Allgemeines
Der Affe aus dem Wald
Posted in Allgemeines on December 22nd, 2009 by Fabian – 4 CommentsAm Montag den 14. Dezember lud die DBU Sektion Ba-Wü gemeinsam mit den Black Forst Distillers in das Hotel Traube Tonbach zum Tasting der letzten drei Varianten des Monkey 47.
In den letzten Monaten veranstalteten Alexander Stein und Christoph Keller gemeinsam mit Barkeepern und Conniseuren der Bar immer wieder Tastings um gemeinsam den ersten Schwarzwald Dry Gin zu entwickeln.
Bei diesem abschließenden Tasting standen den 15 angereisten Barkeepern die letzten drei Alternativen zur Auswahl. Nach einer kurzen Vorstellung der beiden Protagonisten und ihrem Produkt ging es dann zur Verkostung der drei Destillate. Die drei Alternativen wurden von den Teilnehmern sowohl pur als auch im GinTonic verkostet und anschließend bewertet. Fast einstimmig wurde sich auf das dritte zu verkostende Destillat geeinigt.

Herr Stein und Herr Keller wollen mit Ihrem neuen Produkt dem Monkey 47, der im Mai 2010 auf den Markt kommen soll, einen Gin produzieren, der deutlich und rein nach Wacholder schmeckt. Er soll feinblumig-lieblich und floral duften. Des Weiteren sollen Zitrus-, leicht würzige Noten und eine subtile, bittere Fruchtnote den Geschmack dominieren. Insgesamt soll ein tiefgründiger und harmonisch ausgewogener Gin produziert werden.
Diese Anforderungen sahen alle im dritten Destillat erfüllt. Den Grundstein für diesen Gin bildet ein höchstgradig rektifizierter Ethylalkohol. In diesem Ethylalkohol haben die gintypischen Kräuter, Früchte und Gewürze, die sowohl aus Asien, Nord- und Südamerika als auch aus dem Schwarzwald stammen, 36 Stunden Zeit ihre Aromen abzugeben. Insgesamt beinhaltet der Schwarzwald Dry Gin 47 verschiedene botanische Zutaten. 15 davon in signifikanten Mengen, die übrigen 32 als Beigabe zur Gewährleistung einer größtmöglichen Komplexität.

Nach den 36 Stunden wird das Mazerat destilliert. Für die Destillation wurden von Herrn Stein neue Brennblasen entwickelt. Er baute in die Brennblase Geistkörbe oberhalb des Flüssigkeitsspiegels ein um über diese gewisse Kräuter-Aromen in das Destillat zu extrahieren. Das entstanden Destillat wird anschließend mit nordschwarzwälder Quellwasser auf eine Trinkstärke von 47 % Vol. herabgesetzt und für ca. 3 Monate in traditionellen Steinkrugbehältnissen gelagert.
Der Monkey 47 – Schwarzwald Dry Gin wir d ein 100%tiger Jahrgangsgin werden. Daher wird er von Jahr zu Jahr leichte Unterschiede in Geschmack und Geruch aufweisen.
Nach lehreichen zwei Stunden, in denen zum Abschluss noch eine geheime Zutat, die Preiselbeere, verraten wurde ging es zum Abendessen. Im Restaurant Bauernstube ließen sich alle Teilnehmer bei einem 5-Gang Menü von den Kochkünsten Jochen Reidts und dessen Team verwöhnen. In der Traube Bar konnte anschleißend noch der eine oder andere Cocktail genossen werden bevor es langsam jeden auf sein Zimmer zog.
Dieser Gin darf gespannt erwartet werden.
Cocktails Old Fashioned bekommt einen weiteren Autor
Posted in Allgemeines on December 22nd, 2009 by Fabian – Be the first to commentAls neuer Autor darf ich mich kurz vorstellen. Ich (Fabian Schulze) werde in Zukunft die beiden bisherigen Autoren Sascha Junkert und Hannes Bischof in ihrer Tätigkeit als Schreiberlinge für diesen Blog unterstützten.
