Curacao Orange und mein hausgemachtes Ginger Beer. Entstanden ist ein dem Dark and Stormy ähnlicher Drink, der mir jedoch um einiges besser gefällt. Schmeckt der Dark and Stormy, vereinfacht gesagt, wie Ginger Beer mit ein wenig Rum, ist es beim Anejo Highball gerade anders rum. Dieser legt den Schwerpunkt auf den Rum, der vom Ginger Beer und den restlichen Zutaten im Abgang umgarnt wird. Wirklich sehr gut!