Nachdem das COF Falernum #1 leider ein wenig zu viel Zimt enthielt, setzte ich das COF Falernum #2 folgendermaßen an:
COF Falernum #2
- 250ml W&N Overproof
- 1/2 Zimtstange
- 25 Nelken
- 15 Piment
- 5 dünne Ingwerscheiben
- 1 Muskatnuß
- 5x Zeste einer Limette
- 3cm Vanilleschote
- 1 Kardamom
- 60 ml blanchierte, leicht angeröstete und kleingehackte Mandeln
- 1 1/2 Tage ziehen lassen und dann 10cl Limettensaft und 15cl Zuckersirup (Monin) hinzufügen
Jedoch war ich auch mit dieser Mischung noch nicht 100% zufrieden, da es für meinen Geschmack zu nelkig und pimentig war. In Falernum #3 schraubte ich daher die Anzahl der Zutaten zurück und werde je nach Geschmack noch nachträglich einzelne dazu geben. Ziel war es im Gegensatz zu #1 und #2 ein eher frisches Falernum zu kreieren, in welchem der Rum nicht vollständig überdeckt wird und das gut in Cocktails einsetzbar ist. Gerade Falernum #2 war meist zu intensiv und übernahm schnell den ganzen Drink.
Um das COF Falernum #3 herzustellen, müsst ihr 50ml Appleton Extra und 25ml Wray & Nephew White Overproof in ein Glas geben. Dazu gesellen sich…
7 Nelken, …
3 Piment, …
3/4 eines Lorbeerblattes, …
1/4 einer Zimtstange, …
1cm einer Vanilleschote, …
15ml frisch gepresster Ingwersaft, …
die abgeriebene Schale von 1.5 Limetten und
15g blanchierte, gehackte, leicht angebratene Mandeln.
Diese Mischung sollte ca. zwei Tage ziehen, bevor sie durch ein sauberes Leinentuch in ein neues Gefäß abgeseiht wird. Das Tuch sollte schön ausgedrückt werden, so dass so wenig wie möglich des Falernums zurückbleibt. Das Falernum ist nun fast fertig, es müssen nur noch 30ml frischer Limettensaft, 30ml Zuckersirup und 10ml Mandelsirup/Orgeat hinzugefügt werden.
Das COF Falernum #3 muss zwar noch in Cocktails getestet werden, doch bin ich mit dem Resultat um einiges zufriedener als mit #1 und #2. Es ist einfach frischer, rumiger und insgesamt runder. Nach ein paar Tests in Cocktails werde ich entscheiden, ob ich nachträglich noch eine zusätzliche Zutat hinzufügen werde oder die Menge einer bestehenden Zutat erhöhen/erniedrigen werde.
Zum Schluss nochmal das Rezept für das aktuelle Falernum:
COF Falernum #3
- 50ml Appleton Extra und 25ml Wray & Nephew White Overproof
- 7 Nelken
- 3 Piment
- 3/4 eines Lorbeerblattes
- 1/4 einer Zimtstange
- 1cm einer Vanilleschote
- 15ml frisch gepresster Ingwersaft
- die abgeriebene Schale von 1.5 Limetten
- 15g blanchierte, gehackte, leicht angebratene Mandeln
- Mischung zwei Tage lang ziehen lassen, filtrieren und …
- 30ml frischer Limettensaft
- 30ml Zuckersirup (Monin)
- 10ml Mandelsirup/Orgeat (Meneau)
- … dazu geben.
Falls ihr das Rezept ausprobiert, würde ich mich über Feedback freuen – besonders wie es sich in Cocktails schlägt.
6 Kommentare
Trackbacks
- Cocktail Hacker » Blog Archive » DIY Falernum
- mija.ch » Tastings und weitere News
- Onkel Andys Tagebuch - Verspätete Vinobile
Leave a Reply
Recent Posts
Die Geschichte des Gins Teil 14
1950 – Dry Gin dominiert In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs die Popularität von ungesüßtem Gin auch besser bekannt als Dry Gin. Diese wachsende Mode ist unter anderem mit der wachsenden Popularität von trockenem Champagner verbunden. Zudem wurde der ...
Die Eröffnung der Schwarz-Weiß-Bar
Seit dem 14ten November hat die Schwarz-Weiß-Bar in Stuttgart offiziell ihre Pforten eröffnet. Sobald man das erste Mal diese Bar betritt, merkt man sofort, dass hier etwas Besonderes geschaffen wurde: ein Kleinod der Trinkkultur. Augenblicklich umgeben den Gast leise Jazzklänge, ...
Schwarz-Weiß-Bar: Der Umbau
Nachdem wir im letzten Artikel den usprünglichen Zustand des I'Dipfele sehen konnten, wird es nun Zeit ein paar Eindrücke vom Umbau der Schwarz-Weiß-Bar zu zeigen. Grundgedanke für den Umbau der Bar war der Name der Bar: Schwarz/Weiß. Alle Holzelemente wurden ...
Schwarz-Weiß-Bar: Das alte I’Dipfele
Am Montag, dem 14. November eröffnet in den ehemaligen Räumen des I'Dipfele die Schwarz-Weiß-Bar! Folgende Fotos entstanden in der frühen Umbauphase und geben euch einen ungefähren Eindruck, wie die Location zu früheren Zeiten aussah.















“Das Falernum ist nun fast fertig, es müssen nur noch 30ml frischer Limettensaft, 30ml Zuckersirup und 10l Mandelsirup/Orgeat hinzugefügt werden.”
Ich könnte mir vorstellen, dass es mit 10 Litern Orgeat recht mandelig wird
Ich steh drauf
Stark! Das schmeckt fantastisch!
hey was ist eigentlich aus dem rum aus guyna geworden? Ich fand das so sehr interessant. Warum hast du dich entschieden ihn im 3. Rezept nicht mehr zu verwenden?
Gruß M.
und was hälst du davon einen Zuckersirup aus, unraffinierten vollrohrzucker anzusetzen, könnte dem ganzen eine angenehm malzige Note hinzufügen.
Der Lemon Hart Demerara 151 wird leider nicht mehr produziert und ist in Europa schon seit einiger Zeit so gut wie nicht mehr zu bekommen. Daher hab ich mich entschlossen, den Rum lieber für Cocktails aufzuheben, die unbedingt einen Demerara 151 vorraussetzen (z.B. Zombie).
Zuckersirup aus Vollrohrzucker ist, finde ich, eine ziemliche eklige Angelegenheit und dominiert sehr schnell jeden Cocktail bzw. Falernum. Durch den unreduzierten Melasseanteil lässt er sich überhaupt nicht mit normalen Zuckersirup vergleichen.
Probier es doch aber einfach mal (vorsichtig) aus und berichte vom Ergebnis. In der Summe ergibt sich evtl. doch ein schönes Falernum.