Nach meiner Ausbildung zum Hotelfachmann in München und einer 1/2 jährigen Tätigkeit als Barkeeper habe ich mich zu einem Studium im Bereich Tourismusbetriebswirtschaft entschlossen. Seit Anfang des Jahres findet man mich, an den Wochenenden, in der Cocktail- und Champagnerbar FOUFOU in Stuttgarts Altstadt. Die Beiden (Sascha&Hannes) lernte ich über das Forum Cocktail&Dreams kennen.
Ich werde euch über die Dinge berichten, die man so als studentische Aushilfe an einer Bar erleben darf.
Ich wünsch euch jetzt viel Spaß beim lesen meines ersten kleinen Berichts.
Cheers!
Rum Company
Posted in Allgemeines on October 21st, 2009 by Sascha – Be the first to commentVor ein paar monaten entdeckte ich einen Link zur Rum Company, deren Website damals nur eine “Comming Soon” Nachricht enthielt. Mit der Zeit hatte ich den Link jedoch total vergessen und entdeckte ihn erst wieder als ich vor ca. 2 1/2 Monaten beim Lesezeichen sortieren drüber stolperte. Nach kurzer Verwunderung wo der Link denn herkommt, wollte ich die Seite schon als 0815 Shop abstempeln, bemerkte aber nach kurzem surfen, dass es einiges zu entdecken gab:
Probierfläschchen
Rum Company ist der einzige mir bekannte Shop, der von (fast) allen verfügbaren Flaschen kleine 4cl Pröbchen zum verkauf anbietet. So kann man teurere Sachen bequem vorher probieren, ohne sich gleich eine ganze Flasche kaufen zu müssen. Leider lohnen sich die Proben erst ab einen Flaschenpreis von ca. 40€, da Proben aller Flaschen bis ca. 50€ alle 7€ kosten. Bei einem günstigen Rum lohnt es sich daher eher gleich eine Flasche zu kaufen, da die Probe relativ gesehen zu viel kostet. Nichts desto trotz eine super Sache, die ich mittlerweile auch schon öfters genutzt habe.
Alchemyst Range
Ebenfalls ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland ist die Alchemyst Produktpalette, die im Rum Company Shop angeboten wird. Diese wird von Gordon Wright zusammengestellt, der Whiskey Trinkern kein unbekannter sein dürfte (Springbank, Bruichladdich). Sie umfasst neben Whiskey, Armagnac und Calvados auch einen Rhum Agricole aus der Gardel Distillery in Guadalupe (mittlerweile geschlossen). Dieser ist 10 Jahre gereift und wird als Einzelfassabfüllung mit 46% verkauft. Ich habe zwar noch nicht all zu viele Rhum Agricole probiert, jedoch finde ich diesen sensationell und kann ihn nur empfehlen!
Whiskey Fair Rum
Für die Whiskey Fair 2009 in Limburg wurde ein eigener Rum Blend erstellt, dessen einzelne Rums aus verschiedenen Ländern der gesamten Karibik stammen und bis zu 15 Jahre im Fass gereift sind. Beim Blenden wurde vor allem, neben dem Geschmack natürlich, auf einen interessanten und komplexen Geruch geachtet. Leider wurde dieser Rum nur in kleinen Mengen abgefüllt und ist bist auf ein paar Probefläschchen inzwischen ausverkauft. Schade!, denn auch dieser Rum weiß zu gefallen, obwohl er nicht gerade günstig ist. Glücklicherweiße wird es in Kürze eine Neufauflage dieses Rums geben, welche mit einem 10 und 20 jährigem Blend ergänzt wird.
Rum Club
Zusätzlich zum Einzelkauf der Probierfläschchen gibt es auch die Möglichkeit dem Rum Club beizutreten, dessen Mitglieder im Quartal sechs verschiedene Proben per Post erhalten und diese bewerten können. Hierbei wird vor jeder Quartalsverkostung angekündigt, welche Rumsorten in Paket enthalten sind, so dass man gegebenenfalls ein Quartal aussetzen kann, falls man schon alle Rumsorten kennt. Die Tastings werden mit Infoblättern begleitet, die allerlei wissenswertes über den Rum selbst und die jeweilige Distillerie zusammenfassen. In Zukunft soll es zudem auch spezielle Angebote für die Mitglieder geben.
