Cocktails Old Fashioned

Thoughts of a mixology novice

Luau Sweet & Sour Spareribs

Luau Sweet & Sour Spareribs

July 21, 2010 |  by  |  Allgemeines  |  Share

Passend zum letzten Eintrag veröffentlichte der Bum 2005 das inzwischen legendäre Rezeptbuch “Taboo Table”. Später werde ich mich mit dem Buch näher auseinandersetzen. In der Schnellfassung sei soviel gesagt: Die damaligen Tiki-Restaurants wurden nicht nur wegen der Getränke, sondern auch wegen der Speisen besucht. Nur, man ahnt es schon, haben die dort angebotenen Speisen so gut wie nichts mit polynesischer Küche zu tun gehabt. Ein exotischer Name, leicht veränderte Rezeptur von bekannten Gerichten, das reichte.

Das ändert natürlich nichts daran, dass die Rezepte oftmals schmackhaft waren und in das Tiki-Konzept passten. Daher soll es heute um Spareribs gehen. Diese sind geschmacklich zu stark, um sie zwischen Cocktails zu reichen, aber im Vorfeld eine durchaus leckere Speise.

Das folgende Rezept stammt aus dem namensgebenden “Luau Restaurant” in Beverly Hills, wo es etwa um 1959 serviert wurde. Neben Don The Beachcomber’s und Trader Vic’s war das Luau’s eines der bekanntesten Treffpunkte der örtlichen Tiki-Szene. Der Bum weiß zu berichten, dass andere polynesische Restaurantbesitzer dieses Etablissement zum Essen und andere Tiki-Bartender es zum Trinken besuchten. ;-)

Luau Sweet & Sour Spareribs* (für 4 Personen)

  • 1.5kg Spareribs (unmariniert)
  • Wasser
  • Salz
  • 60ml Tomatenketchup
  • 120ml Weißweinessig
  • 160ml Zucker (zusätzlich 2 Esslöffel Zucker)
  • 6 Tropfen Tabasco (je nach Geschmack auch mehr)
  • Spareribs im gesalzenen Wasser 20 Minuten simmern (köcheln klappt aber auch) lassen. In der Zwischenzeit eine Marinade aus den letzten vier Zutaten und zusätzlich 230ml Wasser anrühren.Die Spareribs abtrocknen und in eine Auflaufform geben, sie sollten sich nicht überlappen. Ungefähr 2/3 der Marinade darübergeben und verstreichen. Nun die Spareribs eine Stunde lang bei 175°C (Umluft) in den Backofen geben und alle 10 Minuten teilweise die restliche Marinade darüberstreichen. Beim letzten Mal den zusätzlichen Zucker darüberstreuen, damit die Spareribs braun und “sticky” werden.

*Das Rezept übersetzte ich aus dem Englischen, daher auch die ungewöhnlichen Mengenangaben.

Drei Anmerkungen meinerseits:

  1. In Taboo Table steht dieses Rezept als “Appetizer”. Ist es wirklich nur als Appetitanreger oder als Vorspeise / Beilage gedacht, reicht diese Menge locker für 4 Personen. Soll es aber als eigenständige Mahlzeit dienen, sollte man die Zutatenmenge vergrößern. Bei kräftigen Essern würde ich eine Verdopplung vorschlagen – schließlich sind mehr als 50% der Spareribs Knochen.
  2. Laut Originalrezept soll man die Spareribs “20 bis 30 Minuten simmern lassen”. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sie dann leicht zu trocken werden. Mehr als 20 Minuten sollten es daher nur bei sehr großen Exemplaren sein.
  3. Die zusätzlichen 2 Esslöffel Zucker tauchten im Original nicht mehr in der Zubereitung auf. Da die Spareribs aber “sticky” (“klebrig” hört sich im Deutschen so negativ an…) sein sollen, bietet es sich an, den Zucker am Ende zu verstreuen.

Geschmacklich ungewöhnlich und ein wohltuender Unterschied zu den üblicherweise im Rauch gegrillten Spareribs. Süß & Sauer trifft wirklich zu, die Essigmenge harmoniert passend mit dem Zucker. Beim Biss knirschte es sogar zum Teil – ein wunderbar krosses Ergebnis.

Nur für ein oder zwei Personen ist das Rezept vielleicht doch zu aufwendig, aber wenn es für Mehrere zubereitet wird, kann man sich eines wirklich schmackhaften Ergebnisses sicher sein. Idealerweise wenn man – so wie ich – eine fremde Küche zur Zubereitung nutzen durfte. :-D

Weitere appetitanregende Rezepte folgen später, jedoch empfehle ich jedem interessiertem Bartender den Kauf des Buches. Die Erstauflage von 2005 erzielte zuletzt astronomische Preise, eine Neuauflage von 2010 ist noch verfügbar. Sichert sie euch!

 
1 Kommentar
  1. Beste las über Luau Sweet & Sour Spareribs Glückwünsche!
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