Ein kleines Ratespiel: Wer erkennt, um welche Pflanze es sich sich oben handelt?
Nun gut, noch nicht weiter gekommen? Vielleicht bringt euch das nächste Foto zum Erfolg.
Richtig! Es handelt sich um ein blühendes Basilikum.
Zum ersten Mal hat ein Basilikum bei mir lange genug überlebt, um aufzublühen.
Bei den momentan sommerlichen Temperaturen hat sich ein kleiner Test natürlich geradezu aufgedrängt: Wird der Geschmack durch das Blühen beeinträchtigt? Der allseits beliebte und bekannte Gin-Basil Smash bietet sich dazu perfekt an.
Gin-Basil Smash*
- ~20 Basilikumblätter
- 2cl Rohrzuckersirup (Giffard)
- 3cl Zitronensaft (frisch gepresst)
- 6cl Gin (Beefeater 47%)
- Basilikumblätter mit Gin stark muddlen, die restlichen Zutaten dazugeben und mit großen Eiswürfel kräftig schütteln. Finestrain in einen Tumbler auf frische Eiswürfel. Mit einem Stengel schöner Basilikumblätter dekorieren und Trinkhalm dazugeben.
*aktuelle Zubereitung des von Jörg Meyer erfundenen Drinks, nach crackone
In klassischer Weise mit normalen Basilikum zubereitet, ergibt sich ein Cocktail mit blass grünlich (mintgrün) durchschimmernder Farbe. Der Geruch ist recht außergewöhnlich. Intensive Gin und Basilikum-Noten. Ein wenig nimmt man das süß-saure Wechselspiel wahr. Sehr vielversprechend. Dies wird im Geschmack bestätigt: Anfänglich ein wunderbarer Gin-Geschmack auf der Zunge, der ungeübte Gaumen schmeckt danach etwas Undefinierbares, eine leichte Würze. Beim zweiten Schluck arrangiert sich dann das Basilikum hervorragend mit dem Gin, der Abgang bleibt ausgewogen. Ein idealer Nachmittags- oder Abenddrink an warmen Tagen.
Doch wie sieht es bei der Verwendung von blühendem Basilikum aus? Die Farbe bleibt unverändert, doch schon der Gin ist nasal stärker präsent, auch Zitrusnoten stechen stärker hervor. Basilikum ist nur im Hintergrund erahnbar. Dieser Verdacht wird durch den Geschmackstest erhärtet: Auf der Zunge süßlich, am Gaumen überdeckt der Gin so gut wie alle Basilikumnoten. Erinnert (verständlicherweise) stark an einen Gin Sour. Das süß-saure Verhältnis bleibt ausgewogen.
Damit ist das Ergebnis klar: Nur Basilikum benutzen (ob nun in Cocktails oder beim Kochen), welches nicht blüht. Sobald Blüten sichtbar sind, sollten diese zurück geschnitten werden, da die Pflanze sonst zu viel Kraft in das “Aufblühen” legt und es geschmackliche Einbußen gibt.
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Ich nochmal…
Die Fotos sind auch ein Traum!