Rum After Work Lounge
Gegründet wurde die Rum Company dieses Jahr von Martin Heim, Wolfgang Weimer und Frank Zimmermann. Alle drei haben sich voll dem Rum verschrieben und das merkt man sofort wenn sie anfangen über die mehr als 300 Rums zu erzählen, die in ihrer Lounge in stehen und nur darauf warten probiert zu werden. Möglich ist dies jeden Freitag von 17Uhr bis 19Uhr in Miltenberg am Main. In diesen zwei Stunden kann man nahezu alle vorhandenen Rums zu fairen Preisen probieren und über deren Geschmack philophisieren. Doch darüber mehr in einem gesonderten Artikel.
Rückblick auf den Bacardi Martini Grand Prix 2009
Posted in Allgemeines on September 14th, 2009 by Hannes – 2 CommentsDer diesjährige Bacardi Martini Grand Prix unter dem Motto “Legenden” fand vom 30.08.-01.09.2009 in Berlin statt. Alle Teilnehmer reisten dazu am Mittag des 30. August an und trafen sich im Designhotel Q! nahe dem Kurfürstendamm. Gemeinsam versammelt man sich dann zum ersten Mal um 17:30 Uhr vor dem Hotel um mit den zwei gemieteten Bussen in den Abend zu starten. Als erstes Ziel wurde das Restaurant SAGE in Berlin-Kreuzberg angefahren. Zur Begrüßung wurden Daiquiris in Weingläsern! gereicht. Nach kurzer Ansprache von Nadine Weisser, der Hauptorganisatorin des Wettbewerbs, durfte jeder der Teilnehmer eine Losnummer aus einem Eiskübel ziehen. Die gezogene Zahl entsprach der Startnummer im Vorentscheid des nächsten Tages. Danach ging’s ab zu den schön gedeckten Tischen. Zu den drei Gängen Salat, Thunfischsteak mit Lachs und Gnocchi, sowie Creme Brulé wurde reichlich Weißwein gereicht. Frisch gestärkt verließen dann alle gegen 20 Uhr das Restaurant. Ab hier teilten sich die beiden Busse auf und wurden erst zur letzten Station, dem Reingold, wieder zusammengeführt. Dies lag am begrenzten Platz in den besuchten Bars.

Die erste Station führte meinen Bus zur Casa Bacardi, einem kleinen Museum und Veranstaltungsort rund um die Geschichte und Produktion von Bacardi. Brand Ambassador Steffen Lohr gab uns dabei einen kurzen Exkurs in die geschichtliche Entwicklung von Bacardi und erklärte die Produktions- und Lagerungsverfahren. Im Anschluss wurden drei Cocktails zur Verkostung gemixt, dabei unterstütze Ihn Tom Jakschas tatkräftig. Folgende Drinks landeten in den Händen der Teilnehmern: Rum Shrub (ein wunderbarer Cocktail mit Himbeeren und Weinessig), Rum Crusta und eine Pina Fria (eine Pina Colada Variation mit Kokoswasser statt Kokosmilch). Für interessierte konnte auch der hier kaum zu findende Bacardi Reserva Limitada verkostet werden.

Das enge Zeitprogramm trieb uns schnell weiter in die neue Bar Locke Müller. Eine Besonderheit ist das diese Bar noch gar nicht eröffnet hat und wir somit einige exklusive Einblick erhaschen konnten. Das Locke Müller ist eine kleine, aber feine Bar mit einer gut sortierten Spirituosenauswahl. Jede Bar des Abends hatte einen speziellen Bacardi Cocktail auf der Karte der extra für diese Veranstaltung kreiert wurde. Im Locke Müller handelte es sich um einen Camomille Mojito mit Kamillensirup und Kamillenblüten.
