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Die Geschichte des Gins Teil 8

Die Geschichte des Gins Teil 8

November 26, 2010 |  by  |  Zutaten  |  Share

1769 – Gründung der Gordons & Company

GordonsGin

Im Jahre 1769 gegründet AIexander Gordon, Gordon & Company in London´s Bermondsey. Er war in Wapping, London geboren, aber im Alter von vier Jahren, nach dem sein Vater starb, kam er zu seinem Großvater nach Glasgow wo er aufwuchs.

Als Erwachsener zog er nach London zurück und lebte am Charterhouse Square, Clerkenwell. Er zog mit der Destille vom ursprünglichen Standort in Bermondsey im Jahre 1798 nach Clerkenwell aufgrund der dort vorhandenen besseren Wasserqualität. Der Umzug von Gordon & Company hatte zur Folge das andere Brenner ebenfalls nach Clerkenwell zogen. In den folgenden Jahren entstand hier eine renommierte englische Brennerei-Industrie, die hochwertige Spirituosen herstellte. London war das Zentrum dieser Industrie, sicherlich ist dies auch auf die Themse mit ihren Häfen zurück zu führen. Denn die Brenner konnten sich leicht mit exotischen Zutaten wie Orangen, Zitronen und Gewürze aus den britischen Kolonien in der Karibik versorgen. London war die Welt größte Stadt und ihre Häfen die verkehrsreichsten.

1770 – Gründung von Burnett´s White Satin

Es wird behauptet, das Burnett’s White Satin im Jahre 1770 vom Oberbürgermeister Londons hergestellt wurde und das der Auftraggeber Robert oder Thomas Burnett hieß. Recherchen zufolge war weder Robert noch eine Thomas Burnett jemals Oberbürgermeister von London war. Es ist vermuten, dass Robert Burnett im Jahre 1770 in das Unternehmen kam und der Gin seit diesem Zeitpunkt seinen Namen trägt. Im Jahre 1794 wurde er Sheriff von London und später dann geadelt Es ist eine Voraussetzung für einen Oberbürgermeister von London in  frühern Jahren als Sheriff tätig zu sein aber Robert Burnett saß nie dem Bürgermeisteramt vor.

1777 – Canny Schottisch

Die Familien Haigs und Steins beginnen 1777 mit dem Export von Getreide-Alkohol für die Rektifikation zur Gin Produktion in London. Die Englisch Brenner missbilligten dies. Denn dies war der Beginn des Imports von billigem, qualitativ hochwertigem Getreidealkohol aus Schottland. Im Laufe der Jahrhunderte stieg der Export. Heute wird der wenige in London produzierte Gin meist auf Basis von schottischem Getreide-Alkohol hergestellt. Heute haben Marken wie Gordon oder Tanqueray als Basis schottischen Getreidealkohol.

1793 – Plymouth Gin

Die Dominikaner Brennerei, in der Plymouth Gin hergestellt wird, wurde 1793 gegründet als die Familie Coates dem etablierte Unternehmen  Fox & WiIliamson beitrat, und das alte Dominikaner Kloster umfunktionierte.

Die Familie Coates produzierte einen Gin, der voller im Geschmack war und mehr Gewürze beinhaltet und weniger Zitrusfrüchte aber gleichzeitig über schärfere Aromen verfügte, als sein typisch trockener Pendant aus London. Die Royal Navy kaufte große Mengen dieses Gins für ihre Offiziere. Andere Städte wie Bristol und Liverpool hatte auch Brennereien, die die Flotte Versorgten aber „Plymouth Gin ist der einzige, um zu überleben“. Plymouth ist auch der einzige britische Gin, der bis heute in der ursprünglichen Brennerei produziert wird.

Obwohl Plymouth Gin noch immer in der gleichen Brennerei produziert wird, war die Destillerie über die Jahre im Besitz verschiedener Unternehmen. Einige behaupten, als das Unternehmen in den Besitz von Seager Evans kam, ein Unternehmen mit Sitz in London Deptford, kontrolliert durch Schanley mit Sitz in New York , dass die Rezeptur in Richtung des London Dry Gins verändert wurde. Damit das Produkt mehr dem amerikanischen Geschmack entspricht.

