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Choctail Workshop macht Halt in Stuttgart

Choctail Workshop macht Halt in Stuttgart

March 6, 2010 |  by  |  Cocktails, Stuttgart  |  Share  | 

Am Montag , den 8ten Februar, luden die Stuttgart Nightwalkers in Zusammenarbeit mit Barworkz, vertreten von Bastian Heuser und Sanjay Cachemaille, zum Stelldichein in die Muttermilch nach Stuttgart. Ziel war es den Bartendern der Stadt die neue Spirituose Mozart Dry näher zu bringen. Bastian Heuser, bekannt durch Mixology, führte dabei gekonnt durch das Programm.

Bastian Heuser

BastianHeuser

Zu Beginn erläuterte er den Herstellungsprozess von Mozart Dry und dem Schokoladenbrand Choc aus gleichem Hause. Leider sind Details wie Kakaoanteil der verwendeten Schokolade und das eigentliche Destillationsverfahren Firmengeheimnisse von Mozart. Es wurde nur verraten, dass weder in Pot Still noch Column Still destiliert wird, da bei diesen klassischen Verfahren das Destilat einen verbrannten Geschmack bekommt.

Der Unterschied zwischen Mozart Choc und dem neuen Mozart Dry ist, dass Mozart Choc aus fermentiertem Kakao (Kakaowein) destiliert und anschließend auf 42% verdünnt wird. Dieses Verfahren ist enorm teuer und führt auch zu dem sehr hohen Preis des Choc, der das Produkt nicht all zu erfolgreich machte. Bei Mozart Dry wird hingegen Schokolade (Foratero und Trinitario), Vanille (Bourbon) und Zucker in Rohrzuckeralkhohol mazeriert und anschließend auf 40% destiliert – es wird kein Wasser hinzugefügt.

Kakao

Kakao

Nach der kurzen Einleitung ging Bastian Heuser auf das spannende Thema Foodpairing ein. Für mich eines der Highligts der Veranstaltung. Beim Foodpairing geht es darum
passende Aromen zu seinen Basisprodukten zu finden. Zu Beginn wählt man ein Produkt aus und findet dann über sogenannte Aromenbäume passende Aromen zu diesem Produkt. Ursprünglich wird das Foodpairing für Speißen verwendet, lässt sich aber auch problemlos auf Getränke und speziell für Cocktails anwenden. Dies hat den Vorteil das man für neue Kreationen schnell passende Kombinationen findet ohne viele Fehlversuche zu produzieren. Weiterhin erlaubt dies auch unerfahrenen Bartendern schnell gelungene Cocktails zu entwickeln. Für mich ein Thema das noch viel Potential hat und von dem man auch in Zukunft noch viel hören wird. Weitere Informationen zu diesem Thema finden in der aktuellen Mixology 1/2010 und auf der Homepage foodpairing.de.

Anschließend ging es direkt an die Bar der Muttermilch um Mozart Dry in verschiedenen Cocktails zu testen. Dabei wurden Klassiker wie ein Whisky Sour mit Mozart verfeinert oder neue Kreationen vorgestellt. Mein persönliches Highlight war der Drink “Rum-Traube-Nuss” entwickelt von Bastian Heuser und auch in Zukunft auf der Rezeptseite von Mozart zu finden. Hier das Rezept:

Rum-Traube-Nuss

  • 3cl Jamaika Rum
  • 3cl Mozart Dry
  • 1,5cl Rosinensirup (Rosinen mit gleichen Teilen Wasser und Zucker aufkochen, Prürieren und durch ein Feines Sieb abseihen)
  • 1cl Frangelico
  • 2cl Limettensaft
Choctail

Choctail

Zum Abschluss konnten noch die Liköre aus dem Hause Mozart verkostet werden. Anschließend luden Dino Zippe und Bastian Heuser in die o.T. Bar zu Cocktails mit Mozart Dry. Alles in allem eine sehr informative und gelungene Veranstaltung die, trotz Befürchtungen, nicht zu trocken und Marketinglastig war. Weitere Stationen des Choctail Workshops sind (bzw. waren) unter anderem München, Köln und Dresden.

 
2 Kommentare
  1. Danke für den Bericht und ein auf den ersten Blick sehr genial klingendes Rezept :D

  2. Diese Rezeptvariante hat mir deutlich besser gefallen als das Original:

    Rum-Traube-Nuss
    4 cl Mozart Dry
    2 cl Jamaika Rum
    2 cl Rosinensirup
    1 cl Frangelico
    1 cl Limettensaft

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