Nach einer viel zur kurzen Stunde wurden wir zur nächsten Bar, der Newton Bar, vom Bus abgeholt. Die Newton Bar war wesentlich größer und verfügt außerdem über einen ausziehbaren Tresen, der zu Stoßzeiten für mehr Plätze an der Bar sorgt. Hier wurde uns ein Cucumber Aviation im Cocktailspitz serviert. Die große Karte und der reichlich vorhandene Durst ließen uns schnell dazu übergehen noch weitere Cocktails zu testen. Der Wechsel nach 30 Minuten zu den Stühlen im Außenbereich war eine willkommene Erfrischung. Leider mussten wir auch hier nach einer starken Stunde weiterziehen und ab ging’s in die Hotelbar des Hotels Amano. Die Bar besitzt einen langen Tresen und reichlich Sitzmöglichkeiten. Hier wurde uns der schon vorher erwähnte Rum Shroub serviert, leider mit „etwas“ zu viel Essig.
Den Abschluss bildete die Bar Reingold an diesem Abend. Mein absoluter Favorit! Klasse Einrichtung im Stil der 20iger Jahre mit passend gekleideten Bartender. Dazu leckere Cocktails, einfach perfekt als Ausklang an diesem Abend. Dieser endete (für die meisten) mit der Rückfahrt zum Hotel um 2 Uhr.

Dem Frühstück am nächsten Morgen folgte ein kurzer Einkauf im KaDeWe da noch frische Früchte besorgt werden mussten. Um 12 Uhr ging es dann auch los mit dem Vorentscheid zum BMGP. Aus 38 Teilnehmern wurden die besten 10 gesucht die am Abend gegeneinander antreten sollten. Es mixten immer 3 Teilnehmer gleichzeitig am Tresen der Q! Bar wobei die Aufgabe darin bestand jeweils seinen beiden zuvor online eingereichten Bacardi- und Martinidrinks zu präsentieren. Das Limit pro Drink lag bei 5 Minuten. Gezeigt wurden die verschiedensten Cocktailvarianten von Nutella bis hin zu heißen Drinks. Eine Jury aus 6 Juroren bewertet dabei abwechselnd in Dreiergruppen die Coktails nach den Kriterien Aussehen, Geschmack, Innovation, Geruch/Aroma und Name/Geschichte. Sechs Stunden dauerte es bis alle Teilnehmer an der Reihe waren. Um kurz nach 18 Uhr war es dann soweit, das Ergebnis wurde bekannt gegeben und somit auch wer sich für’s Finale qualifiziert hatte.

Eine Stunde hatten die Finalisten dann Zeit sich vorzubereiten bevor es mit dem Bus ab in den Tape-Club ging, der eigens für die Veranstaltung an diesem Abend gemietet wurde. Dort erwartete alle Teilnehmer eine Großleinwand mit vorangestelltem Tresen auf der Bühne. Nach kurzer Stärkung am Buffet war es auch schon soweit. Immer zwei Finalisten traten gegeneinander an und präsentierten abwechselnd einen ihrer beiden Cocktails und einen nach Bekanntgabe der Platzierungen gezogenen Drink. Dabei handelte es sich um fünf klassische Cocktails. Hier galt es nicht nur den Cocktail perfekt zuzubereiten sondern dabei musste das Pulikum unterhalten und sein persönliches Wissen zu den Drinks preisgegeben werden.
Die Stimmung stieg stetig und erlangte ihren Höhepunkt bei den letzten Präsentationen u.a. mit dem Auftritt von Rene Tempel alias Bingo Bongo. Alle Teilnehmer wurden dabei von einer fünfköpfigen Jury aus den Mitgliedern Joerg Meyer (aus Sicht des klassischen Barkeepers), Tug van den Berg (aus sicht des Flairbarteners), Bastian Heuser (aus sicht des innovativen Visionärs), Tim Rause Sternekoch (aus sicht des Gastes) und Anze Pihler (aus sicht des Gastronoms) bewertet.