1794 – London´s Handelsregister

1794 wies das Handelsverzeichnis der Stadt London und Westminster und die angeschlossenen Gemeinden nach Süden über 40 Brennereien, und Malz-Brenner aus. Dies beweist, dass die Ginproduktion zu einem wichtigen Wirtschaftszweig herangewachsen war.

1767-1803 – Cocktail friendly Trio

Die Entwicklung der Cocktail-Kultur basiert auf der Grundlage der Standard-Gin-Cocktails. Drei Erfindungen trugen hier maßgeblich dazu bei: die künstliche Kohlensäure für Mineralwasser (1767), die Produktion und Verfügbarkeit von Eiswürfeln im Handel (1800) und die Kühlschränke (1803).

“Seltzer Wasser” war schon lange vorhanden, aber damals bezeichnete der Begriff das Mineralwasser aus den natürlichen Quellen aus der Nähe des Dorfes Niederseltsers in Süd-West-Deutschland. Künstliche Kohlensäure wurde zum ersten Mal im Jahre 1767 von dem Engländer Joseph Priestley hergestellt. Später entwickelte Johann Jacob Schweppes, Uhrmacher-und Amateur-Wissenschaftler, sein Verfahren zur Herstellung von Mineralwasser und gründete die Firma Schweppes in Genf im Jahr 1783, bevor er (1790) an die Londoner Drury Lane umzog. Auf der anderen Seite des Atlantiks begann Benjamin Silliman, ein Chemie-Professor der Yale University, im Jahre 1807 mit seiner Markenabfüllung von “seltzerwater.

Die heutigen Sodawasser (Soda-Club) enthalten künstlich Kohlensäure, jedoch andere Zusatzstoffe wie: Natriumcarbonat, Natriumchlorid, Natriumdihydrogenphosphat, Natriumcitrat, und manchmal eine leichte Würze.

Von 1800 an wurde Eis in Amerika in Form von Brammen aus dem zugefrorenen Seen gehackt. Die „Eis Ernte“ wurde in Amerika zum großen Geschäft, vor allem für die Neu-Engländer Nathaniel Wyeth und Frederic Tudor, letztere wurde schließlich bekannt als der „Lee King“. Tudor entwickelte Produkte mit einer besseren Isolierung, die ihm erlaubten Eis bis in die Tropen zu verschiffen und um es dort in speziell für die Lagerung errichteten Häusern auf zu bewahren. Wyeth entwickelt eine Methode, mit der schnell und kostengünstig einheitliche Blöcke produziert werden konnte damit die Handhabung, Lagerung und der Transport effizienter gestaltet werden konnte.

Im Jahr 1803 patentierte sich Thomas Mohr aus Maryland, USA seinen Kühlschrank, der erst Jahre später entwickelt wurde und vor allem den Brauern nützte, da sie die Gärung regulieren konnten und ihre Produktion damit von den Jahreszeiten unabhängig war.

John Gorrie, (1802-1855) studierte Tropenkrankheiten, während er als Arzt in zwei Krankenhäusern in Florida beschäftigt war. Seine erfolgreichen Experimente mit diesen Kühlräume bei seinen Patienten führten zu weiteren Experimenten an deren Ende das künstliche Eis stand. Am 6. Mai 1851 meldete Gorries sein Patent für seine Eismaschine an.

 
2 Kommentare
  1. Hast Du dir mal deinen Bericht genau zu Gemüte gezogen? So viele Widersprüche lassen Zweifel daran aufkommen!

  2. Kommentare Anonym zu posten geht erst einmal gar nicht!!!!

    Wenn du Wiedersprüche findest kannst du sie gerne genauer aufzeigen dann kann ich Stellung dazu nehmen.

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