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Thoughts of a mixology novice

Spareribs mit Bourbon-Orangen-Pfeffer-Sauce

Spareribs mit Bourbon-Orangen-Pfeffer-Sauce

September 17, 2010 |  by  |  Allgemeines  |  Share

Wer kennt es nicht? Der Sommer ist im Begriff warm zu werden, Ausgabe 3 der Mixology flattert Anfang Juni ins Haus und man entdeckt ein vielversprechendes Rezept für Spareribs. Schnell ist beschlossen: Bald wird der Grill angeworfen und ausprobiert. Und dann… passiert lange Zeit nichts. Etliches kommt dazwischen, es regnet oder die Freunde haben keine Zeit. Mitte September war es dann aber doch soweit. ;-)

Das Rezept stammt von Stevan Paul, wurde in Mixology 3/2010 veröffentlicht und erscheint hier in leicht abgewandelter Form. Einerseits habe ich den Namen eines bekannten Tennessee Whiskeys durch eine allgemein gültige Form ersetzt und andererseits die Mengenangaben ein wenig angepasst, da zumindest bei mir viel zu viel Sauce übrig geblieben ist.

Spareribs mit Bourbon-Orangen-Pfeffer-Sauce (für 2 Personen)

  • 1kg Spareribs (unmariniert)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 10g Ingwer
  • 1 kleine Orange
  • 5cl Bourbon
  • 3 EL flüssiger Honig
  • 160ml Tomatenketchup
  • 0,75 EL Olivenöl
  • 2 TL geräuchertes Paprikapulver
  • schwarzer Pfeffer (Gewürzmühle)
  • Salz
  • Öl
  • Die Rippchen in handliche Portionen schneiden, waschen und eine Stunde in Salzwasser simmern. Das Fleisch im Süd auskühlen lassen. Knoblauch und Ingwer fein würfeln, Orangenschale abreiben, die Orange auspressen und alles in ein Schälchen geben. Whiskey in einem Topf kurz aufkochen, Honig, Ketchup, Olivenöl sowie Paprikapulver hinzugeben und nochmals aufkochen. Nun die Zutaten aus dem vorbereiteten Schälchen hinzugeben, mit einer Prise Salz und Pfeffer würzen. Vor dem Grillen Rippchen aus dem Wasser nehmen, mit Öl dünn einstreichen und direkt auf den Grill legen. Die fertig gegrillten Spareribs mit der Sauce bestreichen und grob gemahlenen Pfeffer darüber geben.

Mangels Alternativen griff ich zu Elijah Craig, was sich als goldrichtige Wahl herausstellte. Auf geräuchertes Paprikapulver musste ich leider verzichten und habe normales genommen.

Meiner Meinung nach kommt dem Simmern bzw. dem Auskühlen im Sud eine besondere Bedeutung zu, denn die Spareribs wurden nicht im geringsten trocken oder faserig, sie waren zart und das Fleisch hat sich fast von alleine vom Knochen gelöst (im Gegensatz zu den Luau Sweet & Sour Spareribs – ich vermute, dass durch die Zubereitung im Backofen hier 20min im Kochtopf wirklich das Maximum sein sollten).

Das Highlight ist selbstverständlich die Sauce – der Geruch mag gewöhnungsbedürftig sein, der Geschmack spricht jedoch Bände. Die Bourbon-Basis ist ausgeprägt wahrnehmbar, der Honig bringt eine angenehmere Süße als Zucker ins Essen und über allem schwebt Orange – traumhaft. Ganz zu schweigen von einer würzig-scharfen Note, bedingt durch das Zusammenspiel von Knoblauch, Ingwer und frischem Pfeffer.

Laut Rezept kann man die Spareribs schon am Vortag simmern und über Nacht im Sud kaltstellen, die Sauce soll sich auch zwei Tage gekühlt halten.

Von mir also eine klare Empfehlung, es gab dazu einen Salat, Kartoffelsalat und Baguette mit Kräuterbutter. Ein dunkles Bier schmeckte ganz ausgezeichnet zu den starkem Aromen, als Cocktail bietet sich nach dem Essen ein Whiskey/Boston Sour mit Elijah Craig an, um die Verbindung zum Essen wiederherzustellen. :-)

Damit die originalen Mengenangaben nicht verloren gehen, hier die abgedruckte Version aus der Mixology:

Spareribs mit Jack Daniel’s Orangen-Pfeffer-Sauce (für 1kg Spareribs)

  • 7,5cl Jack Daniel’s Tennessee Whiskey
  • 1kg Spareribs (beim Metzger vorbestellen)
  • Salz
  • 5 EL flüssiger Honig
  • 250ml Heinz Ketchup
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 TL geräuchertes Paprikapulver (Pimenton Dulce de la Vera Ahumado)
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 10g Ingwerknolle
  • 1 kleine Orange (unbehandelt)
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • Öl für die Spareribs
  • Zubereitung wie oben.
 

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