Die drei Sieger fanden sich nach dem gut zwei Stündigen Finale mit dem erstplatzierten: Rene Tempel (Bellini Lounge, Berlin) und den zweit- und drittplatzierten Lennart Haack (Shochu Bar, Berlin) und Roland Bernhard (Bootshaus, Mannheim). Auf die drei wartet damit eine bestimmt unvergessliche Reise nach Puerto Rico in die Casa Bacardi. Der letzte Bus verlies nach einigen Drinks und einer Party mit den DJ’s Thomilla und Friction den Tape Club Richtung Hotel. Da wir wie einige Andere den Abend so früh noch nicht beenden wollten wurden einige Taxis gefüllt und die Bar Lebensstern gestürmt. Dort warteten schon altbekannte Gesichter auf uns und so wurden die letzten Stunden der Nacht mit frischen Cocktails und guter Stimmung vollbracht. Die Abreise erfolgte am Nächsten Tag nach ausgiebigem Frühstück bis 12 Uhr.
Als Résumé der Veranstaltung bleibt folgendes zu sagen: Super organisiert, klasse Bartour, spannender Vorentscheid, schönes Finale mit passendem Abschluss im Lebenstern. Rundum eine lohnens- und empfehlenswerte Veranstaltung für Bartender und Conniseure!
Cocktails Old Fashioned bekommt Verstärkung
Posted in Allgemeines on September 13th, 2009 by Hannes – 6 CommentsWie der Titel dieses Beitrags schon vermuten lässt bekommt Cocktails Old Fashioned Zuwachs. Ich (Hannes Bischof) unterstütze ab sofort den Hauptautor Sascha Junkert bei seiner Arbeit als Blogautor. Auch ich entstamme dem Cocktails & Dreams Forum und bin begeisterter Connaisseur. Dabei steht auch weiterhin das Thema Cocktails und seine verwandten Themen im Vordergrund. Zusätzlich wird es in Zukunft einige Erfahrungsberichte zu Veranstaltungen, Tastings und besuchten Bars geben. Daher freue ich mich schon jetzt auf interessante Beiträge, viele Kommentare und konstruktive Kritik der Leser, Cheers!
Rye Whiskey Tasting
Posted in Allgemeines on June 14th, 2009 by Sascha – 1 CommentMittlerweile ist es im C&D Forum gang und gäbe, dass alle paar Monate ein Online Tasting veranstaltet wird. Bei diesem kauft ein Mitglied des Forums verschiedene Marken einer Spirituose ein, füllt diese in kleine 20ml oder 40ml Fläschchen und verschickt sie an die teilnehmenden User.
Das nächste Tasting wird, wie der Name des Posts schon vermuten lässt, ein Rye Whiskey Tasting sein. Verkostet werden 10 Sorten, die preislich zwischen 16€ und 115€ liegen. Wie bei allen anderen C&D Tastings, ist auch dieses ein Blind Tasting, bei welchem die Fläschchen nur durchnummeriert sind. Das hat den Vorteil, dass man nicht vom Preis oder von bekannten Reviews des Ryes beeinflusst wird.
Gerade bin ich mit dem Umfüllen des Ryes fertig geworden und werde mich nun die nächsten Tage an das Verpacken der Flaschen machen. Das Tasting wird eine Laufzeit von drei Wochen haben – erst dann wird verraten, welcher Rye in welcher Flasche war.
Begleitend zum Tasting, werde ich hier auf Cocktails Old Fashioned auf die Geschichte des Ryes eingehen und beleuchten, wie es dazu kam, dass es heute nur noch so wenige verschiedene Marken gibt. Ebenso werden nach dem Tasting die teilnehmenden Ryes einzeln vorgestellt werden.
Mixology 101
Posted in Allgemeines on February 20th, 2009 by Sascha – Be the first to commentWie fange ich an?
Wie sollte man an das Thema Cocktails mixen heran gehen, falls noch gar keine Erfahrung mit dem Thema gesammelt wurden? Hierzu gibt es sicherlich keine allgemeingültige Antwort, doch hat sich folgendes in der Praxis bewährt:
- Herausfinden welche Cocktails man mag. Das ist in Bars oder auch bei Freunden möglich, die sich mit dem mixen schon auskennen.
