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Die Geschichte des Gins Teil 7

Die Geschichte des Gins Teil 7

November 1, 2010 |  by  |  Zutaten  |  Share

1750 – Hogarth’s GIN

Im Jahre 1750 veröffentlichte William Hogarth die Zeichnung der „Gin Lane“. Sie stellte die Exzesse und das daraus resultierende Verhalten, verursacht durch den Gin Konsum dar.

Das Bild zeigt eine Szene im Herzen von St. Giles, einem Gebiet am östlichen Ende der Oxford Street das berüchtigt für seine Gin Kneippen war. Die Gin Lane  bildet mit dem Stich die „Beer Street“ ein Paar. Die Beer Street zeigt den krassen Gegensatz zur Gine Lane.

Diese Werke dienten der Propaganda und wurden vom Magistrat Henry Fielding in Auftrag gegeben.

William Hogarths BeerStreetWilliam Hogarths GinLane

1751 – Der 8. Gin Act

Das Ende des Krieges der Österreichischen Erbfolge im Jahre 1748 brachte eine neue Bedrohung für London ‘s Gesellschaft, die noch schlimmer war als die „Gin-Kriminalität“.

Die heimkehrenden Soldaten hatten keine Arbeit und erhielten keine Unterstützung vom Staat so hielten sich viele mit Diebstählen und Überfällen über Wasser. In den 1750er Jahren sahen die moralischen Reformer den Ursprung in der Kriminalitätswelle im Gin und nutzten diese Auswüchse für ihre Lobbyarbeit gegen den Gin.

Im Jahre 1751 veröffentlichte der Westminster Richter Henry Fielding, der auch ein angesehener Schriftsteller war, eine Schrift mit dem Titel: “An Equiry into the Causes of the Late Increase in Robbers“. Diese Schrift verband den Gin mit der ansteigenden Kriminalitätswelle und wurde im Jahre 1751 mit der Eröffnung der parlamentarischen Session veröffentlicht. Sie war Teil einer gut organisierten Lobbyarbeit, die das Ziel hatte Gin gänzlich zu verbieten.

Die Brenner hatten Glück, der Gin Act von 1751, bekannt als Tippling Act, der die Ursache für die späteren Gin-Kreuzzüge wurde erhöhte die Steuer nur wenig.

Das Gesetzt verdoppelte die Gebühr auf die Verkaufslizenz auf 2 Pfund und wurde nur noch an Gasthöfen, Wirtshäusern und Tavernen ausgegeben. Das Gesetz gewährt auch die Immunität vor Strafverfolgung und eine Belohnung von 5 Pfund für jeden lizenzierte Händler, der Informationen über nicht lizenzierte Händler und den Brenner der diesen unterstützte weitergab.

Obwohl der Steueranstieg nur gering war, beendetet das Gesetzt von 1751 fast alle Verkäufe der Schwarzbrenner. Im Jahr 1752 sank das Volumen der erhobenen Steuer für Spirituosen um fast ein Drittel.

1757 – Englische Getreide-Brennereien wurden verboten

Im Jahr 1757 fiel die Ernte aus. Aus Angst vor einem Mangel an Brot, wurde die Ausfuhr von Getreide und Malz verboten, ebenso wie alle Destillation von Weizen, Gerste, Malz und anderen Getreide. Diese Maßnahme sollte nur eine vorübergehende sein, aber die Ernte von 1758 erwies sich kaum als besser somit wurde das Verbot verlängert. Spirituosen wurden zu dieser Zeit aus importierter Melasse hergestellt. Dies führte zu einem vergleichsweise hohen Preis für die Spirituosen und somit konnten sich diese die arme Bevölkerung nicht mehr leisten. Ernüchterung herrschte und London genoss wachsenden Wohlstand und viele Verbesserung. Die Infrastruktur wurde mit dem Bau von neuen Straßen und die Einführung der Straßenbeleuchtung verbessert. London ‘s Lebensstandard stieg für die Arme und Reiche Bevölkerung gleichermaßen.

1760 – Getreide Brennereien wurden Wiedereröffnet

Durch die reiche Ernte von 1759 schlossen sich die Brennereien mit den Landwirten zusammen, mit dem Ziel die Destillation wieder zu erlauben. Allerdings wurden ihre Forderungen durch die moralischen Reformer, die für eine starke Kirche und die wachsende Mittelschicht standen und für ein absolutes Verbot von Alkohol plädierten, erschwert.  Die mangelnde Verfügbarkeit von Gin förderte die Einfuhr von Rum. Damit fehlte der Regierung die Einnahme aus der Verbrauchssteuer, die von einheimischen Brennern bezahlt werden musste. Diese beiden Faktoren führten zu einem Kompromiss. Im März 176O, wurde ein Gesetzt verabschiedet, das die Destillation von Mais erlaubte, gleichzeitig wurde die Verbrauchssteuer verdoppelt. Britische Brenner profitierten jedoch von den Subventionen für die Ausfuhr von Spirituosen.

Der Preis, der zu bezahlen war um sich mit Spirituosen zu betrinken war höher als sich mit Bier zu betrinken. So griff die arme Bevölkerung auf Bier zurück. Es entstanden mit der Zeit die typischen schmutzigen Seitenstraßen Pubs, die die ganze Nacht geöffnet hatten.

In der Zwischenzeit fand der teurere Gin zu neuer Seriosität. Eine Regulierung der Destillation führte zu einer Verbesserten Qualität und zur Bildung einer handvoll qualifizierter Brenner.

1761 – Gründung von Greenall’s Gin

Thomas Dakin erbaute die Brennerei in der Bridge Street in Cheshire, einer Gemeinde von Warrington im Jahre 176O. Die Inbetriebnahme sowie die Produktion seiner ersten Gins erfolgte im Jahre 1761. Dakin ‘s Gin Warrington war ein großer Erfolg. Sein Sohn Edward, übernahm das Geschäft später.

Die Familie Greenall war schon lange Zeit als Bierbrauer in St. Hellens bekannt als Edward Greenall die Dakin Brennerei im Jahre 1870 kaufte. Der „G&T“ der inzwischen als G&J Greenall bekannt ist erhielt seinen Namen von den beiden jüngeren Brüdern, Gilbert und John.

 

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