- Sobald man ein paar Cocktails gefunden, die dem eigenen Geschmack entsprechen, sollte man sich auf die Suche nach den Rezepten machen. Dies kann über das Internet gemacht werden oder man kauft sich ein Buch. Bei beidem sollte man aber darauf achten, nicht das erstmögliche Rezept zu verwenden oder irgendein Buch zu kaufen, da es sowohl im Internet viele schlechte Rezepte und auch in Buchhandlungen viele schlechte Bücher gibt. Gute Anlaufstellen für Rezepte sind Cocktail & Dreams, Cocktailscout und die (englische) CocktailDB. Wer sich ein Buch kaufen möchte, sollte am besten mal durch meine Bücherliste schauen oder diesen Thread im C&D Forum lesen.
- Nach dem gute Rezepte gefunden wurden, kann man sich entweder alle erforderlichen Zutaten sofort kaufen oder konzentriert sich erstmal auf 2 bis 3 Cocktails mit ähnlichen Zutaten. Ersteres kann schnell sehr ins Geld gehen, aber ermöglicht natürlich mehr Abwechslung. Zweiteres schont den Geldbeutel und man beschäftigt sich intensiver mit den Zutaten, die einem zur Verfügung stehen. Beachten sollte man auch, dass sich der eigene Geschmack mit der Zeit ändert. Die meisten Anfänger mixen erstmal die bekannten, eher fruchtigen und/oder cremigen Drinks, merken aber nach einiger Zeit dass es auch die Welt der “klassichen Cocktails” gibt. Diese verwenden eher weniger Saft/Sirup und legen mehr Wert auf Spirituosen und Liköre. Das ist aber ganz normal und ging mir selbst nicht anders.
- Neben den Zutaten braucht ein angehender Mixologe natürlich auch das entsprechende Werkeug. Für den Anfang genügt ein Shaker, ein Strainer (Sieb), Jigger (Meßbecher), Eiswürfelformen, Saftpresse und je nach Rezepten auch ein Stößel. Den Rest kann man sich nach und nach kaufen. Tipps für günstige und gute Produkte gibt es in meiner Barutensilienliste.
- Nun kann es an das eigentliche mixen gehen. Hierbei sollte man sich das erste Mal streng an das gegebene Rezept halten und sich positive, sowie negative Eindrücke notieren. Mit diesen informationen zur Hand, kann das Rezept an die eigenen Zutaten und den eigenen Geschmack anzupasst werden. Dies ist notwendig, da unterschiedliche Produkte der gleichen Kategorie immer ein wenig anders schmecken und es so kein allgemeingültiges Rezept gibt. Ebenso kann eine Zitrone oder Limette saurer sein als eine andere. Der eigene Geschmack ist natürlich auch sehr wichtig, da Person A evtl auf saurere Drinks steht als Person B oder Person C lieber einen ausgeprägteren Spirituosengeschmack vorzieht. All das gilt es zu beachten. Allerdings sollte man natürlich ein Rezept nicht vollkommen verändern und es dann noch unter dem gleichen Namen führen.
- Jetzt kann man sich an das Üben und auswendig Lernen machen. Viel Spaß dabei!
Rühren, Schütteln, Bauen?
Das Schütteln bzw. Rühren eines Cocktails hat das Ziel, diesen so gut wie möglich zu kühlen, aber auch ihn ein bisschen zu verwässern. Letzteres mag sich komisch anhören, jedoch sorgt die geringe Menge Schmelzwasser dafür, dass der Alkohol weniger scharf wirkt und man so den eigentlichen Geschmack besser wahrnimmt. Der Unterschied zwischen diesen zwei Zubereitungsarten besteht darin, dass beim Schütteln kleine Luftblasen und letztendlich auch eine kleine Schaumschicht entsteht, was den Drink trüb werden lässt. Daher wird ein Cocktail meist gerührt, wenn ein Drink nur aus klaren Zutaten besteht, die sich leicht vermischen lassen. So bleibt der resultierende Cocktail schön klar. Eine bebilderte Anleitung für einen gerührten Drink gibt es in dem Anfängerguide des C&D Forums.
Sobald allerdings Sirup, Sahne oder Ei Bestandteil eines Cocktails ist, sollte dieser geschüttelt werden, da sich die Zutaten sonst nicht richtig vermischen und der Cocktail so oder so nicht klar wird. Eine bebilderte Anleitung für einen geschüttelten Drink gibt es in dem Anfängerguide des C&D Forums.
Ein gebauter Drink unterscheides sich von einem gerührten Drink nur darin, dass dieser direkt im Gästeglas zubereitet wird. Eine bebilderte Anleitung für einen gebauten Drink gibt es in dem Anfängerguide des C&D Forums.
Frisch gepresster Saft vs. gekaufter Saft
Limetten- und Zitronensaft sollte man immer frisch pressen, da gekaufter Saft bei weitem nicht an frischen Saft herankommt. Ansonsten empfiehlt es sich, Direktsaft zu kaufen. Dieser ist qualitativ hochwertiger als Saft aus Konzentrat und ist auch nicht viel teurer. Wenn kein Direktsaft erhältlich ist (Maracuja, Cranberry, usw.) sollte ein Nektar mit möglichst hohem Fruchtsaftanteil gekauft werden.
Die Verwendung von Eis
Eis ist ein wichtiger Bestandteil eines Cocktails. Es muss den Drink kühlen, darf ihn aber nicht (übermäßig) verwässern. Daher sollte man immer sehr kaltes Eis, sehr viel Eis, großes Eis und wenn möglichst keine Hohleiswürfel verwenden. Hohleiswürfel haben eine größere Kontaktfläche als normale Würfel und schmelzen so schneller und verwässern einen Cocktail damit auch mehr. Tipps für günstige und gute Eiswürfelformen gibt es in meiner Barutensilienliste.
Vorgekühlte Gläser?
Wenn ein Cocktail ohne Eis im Gästeglas serviert wird (Daiquiri, Martini, usw) sollte das Gästeglas mit Eis und Wasser vorgekühlt werden. Nachdem die Zutaten durch das Schütteln oder Rühren gekühlt wurden, entzieht ein ungekühltes Gästeglas dem Cocktail nämlich kälte, um den Temperaturunterschied auszugleichen – das erwärmt die Flüssigkeit. Da keine Eiswürfel vorhanden sind um den Drink zu kühlen, wird dieser schnell zu warm.
Natürlich können Gläser auch immer vorgekühlt werden, auch wenn Eis in das Gästeglas kommt, aber für daheim ist das wohl ein zu großer Aufwand (und Verschwendung von Wasser). Alternativ kann man die Gästegläser auch in einer Gefriertruhe lagern, doch das erfordert viel Platz (und Strom).
Garnitur
Eine Garnitur sorgt dafür, dass ein Cocktail für den Gast ansprechender aussieht – das Auge trinkt sozusagen mit. Allerdings sollte man die Garnitur eher einfach, aber dafür hochwertig halten. Viele Bars stecken z.B. an einen Zombie einen halben Fruchtsalat, was vielleicht kunstvoll aussieht, aber vom eigentlichen Cocktail zu arg ablenkt. Es geht ja immerhin ums trinken und nicht darum sein Immunsystem mit Vitamin C aufzubessern.
Haltbarkeit der Zutaten
Vor allem zu Hause spielt die Haltbarkeit von Zutaten eine große Rolle, da viel weniger verbraucht wird, als in einer richtigen Bar. Die meisten Produkte sind aber glücklicherweiße sehr lange Haltbar. Eine kurze Übersicht:
- Spirituosen: Mit ihren um die 40% Alkoholanteil sind diese nahezu unbgerenzt haltbar. Allerdings sollten sie nicht in direktem Sonnenlicht gelagert werden, da sie sonst an Geschmack verlieren. Ebenso sollte man fast leere Flaschen von hochwertigem Rum, Whiskey, Tequila, usw in kleinere Flaschen umfüllen, so dass die Flüssigkeit nicht zu arg mit dem Sauerstoff in der Flasche reagiert, was den Geschmack auch verändern kann.
- Liköre (und Wermut): Liköre mit über 20% halten einige Jahre. Liköre mit unter 20% oder einem hohen Sahneanteil (z.B. Baileys), sollten im Kühlschrank gelagert werden, wo sie sich ca. 1 Jahr halten. Wermut hält im Kühlschrank auch mindestens ein Jahr, verändert sich aber ein wenig im Geschmack (was mormal zu vernachlässigen ist).
- Sirup: Durch den hohen Zuckeranteil halten diese nahezu ewig.
- Saft: Saft ist im Kühlschrank ca 2-3 Wochen haltbar.
- Lime Juice Cordial: Dieser hat ebenso einen hohen Zuckeranteil und ist auch außerhalb des Kühlschrankes lange haltbar.
Natürlich sind das nur ungefähre Angaben. Gerade Saft kann auch im Kühlschrank schneller schlecht werden. Daher sollte man im Zweifelsfall lieber ein wenig probieren, bevor man die Zutat in einem Cocktail verwendet.
Umrechnung Zentiliter (cl) in fl. Unzen (fluid Ounce, oz)
Englischsprachige Rezepte werden meistens in flüssigen Unzen angegeben. In den USA entspricht eine fl. Unze etwa 2,95735 Zentiliter und in Großbritanien etwa 2,84131 Zentiliter. Eigentlich immer sind aber die amerikanischen Unzen gemeint, womit man Rezepte in fl. Unzen einfach mit dem Faktor 3 in cl umrechnen kann.
Allerdings gibt es gerade in alten Rezepten eine Vielzahl von verschiedenen Maßeinheiten, welche heute nicht mehr gebräuchlich sind. Stephan Berg vom Bitters-Blog hat hierzu folgende Tabelle veröffentlicht, die die Umrechnung erheblich vereinfacht!

Warum kommt dieser Post erst jetzt?
Inhaltlich gesehen hätte dieser Post an den Anfang meiner Tipps für Anfänger Reihe gehört, jedoch hatte ich diese am Anfang nicht so umfangreich geplant, wie sie mittlerweile geworden ist. Daher werde ich diesen Post nachträglich an den Anfang der Liste stellen, so dass das ganze wieder Sinn macht und der Anfang nicht fast am Ende der Serie plaziert ist.
Logo für Bargeflüster gesucht!
Posted in Allgemeines on January 27th, 2009 by Sascha – Be the first to comment
Wie im letzten Post schon kurz erwähnt, suchen wir noch ein Logo für die die Blogaktion “Bargeflüster”! Wer ein Logo einreichen möchte, schickt es bitte bis 14.02.09 an Christian Niefanger von den Cocktailwelten: partyboy84 /at/ gmail.com. Aus allen Einsendungen wird dann wieder per Umfrage das endgültige Logo des Bargeflüsters bestimmt.
Mitmachen kann jeder, der ein bisschen grafisch begabt ist. Achtet aber darauf, dass das eingesandte Logo hochauflösend ist, so dass es auch für den Druck geeignet ist. Dem Designer des Gewinnerlogos winkt eine Flasche des links abgebildeten Bruichladdich 2001.
GSA Blogaktion heißt Bargeflüster!
Posted in Allgemeines on January 23rd, 2009 by Sascha – Be the first to commentNachdem die letzte Woche über eine Umfrage lief, wie die zukünftige Blogaktion der deutschen Bar- und Cocktailblogs heißen soll, steht nun der Name fest: Bargeflüster! Insgesamt wurden 283 Stimmen abgegeben, wobei Bargeflüster mit 43,46% der Stimmen einen sehr großen Vorsprung zum zweitplatzierten Vorschlag “Eingeschenkt” vorweißen kann.
Als nächsten Schritt gilt es nun ein passendes Logo für die Aktion zu finden. Wer ein Logo einreichen möchte, schickt es bitte an Christian Niefanger von den Cocktailwelten: partyboy84 [at] gmail.com. Aus allen Einsendungen wird dann wieder per Umfrage das endgültige Logo des Bargeflüsters bestimmt.
Das erste Bargeflüster wird wahrscheinlich am 27. Februar 2009 stattfinden.
